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Olympia-Bewerbung 2024 | Hamburg Kampf um Bilder und Buchstaben

  • Bild Bewerbung - Olympia-Aktion in Berlin
  • Video Hamburg: Soviel kostet Olympia 2024
  • Bilderserie So soll Olympia 2024 aussehen
  • Video BMX-Strecke schon olympiareif
  • BildBewerbung - Olympia-Aktion in Berlin
    Olympia-Aktion in Berlin
    (Quelle: dpa)
    VideoHamburg: Soviel kostet Olympia 2024
    Grafik Olympisches Dorf Hamburg

    Sollte Hamburg die Olympischen Spiele 2024 austragen, müsste 7,4 Milliarden Euro an Kosten der deutsche Steuerzahler übernehmen. Ende November wird über die Bewerbung abgestimmt.

    (08.10.2015)
    BilderserieSo soll Olympia 2024 aussehen
    Olympiastadion im Miniatur-Wunderland
    (06.11.2015)
    VideoBMX-Strecke schon olympiareif
    Noch ist Olympia 2024 ist für Hamburg noch lange nicht in trockenen Tüchern. Eine coole Olympia-Rennstrecke an der Elbe für mutige Kids und Senioren gibt's aber jetzt schon.

    Olympia 2024 ist für Hamburg noch lange nicht in trockenen Tüchern. Eine coole Olympia-Rennstrecke an der Elbe für mutige Kids und Senioren gibt's aber jetzt schon.

    (16.09.2015)

    Kurzmeldung

    • 09:35 Uhr 08.10.2015Kurzmeldung

      Hamburg legt Kostenplan vor 09:35 Uhr 08.10.2015
      11,2 Milliarden Euro würden Olympische Spiele in Hamburg im Jahr 2024 kosten, auf den deutschen Steuerzahler kämen 7,4 Milliarden Euro zu. Es wird mit Erlösen von 3,8 Milliarden Euro gerechnet. Das geht aus dem vorgelegten Finanzplan für das größte Sportereignis der Welt hervor. Der Report wurde von Bürgermeister Olaf Scholz und dem Chef der Senatskanzlei, Christoph Krupp, präsentiert. "Das sind die am besten durchgerechneten Olympischen Spiele ever", sagte Scholz. Ob Hamburg sich aber tatsächlich um die Spiele bewirbt, entscheiden die Bürger des Hansestadt in einem Referendum.

    von Ralf Lorenzen, Hamburg

    Die Wahlunterlagen sind bereits verschickt – bis zum 29. November können die Bürger in Hamburg und Kiel darüber abstimmen, ob sie die Olympischen Spiele 2024 in ihrer Stadt haben möchten. In Hamburg hat die heiße Phase des Wahlkampes mit einer spektakulären Aktion im Stadtpark begonnen. 

    Breit grinsten sich die meisten der dreizehntausend Hamburger Olympia-Befürworter an, als sie am Sonntagnachmittag im Hamburger Stadtpark eintrafen - das erste Mal seit Tagen ließ sich die Sonne sehen.  Das Wetter war nicht der einzige Risikofaktor bei der als Weltrekordversuch angekündigten Aktion, die fünf Olympischen Ringe durch Menschen bilden zu lassen.

    Olympia-Fans stellen sich als Ringe auf

    Olympia-Aktion in Berlin - Aufstellung olympischer Ringe
    Quelle: dpa

    Vertrauen in die Botschafter 

    "Ich habe in der Nacht nicht geschlafen. Es ist unglaublich, wie viele Gedanken wir uns gemacht haben, was alles bei den Ringen nicht klappen könnte", sagte der erleichterte Initiator Frederik Braun, nachdem alles geklappt hatte und von zwei Drohnen, sechs Kameras und fünf Videotrucks in Szene gesetzt worden war. Die heiße Phase des Wahlkampfes um die Stimmen beim Volksentscheid zur Hamburger Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 hat nun endgültig begonnen.

    Frederik Braun und sein Zwillingsbruder Gerrit stehen für zwei zentrale Momente der Pro-Olympiakampagne. Als Privatpersonen gelten die Betreiber des Miniaturwunderlandes in der Speicherstadt für viele Hamburger vertrauenswürdiger als die offiziellen Sprecher und verkörpern den Anspruch, dass die Bewerbung von den Bürgern getragen sei. Vor allem aber beherrschen sie die Kunst, mit Bildern Emotionen zu erzeugen.

    Noch mehr Glitzer auf der Reeperbahn

    So initiierten sie bereits das große „Alsterfeuer“ zum Höhepunkt des Zweikampfes mit Berlin um die deutsche Bewerberstadt. Die Brüder ließen sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als Olympiagegner am Sonntag vor den bunten Ringen ein weißes „NO“ formten. Schnell wurden unter einigen Anhängern ebenfalls weiße Leibchen verteilt, die dann ein „W“ bildeten, so dass die Drohnen schließlich ein „Now“ einfangen konnten.

    Auch Reeperbahnbesucher werden seit einigen Tagen in die PRO-Kampagne hineingezogen. An den „Tanzende Türmen – zwei Hochhäusern am Anfang der Meile – erstrahlt bis Ende November  im Auftrag eines der Mieter der „Feuerball“ der Werbekampagne. In Hamburgs großen Sportstätten für Fuß- Volley- und Basketball sowie Eishockey haben Feuer und Flamme ebenfalls bildmächtig Einzug gehalten. Eine Ausnahme macht der FC St. Pauli, der sich als Club neutral verhält, dessen organsierte Fans heute Abend beim Spiel gegen Fortuna Düsseldorf aber ihre Ablehnung demonstrieren wollen.

