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Fußball | Bundesliga HSV: Kopf auf Wolke sieben, Füße im Schlamm

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    Heiko Westermann

    Suche nach dem Ausweg aus der Krise: HSV-Abwehrspieler Heiko Westermann

    (Quelle: imago)
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    (Quelle: ZDF)
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    Mario Götze (Bayern München)
    (08.08.2013)

    von Ralf Lorenzen

    Der HSV in Liga zwei? Das schien bis vor kurzem fast undenkbar. Doch immer mehr Hamburger befürchten dies nun. Ausgerechnet die geplante Strukturreform, die die Zukunft sichern soll, erschwert den Abstiegskampf, in den das Team nach dem 0:3 in Hoffenheim immer stärker hineinschlittert. 

    Es ist gerade einmal zwei Wochen her, da schien der HSV einen historischen Sieg errungen zu haben. Mit Standing Ovations und Siegerfäusten feierten über 5000 Mitglieder im Congress Centrum den klaren Abstimmungserfolg für die Gründung einer Fußball-AG. Es könnte aber auch der klassische Fall eines Pyrrhus-Sieges gewesen sein.


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    "Blühende Landschaften"
    Denn die "blühenden Landschaften", wie ein Mitglied die geweckten Hoffnungen ironisch bezeichnete, liegen in weiter Ferne. Frühestens im Sommer werden die in Aussicht gestellten 100 Millionen fließen, um den Verein zu entschulden. Und frühestens erst in der kommenden Saison könnten die von vielen sehnlichst erwarteten Altstars wie Felix Magath oder Thomas van Heesen Funktionen übernehmen.

    Aber jetzt ist Abstiegskampf. Und ausgerechnet jetzt steckt der ganze Verein laut Trainer Bert van Marwijk im Tiefschlaf: "Wir haben ein mentales Problem. Alle haben geglaubt, dass es von selbst geht." Denn mit dem Kopf ist der Verein schon viel weiter, träumt von alten Zeiten, plant eine Klub-Struktur wie Bayern München. Der Glaube, man könne gar nicht absteigen, war lange tief im kollektiven Bewusstsein des Bundesliga-Dinos verankert.

    HSV-Strukturreform

    Das mit 79,4 % der Stimmen auf der letzten Mitgliederversammlung unterstützte Konzept HSVplus sieht vor, die Lizenzspielerabteilung aus dem Gesamtverein auszugliedern und nach dem Vorbild des FC Bayern München in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Danach könnten bis zu 49,9 Prozent der Anteile an strategische Partner verkauft werden, davon 24,9 ohne Zustimmung der Mitgliederversammlung. Das vom ehemaligen Aufsichtsratschef Ernst-Otto Rieckhoff und einigen ehemaligen Spielern bzw. Funktionären eingereichte Konzept wird vom Vorstand weiter ausgearbeitet und benötigt auf der nächsten Mitgliederversammlung im Frühjahr eine Mehrheit von 75%, damit die Reform umgesetzt wird.


    Personal auf Abruf
    Dabei spielt das augenblickliche Personal in Mannschaft, sportlicher Leitung, Vorstand und Aufsichtsrat nur noch auf Abruf. Zu deutlich richtet sich die Strukturveränderung gegen ihre Arbeit, zu deutlich hat der einzige bislang bekannte potenzielle Kapitalgeber, der Milliardär Klaus Michael-Kühne, in der Vergangenheit seine Abneigung gegen die bestehende Klubführung zum Ausdruck gebracht.


    HSV im ZDF
    • 19. Bundesliga-Spieltag mit der Partie Hoffenheim - HSV am Samstag, 23 Uhr, im aktuellen sportstudio
    • Bericht zum HSV am Sonntag, 17.10 Uhr, in der SPORTreportage
    Rückenstärkung im Abstiegskampf sieht anders aus. Da sind Vereine wie Eintracht Braunschweig oder der SC Freiburg in einer wesentlich besseren Situation. Dort ist die vielbeschworene Einheit vom Platzwart bis zum Aufsichtsrat spürbar. Beim HSV sagt der Vorsänger der Fans auf der Mitgliederversammlung: "Ich hoffe nicht, dass der Verein irgendwann an den heute geweckten Erwartungen zerbrechen wird."

    Trainer sieht Mentalitätsprobleme
    Die einzige Chance wäre, dass Trainer und Mannschaft sich von diesen Grabenkämpfen abschotten. "Sie müssen sich immunisieren", sagt der Sportpsychologe Werner Mickler, "das bedeutet, sich voll auf ihre Aufgabe fokussieren."

