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Formel 1 | Großer Preis von Australien Hamilton in Melbourne auf der Pole Position

  • Bild Lewis Hamilton im Silberpfeil
  • Bilderserie Teams und Fahrer 2016
  • BildLewis Hamilton im Silberpfeil
    Lewis Hamilton auf der Strecke in Melbourne.
    (Quelle: ap)
    BilderserieTeams und Fahrer 2016
    Mercedes AMG
    (13.03.2016)

    Neuer Modus in der Qualifikation: "Bisschen konfus"

    Titelverteidiger Lewis Hamilton hat den ersten Angriff seiner Herausforderer abgewehrt - die Silberpfeile beherrschen die Formel 1 auch zum Start in die neue Saison. Der Weltmeister startet am Sonntag in Melbourne von der Pole Position aus in den ersten Grand Prix 2016 vor dem Wiesbadener Nico Rosberg. 

    Der englische Titelverteidiger sicherte sich beim Großen Preis von Australien die 50. Pole Position seiner Karriere und verwies seinen Teamrivalen Nico Rosberg deutlich auf den zweiten Platz.  Sebastian Vettel hatte im Ferrari als Dritter ernüchternde acht Zehntelsekunden Rückstand - zumindest zu Saisonbeginn sieht es noch nicht nach einem echten Duell zwischen Silber und Rot aus. "Wir sollten am Sonntag näher dran sein", sagte Vettel allerdings: "Ich bin recht zufrieden mit der Runde, die ich gefahren bin. Wir haben dann gesagt, wir schonen jetzt Reifen. Es ist ein gutes Ergebnis, wir haben ein langes Jahr vor uns." Es sei allerdings "ein bisschen komisch" gewesen, "am Ende nicht mehr draußen zu sein".

     "Bisschen konfus"

    Im ersten Qualifying nach dem neuen Ausscheidungsprinzip drehte Hamilton in 1:23,837 Minuten die schnellste Runde und versetzte Rosberg (Wiesbaden/1:24,197) vor dem Rennen am Sonntag (6.00 Uhr MEZ/RTL und Sky) gleich den ersten Dämpfer der Saison. Vettel (Heppenheim/1:24,675) lag deutlich zurück. Sein Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland/1:25,033) wurde Vierter, Force-India-Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich/1:25,865) belegte den zehnten Platz. Der neue Qualifying-Modus sorgte derweil für einiges Chaos und bewirkte zudem das Gegenteil des eigentlichen Plans: Schon vor dem offiziellen Ende der Session stellten die Piloten ihre Autos ab, weil ihre Reifen bereits zu stark abgenutzt waren - im alten Modus hatte es stets Spannung bis zum Schluss gegeben. "Die ganze Session war ein bisschen konfus", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Wir hatten den Eindruck, dass niemand so recht wusste, wann er rausfahren sollte."


    Bis zum Ende der vergangenen Saison durften alle verbliebenen Piloten den jeweiligen Abschnitt (Q1, Q2, Q3) bis zum Ende bestreiten, erst danach wurde in der Zeitentabelle abgerechnet. Nun scheidet nach einer Einrollphase in jedem der drei Abschnitte im 90-Sekunden-Takt der schwächste Fahrer aus. Fehler können nun noch schneller bestraft werden, und vor allem bei der Zeitplanung gaben zahlreiche Teams eine schlechte Figur ab und schickten ihre Piloten zu spät auf die Strecke.

    Wehrlein "gewinnt" erste rote Laterne

    Rookie Pascal Wehrlein (Worndorf) wurde im unterlegenen Manor die zweifelhafte Ehre zuteil, als erster Pilot nach dem neuen Modus auszuscheiden. "Ich hatte eine schnelle Runde, bei der zweiten war dann viel Verkehr, da bin ich aufgefahren", sagte der 21-Jährige bei Sky: "Ich wollte eigentlich nochmal raus und richtig Gas geben, aber dann hat die Zeit nicht mehr gereicht. Das Qualifying-Format ist nicht einfach, man muss alles in einer Runde zusammenbringen und hoffen, dass man nicht so viel Verkehr hat."

    Links
    21 Kurse: Grand-Prix-Zirkus mit neuem Rekord Wehrlein: Debütant mit verheißungsvoller Perspektive Knapp oder nicht knapp – das ist hier die Frage Formel 1 in Zahlen Mehr Motorsport ZDF SPORTreportage das aktuelle sportstudio
    Der 21-Jährige rückt in der Startaufstellung um einen Platz vor, weil sein Teamkollege Rio Haryanto (Indonesien) für einen Unfall im freien Training eine Drei-Plätze-Strafe absitzen muss.    Im entscheidenden Q3 begann der Sudden-Death nach fünf Minuten und lief, bis nur noch der Pole-Setter übrig war. Allerdings stiegen sowohl Vettel als auch Räikkönen früher als nötig aus ihren Boliden und gaben sich mit ihren Startplätzen zufrieden. 90 Sekunden vor dem Ende des Qualifyings kämpften offiziell nur noch Hamilton und Rosberg um die Pole Position - doch auch sie waren schon ihrem Auto entstiegen.

