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Handball | EM in Polen DHB-Team in der Spur

Handball-EM - Deutschland - Ungarn, 22.01.2016 18:05 Uhr
  • Video Weinhold: "Super Teamleistung"
  • Video Was erwartet Deutschland nun?
  • Video Deutschland in der EM-Hauptrunde
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  • VideoWeinhold: "Super Teamleistung"
    Steffen Weinhold

    Der Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft Steffen Weinhold freut sich über den souveränen Hauptrundeneinzug. "Ein bisschen Luft nach oben hat die Mannschaft aber noch", so Weinhold.

    (21.01.2016)
    VideoWas erwartet Deutschland nun?
    deutsche Handball-Nationalmannschaft

    Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat den Sprung in die EM-Hauptrunde geschafft. Das DHB-Team nimmt zwei Punkte mit. Die Spieler sind zuversichtlich, dass bei dem Tunier noch mehr drin ist.

    (21.01.2016)
    VideoDeutschland in der EM-Hauptrunde
    deutsche Handball-Nationalmannschaft

    Die deutsche Handball-Nationalmannschaft gewann das letzte Vorrundenspiel der EM gegen Slowenien 25:21 und zieht in die Hauptrunde ein.

    (21.01.2016)
    LivetickerAlle Spiele, alle Tore
    (Quelle: ZDF)

    von Erik Eggers

    Mit dem souveränen 25:21 (12:10)-Sieg gegen Slowenien haben die deutschen Handballer ihr erstes Ziel erreicht. In der Hauptrunde der EM in Polen warten Ungarn (Freitag, 18.15 Uhr, live im ZDF), Russland und Dänemark - und ein vierter großer Gegner: die Ermüdung. 

    Handball ist manchmal ein schlichtes Spiel. "Wenn ich bei einer solch offensiven Deckung dastehe und wir Zwei gegen Zwei spielen, dann muss ich den Ball fangen und treffen", sagt Jannik Kohlbacher, dessen Körper stark auf einen Gewichtheber hindeutet, der aber einer der drei Kreisläufer in der deutschen Handballnationalmannschaft ist.

    Wichtiger Beitrag zum Sieg

    Kohlbacher jedenfalls hat sich letzten Gruppenspiel die Verteidiger vom Leibe gehalten und mit seinen drei Treffern (in vier Versuchen) einen wichtigen Beitrag zum souveränen 25:21 (12:10)-Sieg gegen Slowenien geleistet.
    Links
    Deutschland zieht in die Hauptrunde ein DHB-Team wie im Rausch Handball-EM Liveticker zur Handball-EM
    Dabei ist er erst 20 Jahre alt und spielt erst zum elften Mal im Dress des Deutschen Handballbundes (DHB). In der Hauptrunde warten nun am Freitag die ebenfalls stark verjüngten Ungarn, Russland (Sonntag / ARD) und der zweimalige Europameister Dänemark (Mittwoch / ARD) auf das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson.

    Nicht chancenlos

    Und bei 2:2-Punkten, die das Team mitnimmt, ist das Halbfinale immer noch möglich. Das seien alles starke Gegner, sagt Kohlbacher, was man so sagt als EM-Debütant. Aber auf die Frage, ob man gegen irgendeine Mannschaft chancenlos sei, schüttelt er sofort den Kopf und sagt: "Nein!"

    Sie haben also Blut geleckt, sie sehen sich in der Spur: Sie wollen nun in Breslau die Chance nutzen, die sich nach der schweren Vorrunde bietet. "Das war die vielleicht kompletteste Abwehrleistung in diesem Turnier, das gibt Selbstvertrauen", sagte Sigurdsson nach der Partie im ZDF. "Unser Team ist jung und wird immer hungriger. Ich bin sicher, dass es sich schnell erholen wird."

    Hohe Spielfrequenz

    Die Regeneration: Sie wird mit zunehmender Dauer des Turniers, das wegen seines hohen Niveaus und der hohen Spielfrequenz geradezu brutale Anforderungen an die Handballprofis stellt, immer wichtiger. Und das Trainerteam hat mit den enormen physischen Belastungen, die mit dem Erreichen der Hauptrunde verbunden sind (sechs Spiele in 13 Tagen), ganz offenbar kalkuliert: Die Einsatzzeiten jedenfalls sind, so gut es ging, auf möglichst viele Schultern verteilt worden.

