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Skifliegen vs. Skispringen Die Hillsize macht den Unterschied

  • Video Fliegen Sie mit auf der Kulmschanze
  • Video Mit dem Adler über den Kulm
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    Subjektiver Kamerasprung von der Skiflug-Schanze am Kulm

    Der ehemalige österreichische Weltcup-Springer Martin Koch mit dem subjektiven Kamerasprung von der Skiflug-Schanze am Kulm im österreichischen Tauplitz.

    (14.01.2016)
    VideoMit dem Adler über den Kulm
    Mit dem Adler über die Skiflug-Schanze am Kulm

    Fliegen Sie mit dem Adler über die Skiflug-Schanze am Kulm im österreichischen Tauplitz.

    (14.01.2016)

    Kurzmeldung

    • 15:04 Uhr 16.01.2016Kurzmeldung

      Prevc ist Weltmeister 15:04 Uhr 16.01.2016
      Der Slowene Peter Prevc ist neuer Skiflug-Weltmeister. Der 23-Jährige gewann zehn Tage nach seinem Triumph bei der Vierschanzentournee vor Kenneth Gangnes (Norwegen) und Stefan Kraft (Österreich) den zweiten großen Titel seiner Karriere. Wegen schwieriger Windverhältnisse musste der Wettbewerb nach drei der geplanten vier Durchgänge abgebrochen werden. Titelverteidiger Severin Freund verbesserte sich am zweiten WM-Tag in Bad Mitterndorf/Österreich um einen Rang auf Platz sechs, verpasste die erhoffte Medaille aber klar. Zweitbester DSV-Adler wurde Richard Freitag als Achter.

    • 11:26 Uhr 15.01.2016Kurzmeldung

      Müller nach Sturz an Beinen gelähmt 11:26 Uhr 15.01.2016
      Skispringer Lukas Müller (AUT) ist nach seinem schweren Sturz am Kulm derzeit an den Beinen gelähmt. Es liege eine inkomplette Querschnittslähmung vor, so Franz-Josef Seibert, UnfallchirurgieVorstand am Universitätsklinikum Graz. Ob der 23 Jahre alte Müller irgendwann wieder gehen könne, sei derzeit offen. Müller hatte sich am Mittwoch bei seinem Sturz in Bad Mitterndorf den sechsten und siebten Halswirbel gebrochen. Durch die erfolgreich verlaufene Operation der unteren Halswirbelsäule seien zumindest die Voraussetzungen für eine mögliche Heilung geschaffen worden, erklärte Seibert.

    • 14:35 Uhr 14.01.2016Kurzmeldung

      Alle fünf DSV-Springer überstehen Quali 14:35 Uhr 14.01.2016
      Angeführt von Titelverteidiger Severin Freund sind alle fünf deutschen Skispringer in der Einzelentscheidung der Skiflug-WM am Kulm dabei. Der für den Wettbewerb am Freitag und Samstag gesetzte Freund sprang am Donnerstag in der Qualifikation 206,5 Meter weit und lag damit deutlich vor Peter Prevc, der bei 188,5 Meter landete. Im Training hatte der Slowene allerdings mit einem Flug auf 235,5 Meter - nur zwei Meter unter dem Schanzenrekord von Freund - seine Topform unter Beweis gestellt. Sieger der Qualifikation wurde der Norweger Anders Fannemel mit einem Satz auf 233 Meter.

    • 15:01 Uhr 13.01.2016Kurzmeldung

      Schwerer Sturz am Kulm 15:01 Uhr 13.01.2016
      Ein schwerer Sturz des Österreichers Lukas Müller hat das Einfliegen für die Skiflug-WM am Kulm überschattet. Der 23-Jährige erlitt offenbar eine Rückenverletzung und wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Graz geflogen. Müller hatte zunächst seine Beine nicht mehr gespürt, später aber leichte Entwarnung gegeben. Die WM-Teilnehmer gehen erst am Donnerstag im Training und in der Qualifikation auf die Schanze. Am Freitag und Samstag wird der Einzel-Weltmeister ermittelt, am Sonntag werden die Team-Medaillen vergeben.

    Severin Freund ist nicht nur ein veritabler Skispringer, sondern auch ein exzellenter Skiflieger. Was aber ist der Unterschied zwischen Skispringen und Skifliegen? In erster Linie die Größe der Schanze. 