    Der neue Modus und vor allem seine chaotische Einführung hatten zuletzt für viel Unverständnis gesorgt. Erst wenige Wochen vor der Saison kam das Thema auf, in den folgenden Tagen wurde das neue Format von verschiedenen Seiten zunächst bestätigt, dann aufgeschoben, modifiziert und am Ende doch in seiner ursprünglichen Form umgesetzt.
    Rennkalender 2016
    Formel 1 - 20.03.16 - 27.11.2016
    GP Australien Melbourne 18.03.2016 - 20.03.2016
    GP Bahrain Manama 01.04.2016 - 03.04.2016
    GP China Shanghai 15.04.2016 - 17.04.2016
    GP Russland Sotschi 29.04.2016 - 01.05.2016
    GP Spanien Barcelona 13.05.2016 - 15.05.2016
    GP Monaco Monte Carlo 26.05.2016 - 29.05.2016
    GP Kanada Montreal 10.06.2016 - 12.06.2016
    GP Europa Baku 17.06.2016 - 19.06.2016
    GP Österreich Spielberg 01.07.2016 - 03.07.2016
    GP Großbritannien Silverstone 08.07.2016 - 10.07.2016
    GP Ungarn Budapest 22.07.2016 - 24.07.2016
    GP Deutschland Hockenheim 29.07.2016 - 31.07.2016
    GP Belgien Francorchamps 26.08.2016 - 28.08.2016
    GP Italien Monza 02.09.2016 - 04.09.2016
    GP Singapur Singapur 16.09.2016 - 18.09.2016
    GP Malaysia Sepang 30.09.2016 - 02.10.2016
    GP Japan Suzuka 07.10.2016 - 09.10.2016
    GP USA Austin, TX 21.10.2016 - 23.10.2016
    GP Mexiko Mexiko-Stadt 28.10.2016 - 30.10.2016
    GP Brasilien São Paulo 11.11.2016 - 13.11.2016
    GP Abu Dhabi Abu Dhabi 25.11.2016 - 27.11.2016
    Letzte Aktualisierung: 26.09.16 - 10:49:36
    ZDF SPORTreportage

    Sonntag 20.03.2016, 17:10 - 17:55 Uhr
    Moderator: Anna Kraft

    Fußball-Experte: Hanno Balitsch
    Analyse des 27. Bundesliga-Spieltages

    Fußball-Story
    Die Regionalliga

    Formel 1: Großer Preis von Australien
    Aktueller Bericht aus Melbourne

    Extremsport: Arctic Winter Games
    Reportage aus Grönland

    Turnen: DTB-Pokal
    Zusammenfassung aus Stuttgart

    Saison 2016: Neuerungen in der Formel 1

    Motoren

    Die starken Einschränkungen der Entwicklungsmöglichkeiten wurden etwas gelockert, es darf nun auf alle Bereiche zugegriffen werden.

    Reifen

    • Es gibt eine neue Mischung, den Ultrasoft.
    • Statt nur zwei stehen den Teams pro Grand Prix jetzt drei Mischungen zur Verfügung, aber weiterhin nur 13 Sätze.
    • Die Teams müssen schon lange vor dem Rennen festlegen, wieviele Sätze welcher Mischung sie pro Auto haben wollen. Darüber, welche Reifen dann wann wie eingesetzt werden dürfen, gibt es weitere komplizierte Einzelregeln - das Ganze ist in 30 Paragraphen auf vier Seiten festgelegt. 

    Funk

    Die Menge und Art an Informationen, die den Fahrern während des Rennens per Funk von der Box übermittelt werden dürfen, wurde stark limitiert, die Fahrer sollen wieder selbständiger agieren.

    Qualifying

    Nachdem das neue Qualifikationsformat in Australien krachend gescheitert war, kehrt die Formel 1 in Bahrain wieder zu ihrem alten Format zurück. Darauf verständigten sich Teamchefs und Teammanager einstimmig bei einem kurzfristig einberufenen Treffen in Melbourne. Denn der erst in Australien zur Spannungssteigerung eingeführte Modus hatte scharfe Kritik auf sich gezogen, nachdem zum Ende der letzten K.o.-Runde kein Wagen mehr auf die Strecke fuhr.

    Strecken

    • Der Stadtkurs von Baku in Aserbeidschan kommt im Juni mit dem "Grand Prix von Europa" ins Programm.
    • Der Grand Prix von Deutschland  (Hockenheim) ist nach einem Jahr Pause wieder im Kalender.

    Fahrer

    Drei Debütanten stehen in Melbourne am Start:

    • Pascal Wehrlein (Deutschland / Manor)
    • Rio Haryanto (Indonesien / Manor)
    • Joylon Palmer (England / Renault

    Teams

    Mit dem US-amerikanischen Haas-Team sind wieder elf Mannschaften am Start. Hass-Ferrari tritt mit zwei Fahrern an, die bereits Formel-1-Erfahrung haben. Dem Ex-Lotus-Piloten Romain Grosjean und dem Mexikaner Esteban Gutierrez (Ex-Sauber).

    19.03.2016
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