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Formel 1 | GP von Singapur Start-Ziel-Sieg für Vettel

ZDF SPORTreportage, 20.09.2015 17:10 Uhr
  • Bild Sebastian Vettel siegt in Singapur
  • Bilderserie Teams und Fahrer 2015
  • Bilderserie Die Sieger 2015
  • BildSebastian Vettel siegt in Singapur
    Sebastian Vettel im Ferrari in beim GP von Singapur
    (Quelle: ap)
    BilderserieTeams und Fahrer 2015
     Formel 1 Ferrari_Auto
    (02.02.2015)
    BilderserieDie Sieger 2015
    Lewis Hamilton
    (05.07.2015)

    Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hat den Großen Preis von Singapur gewonnen und damit seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Beim Nachtrennen in der asiatischen Metropole hatte er erstmals für Ferrari auf der Pole Position gestanden. Zweiter wurde Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo (Australien) vor Vettels Teamkollegen Kimi Räikkönen (Finnland). 

    Mercedes-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) landete auf Rang vier und machte damit zumindest
    Links
    Die Reifendebatte - ein unlösbares Problem? Hamilton siegt klar vor Vettel Motorsport
    zwölf WM-Punkte auf seinen Stallrivalen Lewis Hamilton gut, der aufgrund von technischen Problemen aufgeben musste. Der Titelverteidiger aus England führt das Klassement weiter mit 252 Punkten an, Rosberg (211) ist Zweiter vor Vettel (203).

    Gala-Nachtschicht von Vettel

    Mit einer Gala-Nachtschicht in Singapur hat Sebastian Vettel die erstaunliche Schwäche seiner Mercedes-Rivalen genutzt und im Formel-1-Titelrennen neue Hoffnung geschöpft.
    ZITAT
    Das Auto hat sich die ganze Zeit super angefühlt.
    Sebastian Vettel
    Trotz einer Schrecksekunde wegen eines Fans auf der Strecke fuhr der viermalige Weltmeister ungefährdet seinen dritten Sieg im Ferrari ein. "Juhuuu, Forza Ferrari", jubelte Vettel am Boxenfunk. "Das war wahrscheinlich eines meiner besten Rennen, es war sehr intensiv", sagte Vettel später auf dem Podium: "Das Auto hat sich die ganze Zeit super angefühlt, alles in allem ein perfektes Wochenende."

    Die meisten GP-Siege

    1. Michael Schumacher (Kerpen) 91

    2. Alain Prost (Frankreich) 51

    3. Sebastian Vettel* (Heppenheim) 42

    4. Ayrton Senna (Brasilien) 41

    5. Lewis Hamilton* 40(Großbritannien)

    6. Fernando Alonso* (Spanien) 32

    7. Nigel Mansell (Großbritannien) 31

    8. Jackie Stewart (Großbritannien) 27
    9. Jim Clark 25 und Niki Lauda (Österreich) 25


    * noch aktive Fahrer

    Mit seinem vierten Triumph auf dem Marina Bay Street Circuit verkürzte der WM-Dritte Vettel seinen Rückstand in der Gesamtwertung auf Hamilton auf 49 Punkte, Landsmann Rosberg liegt nur noch acht Zähler vor dem Scuderia-Piloten. Für den Hessen war es der 42. Grand-Prix-Erfolg seiner Karriere, damit ließ er Ikone Ayrton Senna hinter sich. Nur Rekordchampion Michael Schumacher (91) und Alain Prost (51) haben noch mehr Siege als Vettel.

    Hamilton: Völlig verkorkst

    Vor dem Singapur-Wochenende hatte eigentlich Hamilton die Marke seines Kindheitsidols
    ZITAT
    Es ist noch ein langer Weg.
    Lewis Hamilton
    Senna angreifen wollen. Doch nach drei völlig verkorksten Tagen auf dem spektakulären Stadtkurs musste der 30-Jährige sein Auto schon nach der Hälfte des 13. von 19 Saisonläufen abstellen. "Es ist noch ein langer Weg", bekannte Hamilton mit Blick auf die WM. "Es war eine Anomalie, dass wir hier so schwach waren. Aber die Gefahr ist natürlich da, weil wir nicht verstehen, woran es lag", sagte der sichtlich frustrierte Rosberg.