    Als Skiflugschanzen gelten Schanzen, die eine sogenannte Hillsize von 185 Metern haben.
    Skiflug-WM im ZDF

    Sonntag, ab 14:30 Uhr
    Team - 1. und 2. Durchgang

    • Reporter: Stefan Bier
    • Moderation: Norbert König
    • Experte: Toni Innauer
    Die Hillsize (HS) ist ein Maß für die Schanzengröße. Sie wurde im Jahr 2004 offiziell als Maß zur Größenbestimmung einer Anlage eingeführt. Beim Skispringen bezeichnet die HS die kürzeste Verbindung zwischen der Kante des Schanzentisches und jenem Punkt am Aufsprunghang, der noch ein Gefälle von 32 Grad aufweist. Bei kleineren Schanzen ist die Hillsize dementsprechend kleiner.

    ZDF-Experte Toni Innauer nennt neben dem Hauptunterschied in der Schanzengröße auch die damit einhergehenden Faktoren wie die "höhere Anlaufgeschwindigkeit" und "die exponentiell (also nicht linear) zur Anlaufgeschwindigkeit steigenden und im Flug zu verwaltenden Luftkräfte".

    Fünf Skiflugschanzen

    Derzeit gibt es fünf Skiflugschanzen - allesamt in Europa. Die Größte befindet sich in Vikersund/Norwegen (Vikersundbakken),
    Links
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    auf der auch der Weltrekord erreicht wurde. Anders Fannemel sprang am 15. Februar 2015 als erster Mensch über 250 Meter (251,5 Meter). Peter Prevc, der derzeit beste Springer im Feld, war am Tag zuvor nach exakt 250 Metern gelandet. Weitere Skiflugschanzen stehen in Harrachov/Tschechien (Čerťák-Skiflugschanze), Planica/Slowenien (Letalnica bratov Gorišek), Oberstdorf/Deutschland (Heini-Klopfer-Skiflugschanze) und eben Bad Mitterndorf/Tauplitz/Österreich (Kulm).

    Eine größere Schanze hat natürlich auch eine ausgedehntere Flugphase zur Folge.
    ZITAT
    Der Nervenkitzel nimmt beim Skifliegen auch für den Betrachter zu. Mir kommen Skiflieger immer vor wie Seiltänzer, nur viel schneller - und ohne Seil natürlich.
    ZDF-Reporter Stefan Bier
    Das heißt, die Springer oder eben Flieger sind länger in der Luft unterwegs. Ein Flug dauert ungefähr sieben bis acht Sekunden, in denen es vor allem auf die Aerodynamik ankommt. Der Athlet muss sich demnach "breit machen", um auf dem Luftpolster die größtmögliche Weite zu erreichen. "Der Nervenkitzel nimmt beim Skifliegen auch für den Betrachter zu. Mir kommen Skiflieger immer vor wie Seiltänzer, nur viel schneller - und ohne Seil natürlich", erklärt ZDF-Reporter Stefan Bier.

    Geringer Unterschied bei der Berechnung

    Bei der Berechnung der Punktezahl unterscheiden sich Skispringen und Skifliegen nur geringfügig.
    Die Skiflug-Weltmeister seit 2000

    2000: Sven Hannawald (Deutschland)
    2002: Sven Hannawald
    2004: Roar Ljökelsoy (Norwegen), Team: Norwegen
    2006: Roar Ljökelsoy, Team: Norwegen
    2008: Gregor Schlierenzauer (Österreich), Team: Österreich
    2010: Simon Ammann (Schweiz), Team: Österreich
    2012: Robert Kranjec (Slowenien), Team: Österreich
    2014: Severin Freund (Deutschland), Team: ausgefallen

    Entscheidend hierbei ist der Konstruktionspunkt oder auch K-Punkt, der die Stelle bezeichnet, an dem das Gefälle des Aufsprunghangs flacher wird. Seine Weite wird von der Grundkante des Schanzentisches entlang des Hangs gemessen. Bei Skiflugschanzen ist der K-Punkt zwischen 145 und 185 Metern angesiedelt. Der K-Punkt wird als Ausgangspunkt für die Berechnung der Weitenpunkte in der Sprungwertung herangezogen.

    Mit einem Sprung auf den K-Punkt erhält ein Springer 120 Weitenpunkte (bei Skisprungschanzen: 60 Weitenpunkte). Jeder weitere Meter bringt dem Athleten zusätzlich 1,2 Punkte (beim Skispringen mindestens 1,8 Punkte). Springt er kürzer, werden ihm diese Punkte abgezogen.

