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Olympia-Bewerbung 2024 | Hamburg Olympia-Wahlkampf kommt in Fahrt

  • Bild Hall of Fame des deutschen Sports
  • Video Hamburg schickt Olympiapläne zum IOC
  • BildHall of Fame des deutschen Sports
    Ulrike Nasse-Meyfarth und Henry Maske bei der Ausstellung Hall of Fame des deutschen Sports
    (Quelle: imago)
    VideoHamburg schickt Olympiapläne zum IOC
    Die Stadt Hamburg und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben heute die Bewerbung um die Sommerspiele 2024 unterzeichnet und auf den Weg gebracht.

    Die Stadt Hamburg und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben heute die Bewerbung um die Sommerspiele 2024 unterzeichnet und auf den Weg gebracht.

    (09.09.2015)

    Kurzmeldung

    • 13:04 Uhr 09.09.2015Kurzmeldung

      Hamburg verschickt die Bewerbung 13:04 Uhr 09.09.2015
      Hamburgs Kandidatur für die Sommerspiele 2024 hat nun offiziellen Charakter. 81 Tage vor dem Referendum in der Hansestadt unterzeichneten Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und DOSB-Präsident Alfons Hörmann den Bewerbungsbrief und verschickten ihn an das Internationale Olympische Komitee (IOC). Die letzte Hürde auf dem Weg zur deutschen Bewerbung stellt allerdings die Bürgerbefragung am 29.November dar. Nur im Falle eines positiven Votums wird die Kampagne aufrecht erhalten. Die kompletten Bewerbungsunterlagen und Garantieerklärungen müssen bis zum 8.Januar 2016 beim IOC eingereicht werden.

    von Ralf Lorenzen, Hamburg

    Zwei Jahre, bevor das Internationale Olympische Komitee (IOC) über den Ausrichter der Olympischen Spiele 2024 entscheidet, rückt der Tag näher, an dem die Bürger Hamburgs und Kiels darüber abstimmen, ob ihre Städte dann noch im Wettbewerb sind. Der Wahlkampf kommt langsam in Fahrt. 

    Wie in modernen Wahlkämpfen üblich, wird auch dieser mit Bildern, Events und Prominenten geführt. Besonders diejenigen aus Politik, Wirtschaft und Sport, die die Spiele nach Hamburg holen möchten, haben dabei das Tempo merklich angezogen.

    Meyfarth und Maske unterstützen Hamburg

    So eröffneten am Montag Hochsprung-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth und Box-Olympiasieger Henry Maske in der Europa-Passage die Wanderausstellung "Hall of Fame des deutschen Sports", in der berühmte und erfolgreiche deutsche Athleten präsentiert werden.

    Links
    Los Angeles soll für Olympia 2024 antreten
    Die beiden Ex-Größen nutzen das Ereignis für ein Plädoyer, die Olympischen Spiele nach Hamburg zu holen, wobei vor allem der Auftritt von Nasse-Meyfarth symbolträchtig war: die Hochspringrein gewann ihre beiden Goldmedaillen in München (1972), wo letztmals Olympischen Spielen in Deutschland stattfanden, sowie  in Los Angeles (1984), das als größter Konkurrent Hamburgs für die Vergabe der Spiele 2024 gilt.

    Gegner formieren sich

    Am Mittwoch folgt gleich der nächste symbolische Akt auf dem Weg zum Volksentscheid: Sportler übergeben das Bewerbungsschreiben an Vertreter der Hansestadt und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Am 15. September muss die Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorliegen.

    Auch die Olympia-Gegner hatten am vergangenen Wochenende ihren großen Auftritt. Mehrere Tausend Teilnehmer besuchten das Stadtteilfest im Schanzenviertel, der Hochburg der Gegenkultur, das in diesem Jahr unter dem Motto  "No 2024 - Antiolympia goes Schanzenfest" stand.  Mit "antiolympischen Disziplinen" sowie einem "autonomen Staffellauf" wurde die Forderung vertreten, das Geld lieber in bezahlbare Mieten und bessere Flüchtlingsunterkünfte zu investieren statt in Olympische Spiele.

    Rechnungshof irritiert

    Rückenwind bekamen die Gegner einer Hamburger Bewerbung in den vergangenen Wochen von unerwarteter Stelle. So veröffentlichten mehrere Hamburger Medien ein internes Dokument des Hamburger Rechnungshofes, in dem auf die Gefahr hingewiesen wird, dass "aufgrund zusätzlicher olympiabedingter Investitionen auf notwendige Investitionen in vorhandenes Infrastrukturvermögen verzichtet werden könnte".

    Das Dokument spricht in Bezug auf das Vertragswerk mit dem IOC von  einer "deutlichen Unausgewogenheit von Leistung und Gegenleistung" und bemängelt zudem, dass es zum Zeitpunkt der Bürgerbefragung am 29. November noch keine belastbaren Finanz-Prognosen gebe. Der Rechnungshof wies die Berichte mit der Begründung zurück, dass das Dokument erst das Stadium eines "Prüferentwurfs" habe und mehrere interne Schritte bis zu einer offiziellen Stellungnahme fehlten.

    Olympia der Guten Arbeit

    Der Hamburger Senat veröffentlichte am Dienstag eine gemeinsam vom Deutschen Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord), der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sowie die Regierungschefs der Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein unterzeichnete Erklärung für ein "Olympia der Guten Arbeit".

     Darin verpflichten sich alle Beteiligten zur Einhaltung von Standards in den Bereichen "Transparenz", "Gute Arbeit" sowie "Infrastruktur und Teilhabe". Dazu gehören beispielsweise  die deutschen Arbeits- und Tarifstandards und die Arbeits- und Sozialnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

    Zahlen bis Ende September

    Auch der Hamburger Senat zeigte sich überrascht von der Veröffentlichung. Der sogenannte Host City Vertrag mit dem IOC liege bisher nicht vor, werde sich aber von früheren deutlich unterscheiden, heißt es in einem Senatspapier. Die Bewertung erfolge deshalb aufgrund falscher Annahmen.

    Bis spätestens Ende September will der Hamburger Senat einen ersten Finanzreport veröffentlichen. "Ich bin sicher, dass viele der Fragen, die der Rechnungshof aufgeworfen hat, im Spätherbst solide beantwortet werden", sagte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel nach einer Sitzung des für Olympia zuständigen Bürgerschaftsausschusses in der vergangenen Woche.

    09.09.2015
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