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Tennis | Australian Open Mit Steffis Hilfe ins Finale

  • Bild Geschafft: Einzug ins Finale
  • Bilderserie Grand Slam-Gewinner
  • BildGeschafft: Einzug ins Finale
    Angelique Kerber gewinnt Australian Open
    (Quelle: dpa)
    BilderserieGrand Slam-Gewinner
    Don Budge
    (09.09.2015)

    Kurzmeldung

    • 10:48 Uhr 28.01.2016Kurzmeldung

      Kerber rückt auf Platz vier vor 10:48 Uhr 28.01.2016
      Mit dem Einzug ins Finale der Australian Open hat Angelique Kerber auch ihre bislang höchste Platzierung in der Tennis-Weltrangliste sicher. Die Kielerin wird im neuen Ranking am Montag mindestens als Nummer vier geführt. Ihre zuvor höchste Platzierung war im Oktober 2012 Rang fünf. Sollte Kerber am Samstag, 9.30 Uhr (MEZ) das Endspiel gegen Serena Williams (USA) gewinnen, würde sie hinter Williams sogar an Position zwei geführt. Bislang einzige Deutsche an der Spitze des Rankings war Steffi Graf. Die 22- malige Grand-Slam-Gewinnerin führte die Weltrangliste 377 Wochen an.

    von Petra Philippsen, Melbourne

    Die Sensation ist perfekt: Angelique Kerber hat bei den Australian Open erstmals das Finale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Es ist der Durchbruch, auf den die Kielerin lange gewartet hatte - mit Hilfe einer berühmten Ratgeberin. 

    Torben Beltz startete seine eigene Mini-La-Ola, im dichten Getümmel der kleinen Gruppe deutscher Fans, die sich in der Rod-Laver-Arena um den schlaksigen Trainer geschart hatte.
    Angelique Kerber

    Alter: 28 Jahre (18.01.1988)
    Geboren: in Bremen
    Wohnort: Puszczykowo (Polen)
    Trainer: Torben Beltz
    Linkshänderin, Rückhand beidhändig
    Tennis-Idol:
    Steffi Graf
    Beste Platzierung: Rang 5 (2012)
    Titel: 7 (4 im Jahr 2015)
    Größte Erfolge
    - Halbfinale Australian Open (2016)
    - Halbfinale US Open (2011)
    - Halbfinale Wimbledon (2012)
    - dreimal für die WTA-Finals qualifiziert (2012, 2013, 2015)
    - Fed-Cup-Finalistin (2014)

    Letzte deutsche Australian-Open-Halbfinalistin: Anke Huber 1998 (unterlag Martina Hingis)
    Letzte deutsche Australian-Open-Siegerin: Steffi Graf (1994)

    Und sie hatten allen Grund zum feiern, denn Angelique Kerber steht erstmals in ihrer Karriere im Finale eines Grand-Slam-Turniers. Mit 7:5 und 6:2 hatte sie sich nicht nur gegen die britische Überraschungs-Halbfinalistin Johanna Konta durchgesetzt, sondern vor allem gegen die eigenen Nerven.

    Und so schrie die 28 Jahre alte Kielerin, wie bereits am Vortag nach ihrem furiosen Erfolg über Victoria Asarenka, ihre Freude aus voller Kehle heraus. Kerber wirkte gelöst, überglücklich. Es schien, als hätte Kerber in diesem Moment den letzten Beweis erbracht, den sie immer noch schuldig geblieben war.

    Größte Herausforderung: Nerven bewahren

    Seit vier Jahren gehört sie zu den Top Ten, doch auf der ganz großen Tennis-Bühne sah man sie eben viel zu selten. Dabei wollte Kerber doch von jeher nichts so sehr, als ihrem Idol Steffi Graf nachzueifern. Und die hatte 1994 auch in Melbourne als bisher letzte Deutsche den Titel geholt.
    Steffi Graf nach dem Sieg bei den Australian Open 1994

    Die letzte deutsche Siegerin in Melbourne: Steffi Graf 1994
    Quelle: imago

    "Steffi, bitte schreib' mir!", sprudelte es aus Kerber noch auf dem Platz heraus - und die 22-malige Grand-Slam-Siegerin hatte sie gehört. "Steffi hat wirklich geschrieben", sagte Kerber später in der Pressekonferenz und holte strahlend ihr Handy aus der Tasche und las vor: "Ich gratuliere dir. Ich freue mich riesig. Lieben Gruß aus Las Vegas." Die Nachricht Grafs war der Zuckerguss auf Kerbers glückseligem Tag. "Das ist so ein besonderer Moment für mich, es fühlt sich richtig gut an. Ich bin einfach so glücklich, in meinem ersten Finale zu stehen."

    Der Weg dorthin war am Donnerstag mühsam gewesen, direkt am Tag nach dem emotionalen, aufwühlenden Triumph über Asarenka, nach all dem Trubel, den vielen Glückwunschnachrichten und dem Druck, nun als Favoritin ins Halbfinale zu gehen. "Die Nerven waren heute wirklich die größte Herausforderung für mich", gestand Kerber, "mental war es schwer für mich, aber ich bin froh, dass ich standgehalten habe." Im ersten Satz hatte Kerber bereits mit zwei Breaks und 3:0 geführt, als Konta besser ins Spiel fand und bis zum 5:5 mithielt. Die Britin hatte in den vergangenen sieben Monaten einen rasanten Aufstieg von Ranglistenplatz 147 hingelegt und auch in Melbourne für Furore gesorgt.

