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Bundesliga | BVB - FC Bayern Götzes Rückkehr nach Dortmund als Randfigur

das aktuelle sportstudio, 05.03.2016 23:00 Uhr
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    Mario Götze
    (Quelle: dpa)
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    (Quelle: ZDF)

    von Maik Rosner

    Mario Götze ist nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund nach München nie richtig glücklich geworden beim FC Bayern. Vor dem Topspiel beim BVB (Free-TV-Bilder im aktuellen sportstudio) scheint sich die ohnehin unbefriedigende Lage für den 23-Jährigen weiter eingetrübt zu haben. 

    Immer wieder hatte Mario Götze Sprints angezogen, immer wieder blickte er zur Coaching Zone. Als einziger Auswechselspieler des FC Bayern machte sich der Weltmeister in kurzen Hosen warm, am eifrigsten lief er auf und ab. Doch der Wink des Trainers blieb aus, wieder einmal.

     

    BVB-FCB: Analyse mit Holger Stanislawski
    Holger Stanislawski

    Holger Stanislawski wird sich im aktuellen sportstudio intensiv mit dem Topspiel des 25. Spieltags der Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München auseinander setzen und den Gipfel live im Studio bei Jochen Breyer analysieren.

    Holger Stanislawski machte sich zwischen 1993 und 2011 beim FC St. Pauli einen Namen, wo er unter anderem als Spieler, Sportlicher Leiter und Trainer die Geschicke der Kiezkicker lenkte. Nach weiteren Trainerstationen in Hoffenheim und Köln verließ er die Fußball-Bühne im Sommer 2013. Seit dieser Saison tritt er regelmäßig als Experte in der ZDF SPORTreportage in Erscheinung.

    Beim 1:2 gegen Mainz hatte Pep Guardiola erneut keine Verwendung für Götze, zum vierten Mal in Folge ließ er ihn 90 Minuten lang draußen. Und das, obwohl er noch einen Wechsel hätte vornehmen können. Zumal kurz vor dem Topspiel bei Götzes ehemaligem Verein Borussia Dortmund, der den Rückstand auf den Tabellenführer an diesem Samstag (18.30 Uhr/erste Free-TV-Bilder im aktuellen sportstudio) auf zwei Punkte verkürzen kann.

     

    Als Götze nach dem Mainz-Spiel in die Kabine schlich, dröhnte durchs Stadion ein Song, der daherkam wie eine Prophezeiung. "Auf anderen Wegen" von Andreas Bourani lief, und der Refrain dieses Trennungsliedes könnte bald zur Begleitmusik taugen für das Ende einer unglücklichen Kickerbeziehung. Jener Liaison, die Götze im Jahr 2013 für 37 Millionen Euro Ablöse eingegangen war.

    Trennung im Sommer?

    "Mein Herz schlägt schneller als deins, sie schlagen nicht mehr wie eins. Wir leuchten heller allein, vielleicht muss es so sein", heißt es in Bouranis Refrain, und die zweite Strophe könnte als Bestandsaufnahme für Götzes Verhältnis zum FC Bayern durchgehen: "Ich frage nicht mehr nach, was uns verbindet oder trennt, weil ich weiß, wir fahren weiter im Kreis. Wir müssen atmen, wieder wachsen, bis die alten Schalen platzen."

    Bis 2017 läuft sein Vertrag zwar und Götze will abwarten, wie der künftige Trainer Carlo Ancelotti plant. Doch derzeit erscheint ein Abschied im Sommer gut möglich, zumal es einige Interessenten geben soll, wie Juventus Turin oder Jürgen Klopps FC Liverpool.

     
    das aktuelle sportstudio

    Samstag 05.03.2016, 23:00 - 00:25 Uhr
    Moderator: Jochen Breyer

    Gast: Holger Stanislawski
    ZDF-Fußball-Experte

    Fußball-Bundesliga, 25. Spieltag
    Topspiel:
    Bor. Dortmund - Bayern München

    VfL Wolfsburg - Bor. M'gladbach
    VfB Stuttgart - Hoffenheim
    1. FC Köln - FC Schalke 04
    FC Augsburg - Bayer Leverkusen
    Eintr. Frankfurt - FC Ingolstadt
    Werder Bremen - Hannover 96

    Fußball: Zweite Liga, 25. Spieltag
    SC Paderborn - Greuther Fürth
    Union Berlin - FSV Frankfurt

    Biathlon: WM in Oslo
    Sprint Männer und Frauen

    DFB: WM-Affäre 2006
    Freshfields-Ermittlungen

    Keine Zeit für Experimente

    In seiner ersten Münchner Saison war Götze auf 42 Pflichtspieleinsätze gekommen, nach der WM 2014, nach seinem Tor zum Titel, waren es 47. Aber selten spielte Götze bei den Bayern über 90 Minuten und oft als Ergänzung. In dieser Saison stehen bislang nur zehn Einsätze zu Buche. Auch, weil er sich im Länderspiel in Irland am 8. Oktober einen Sehnenriss in den Adduktoren zugezogen hatte.