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    Deutschland zieht in Zwischenrunde ein
    Aktuell ist Simon Ernst (Gummersbach) der einzige, der noch nicht nennenswert gespielt hat. Die drei Kreisläufer Erik Schmidt, Hendrik Pekeler und Kohlbacher aber haben sich, da Kohlbacher gegen Slowenien teils auch in der Abwehr stand, die Arbeit geteilt.

    Arbeitsteilung

    Das gilt auch für die Rückraumakteure, von denen Steffen Weinhold (Kiel) das bisher größte Pensum leistete; aber auch Fabian Wiede (begann gegen Slowenien) brachte Entlastung.

    Als wahre Meister der Einsatzminutenverteilung und Schonung der Kräfte galten bisher die Dänen, die auf diese Weise ihre zwei EM-Titel geholt haben - speziell im EM-Finale 2008 in Lillehammer konnten sie die Kroaten mit ihrer Dynamik überrennen; Kroatiens Regisseur, der geniale Ivano Balic, war damals so müde, dass ihm auf dem Spielfeld beinahe die Augen zufielen.

    Strategie mit Risiken

    Zugleich ist diese Strategie mit hohen Risiken verbunden: Ein Sieg fitter Spieler gegen Dänemark im mutmaßlich entscheidenden Gruppenspiel wäre fast wertlos, wenn vorher gegen Ungarn oder Russland Punkte verlorengingen, weil die Mannschaft durch zu viele Wechsel den Rhythmus verloren hat.

    Auch in dieser Hinsicht ist die EM das komplizierteste Turnier des Welthandballs; ein EM-Titel ist eigentlich wertvoller als ein WM-Triumph oder ein Olympiasieg. Der Trainer der Slowenen, Veselin Vujovic, scheint Sigurdsson indes den Balanceakt zuzutrauen: "Diese junge deutsche Mannschaft hat mit ihrem tollen Trainer eine strahlende Zukunft vor sich."

    EM 2016: Gruppen, Gegner, Modus und mehr

    Die Hauptrundengruppen

    Gruppe I in Krakau: Polen, Norwegen, Kroatien, Frankreich, Weißrussland, Mazedonien
    Gruppe II in Breslau: Dänemark, Spanien, Deutschland, Russland, Schweden, Ungarn

    Gegner Ungarn und der Druck

    handball: champions league, thw kiel - mkb veszprem: hauptrunde a-b, gruppenphase, gruppe a, 10. spieltag am 06.12.2015 in kiel (schleswig-holstein). vezprems laszlo nagy (l) jubelt nach einem treffer. foto: axel heimken/dpa +++(c) dpa - bildfunk+++

    Für Ungarn steht viel auf dem Spiel. Belegte die Mannschaft vor vier Jahren bei den Olympischen Spielen in London überraschend noch Platz vier, hat das Team von Trainer Talant Duischebajew bisher noch nicht einmal das Ticket für ein Olympia-Qualifikationsturnier in der Tasche. Die Motivation beim EM-Achten von 2014 ist daher besonders groß.
    Allerdings gehen die Ungarn nach Niederlagen gegen Russland und Dänemark mit 0:4 Punkten in die Hauptrunde. Der Einzug ins Halbfinale ist damit nur noch theoretisch möglich. Topstar der Ungarn ist der wurfgewaltige Laszlo Nagy (Bild).

    Gegner Russland und die gute alte Zeit

    Russland - Handball-Olympiasieger 2000

    Die großen Erfolge der russischen Nationalmannschaft liegen schon einige Jahre zurück. Den letzten großen Titel gab es vor 16 Jahren bei den Olympischen Spielen in Sydney (Bild). Ihr einziges EM-Gold holten die Russen 1996. Bei der WM vor einem Jahr in Katar wurde sogar das Achtelfinale verpasst, am Ende gab’s einen enttäuschenden 19. Rang.
    Mit einer guten Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Profis will sich Russland in Polen die Teilnahme an einem Olympia-Qualifikationsturnier sichern. In der Vorrunde gelang ein überraschender 27:26-Erfolg gegen Ungarn. Durch die Niederlage gegen Dänemark (25:31) geht Russland mit 2:2 Punkten in die zweite Turnierphase.