    Schon am Start bot sich ein völlig ungewohntes Bild. Zum ersten Mal seit fast zwei Jahren stand kein Silberpfeil auf der Pole Position, sondern Vettel im Ferrari. 23 Rennen in Serie hatten entweder Hamilton oder Rosberg zuletzt ganz vorn geparkt, bei 24 steht die einst von Williams aufgestellte Bestmarke. Doch in Singapur lief es für das Werksteam des Stuttgarter Autobauers von Beginn an nicht nach Plan. Weder im Training noch in der Qualifikation hatte Mercedes die richtige Abstimmung mit den Reifen gefunden und fuhr sowohl den bislang unterlegenen Ferrari und Red Bull hinterher.

    Vettel stark am Start

    So ging es auch am Sonntag weiter. Kurz vor dem Start erschreckte das Weltmeister-Team noch ein Problem mit der Software-Elektronik, Rosberg blieb an der Boxenausfahrt stehen. Erst in letzter Minute reihte sich der Deutsche in die Startaufstellung ein. Als die roten Ampeln erloschen, waren er und Hamilton jedoch ohne Chance. Vettel zog davon, dahinter verteidigten Ricciardo, Räikkönen und Daniil Kwjat die Plätze zwei bis vier. Hamilton als Fünfter und Rosberg als Sechster - so etwas hatte zuletzt Seltenheitswert.

    Formel 1: Kurse und Sieger 2015

    Russland/Sotschi, 11. Oktober (12 Uhr MESZ)

    Formel-1-Rennstrecke Russland Sotschi

    Umstrittener Olympia-Kurs
    Die 2014 eröffnete Strecke führt über das Olympiagelände. Das Rennen ist zwar nach wie vor u.a. wegen der Ukraine-Krise politisch umstritten, sportlich ist der Grand Prix aber insgesamt sehr gut angekommen. Anspruchsvoll ist vor allem die schwierige Startpassage  bis zum "Hufeisen", der optimaler Überholpunkt ist Kurve 13.

    Sotschi International Circuit

    • Streckenlänge:            5,853 Kilometer
    • Rundenanzahl:            53
    • Renndistanz:               309,732 km
    • Grand-Prix-Debüt:      2014
    • Sieger 2014:                 Lewis Hamilton (Mercedes)

    Website: sochiautodrom.ru

    USA/Austin, 25. Oktober (20 Uhr MEZ)

    Formel-1-Rennstrecke USA Austin

    Abenteuer Amerika

    Auf keinem anderen Kontinent hat die Formel 1 derart große Probleme sich zu etablieren wie in Nordamerika. Zehn Strecken hat die Rennserie in den USA bereits ausprobiert, keine konnte sich bisher dauerhaft behaupten. Austin allerdings ist derzeit auf einem guten Weg dorthin. Die beiden ersten Rennen in der Hauptstadt des US-Bundesstaats Texas waren jeweils sehr gut besucht. Fahrer und Fans mögen den anspruchsvollen Kurs von Austin inklusive Berg- und Talfahrt.

    Circuit of the Americas

    • Streckenlänge:            5,513 Kilometer
    • Rundenanzahl:           56
    • Renndistanz:              308,405 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     2012
    • Die meisten Siege:      Lewis Hamilton (2)
    • Sieger 2014:           Lewis Hamilton

                           Website: Großer Preis der USA in Austin

    Mexiko/Mexiko-Stadt, 1. November (20 Uhr MEZ)

    Rennkurs in Mexiko

    Zum ersten Mal seit 1992 wieder im Kalender, der alte Kurs des "Autodromo Hermanos Rodriguez" wurde vom deutschen Architekten Hermann Tilke massiv umgebaut und modernisiert, einige kritische Streckenpassagen entschärft. Trotzdem nach Berechnungen nach Monza angeblich zweitschnellste Strecke im Kalender, auch mit schnellen Kurvenpassagen (10 und 11), die viel Mut erfordern. Höhenlage (über 2000 Meter) bei Turbomotoren nicht mehr ganz so relevant wie bei Saugern, wird man aber wohl trotzdem ein bisschen spüren.