    Videos gucken und Antwort finden

    Doch Kerber war ihr in allen Belangen überlegen. Einzig ihre Anspannung machte den ersten Durchgang enger, im zweiten Satz fand die deutsche Nummer eins dann mehr Sicherheit. Es wurde ein Arbeitssieg, doch das war egal. Am Samstag wartet Serena Williams im Finale - das nennt man eine Herausforderung. Die 34 Jahre alte Amerikanerin dominiert seit Jahren das Frauentennis nach Belieben.
    ZITAT
    Klar gibt es auch gegen Serena einen Matchplan.
    Kerbers Trainer Torben Beltz
    Kerber sagte allerdings: "Ich freue mich wirklich riesig auf das Match mit ihr. Ich habe gar nichts zu verlieren und werde es einfach nur genießen." Ganz stimmt das natürlich nicht, gewinnen will sie schon. Auch, wenn das schwer wird. Williams preschte im Eiltempo durch das Turnier, ließ auch in ihrem Halbfinale der Polin Agnieszka Radwanska mit 6:0 und 6:4 nicht den Hauch einer Chance.

    Was macht man also? "Klar gibt es auch gegen Serena einen Matchplan", sagte ihr Coach Torben Beltz, "wir werden noch ein paar Videos gucken und versuchen, eine Antwort zu finden." Einmal hatte Kerber das getan, 2012 beim Turnier in Cincinnati. Da bezwang sie Williams sensationell mit 6:4 und 6:4. "Ich weiß noch, dass ich sehr gut aufgeschlagen habe", erinnert sich Kerber, "ich hoffe, sie weiß das auch noch." Für Beltz ist die Ausrichtung schon jetzt ganz klar: "Angie muss wieder so aggressiv und selbstbewusst spielen wie gegen Asarenka. Der hat sie den Schneid abgekauft."

    Guter Rat von Steffi Graf

    Dass Kerber das auf einmal gelungen war, hatte auch mit Steffi Graf zu tun. Als sie im vergangenen Frühjahr in einer tiefen Krise steckte, fuhr Kerber ins Traininglager ihres Ausrüsters nach Las Vegas und traf dort Graf.
    Links
    Kerber erstmals im Finale Homepage von Angelique Kerber Angelique Kerber bei Twitter Angelique Kerber bei FacebookDas ZDF ist für Inhalte externer Internetseiten nicht verantwortlich
    Sie schlugen Bälle, sie redeten viel. Und Graf machte ihr Mut. "Sie hat mir gesagt, dass ich auf dem richtigen Weg bin und nur mehr Vertrauen zu mir haben soll", sagte Kerber.

    Das hat sie nun geschafft. Gelingt Kerber auch noch der ganz große Coup Down Under? Die Kielerin hofft es, fühlt sich bereit. Und irgendwie schuldet sie es Graf ja auch. Schließlich würde Williams mit einem Sieg ihren Rekord egalisieren. "Das versuche ich natürlich zu verhindern", sagte Kerber augenzwinkernd, "wir Deutsche müssen ja zusammenhalten."

    Sa., 25.06
    Nottingham
    Männer Finale Einzel
    Johnson - Cuevas  
    Männer Finale Doppel
      Dodig/
    Melo
    -   Inglot/
    Nestor
     
     
    Eastbourne
    Frauen Finale Einzel
    Cibulková - Ka. Plíšková  
    Frauen Finale Doppel
      Jurak/
    An. Rodionova
    -   Chan H C/
    Chan Y J
     
     
    Fr., 24.06
     
    Nottingham
    Männer Viertelfinale Einzel
    Johnson - Anderson 7:6(6) 5:7 6:4  
    Cuevas - Muller 3:6 7:6(3) 6:4  
    Johnson - Seppi 6:4 6:4  
    Männer Halbfinale Doppel
      Dodig/
    Melo
    -   Marach/
    Martin
    5:7 6:3 10:6  
     
    Eastbourne
    Frauen Halbfinale Einzel
    Cibulková - Puig 6:2 6:1  
    Ka. Plíšková - Konta 6:7(5) 6:3 6:3  
    Ka. Plíšková - Vesnina 6:1 6:3  
    Cibulková - A. Radwanska 4:6 7:6(2) 6:3  
    Konta - Makarova 7:6(5) 6:4  
    Frauen Halbfinale Doppel
      Jurak/
    An. Rodionova
    -   Grönefeld/
    Peschke
    6:2 6:1  
      Chan H C/
    Chan Y J
    -   Babos/
    Shvedova
    6:1 1:6 10:6  
    Russland Grönefeld/
    Peschke
    -   Makarova/
    Vesnina
    Kampflos
    Letzte Aktualisierung: 25.06.16 - 10:38:23

    28.01.2016
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