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Bundesliga | FC Bayern München Perfekt: Ancelotti folgt auf Guardiola

  • Bild Carlo Ancelotti und Pep Guardiola
  • Bilderserie Pep Guardiola: Eine Chronik
  • Interaktiv der sportstudio-Bundesliga-Tipp
  • BildCarlo Ancelotti und Pep Guardiola
    Archiv - Die beiden Fußballtrainer Carlo Ancelotti und Pep Guardiola am 23.04.2014
    (Quelle: imago)
    BilderserieBiGa Pep
    Josep Guardiola am Ball
    (20.06.2013)
    Interaktivder sportstudio-Bundesliga-Tipp
    (Quelle: ZDF)

    Die Entscheidung ist gefallen: Nach ZDF-Informationen verlässt Trainer Pep Guardiola den FC Bayern am Saisonende und wechselt zu Manchester City. Neuer Trainer bei den Münchnern wird Carlo Ancelotti. 

    Eine offizielle Bestätigung von Seiten des deutschen Rekordmeisters steht zwar noch aus, doch dürfte diese nicht mehr lange auf sich warten lassen.

    ZITAT
    Ein Bayern-Trainer muss ein hohes Ansehen genießen.
    Ottmar Hitzfeld
    Seinen vielleicht einzigen Makel aus Sicht des FC Bayern hat Carlo Ancelotti selbst schon benannt, allerdings in der Überzeugung, diesen noch beheben zu können. Italienisch, Englisch, Französisch und Spanisch spricht der 56-Jährige aus der norditalienischen Emilia-Romagna, nach seinen Auslandsstationen FC Chelsea, Paris Saint-Germain und Real Madrid. Dass er Deutsch noch lernen müsse, sei aber kein Problem, hatte er zuletzt gesagt. Denn das habe Giovanni Trapattoni, der bisher einzige italienische Trainer der Münchner, ja schließlich auch geschafft.

    Strahlkraft und große Erfolge

    Pep bei den Bayern

    Guardiolas größte Herausforderung

    In diesen turbulenten Tagen beim FC Bayern mit den vielen kolportierten, aber offiziell unbestätigten Meldungen, wonach der Abschied von Trainer Pep Guardiola im kommenden Sommer nach drei Jahren Amtszeit feststehen und Ancelotti den Katalanen für die kommenden drei Jahre beerben soll, in diesen turbulenten Tagen also könnte es sein, dass zumindest der voraussichtlich neue Coach einem nicht ganz korrekten Gerücht aufgesessen ist. Nicht nur in München gibt es ja durchaus Zweifel, dass Trapattoni wirklich Deutsch gelernt hat.

    Früher galt es als eines der wichtigsten Einstellungskriterien beim FC Bayern, dass der Trainer der deutschen Sprache mächtig ist. Doch mit der zunehmenden Internationalisierung des deutschen Branchenführers hat diese Anforderung an Gewicht verloren. Deutlich wichtiger ist den Verantwortlichen mittlerweile, dass ein Trainer Strahlkraft besitzt, mit der prominenten Belegschaft umzugehen versteht und diese möglichst zuverlässig zu weiteren Titeln anleiten kann, bestenfalls auch in der Champions League. Erfahrung im Umgang mit kickenden Stars sollte der Kandidat haben, idealerweise mit der Referenz, aus früheren derartigen Aufgaben große Erfolge vorweisen zu können.

    Vom Bauernsohn zum Toptrainer

    ZITAT
    Ein super Trainer und super Mensch.
    Pep Guardiola über Carlo Ancelotti
    Auf Ancelotti trifft all das zu, und sogar Guardiola lobte am Freitag: "Ein super Trainer und super Mensch." Dreimal gewann Ancelotti als Trainer die Champions League, zuletzt 2014 mit Real Madrid, als er Guardiolas Bayern in den Halbfinals mit zwei 1:0- und 4:0-Siegen, letzterer in München, regelrecht demütigte. Als taktische Meisterleistungen von Ancelotti wurden diese Auftritte auch von den Granden des FC Bayern im Stillen goutiert. Kurz bevor Ancelotti nach der folgenden, weniger erfolgreichen Saison Real verließ, klopften sie schon einmal bei ihm an, im Mai dieses Jahres.

    Dass der vom Bauernsohn zum europäischen Toptrainer aufgestiegene Ancelotti das Anforderungsprofil des FC Bayern bestens erfüllt, davon ist auch der frühere Münchner Coach Ottmar Hitzfeld überzeugt. "Ancelotti würde sehr gut passen zum FC Bayern. Er hat überall Erfolg gehabt, hat dreimal die Champions League gewonnen. Es ist wichtig auf diesem hohen Niveau, dass die Spieler wissen, dass ein Trainer das kann. Und es ist wichtig für die Außendarstellung. Ein Bayern-Trainer muss ein hohes Ansehen genießen", sagt Hitzfeld. Außerdem: "Es ist alles andere als leicht, einen Superstar wie Ronaldo zu führen, und das hat er bei Real Madrid geschafft." Zudem sei Ancelotti ein "Taktikfuchs", der nicht stur ein System spielen lasse: "Bei Real hat er grundsätzlich offensiv spielen lassen, aber gegen Bayern gekontert." Guardiolas Elf tappte in die Falle.

    Vorzeitige Trennung nicht ausgeschlossen

    Nun zieht der 44 Jahre alte Katalane offenbar bald weiter, Manchester City gilt als erste Adresse seiner Wahl. Und mit seinem bevorstehenden Abschied sind die Debatten eröffnet, welche Auswirkungen das auf den FC Bayern haben wird. Wenn es denn so komme, "eine Lame-Duck-Geschichte gibt es nicht", sagte Präsident Karl Hopfner dazu dem "Münchner Merkur" und verwies auf Jupp Heynckes, der 2013 das Triple mit den Bayern gewann, obwohl sein Abschied, wegen Guardiola, längst feststand.

    Doch sollte für den Katalanen nun schon im Achtelfinale der Champions League gegen Juventus Turin Endstation sein, ist eine vorzeitige Trennung nicht völlig ausgeschlossen. Zumal ein neuerlicher Ärztestreit, von dem der "kicker" berichtete, den Guardiola aber dementierte, das Binnenklima gewiss nicht fördern würde. Und dann ist da ja trotz der am Freitag im Sinne des "mia san mia" kraftvoll verkündeten Vertragsverlängerungen mit Thomas Müller, Jérôme Boateng und Javier Martínez (alle bis 2021) sowie Xabi Alonso (bis 2017) noch die Frage nach der Zukunft des kickenden Personals. Zum Beispiel bei Guardiolas Liebling Thiago Alcántara, der zwar noch bis 2019 gebunden ist. Dennoch durchaus denkbar, dass einzelne Profis dem Trainer zum nächsten Projekt folgen möchten.

    Zur Zeit finden keine Spiele statt.

    19.12.2015
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