    Aber können sie das? "Es gibt Spieler, die haben von Natur aus diese Mentalität", sagt van Marwijk. "Aber nicht mehr viele. Es sind andere Charaktere, die nicht mehr richtig kommunizieren, sondern sich in sozialen Netzwerken aufhalten." Starkreden im Abstiegskampf hört sich anders an.

    Der Trainer selbst wirkt längst nicht mehr wie der Fels an der Brandung. Der Absturz auf den Relegationsplatz hat auch an seiner Reputation gezehrt Die Fragen werden lauter, warum er so selten trainieren lasse, warum er immer noch im Hotel wohnt, warum er so oft nach Hause fährt. Seine Antworten werden trotziger.

    Der Glaube schwindet

    Schon wird in den Internet-Foren heftig darüber diskutiert, ob ein Abstieg nicht die einzige Chance zur Gesundung sei. Doch wer kauft Aktien eines Zweitligisten? Finanziell wäre das Desaster noch größer, die Entschuldung noch unrealistischer. Dennoch scheinen die Hamburger gerade in dieser Situation den Glauben an die Unabsteigbarkeit zu verlieren.

    Laut einer Umfrage des Hamburger Abendblattes glauben 50 Prozent der Leser nicht mehr an eine Rettung. Van Marwijk sieht es positiv: "Wir brauchen Kritik."

    Allianz Frauen-Bundesliga
    Sa. 03.09.16  
    MSV Duisburg - SGS Essen 14.00
    FC Bayern München - SC Freiburg 16.00
    So. 04.09.16  
    1. FFC Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 11.00
    SC Sand - VfL Wolfsburg 11.00
    Bayer Leverkusen - FF USV Jena 14.00
    Hoffenheim - 1. FFC Turbine Potsdam 14.00
    Sa. 10.09.16  
    FF USV Jena - FC Bayern München 14.00
    1. FFC Turbine Potsdam - 1. FFC Frankfurt 14.00
    So. 11.09.16  
    Borussia Mönchengladbach - SC Sand 11.00
    SC Freiburg - MSV Duisburg 14.00
    SGS Essen - Hoffenheim 14.00
    VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 14.00
    So. 25.09.16  
    Hoffenheim - SC Freiburg 11.00
    1. FFC Frankfurt - SGS Essen 11.00
    Borussia Mönchengladbach - 1. FFC Turbine Potsdam 11.00
    SC Sand - Bayer Leverkusen 14.00
    FC Bayern München - VfL Wolfsburg 14.00
    MSV Duisburg - FF USV Jena 14.00
    So. 02.10.16  
    SGS Essen - Borussia Mönchengladbach 14.00
    VfL Wolfsburg - MSV Duisburg 14.00
    FF USV Jena - Hoffenheim 14.00
    SC Freiburg - 1. FFC Frankfurt 14.00
    1. FFC Turbine Potsdam - SC Sand 14.00
    Bayer Leverkusen - FC Bayern München 14.00
    So. 16.10.16  
    SC Sand - FC Bayern München 11.00
    Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg 11.00
    1. FFC Frankfurt - FF USV Jena 11.00
    1. FFC Turbine Potsdam - SGS Essen 14.00
    MSV Duisburg - Bayer Leverkusen 14.00
    Hoffenheim - VfL Wolfsburg 14.00
    letzte Aktualisierung: 22:43:24

    Tabelle
      1. FFC Frankfurt 0 0 0 0 0:0 0 0  
      1. FFC Turbine Potsdam 0 0 0 0 0:0 0 0  
      Bayer Leverkusen 0 0 0 0 0:0 0 0  
      Borussia Mönchengladbach 0 0 0 0 0:0 0 0  
      FC Bayern München 0 0 0 0 0:0 0 0  
      FF USV Jena 0 0 0 0 0:0 0 0  
      Hoffenheim 0 0 0 0 0:0 0 0  
      MSV Duisburg 0 0 0 0 0:0 0 0  
      SC Freiburg 0 0 0 0 0:0 0 0  
      SC Sand 0 0 0 0 0:0 0 0  
      SGS Essen 0 0 0 0 0:0 0 0  
      VfL Wolfsburg 0 0 0 0 0:0 0 0  

    01.02.2014, Quelle: dpa/sid
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