    Spektakulär, aber gefährlich

    Ein Unterschied darf an dieser Stelle nicht verschwiegen werden:
    ZITAT
    Es gibt extremere Unterschiede zwischen guten und missglückten Sprüngen.
    ZDF-Experte Toni Innauer
    Für die Zuschauer sind die Flüge auf einer Schanze wie in Tauplitz natürlich extrem spektakulär, für die Athleten selbst bergen die "Monsterschanzen" auch eine höhere Verletzungsgefahr in sich. Die FIS muss daher eine ausdrückliche Genehmigung erteilen, dass die Skiflugschanze benutzt werden darf. Zudem dürfen nur Über-18-Jährige als Probeflieger eingesetzt werden.

    Die drohende Gefahr bestätigt auch Toni Innauer: "Die längere Flugphase hat zur Folge, dass es extremere Unterschiede zwischen guten und missglückten Sprüngen gibt. Die Korrekturmöglichkeiten des Sportlers sind aufgrund der riesigen Luftkräfte bei Fehlern nicht mehr ausreichend, um einen Sturz zu verhindern (das funktioniert bei Normal/Großschanzen durchaus noch).“

    Wesentliche Etappen beim Skifliegen

    15. März 1936: Josef Bradl (Österreich) 101 Meter (Planica)

    21. März 1965: Peter Lesser (DDR) 145 Meter (Kulm/letzter Weltrekord dort)

    11. Februar 1967: Lars Grini (Norwegen) 150 Meter (Oberstdorf)

    7. März 1976: Toni Innauer (Österreich) 176 Meter (Oberstdorf)

    17. März 1994: Toni Nieminen (Finnland) 203 Meter (Planica)

    23. März 1997: Espen Bredesen (Norwegen) 210 Meter (Planica)

    19. März 1999: Martin Schmitt (Deutschland) 214,5 Meter (Planica)

    19. März 2000: Andreas Goldberger (Österreich) 225 Meter (Planica)

    23. März 2003: Matti Hautamäki (Finnland) 231 Meter (Planica)

    20. März 2005: Björn Einar Romören (Norwegen) 239 Meter (Planica)

    11. Februar 2011: Johan Remen Evensen (Norwegen) 246,5 Meter (Vikersund)

    14. Februar 2015: Peter Prevc (Slowenien) 250 Meter (Vikersund)

    15. Februar 2015: Anders Fannemel (Norwegen) 251,5 Meter (Vikersund)

    ZDF SPORTextra - Wintersport

    Sonntag 17.01.2016, 10:20 - 17:00 Uhr
    Moderator: Wolf-Dieter Poschmann

    Alpiner Ski-Weltcup
    Slalom Herren, 1. Lauf
    Übertragung aus
    Wengen/Schweiz
    Reporter: Michael Pfeffer
    Moderation: Jana Thiel
    Experte: Marco Büchel

    ca. 10:55 Uhr
    Biathlon-Weltcup
    4 x 6 km Staffel Damen
    Übertragung aus
    Ruhpolding
    Reporter: Christoph Hamm, Herbert Fritzenwenger
    Moderation: Alexander Ruda
    Experte: Sven Fischer

    ca. 12:25 Uhr
    Bob-Weltcup
    Viererbob
    Zusammenfassung aus
    Park City/USA
    Reporter: Martin Wolff

    ca. 12:35 Uhr
    Alpiner Ski-Weltcup
    Riesenslalom Damen, 2. Lauf
    Übertragung aus
    Flachau/Österreich
    Reporter: Aris Donzelli

    ca. 13:25 Uhr
    Alpiner Ski-Weltcup
    Slalom Herren, 2. Lauf
    Übertragung aus
    Wengen/Schweiz
    Reporter: Michael Pfeffer
    Moderation: Jana Thiel
    Experte: Marco Büchel

    ca. 14:20 Uhr
    Skiflug-WM
    Teamwettbewerb, 1. Durchgang
    Übertragung aus
    Tauplitz/Österreich
    Reporter: Stefan Bier
    Moderation: Norbert König
    Experte: Toni Innauer

    ca. 15:05 Uhr
    Skiflug-WM
    Teamwettbewerb, 2. Durchgang
    Übertragung aus
    Tauplitz/Österreich
    Reporter: Stefan Bier
    Moderation: Norbert König
    Experte: Toni Innauer

    ca. 16:05 Uhr
    Skicross-Weltcup
    Damen und Herren
    Zusammenfassung aus
    Watles/Italien
    Reporter: Marc Windgassen

    ca. 16:20 Uhr
    Langlauf-Weltcup
    Team-Sprint Damen und Herren
    Zusammenfassung aus
    Planica/Slowenien
    Reporter: Peter Leissl

    ca. 16:30 Uhr
    Rodel-Weltcup
    Doppelsitzer
    Zusammenfassung aus
    Oberhof
    Reporter: Norbert Galeske
    Moderation: Katja Streso

    15.01.2016
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