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Champions League | Eindhoven vs Atlético Cocus Team will das Wunder schaffen

UEFA Champions League - PSV Eindhoven - Atlético Madrid, 24.02.2016 20:25 Uhr
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    Phillip Cocu
    (Quelle: dpa)
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    von Andreas Deelstra

    Die PSV Eindhoven ist der erste niederländische Verein seit neun Jahren, der in der Champions League überwintert. Heute (ab 20:25 Uhr/ZDF) wartet im Achtelfinale das Abwehrbollwerk von Atlético Madrid. Zwei Mexikaner, viele Talente und eine paar "Gescheiterte“ wollen das Wunder schaffen. 

    Als zum letzten Mal ein niederländischer Verein nach der Winterpause noch in der Champions League spielen durfte, war George W. Bush Präsident der Vereinigten Staaten. Der VfB Stuttgart wurde Deutscher Meister, als es der PSV Eindhoven ins Viertelfinale des Landesmeisterpokals schaffte. Damals, in 2007, war gegen Liverpool Endstation. Auch der niederländische Fußball verabschiedete sich fortan Jahr für Jahr brav nach der Gruppenphase aus der Beletage des europäischen Fußballs.

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    Nun, unter US-Präsident Barack Obama und mit dem fast sicheren Deutschen Meister FC Bayern, ist alles anders. Eindhoven, das sich in der Gruppenphase immerhin gegen Manchester United durchsetzte, ist wieder wer – und muss im Achtelfinale heute Abend gegen Atlético Madrid ran. Es ist auf dem Papier ein Kampf zwischen David und Goliath ­- doch der niederländische Meister hat durchaus ein paar Trümpfe in der Hand.

    Cocu führt PSV zum Meistertitel

    Trainer Philip Cocu, selbst hundertfacher Oranje-Nationalspieler, übernahm den PSV in der vergangenen Saison. Und direkt in seinem ersten Jahr holte der 45-Jährige nach vier Ajax-Meisterschaften in Folge den Titel nach Eindhoven. Er impfte seinem Verein einen sachlicheren Spielstil ein, kehrte ein wenig ab vom üblich-niederländischen Hurra-Fußball. Mit Erfolg: Am Wochenende schlug PSV als Tabellenführer den aktuellen Dritten Heracles Almelo. Eine starke erste Hälfte mit zwei Toren reichte zum Sieg. "Trotzdem haben wir zu viele Räume gelassen“, sagt Cocu, immer mahnend. "Das kann gegen Atlético tödlich sein.“

    Voraussichtliche Aufstellungen

    PSV Eindhoven: Zoet - Arias, Bruma, Moreno, Willems - Pröpper, Hendrix, Van Ginkel - Narsingh, Pereiro, Locadia

    Atlético Madrid: Oblak - Juanfran, Godín, Savic, Filipe Luís - Koke, Gabi, Ñíguez, Torres - Torres, Griezmann


    Schiedsrichter: Orsato (ITA)

    Wie tödlich, das wissen Hector Moréno und Andres Guardado ganz genau. Die beiden spielten selbst lange Jahre in der spanischen Priméra Division. Der eine absolvierte 136 Spiele für Espanyol Barcelona, der andere 215 Partien für den FC Valencia und Deportivo La Coruna. Hinzu kommen zusammen fast 200 Länderspiele für Mexiko. Sie gehören zusammen mit Flügelstürmer Gastón Pereiro aus Uruguay und dem Rechtsverteidiger Santiago Arias (Ecuador) zur "Südamerika-Connection“, die Eindhoven in diesem Jahr noch stärker macht. Und sie sind für die Abteilung Erfahrung in der ansonsten blutjungen PSV-Mannschaft zuständig.

    Mexikaner-Duo hat selbst in Spanien gespielt
    "Wir kennen Atlético sehr gut“, sagt Guardado, um dessen Einsatz die Niederländer nach einer Adduktoren-Verletzung des 29-Jährigen bis zuletzt bangen müssen. "Das ist eine echte Mannschaft“, sagte er dem niederländischen NOS. "Aber wir wollen das Heimspiel vor unseren eigenen Zuschauern gewinnen.“


    Ein weiterer ziemlich großer Trumpf wäre wohl Luuk de Jong gewesen. Der Stürmer, einst als künftiger Top-Star zu Borussia Mönchengladbach gewechselt, scheiterte sowohl in der Bundesliga als auch in der Premier League. Nach zwei Jahren im Ausland ging es für den heute 25-Jährigen zurück in die Eredivisie. Ein Karriere-Neustart sollte her. Mit Erfolg: 50 Tore in 53 Spielen für die PSV sprechen für sich. Heute können jedoch keine weiteren hinzukommen - De Jong sah im letzten Gruppenspiel gegen Moskau seine vierte Gelbe Karte und ist gesperrt.


    Eine gute Mischung
    Die Geschichte von de Jong gehört jedoch zum Erfolgsrezept des niederländischen Traditionsklubs. Denn der Angreifer ist nicht das einzige gescheiterte Oranje-"Juwel“, das in Eindhoven in der heimischen Liga wieder aufblüht. Jeffrey Bruma spielte schon mit mäßigem bei Chelsea und dem Hamburger SV. Der Abwehrchef verlängerte gerade in Eindhoven bis 2018. Auch Marco van Ginkel stand schon bei Chelsea und dem AC Mailand unter Vertrag. Die einstige Abwehr-Hoffnung holte PSV nun in der Winterpause nach Holland zurück.


    Hinzu kommen junge, hoffnungsvolle Talente wie Jetro Willems, Joshua Brenet, Jorrit Hendrix oder Jurgen Locadia, die den Sprung ins Ausland noch vor sich haben. Heute gegen Atlético stehen sie im Rampenlicht. Und wollen zusammen mit den "Gescheiterten“ und der Südamerika-Connection zeigen, was der niederländische Meister nach neun Jahren Achtelfinal-Pause in der Champions League drauf hat.


    UEFA Champions League Achtelfinale Champions League Liveticker
    Di., 16.02.
    Paris Saint-Germain - FC Chelsea 2:1   (1:1)
    Benfica Lissabon - Zenit St. Petersburg 1:0   (0:0)
    Mi., 17.02.
    AS Rom - Real Madrid 0:2   (0:0)
    AA Gent - VfL Wolfsburg 2:3   (0:1)
    Di., 23.02.
    Juventus Turin - Bayern München 2:2   (0:1)
    FC Arsenal - FC Barcelona 0:2   (0:0)
    Mi., 24.02.
    Dynamo Kiew - Manchester City 1:3   (0:2)
    PSV Eindhoven - Atlético Madrid 0:0  
    Di., 08.03.
    VfL Wolfsburg - AA Gent 1:0   (0:0) HS: 3:2
    Real Madrid - AS Rom 2:0   (0:0) HS: 2:0
    Mi., 09.03.
    Zenit St. Petersburg - Benfica Lissabon 1:2   (0:0) HS: 0:1
    FC Chelsea - Paris Saint-Germain 1:2   (1:1) HS: 1:2
    Di., 15.03.
    Manchester City - Dynamo Kiew 0:0   HS: 3:1
    Atlético Madrid - PSV Eindhoven 8:7 n.E. 0:0 / 0:0 / 0:0
    Mi., 16.03.
    FC Barcelona - FC Arsenal 3:1   (1:0) HS: 2:0
    Bayern München - Juventus Turin 4:2 n.V. 0:2 / 2:2
    letzte Aktualisierung: 25.05.16 - 09:01:29

    24.02.2016
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