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Confed Cup | Nigeria - Uruguay Suárez will den Pistolero machen

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  • Interaktiv Confed Cup: Hier wird gespielt
  • Luis Suárez

    Uruguays Fußballnationalspieler Luis Suarez

    (Quelle: imago)
    InteraktivConfed Cup: Hier wird gespielt

    von Solveig Flörke

    Das Enfant terrible des FC Liverpool, Luis Suárez, macht auch in seiner uruguayischen Nationalmannschaft Kampfansagen. Gegen Spanien schoss er das einzige Tor und heute (23.45 Uhr/ZDF) gegen Nigeria will er für La Celeste endlich einen Sieg. 

    Siege – nichts anderes kann sich die uruguayische Nationalmannschaft gegen die letzten beiden Gruppenphasengegner Nigeria und Tahiti erlauben. Aufpeitscher und Heilsbringer der „Hellblauen“ ist Luis Suárez, der im ersten Spiel gegen Spanien (1:2) immerhin das einzige Tor für Uruguay erzielte. Er gibt sich auf seiner Fanseite optimistisch: „Vergessen wir die Niederlage und denken nur ans nächste Spiel.“ Auch da will er wieder angreifen.

    Forlan zu 100.

    Diego Forlan wird heute Abend im Spiel gegen Nigeria sein 100. Länderspiel für die Celeste bestreiten. Mit je 33 Länderspieltreffern führt er gemeinsam mit Suarez die Torschützenliste in der uruguayischen Nationalmannschaft an.

    Götter-Status in Uruguay

    „Hauptsache, die Mannschaft hört nie auf zu kämpfen.“ Über 2,5 Millionen Fans verfolgen seine Einträge und vielen gefällt, was Luis Suárez postet. Ob es Fotos beim Trinken seines so beliebten Mate-Tees sind oder eben kämpferische Ansagen. „Du bist ein Genie“, schreiben die einen, „Voran Luis, du bist die Hoffnung Uruguays, viel Glück gegen Nigeria“, die anderen.

    Doch nicht alle lassen bei ihrer Euphorie für den Superstar der Celeste seine Eskapaden außen vor. Dem FC Liverpool, für den Luis Suárez, seit über zwei Jahren spielt, hat er einige Kopfschmerzen bereitet.

    Confed-Cup-Spiele im ZDF

    20. Juni, 23.45 Uhr: Nigeria - Uruguay

    (Kommentator: Martin Schneider)

    22. Juni, 20.55 Uhr: Italien - Brasilien

    (Kommentator: Béla Réthy)

    26. Juni, 20.55 Uhr: Halbfinale 1

    (Kommentator: Béla Réthy)

    30. Juni, 23.35 Uhr: Finale

    (Kommentator: Béla Réthy)

    Beißen und beleidigen

    Für den Uruguayer Maximiliano Gaitan Grund genug für eine differenzierte Einschätzung: „Der Typ ist schon verdammt wichtig für Uruguay, sonst gibt’s gar nicht so viele 'wichtige' Uruguayer, wenige bekannte Fußballspieler. Jetzt haben wir mit Cavani und Suárez gleich zwei Top-Stürmer auf einmal. Alle Uruguayer denken, dass der Typ bei der WM gegen Ghana eine Heldentat vollbracht hat, als er den Ball mit der Hand vor dem Tor weggefischt hat. Er hat fast einen Götter-Status in Uruguay wegen seines Fußballs und gleichzeitig ist er wohl psychisch gestört, wenn man an die Sprüche und Tätlichkeiten auf dem Platz denkt.“

    Das könnte man tatsächlich meinen. Einmal biss Suárez seinen Gegenspieler, das andere mal beschimpfte er den dunkelhäutigen Patrice Evra mit rassistischen Beleidigungen. Die Liste der Aufreger ist lang und gleich drei Mal reichten sie für längere Spielsperren.

    Links
    Tahiti freut sich auf Spanien

    "Käuflicher Verräter"

    Gleichzeitig überzeugt der 26-Jährige schon seit 2005 mit seiner guten Trefferquote, egal ob bei Ajax Amsterdam oder bei Liverpool. Die Fans der "Reds" haben Suárez immer die Treue gehalten - bis jetzt. Denn als herauskam, dass der Uruguayer nach dem Confed Cup seinen Weggang ankündigen und wohl nach Spanien zu Real Madrid wechseln will, war für viele das Maß voll. Für 50 Millionen Pfund könne er gehen, berichtet die Zeitung Daily Mail. Seitdem sind „Betrüger!“ oder „Käuflicher Verräter!“ jetzt auch gängige Kommentare auf seiner Fanseite.

    Der Rückennummer 9 der uruguayischen Nationalmannschaft gefallen Tattoos, aber klein müssen sie sein. An Armen und Beinen hat er zum Beispiel den Namen seiner Tochter Delfina und seiner Frau Sofia („Sofi“), sowie ein Tribal und das Datum als er mit der Nationalmannschaft Uruguays südamerikanischer Meister wurde (Copa América 2011) tätowiert.

    Pistolen als persönliche Jubelgeste

    Während des Confed Cups verriet Suárez außerdem, dass sein berühmter „Pistolero“, die Art Tore zu bejubeln, in einem Gespräch mit seiner Frau und seinem Bruder entstanden sei. „Ich wollte genau wie Ronaldinho, Ronaldo und Bebeto, die auch immer ihre eigene Art hatten zu jubeln, einen eigenen Jubelstil haben, den ich dann auf dem Platz zelebriere“, so Suárez. Ganz Uruguay hofft nun, dass er seine Hände heute Abend in Salvador möglichst oft zu Pistolen ballen kann.

    20.06.2013
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