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SportXtreme | Sendung "Zauberwürfel" Superhirne mit flinken Fingern

  • Bild Sebastian und Philipp Weyer
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    Sebastian und Philipp Weyer

    Sebastian und Philipp Weyer

    von Susanne Rohlfing

    Die Zauberwürfel-Weltmeisterschaft 2013 - 600 Teilnehmer aus 24 Nationen sind zur Speedcubing-WM in Las Vegas angetreten. Mit dabei auch Jeannine Michaelsen und das SportXtreme-Team, das dort für die nächste Sendung drehte. zdfsport.de zeigt hier das A und O des Zauberwürfel-Lösens. 

    Die Sendung Zauberwürfel
    Jeannine Michaelsen
    • Erstaustrahlung am Dienstag, 10. September, um 23.55 Uhr auf ZDFinfo
    • Dienstags Vorab als Video bei zdfsport.de


    Moderatorin: Jeannine Michaelsen (Bild)
    Die Protagonisten: Die Zwillingsbrüder Sebastian und Philipp Weyer, Ravi Fernando und Tom Rokicki

    Zauberwürfel-Fakten

    Algorithmen zum Nachmachen

    Das sind die Schlüssel jeder Lösungsmethode des Zauberwürfels. Es handelt sich um vorgefertigte Zugfolgen für bestimmte Situationen, mit denen man zu bestimmten Zielen gelangt. Speedcuber lernen diese für Situationen, in denen Intuition nur zu langsam oder auch gar nicht zum Ziel führt. Ein Lösungs-Lernvideo für Anfänger gibt es hier.

    Die Fridrich-Methode

    Das ist die unter Fortgeschrittenen am weitesten verbreitete Methode zur Lösung des Zauberwürfels, erfunden hat sie Jessica Fridrich. Dabei werden zunächst intuitiv die ersten beiden Ebenen gelöst, was sehr viel Übung bedarf. Die letzte Ebene wird in zwei Schritten gelöst, wofür knapp 80 Algorithmen auswendig gelernt werden müssen.

    Gotteszahl

    Nicht nur spielfreudige Menschen, sondern auch Mathematiker haben sich in den vergangenen Jahren mit dem Zauberwürfel geforscht. Die US-Amerikaner Morley Davidson, John Dethridge und Tomas Rokicki und der Darmstädter Herbert Kociemba konnten vor drei Jahren die Gotteszahl bestimmen - und fanden die 20. Das heißt: Jede Würfelposition ist mit mindestens 20 Zügen lösbar.

    Allerdings erklärt der Mathematiker und Speedcuber Sébastien Auroux: "Wenn man sich eine optimale, von einem Computer berechnete Lösung ansieht, erkennt man keine Zwischenschritte.  Die ersten paar Züge ergeben augenscheinlich keinen Sinn, und plötzlich ergibt sich dann alles an Ort und Stelle. Das sind Lösungen, die für Menschen überhaupt nicht auffindbar sind."

    Speedcuber benötigen im Schnitt 55 Züge für ihre Lösungen. Den Weltrekord für die wenigsten Züge mit dem 3x3x3-Würfel hält der Japaner Tomoaki Okayama - nämlich 20. Dabei zählen 180-Grad-Drehungen als ein Zug.

    Ernő Rubik

    Der Bildhauer, Architekt und Designer aus Ungarn ist der Erfinder des Zauberwürfels, weshalb dieser im englischsprachigen Raum Rubik‘s Cube genannt wird. Der Professor aus Budapest konstruierte ihn 1974, um seinen Designstudenten räumliches Denken beizubringen. 1975 meldete er ein Patent für den Würfel an, 1980 kam dieser auf den deutschen Markt und wurde prompt mit dem Sonderpreis Bestes Solitärspiel des Kritikerpreises Spiel des Jahres ausgezeichnet.

    Speedcubing

    Ein Wettbewerb, der dem Zauberwürfel zu einem Revival im 21. Jahrhundert verholfen hat. Speedcuber lösen den Zauberwürfel gegen die Uhr. Sie tun das im eigenen Kämmerlein, um ihre persönliche Bestzeit zu verbessern, oder gemeinsam mit anderen Speedcubern bei Wettkämpfen in aller Welt.

    Der gängige Wettkampfmodus ist: Jeder löst den Würfel fünf Mal, die beste und die schlechteste Zeit werden gestrichen, und aus den übrigen Dreien wird ein Mittelwert errechnet.

    World Cube Association (WCA)

    Der Weltverband der Speedcuber wurde 2003 gegründet und richtet seither im jährlichen Wechsel Welt- und Europameisterschaften aus. Darüber hinaus finden jedes Jahr viele offizielle, von der WCA abgesegnete Wettkämpfe in aller Welt statt (303 im Jahr 2012, bisher 278 in diesem Jahr). Rund 24.000 überwiegend junge Leute haben daran bislang teilgenommen, und es werden nach Angaben von Sébastien Auroux, dem deutschen Mitglied in der WCA-Führungsriege, stetig mehr.

    Das Prinzip der WCA ist es, Wettkämpfe durch einen offiziellen Delegierten des Weltverbandes zu legitimieren, der vor allem sicherstellen soll, dass das WCA-Regelwerk eingehalten wird und die erzielten Ergebnisse dadurch mit denen aus aller Welt vergleichbar sind. Um ein neues Land zu erschließen, werden dort von einem Delegierten aus einem Nachbarland Wettkämpfe veranstaltet, bei denen dann ein neuer Delegierten-Kandidat gefunden werden soll.

    Cubies

    Ein 3x3x3-Zauberwürfel

    So werden die Bauteile des Zauberwürfels genannt, beim klassischen 3x3-Würfel mit je drei kleinen Würfeln pro Kante sind es 26.

    Es gibt die Mittelsteine, die sich in der Mitte jeder Würfelseite finden und nur eine Seite/Farbe haben. Sie sind an den Achsen befestigt und deshalb in ihrer relativen Position zueinander nicht veränderbar, sie geben der jeweiligen Seite die Farbe vor.

    Dann gibt es die Ecken mit jeweils drei Farbflächen und dazwischen die Kanten mit je zwei Farbflächen. Inzwischen sind aber Würfel mit unterschiedlichen Größen in Gebrauch, für offizielle Wettkämpfe zugelassen sind Würfel von 2x2x2 bis 7x7x7. Im Bild ein 3x3x3-Würfel.

    Weltrekorde

    3x3x3-Würfel auf Zeit

    Die World Cube Association erkennt aktuell 17 offizielle Wettkampfdisziplinen an. Hier die wichtigsten:

    Der Niederländer Mats Valk löst Anfang März 2013 bei den Zonhoven Open den Würfel in 5,55 Sekunden. Den Durchschnitts-Weltrekord (Mittelwert der mittleren drei von fünf Lösungen, siehe Speedcubing) hält seit dem vergangenen Jahr mit 7,53 Sekunden der Australier Feliks Zemdegs.

    3x3x3-Würfel blind

    Marcin Zalewski (Polen) mit 23,80 Sekunden.

    3x3x3-Würfel mit einer Hand

    Giovanni Contardi (Italien) in 9,43 Sekunden (Einzelzeit).

    Die wenigsten Drehungen für 3x3x3-Würfel

    2012 schafft der Japaner Tomoaki Okayama die Lösung mit 20 Drehungen. Hier die nachgestellte Version.

    08.09.2013
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