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Bundesliga - SC Freiburg "Wir haben keine Angst vor der Champions League"

  • Bild Fritz Keller, Präsident des SC Freiburg
  • Bilderserie SC Freiburg: Dreimal Europa seit 1991
  • Interaktiv Livecenter zum 34. Spieltag
  • BildFritz Keller, Präsident des SC Freiburg
    Fritz Keller (Vorstandsvorsitzender SC Freiburg)
    BilderserieSC Freiburg: Dreimal Europa seit 1991
    (16.05.2013)
    InteraktivLivecenter zum 34. Spieltag

    von Oliver Trust

    Der SC Freiburg will trotz der Qualifikation für die Europa League ein „kleiner Klub“ bleiben. Das ist schwierig genug. Ein Einzug in die Champions League könnte den Ausbildungsverein vor eine neue Belastungsprobe stellen. Am Samstag kommt Schalke zum „Finale“. 

    Diesmal wird alles anders sein. Besser als die letzten Male, als sich der SC für die Europa League qualifizierte, 1995 und 2001 anschließend aber aus der Bundesliga abstieg. Daran glaubt zumindest Fritz Keller. Der Gastronom und Winzer ist Präsident des SC Freiburg.

    "Wir lassen uns durch nichts den Spaß an der Europa League nehmen“, sagt Keller. „Wir haben auf dem Schirm, was damals passiert ist. Wie heißt es doch: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.“ Am Samstag freilich könnte alles noch „schlimmer“ werden. Dann, wenn Freiburg das Bundesliga-Saisonfinale gegen den FC Schalke 04 gewinnt und sich für die Champions League qualifiziert.

    Fußballfest gegen Schalke

    Genau deshalb ist Keller wie alle Freiburger Meinungsführer seit Tagen im Stress. „Wir freuen uns auf ein tolles Fußballfest gegen Schalke. „Wir haben auch keine Angst vor der Champions League. Egal, was passiert, wir bleiben der SC Freiburg, für den die Bundesliga das Wichtigste ist“, meint Keller. Das heißt, keine riskanten Transfers, keine finanziellen Seiltänze, keine Stars. „Wir machen keine Saltos. Wer dauerhaft oben mitspielen wolle, „braucht einen anderen Etat. Den haben wir nicht.“ Daran würden Mehreinnahmen durch einen internationalen Wettbewerb nichts ändern.

    ZITAT
    Egal, was passiert, wir bleiben der SC Freiburg.
    Fritz Keller
    Zumindest in der Europa League hielten sich die in Grenzen. Rund 1,5 Millionen Euro wären es in der Gruppenphase. In der Champions League wären es 8,6 Millionen. „Der Erfolg schadet uns nicht, er hilft vielleicht manchen zu überzeugen, dass es Sinn macht, beim SC zu spielen“, meint Keller. „Wir sagen jedem Kandidaten, mit dem wir sprechen, auf was er sich bei uns einlässt.“ Die Botschaft von Keller und Co: Der SC will (und muss) der kleine Ausbildungsverein bleiben. Trotzdem habe man sich eine „tolle Position auf dem Markt erspielt“, sagt Klemens Hartenbach, der sich seit dem Abgang von Dirk Dufner (zu Hannover 96) zusammen mit Jochen Saier den Posten des Sportdirektors teilt.

    Motivationshilfe fürs Stadion

    Die gute Atmosphäre rund um den Erfolg „hilft“ nicht nur in Sachen Neuverpflichtungen. Fritz Keller glaubt, „jetzt gibt es keinen mehr, der daran zweifelt, dass der SC dieses neue Stadion braucht. Wir sind da auf einem guten Weg“. Baubeginn allerdings wird nicht vor 2016 sein. „Wir haben alle mehr zu tun, wegen der Europa League und wegen des Stadions. Für beides arbeiten wir mit großer Freude“, sagt Keller und begegnet der Aufregung rund um seinen Klub mit einem Scherz: „Übrigens rechnet hier keiner damit, dass wir das Champions-League-Finale nächste Saison gewinnen.“

    ZITAT
    Der Erfolg schadet uns nicht, er hilft vielleicht manchen zu überzeugen, dass es Sinn macht, beim SC zu spielen.
    Fritz Keller
    Wofür die Freiburger ihre Mehreinnahmen vor allem verwenden, steht fest: Nach den Abgängen von Daniel Caligiuri (VfL Wolfsburg), Jan Rosenthal, Johannes Flum (beide Eintracht Frankfurt) und Max Kruse (Mönchengladbach) muss der Kader nicht nur aufgefüllt, sondern wegen der zusätzlichen Belastung ausgebaut werden. „Transfers von international renommierten Spielern wird es in keinem Fall geben, der Erhalt der Bundesliga bleibt unser wichtigstes Ziel“, betont Keller. Bald sollen erste Namen von Neuverpflichtungen bekannt gegeben werden.

    Die Tabelle
      1 Bayern München 31 26 3 2 84:20 64 81  
      2 Borussia Dortmund 31 20 4 7 71:34 37 64  
      3 Schalke 04 31 17 7 7 57:41 16 58  
      4 Bayer Leverkusen 31 17 3 11 54:38 16 54  
      5 VfL Wolfsburg 31 16 5 10 56:46 10 53  
      6 Borussia Mönchengladbach 31 14 7 10 54:39 15 49  
      7 FSV Mainz 05 31 14 5 12 46:49 -3 47  
      8 FC Augsburg 31 12 7 12 41:45 -4 43  
      9 Hoffenheim 31 10 10 11 67:66 1 40  
      10 Hertha BSC 31 10 8 13 38:42 -4 38  
      11 Werder Bremen 31 9 9 13 37:59 -22 36  
      12 Eintracht Frankfurt 31 9 8 14 39:53 -14 35  
      13 SC Freiburg 31 9 8 14 39:54 -15 35  
      14 Hannover 96 31 10 5 16 41:57 -16 35  
      15 VfB Stuttgart 31 8 7 16 48:59 -11 31  
      16 Hamburger SV 31 7 6 18 47:65 -18 27  
      17 1. FC Nürnberg 31 5 11 15 36:62 -26 26  
      18 Eintracht Braunschweig 31 6 7 18 28:54 -26 25  

    17.05.2013
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