Print Logo

merkzettel

Bundesliga | 18. Spieltag - Topspiel Dortmund ist zurück auf der Überholspur

das aktuelle sportstudio, 23.01.2016 23:00 Uhr
  • Bild Thomas Tuchel und Mats Hummels
  • Livecenter Alle Spiele, alle Tore
  • Video Eberl: Gladbach auf gutem Weg
  • Interaktiv sportstudio-Tipp
  • BildThomas Tuchel und Mats Hummels
    Thomas Tuchel (li.) und Mats Hummels, Borussia Dortmund
    (Quelle: dpa)
    LivecenterAlle Spiele, alle Tore
    (Quelle: ZDF)
    VideoEberl: Gladbach auf gutem Weg
    Max Eberl

    Manager Max Eberl über die Entwicklung von Borussia Möchengladbach und über das Duell der Bundesliga gegen die Premier League.

    (22.01.2016)
    Interaktivsportstudio-Tipp
    (Quelle: ZDF)

    von Patrick Brandenburg

    Vor dem Rückrunden-Auftakt in Mönchengladbach platzt der BVB fast vor Selbstvertrauen. Ganz nebenbei korrigiert Borussia Dortmund die Saisonziele nach oben. Auch beim Personal schaltet der Tabellenzweite wieder auf Angriff - aus gutem Grund. 

    Ein Kalenderjahr - im Fußball ist das eine Ewigkeit. Vergangenen Winter noch startete Borussia Dortmund von einem Abstiegsplatz in die Rückrunde, die schlimmsten Sorgen im Gepäck. Nur zwölf Monate später hat Hans-Joachim Watzke „diesen Horrorfilm komplett von der Festplatte gelöscht“. Vorm Start 2016 schüttelt der BVB-Chef lässig letzte Spuren Demut ab: „Wir müssen nicht so tun, die anderen herauszufordern - jetzt sind wir diejenigen, die etwas zu verteidigen haben.“ Als Tabellenzweiter der Bundesliga will sich Schwarz-Gelb nicht länger klein machen.

     

    Vorentscheidung im Rennen um Rang zwei?

    ZITAT
    Wir wollen den Abstand weiter ausbauen.
    Mats Hummels
    Lästige Fragen zum auch in Fankreisen umstrittenen Trainingslager im Emirat Dubai kanzelt Watzke als heuchlerisches Mediengedudel ab. Lieber setzt der Klub wieder selbst die Themen: Das Saisonmotto „Herausforderer der Bayern-Herausforderer“ ist nach einer starken Hinrunde passé. Die neue Vorgabe: Vizemeisterschaft, hinter den Überfliegern aus München. Mit aller Selbstverständlichkeit strebt die von Trainer Thomas Tuchel wiederbelebte Offensivmaschine, die es in 30 Pflichtspielen auf 85 Tore brachte, nach einem Jahr Pause zurück in die Champions League.

    Drei überzeugende Testspiele in der sportlich reibungslosen Vorbereitung nähren die Hoffnung. Gleich zu Beginn des Jahres könnte Dortmund die Verfolger Borussia Mönchengladbach (neun Punkte Rückstand, Rang vier) und Hertha BSC (sechs Punkte Rückstand, Rang drei) klar distanzieren. „Wir wollen den Abstand weiter ausbauen“, kündigt Kapitän Mats Hummels an.

     

    Erfolglose Experimente abgebrochen

    das aktuelle sportstudio

    Samstag 23.01.2016, 23:00 - 00:25 Uhr
    Moderator: Jochen Breyer

    Fußball-Bundesliga, 18. Spieltag
    Topspiel:
    Bor. M'gladbach - Bor. Dortmund

    1. FC Köln - VfB Stuttgart
    Hannover 96 - Darmstadt 98
    Hertha BSC - FC Augsburg
    Hoffenheim - Bayer Leverkusen
    FC Ingolstadt - 1. FSV Mainz 05
    Hamburger SV - Bayern München (Fr)
    Eintr. Frankfurt - VfL Wolfsburg (So)
    FC Schalke 04 - Werder Bremen (So)

    Ski alpin: Weltcup in Kitzbühel
    Abfahrt Männer

    Biathlon: Weltcup in Antholz
    Verfolgung Frauen und Männer

    Gäste: Pal Dardai
    Hertha BSC

    Auch beim Personal gehen die Westfalen zurück auf die Überholspur. Jüngst holte BVB-Chef Watzke die Lex Lewandowski aus der Mottenkiste. Sprich: Er kann sich wieder vorstellen, bei Stars auf volle Vertragserfüllung zu pochen, selbst wenn dabei Ablöse-Millionen flöten gehen. Aktuell beträfe das Spieler wie Hummels, Henrich Mchitarjan und Ilkay Gündogan, deren Verträge 2017 auslaufen. Zudem bricht Dortmund erfolglose Experimente konsequent ab.

