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Champions League | Juventus - FC Bayern Mit einem Talisman gegen den Angstgegner

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    Sami Khedira
    (Quelle: dpa)
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    (Quelle: zdf)

    Kurzmeldung

    • 14:18 Uhr 21.02.2016Kurzmeldung

      Atkinson leitet Bayern-Spiel 14:18 Uhr 21.02.2016
      Der Brite Martin Atkinson leitet am Dienstag das Achtelfinal-Hinspiel des FC Bayern in der Champions League bei Juventus Turin. Das gab die Europäische Fußball-Union UEFA am Sonntag bekannt. Gutes Omen für den deutschen FußballMeister aus München: Bei den drei bisherigen Auftritten des Engländers mit den Bayern in Europas Eliteliga gab es jeweils einen Sieg. Am 23.Oktober 2012 hieß es 1:0 in Lille, am 19. Oktober 2010 3:2 gegen CFR Cluj. Im Viertelfinale der Vorsaison wurde der FC Porto gar mit 6:1 vom Platz gefegt.

    von Oliver Birkner

    Noch vor Monaten durchlebte Juventus eine schwere Identitätskrise. Erst ein Machtwort und ein Glücksbringer verhalfen den Turinern zu einer rasanten Aufholjagd in der Liga. Im Duell mit den Bayern (20:45 Uhr) zittert man jedoch vor einer Statistik. 

    Die Stimmung im Hause Juventus ist wieder im heiteren Bereich angesiedelt. Das war vor drei Monaten anders, als die Turiner Platz zwölf belegten und erst ein Machtwort von Trainer Max Allegri und den Senatoren um Kapitän Gianluigi Buffon für einen Ruck im Team sorgte.
    Oliver Welke, Oliver Kahn, Jochen Breyer (v.li.)

    Der ZDF-Sendetag in den Champions-League-Wochen ist grundsätzlich der Mittwoch. Das wurde im Vorfeld mit der UEFA (bzw. ihrer Rechteagentur TEAM) vereinbart. Das ZDF, das in Deutschland als einziger Free-TV-Sender von der Königsklasse live berichtet, musste sich im Vorfeld für einen Übertragungstag entscheiden. Solange noch mehr als eine deutsche Mannschaft im Wettbewerb vertreten ist, ist das ZDF an die Regel gebunden und kann nur ein Mittwoch-Spiel live zeigen. Diese Praxis für Live-Übertragungsrechte im Free-TV gibt es auch in anderen Ländern.

    Sonderfall Finalrunde: Erst mit dem Ausscheiden einzelner deutscher Teams gelten andere Regeln. Ist nur noch ein Bundesligist im Wettbewerb, dann wird das ZDF das Hin- und Rückspiel dieses Vereins live ausstrahlen, obwohl eine der beiden Partien an einem Dienstag ausgetragen wird. Sollte keine deutsche Mannschaft mehr im Wettbewerb vertreten sein, haben wir die Möglichkeit, das spannendste Duell des Spieltags auszuwählen und dieses dem deutschen Publikum zu zeigen, egal, ob die Partien dienstags oder mittwochs ausgetragen werden.

    Das saß. Juventus setzte zur Aufholjagd von 15 Siegen in Folge an. "Im Oktober hat noch niemand Titel geholt, ab Mitte Februar wird es in die entscheidende Phase gehen“, hatte Allegri schon während der Ergebnismisere gebetsmühlenartig heruntergebetet. Das Duell mit den Bayern fällt definitiv in die Kategorie entscheidend, denn Juves ausgesprochenes Minimalziel lautet Viertelfinale.

    Bei der Generalprobe in Bologna wurde die Erfolgsserie mit einem torlosen Remis zwar ausgebremst, doch Allegri nahm das recht gelassen hin und merkte lapidar an: "Man kann nicht jede Woche gewinnen.“ Auch heute Abend würde dem 48-Jährigen eines seiner Wunschresultate, ein 0:0, genügen, denn er ist sich sicher, das enge Duell werde Mitte März in München entschieden.

    Erster Deutscher nach dem "Fußballgott"

    Sami Khedira steht sicher in der Startformation und das Kapitel des Deutschen erzählt sich bislang auffällig entlang der Klub-Fieberkurve. Im Juni verbreitete sich Euphorie, als der Rekordmeister Khediras ablösefreien Zugang von Real Madrid vermeldete. Es käme schließlich ein Weltmeister und der erste Deutsche 20 Jahre nach dem letzten Auftritt von "Fußballgott“ Jürgen Kohler.