    Jede Menge Debatten

    Seit rund 1, 3 Millionen Hamburger ihre Wahlunterlagen zu Hause haben, ist die  die Diskussion über die Olympia-Bewerbung tatsächlich in den Kneipen und Wohnzimmern angekommen.  Wer seine Meinung nicht auf PR-Aktionen gründen will, kann dem Kampf der Argumente bei einer  der zahlreichen Podiumsdiskussion folgen – seien sie nun vom Naturschutzbund, dem FC St. Pauli, der Sparkasse oder einer anderen Organisation organsiert. Die Olympia-Gegner veranstalteten an der Universität einen ganzen Kongress und an den Schulen, wo laut Hamburger Wahlgesetz 16jährige wahlberechtigt sind, werden in 53 Veranstaltungen Pro und Contra erörtert.

    Wie gut zahlreiche Bürger mittlerweile informiert sind, musste Innen- und Sportsenator Michael Neumann in der vergangenen Woche bei einer Diskussion im renommieren KörberForum erleben, wo  er durch hartnäckige Nachfragen zum Host-City-Vertrag, den Hamburg im Falle einer Bewerbung mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) abschließen muss und der bislang nur in englischer Sprache vorliegt, stark in die Defensive gedrängt wurde.

    Jede Menge Misstrauen

    Misstrauen gegen den Machtanspruch des IOC und die ausstehende Zusage über die 6,2 Milliarden Euro, die im Finanzplan für den Bund vorgesehen sind -  das sind die Haupteinfallstore der Kritiker.   „Der Abend hat mein Misstrauen bestätigt“, sagte der Rentner Jens Römstedt nach der Diskussion im KörberForum. „Wir sollen über etwas entscheiden, wovon wir noch gar keine richtige Kenntnis haben.“

    Diese Stadt kann Sport

    Olympia-Fahrplan 2024
    • 29. November: Beim Referendum entscheiden die Hamburger über Ja oder Nein zu Spielen 2024 in der Hansestadt
    • 8. Januar 2016: Die Frist für die Abgabe der ersten Bewerbungsunterlagen beim IOC läuft aus. Die Städte müssen zu diesem Zweck das sogenannte "Mini bid-book" mit einem Umfang von rund 80 Seiten vorlegen. Gefordert sind zudem Antworten auf 25 Fragen zu einer Reihe von Themenkomplexen ("application file") sowie Garantien zur staatlichen Unterstützung der Bewerbung.
    • April/Mai 2016: Das IOC wählt auf der Grundlage der "Mini Bid Books" die Candidate Cities aus.
    • Mai 2016: Die Kandidatenstädte erhalten weitere Fragebögen des IOC.
    • 5. - 21. August 2016: Die Kandidatenstädte nehmen bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro am offiziellen Beobachterprogramm des IOC teil.
    • Januar 2017: Die Frist für die Vorlage der vollständigen, ausführlichen Bewerbungsunterlagen beim IOC endet. Alle Kandidatenstädte müssen bis zu diesem Tag das sogenannte "Bid Book" einreichen. Es muss detaillierte Angaben zu den Sportstätten, zum Olympischen Dorf, zum Transportkonzept, zur Unterbringung der Gäste, sowie zu Sicherheits-, Umwelt- und Marketingfragen enthalten. Zudem verlangt das IOC eine Reihe von Garantien, die zwingend erfüllt werden müssen.
    • Februar/März 2017: Die IOC-Evaluierungskommission besucht die offiziellen Kandidatenstädte. Die in der Folge erstellten formellen Berichte dienen den IOC-Mitgliedern später als Entscheidungshilfe bei der Auswahl der Olympiastadt 2024
    • Juni 2017: Die IOC-Evaluierungsberichte zu den verschiedenen Kandidatenstädten und ihren Konzepten werden offiziell vorgestellt
    • Juni 2017: Alle Candidate Cities haben die Gelegenheit, am Rande einer IOC-Sitzung ihre Konzepte in den technischen Details zu präsentieren. Dann folgt noch einmal eine Präsentation der Vision vor der IOC-Mitgliederversammlung.
    • Sommer/Herbst 2017: Die IOC-Mitglieder entscheiden bei der 130. Session in Lima/Peru, welche Stadt Gastgeber der Olympischen Spiele 2024 wird.

    Die wichtigsten Zahlen

    Gesamtkosten: 11,217 Milliarden Euro (aufgeteilt in 700 Einzelprojekte)

    • Stadien und Hallen: 1,97 Milliarden
    • Olympisches Dorf: 1,66 Milliarden
    • Verkehrsinfrastruktur: 2,1 Milliarden
    • Umsiedlung der Hafenflächen: 1,3 Milliarden
    • Sicherheit: 461 Millionen
    • Segelregatten in Kiel: 146 Millionen Euro

    Erlöse: 3,814 Milliarden Euro

    Kosten für Steuerzahler: 7,403 Milliarden Euro

    • davon Bund: 6,2 Milliarden Euro (schriftliche Zusagen stehen noch aus)
    • davon Hamburg: 1,2 Milliarden (200 Millionen Jährlich ab 2018)

    Nicht berücksichtigt: 1,14 Milliarden bis 2040 für Rückbau und die Weiterentwicklung insbesondere des neu entstehenden Stadtteils OlympiaCity

    09.11.2015
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