    Gegner Dänemark und das Gesetz der Serie

    Mikkel Hansen

    Das Gesetz der Serie spricht für die dänischen Handballer. Jeweils vor Olympischen Spielen (2008 und 2012) holten die Dänen ihre beiden EM-Titel. Und: Seit 2006 heißen die Europameister im Wechsel Frankreich und Dänemark - zuletzt 2014 Frankreich.
    Auch vor dem Turnier in Polen wurde die Mannschaft um Superstar Mikkel Hansen (Bild) von allen Experten genannt, wenn es um den Kreis der Goldfavoriten ging.
    Die Leistungen in der Vorrunde lassen beim Vize-Europameister von 2014 zwar noch Luft nach oben, doch die mit zahlreichen Bundesliga-Legionären angetretene dänische Auswahl geht mit der optimalen Ausbeute von 4:0 Punkten in die zweite Turnierphase.
    "Natürlich sind wir in Polen, um das große Ziel zu erreichen", sagte Torhüter Niklas Landin vom THW Kiel.
    Trainiert wird Dänemark von Gudmundur Gudmundsson, dem langjährigen Coach der Rhein-Neckar Löwen.

    Die Vorrundengruppen

    Gruppe A: Frankreich, Polen, Mazedonien, Serbien

    Gruppe B: Kroatien, Island, Weißrussland, Norwegen

    Gruppe C: Spanien, Schweden, Deutschland, Slowenien

    Gruppe D: Dänemark, Ungarn, Russland, Montenegro

    Nach welchem Modus wird gespielt?

    Gespielt wird in vier Gruppen mit jeweils vier Teams. Die ersten Drei jeder Gruppe qualifizieren sich für die EM-Hauptrunde. Für Platzierungen in den Endklassements sowohl nach Vor- als auch Hauptrunde zählt bei Punktgleichheit zweier oder mehr Mannschaften der direkte Vergleich. Die Punkte aus der Vorrunde gegen ebenfalls qualifizierte Teams werden in die Hauptrunde mitgenommen. Dort spielen die besten Mannschaften aus Gruppe A und B gegeneinander. In der zweiten Hauptrunden-Gruppe treffen die ersten drei Teams der Gruppe C auf die jeweiligen Vertreter aus Gruppe D. Die Dritten und Vierten der Hauptrunde spielen um die Plätze fünf bis acht. Die Gruppensieger jeweils gegen den Zweiten der anderen Gruppe das Halbfinale.

    Worum geht es bei dieser EM?

    In erster Linie geht es natürlich um den Europameister-Titel. Der Sieger qualifiziert sich automatisch für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Auch der Zweite qualifiziert sich direkt, sofern er im Finale gegen Weltmeister Frankreich verlieren würde.

    Die drei bestplatzierten Teams der EM werden sich für die WM 2017 qualifizieren.

    Sollte der amtierende Weltmeister Frankreich wie in den vergangenen Jahren auf dem Podium landen, würde auch der EM-Vierte direkt zur WM reisen.

    Teilnehmerfeld

    Insgesamt sind bei der EM in Polen 16 Teams dabei, darunter mit Titelverteidiger, Weltmeister und Olympiasieger Frankreich die dominierende Mannschaft der letzten Jahre. Neben Gastgeber Polen ist unter anderem auch mit Dänemark und Spanien zu rechnen.

    Wo wird gespielt?

    Zum ersten Mal ist Polen Gastgeber eines Handball-Großevents. Gespielt wird in vier Städten: Krakau (Tauron Arena | 15.000 Plätze), Kattowitz (Spodek Arena | 11.000), Danzig (Ergo Arena | 15.000) und Breslau (Centennial Hall | 6500).

    Handball-EM in ARD/ZDF

    Hauptrunde

    1. Spieltag, Deutschland - Ungarn: Freitag, 22. Januar, 18.15 Uhr / ZDF
    2. Spieltag Deutschland – Russland: Sonntag, 24. Januar, 18.15 Uhr / ARD
    3. Spieltag Deutschland – Dänemark: Mittwoch, 27. Januar, 18.15 Uhr / ARD

    Halbfinale am Freitag, 29. Januar, 18.30 oder 21 Uhr, im ZDF*

    Finale oder Spiel um 3. Platz am 31. Januar 15:00 oder 17:30 Uhr in ARD*

    *Nur bei deutscher Beteiligung

    21.01.2016
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