    Dann verletzte sich Khedira in der Vorbereitung und plötzlich erinnerte sich Italien an dessen komplizierte Krankengeschichte. Womöglich doch ein Risiko-Deal, diagnostizierten Kritiker, und betitelten Khedira flugs zum Blessur-Weltmeister.
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    Neues Mannschaftsgefüge

    "Wenn Khedira und Marchiso wieder fit sind, fängt unsere wahre Saison an“, entgegnete der Trainer und behielt Recht. Ab Anfang November sammelte das Team in 16 Serie-A-Partien 45 Punkte, qualifizierte sich souverän für das Achtelfinale der Champions League und steht nach dem 3:0 im Halbfinal-Hinspiel der Coppa Italia so gut wie im Pokalendspiel.

    Der Rekordmeister profitierte vom langsam zementierten neuen Mannschaftsgefüge und den eingeschlagenen Transfers. Dem Offensiv-Einkauf Paulo Dybala gelangen in 34 Einsätzen 16 Treffer und acht Vorlagen - der hochtalentierte 22-jährige Argentinier kam mit der Last des drittteuersten Einkaufs der Klubgeschichte und gewöhnte sich vom bescheidenen Palermo überraschend schnell an das anspruchsvolle Turiner Szenario.

    Mario Mandzukic schoss nach anfänglichen Problemen neun wichtige Treffer. Khedira lieferte neben jeweils drei Toren und Assists ebenfalls einen bedeutsamen Beitrag, seitdem er Spiel-Rhythmus und Fitness wiederfand. Der Deutsche erfüllte durch starke Präsenz und kluge Ordnung seine erhoffte Wertigkeit im Turiner Mittelfeld, wo er 75 Prozent seiner Zweikämpfe gewann.

    Glücksbringer Khedira

    "Sami steht immer richtig, erobert unglaublich viele Bälle und macht den Unterschied aus. Der Mann hat fünf Lungen“, frohlockte Pogba. Für die Tifosi ist er mittlerweile einfach "il portafortuna“, der Glücksbringer. Mit Khedira auf dem Platz holte Juve 14 Siege und zwei Remis - das kann schließlich kein Zufall sein.

    In Bologna verzichtete Allegri aus Sicherheit komplett auf den 28-Jährigen, im Duell mit München benötigt er einen ausgeruhten Talisman. Denn von 45 Europapokalheimspielen seit 2004 verlor Juventus zwei - beide gegen die Bayern.

    Fakten zur Champions League

    Die Champions-League-Sieger (seit 1993)

    Feier FC Barcelona Champions League Finale

    1993 Olympique Marseille

    1994 AC Mailand

    1995 Ajax Amsterdam

    1996 Juventus Turin

    1997 Borussia Dortmund

    1998 Real Madrid

    1999 Manchester United

    2000 Real Madrid

    2001 Bayern München

    2002 Real Madrid

    2003 AC Mailand

    2004 FC Porto

    2005 FC Liverpool

    2006 FC Barcelona

    2007 AC Mailand

    2008 Manchester United

    2009 FC Barcelona

    2010 Inter Mailand

    2011 FC Barcelona

    2012 FC Chelsea

    2013 Bayern München

    2014 Real Madrid

    2015 FC Barcelona

    2016 Real Madrid

    Meiste Siege:

    5 x Real Madrid

    4 x FC Barcelona

    3 x AC Mailand

    2 x Manchester United

    2 x Bayern München

    Acht weitere Mannschaften haben die Champions League je einmal gewonnen.

    Die Sieger des Landesmeisterpokals (1955 - 1992)

    1956 Real Madrid
    1957 Real Madrid
    1958 Real Madrid
    1959 Real Madrid
    1960 Real Madrid
    1961 Benfica Lissabon
    1962 Benfica Lissabon
    1963 AC Mailand
    1964 Inter Mailand
    1965 Inter Mailand
    1966 Real Madrid
    1967 Celtic Glasgow
    1968 Manchester United
    1969 AC Mailand
    1970 Feyenoord Rotterdam
    1971 Ajax Amsterdam
    1972 Ajax Amsterdam
    1973 Ajax Amsterdam
    1974 Bayern München
    1975 Bayern München
    1976 Bayern München

    1977 FC Liverpool
    1978 FC Liverpool
    1979 Nottingham Forest
    1980 Nottingham Forest
    1981 FC Liverpool
    1982 Aston Villa
    1983 Hamburger SV
    1984 FC Liverpool
    1985 Juventus Turin
    1986 Steaua Bukarest
    1987 FC Porto
    1988 PSV Eindhoven
    1989 AC Mailand
    1990 AC Mailand
    1991 Roter Stern Belgrad
    1992 FC Barcelona

    Meiste Siege:

    6 x Real Madrid

    4 x FC Liverpool

    4 x AC Mailand

    3 x Ajax Amsterdam

    3 x Bayern München

    Die erfolgreichsten Trainer

    Rekordhalter: Reals Trainer Carlo Ancelotti

    22 Mal wurden bislang Champions-League-Sieger gekürt. Carlo Ancelotti hat den Titel als einziger Trainer drei Mal gewonnen.

