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Blatter-Rücktritt | Netzschau Tschau, Sepp! #BlatterOut

  • Bild Twitter-Collage - Blatter - Netzschau
  • Video "Blatter hatte keine andere Wahl"
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    Sepp Blatter als "Game of Thrones"-Darsteller
    (Quelle: Twitter)
    Video"Blatter hatte keine andere Wahl"
    Sepp Blatter

    ZDF-FIFA-Experte Markus Harm glaubt, dass Blatter keine andere Wahl als zum Rücktritt hatte. Einen Favoriten für dessen Nachfolge gibt es schon, die UEFA könnte aber mit einem Kandidaten überraschen.

    (03.06.2015)

    von Heiko Schneider

    Sepp Blatters Rücktrittsankündigung als FIFA-Boss brachte die sozialen Medien kurzzeitig zum Explodieren. Freude und Häme wechselten sich dabei ab, (Wunsch-) Kandidaten von Wladimir Putin über Lothar Matthäus wurden in den Twitter-Topf geworfen. Eine Netzschau zu "BlatterOut". 

    Er kam überraschend, der Rücktritt von FIFA-Präsident Joseph „Sepp“ Blatter. Der Fußball-Weltverband hatte am Dienstag mitten im Korruptionsskandal zu einer weiteren Pressekonferenz eingeladen. Dass die jüngsten Ereignisse und Neuigkeiten Thema sein würde, war klar – die New York Times hatte berichtet, dass Jerome Valcke, Generalsekretär der FIFA und enger Vertrauter von Präsident Blatter, die Zahlung von zehn Millionen Euro an den ehemaligen Vizepräsidenten Jack Warner angewiesen haben soll. Eine jener typischen Blatter-Pressekonferenzen war erwartet worden: So wie kürzlich bei seiner Wiederwahl zum Präsidenten, nach der man sein Verhalten mit dem eines Mafia-Bosses verglich. Entsprechend gering war der Journalisten-Andrang bei der Pressekonferenz.

    Links

    „Die beste Nachricht der letzten Zeit“

    Als der FIFA-Präsident dann um 18.44 Uhr das Wort ergriff, befassten sich auch nur wenige Nutzer der sozialen Medien mit dem Thema: rund 150 Tweets pro Minute wurden da noch abgesetzt. Dann aber ließ Blatter die Bombe platzen: „Zwar habe ich das Mandat der Mitglieder“, erklärte er, „aber es fühlt sich nicht so an, als hätte ich das Mandat der gesamten Fußball-Welt.“ Paukenschlag. Bis zu 25.000 Tweets pro Minute wurden versendet, innerhalb der ersten halben Stunde nach Blatters Rücktritts-Ankündigung waren es insgesamt eine knappe halbe Millionen Tweets.

    „Twitter ist gerade ein bisschen ausgerastet“, stellte der Berliner Journalist Jörgen Camrath zu Recht fest. Der Tonfall der meisten Tweets: Freude, Erleichterung, endlich! „Die beste Nachricht der letzten Zeit“, schrieb beispielsweise Brasiliens Ex-Weltmeister Romario bei Facebook. "Hierfür haben wir lange gekämpft", nahm der Niederländische Fußballverband KNVB kein Blatt vor den Mund. Andere hielten sich noch weniger zurück und twitterten: „Entschuldigen sie mich bitte. Ich muss kurz ins Büro. Auf meinem Schreibtisch tanzen", oder „Time to Sepp goodbye. Jetzt: Autokorso!“. Man solle den Tag zum „ "Weltfußballfeiertag" ernennen, forderte ein Nutzer gar.

    Figo: "Guter Tag für den Fußball"

    „Ein guter Tag für die FIFA und den Fußball. Endlich kommt eine Veränderung. Ich habe am Freitag gesagt, dass dieser Tag früher oder später kommen würde. Hier ist er! Jetzt sollten wir weltweit verantwortungsvoll und ruhig eine einvernehmliche Lösung finden, um eine neue, dynamische, transparente und demokratische Ära der FIFA zu beginnen.“

    Was kommt noch?

    Auch Englands ehemaliger Stürmerstar Gary Lineker scherzte, er könne es „nicht ganz glauben“, da ihm die FIFA immer als „eine feine, aufrechte Organisation“ erschien. Zudem vermisse er Blatter schon jetzt. Währenddessen tauchte im Netz eine Stellenausschreibung für das Amt des FIFA-Präsidenten auf. Entsprechend schnell brachten einige Fußballfans potenzielle Nachfolger für Blatter ins Spiel. Vom "mysteriösen Newcomer" über Wladimir Putin bis hin zu Lothar Matthäus fielen zahlreiche Namen. Zwischen all die Freude und Scherze mischte sich aber auch schnell Ernst. „Warum jetzt, Sepp?“, fragte Ex-Profi Gary Neville und traf damit einen Nerv. Der Rücktritt werfe die Frage auf, „welcher Hammer da noch kommt. Das Timing ist doch seeeehr seltsam“, befand mancher Nutzer. Kurz darauf wurde bekannt, dass das FBI  Ermittlungen gegen Blatter aufgenommen haben soll. Der Fall Blatter und die FIFA-Korruptionsaffäre ist also wohl noch lange nicht abgeschlossen.

    Netzschau Blatter

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    03.06.2015
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