    Doch dass Guardiola andere Kicker den Vorrang gibt, ist für Götze keine neue Erkenntnis, wenngleich der Trainer zuletzt gelobhudelt hatte: "Mario Götze war sehr wichtig, ist wichtig und wird wichtig sein." Sportvorstand Matthias Sammer merkte zu Götzes Reservistenrolle nicht gerade stützend an, es sei nicht an der "Zeit für Experimente". Franck Ribéry spielt nach seinem Muskelbündelriss längst.

    Stets bemüht

    Viele Zeichen also, wie es um Götzes Standing bestellt ist in dieser Geschichte eines Hochbegabten - der sich auch überbordenden Erwartungen ausgesetzt sieht. Darüber, dass Bundestrainer Joachim Löw vor Götzes Einwechselung im WM-Finale sagte, "jetzt zeig' der Welt, dass du besser bist als Messi“, darüber, befand Götze, "hätte man besser geschwiegen". Er hat aber auch selbst zu manchen Irritationen beigetragen. Etwa, als er sich in Klamotten von Nike statt von Klubausrüster Adidas vorstellte.

    Zu Jahresbeginn sagte Götze: "2016 wird ein super wichtiges Jahr. Ich habe einiges vor, mit Bayern und der Nationalmannschaft." Doch bislang ist es so, dass sich seine unbefriedigende Lage weiter eingetrübt hat, trotz seines unverkennbaren Engagements. Geholfen hat dies bisher nicht, die Bewertung der Bayern könnte "stets bemüht" lauten.

    Auch seine Rückkehr nach Dortmund dürfte Götze wohl als Randfigur erleben. Beim 5:1 gegen den BVB in der Hinrunde hatte er seinen letzten Einsatz für die Bayern. Damals schien er auf einem guten Weg, doch noch bei den Münchnern anzukommen. Robert Lewandowskis 4:1 bereitete Götze vor, das 5:1 erzielte er. Und vor allem: Er spielte 90 Minuten.

     

    Dortmund - FC Bayern: Zahlenspiele

    66:64 für den BVB

    Thomas Müller (li./Bayern) gegen Sven Bender (Dortmund)
    • Dortmunder Heimbilanz gegen Bayern (Gesamtbilanz in Klammern): 14 (23) Siege, 18 (28) Unentschieden, 14 (42) Niederlagen, 66:64 (116:174) Tore
    • 97 Treffer erzielten Pierre-Emerick Aubameyang (51) und Marco Reus (46) als derzeit erfolgreichste Dortmunder Torjäger für den BVB, aber keinen davon in einem Heimspiel gegen den FC Bayern. Der verlor nur zwei der letzten acht Gastspiele bei den Westfalen und gewann die letzten beiden ohne Gegentor. Das 1:0 für die Münchner erzielten dabei die Ex-Dortmunder Mario Götze und Robert Lewandowski, die sieben Mal gegen ihren früheren Klub erfolgreich waren. Ein weiterer BVB-Schreck ist Arjen Robben: Der Holländer erzielte im Champions-League-Finale 2013 (2:1), im DFB-Pokal-Endspiel 2014 (2:0 nach Verlängerung) und im Pokal-Viertelfinale 2013 (1:0) jeweils die entscheidenden Tore.
    • Gegen den Rekordmeister registrierten die Dortmunder nicht nur die meisten Niederlagen, sondern mit 28 auch ihre meisten Unentschieden, die auch für die Bayern Höchstwert sind.
    • In den letzten 15 Jahren gab es in den Duellen zwölf Platzverweise, gleich zwei für den Münchner Rafinha.
    • Zu Hause ging der BVB zuletzt am 23. August 2008 mit einer Führung in die Pause (Endstand: 1:1). Erst ein Heimspiel gegen die Bayern gewann Dortmund nach einem 0:1-Rückstand - beim 6:3 am 9. September 1967. Den Münchnern fehlen nur zehn Zähler an der höchstmöglichen Punktzahl, fünf büßten sie bei Gastspielen im Westen ein.
    • An den fünf Rückrundensiegen der Bayern war Lewandowski mit mindestens einem und insgesamt acht Treffern beteiligt. Aus den beiden Partien, in denen der Pole nicht traf, holte der FCB nur einen Punkt.
    • Vor dem Duell der beiden besten Angriffsreihen (je 59 Tore) trafen die Bayern in den letzten fünf Runden vor dem Wechsel insgesamt nur einmal ins Netz.
    • Die Dortmunder sind mit 19 von 21 möglichen Punkten Rückrundenprimus und verbuchen auch die Jahresbestleistung von nur zwei Gegentoren.
    • Aubameyang war in den letzten vier Pflichtspielen an jeweils einem Tor beteiligt.
    • Die Hinrunden-Begegnung gewannen die Bayern zu Hause mit 5:1.
    Zur Zeit finden keine Spiele statt.

    04.03.2016
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