    Meiste Champions-League-Titelgewinne als Trainer
    3 x Carlo Ancelotti/ITA (2003 und 2007 mit dem AC Mailand, 2014 mit Real Madrid)
    2 x Jose Mourinho/POR (2004 mit dem FC Porto, 2010 mit Inter Mailand)
    2 x Josep Guardiola/ESP (2009 und 2011 mit dem FC Barcelona)
    2 x Vicente del Bosque/ESP (2000 und 2002 mit Real Madrid)
    2 x Ottmar Hitzfeld/GER (1997 mit Borussia Dortmund und 2001 mit Bayern München)
    2 x Alex Ferguson/SCO (1999 und 2008 mit Manchester United)
    2 x Jupp Heynkes/GER (1998 mit Real Madrid und 2013 mit Bayern München)

    Meiste Endspiel-Teilnahmen als Trainer
    4 x Carlo Ancelotti/ITA (2003*, 2005, 2007* mit dem AC Mailand, 2014* mit Real Madrid)
    4 x Alex Ferguson/SCO (1999*, 2008*, 2009, 2011 mit Manchester United)
    4 x Marcello Lippi/ITA (1996*, 1997, 1998, 2003 mit Juventus Turin)
    3 x Ottmar Hitzfeld/GER (1997* mit Borussia Dortmund, 1999, 2001* mit Bayern München)
    3 x Fabio Capello/ITA (1993, 1994*, 1995 mit dem AC Mailand)
    3 x Louis van Gaal/NED (1995*,1996 mit Ajax Amsterdam, 2010 mit Bayern München)
    3 x Jupp Heynckes/GER (1998* mit Real Madrid, 2012 und 2013* mit Bayern München)

    Deutsche Trainer im Champions-League-Finale
    3 x Ottmar Hitzfeld (1997* mit Borussia Dortmund, 1999 und 2001* mit Bayern München)
    3 x Jupp Heynckes (1998* mit Real Madrid, 2012 und 2013* mit Bayern München)
    1 x Klaus Toppmöller (2002 mit Bayer Leverkusen)
    1 x Jürgen Klopp (2013 mit Borussia Dortmund)

    *Champions-League-Sieger

    Europas Rekordtorschützen

    Cristiano Ronaldo und Messi

    Cristiano Ronaldo/POR (94 Tore)

    Lionel Messi/ARG (83 Tore)

    Raul Gonzalez/ESP (71 Tore)

    Ruud van Nistelrooy/NED (60 Tore)

    Andriy Shevchenko/UKR ( 59 Tore)

    Thierry Henry/FRA (51 Tore)

    Filippo Inzaghi/ITA (50 Tore)

    Zlatan Ibrahimovic/SWE (49 Tore)

    Alfredo di Stéfano/ESP (49 Tore)

    Eusébio/POR (47 Tore)

    Karim Benzema/FRA (46 Tore)

    Didier Drogba/CIV (44 Tore)

    Alessandro del Piero/ITA (44 Tore)

    Fernando Morientes/ESP (37 Tore)

    Thomas Müller/GER (36 Tore)

    Ferenc Puskás/HUN (35 Tore)
    Gerd Müller/GER (34 Tore)

    Wayne Rooney/ENG (34 Tore)

    Samuel Eto'o/KAM (33 Tore),

    Francisco Gento/ESP (32 Tore)

    David Trezeguet/FRA (32 Tore)

    Robert Lewandowski/POL (32 Tore)

    Serhiy Rebrov/UKR (31 Tore)

    Rivaldo/BRA (31 Tore)

    Steven Gerrard/ENG (30 Tore)

    Ryan Giggs/WAL (30 Tore)

    Kaká/BRA (30 Tore)

    Patrick Kluivert/NED (30 Tore)

    [Fett = Spieler noch bei europäischem Klub aktiv;

    inkl. Qualifikation und Play-Off-Spielen;

    Quelle: uefa.com; Stand: 10.05.2016]

    23.02.2016
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