    Ein halbes Jahr vor Ende der Leihfrist gab der Klub das vermeintliche Riesentalent Adnan Januzaj an Manchester United zurück. Jonas Hofmann wurde in der Winterpause für acht Millionen Euro an Gladbach weitergereicht. Doppelt bemerkenswert: Der Mittelfeldspieler wird beim BVB geschätzt, aber selbst perspektivisch nicht als Ersatz gesehen für Stars wie den aufgeblühten Mchitarjan. Sein Wechsel zeigt zudem, dass Dortmund den Vorjahresdritten Gladbach nicht mehr als Bedrohung wahrnimmt.

     

    Ein Neuer darf ruhig teuer sein

    All das geschieht trotz der Belastung in drei Wettbewerben und obwohl Tuchel „kein Freund von Wintertransfers“ ist. Für Neue gilt nun, dass sie auf Anhieb weiterhelfen müssten und, so Watzke, „das Qualitätsniveau einen Tick nach oben verschieben“. Schließlich hat der Klub große Ziele. Auch im DFB-Pokal und der Europa League, die ab dem gefühlten Königsklassen-Duell gegen den FC Porto nicht weiter stiefmütterlich behandelt werden soll.

    Altstars und Perspektivspieler fallen da aus dem Raster. Letztere kann Schwarz-Gelb ohnehin besser aus eigener Reihe rekrutieren: Zwei hochbegabte 17-Jährige, Felix Passlack und Christian Pulisic, trainieren seit Dubai mit den Profis und dürften bald ihr Liga-Debüt feiern. Außerdem gibt es zwei verkappte „Neuzugänge“: Erik Durm und Nuri Sahin winkt nach ewig langer Leidenszeit das Comeback. Für echte Verstärkungen würde der Klub dagegen sogar eine üppige Ablöse zahlen. Beim derzeit heißesten Kandidaten für einen Wechsel im Winter, dem Mainzer Yunus Malli, wären das immerhin 13 Millionen Euro.

     

    Strategische Ziele im Visier

    Links
    Bundesliga-Liveticker mobil das aktuelle sportstudio ZDF SPORTreportage
    Die erste Saisonhälfte hat allenfalls Luxusprobleme aufgeworfen. 23 Bundesliga-Gegentore der Abwehr sind eines Spitzenteams unwürdig, dank des konstanten Angriffswirbels fällt das aber bislang kaum ins Gewicht. Außerdem schlägt sich der BVB mit den Kehrseiten des Erfolges rum: Transfergerüchte zu den europaweit begehrten Stars schaffen Unruhe.

    Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang, gerade zu Afrikas Fußballer des Jahres gekürt, oder Shooting Star Julian Weigl könnten im Wochenrhythmus ihre Treue bekennen - Spekulationen hält das nicht auf. Dank der enormen Fortschritte und der Aussicht auf die reizvolle Champions League bleibt BVB-Chef Watzke aber zuversichtlich, viele Erfolgsgaranten zu halten. Vermutlich visieren die ambitionierten Westfalen ohnehin längst strategischere Ziele an: Im Sommer, falls der FC Bayern beim Umbruch in die Nach-Guardiola-Ära stolpert, will Dortmund für den ganz großen Wurf zur Stelle sein.

    Ergebnisse
    Zur Zeit finden keine Spiele statt.

    23.01.2016
    1. Drucken
    2. Merken
    3. Versenden
    4. Teilen auf:

    Versenden

    Artikel versenden

    Versenden Sie den Beitrag an Freunde.

    Datenschutz
    Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
    schließen Beitrag versenden

    Versenden

    Hinweis

    Der Beitrag wurde erfolgreich versendet.

    schließen

    Merkliste

    Papierkorb Bild
    Merkliste versenden Merkliste schließen

    Merkliste

    Merkliste versenden

    Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.

    Datenschutz
    Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
    Zurück zur Merkliste Absenden Button

    Merkliste

    Hinweis

    Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

    Zurück zur Merkliste Merkliste schließen