    Autodromo Hermanos Rodriguez

    • Streckenlänge: 4,313 km
    • Rundenanzahl: 71
    • Renndistanz: 306,223 km
    • Grand-Prix-Debüt: 1962
    • Die meisten Siege: Jim Clark, Nigel Mansell, Alain Prost (je 2)
    • Sieger 2014: -

    Website: Großer Preis von Mexiko

    Brasilien/Interlagos, 15. November (17 Uhr MEZ)

    Formel-1-Rennstrecke Brasilien Interlagos

    Ein echter Klassiker

    Fahrerlager und Boxenanlage sollen in diesem Jahr modernisiert sein - mal sehen, was am Ende fertig ist. Strecke soll aber laut Plänen nicht verändert werden - hoffentlich, denn der Kurs ist bei Fans und Fahrern gerade dafür beliebt, noch alten, klassischen Charakter zu haben und damit einen Unterschied zu den modernen Retortenkursen darzustellen.

    Autodromo Jose Carlos Pace

    • Streckenlänge:            4,309 Kilometer
    • Rundenanzahl:           71
    • Renndistanz:              305,909 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     1973
    • Die meisten Siege:      Michael Schumacher (4)
    • Sieger 2014:           Nico Rosberg (Mercedes)

     

    Website: Großer Preis von Brasilien: Interlagos

    Abu Dhabi, 29. November (14 Uhr MEZ)

    Formel 1 - Strecke Vereinigte Emirate

    Wüstenrennen zwischen Tag und Nacht

    In Abu Dhabi wurde nicht bloß eine topmoderne Rennstrecke aus der Wüste gestampft, sondern dazu auch gleich noch eine kleine Stadt. Mit Hotels, künstlichen Meeresbuchten und einem Yachthafen. Außergewöhnlich bei diesem Rennen: Der Start erfolgt bei Tageslicht, die Zielankunft bei Nacht. 2014 gab's hier den Showdown im Titelrennen zwischen Hamilton und Rosberg, der den Kürzeren zog.

    Yas Marina Circuit

    • Streckenlänge:            5,554 Kilometer
    • Rundenanzahl:           55
    • Renndistanz:              305,355 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     2009
    • Die meisten Siege:      Sebastian Vettel (3)
    • Sieger 2014:           Lewis Hamilton (Mercedes)

     

    Website Großer Preis von Abu Dhabi

    15. März - Australien: Sieger - Lewis Hamilton

    Formel 1 - Strecke Australien

    Spannung vor dem Start

    In Melbourne liegt Spannung in der Luft: Alle Testfahrten sind Makulatur, jetzt kommen die Karten auf den Tisch. Auch wenn Fahrer wie Fans den Saisonstart kaum erwarten können: Im Rennen ist Geduld gefragt. Überholen ist im Albert Park mit seinen kurzen Geraden kaum möglich. Der Kurs ist keine permanente Rennstrecke, große Teile werden auch für den normalen Straßenverkehr genutzt. Das hat Folgen: Eine möglichst tiefe Abstimmung ist einerseits erwünscht, um das Auto schnell zu machen, andererseits steigt damit das Risiko, sich auf einer der vielen Wellen im Asphalt das Auto zu beschädigen.

    Albert Park:

    • Streckenlänge:          5,303 Kilometer
    • Rundenanzahl:           58
    • Renndistanz:              307,574 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:    1996
    • Die meisten Siege:     Michael Schumacher (4)
    • Sieger 2015:            Lewis Hamilton (Mercedes)

    Website: Großer Preis von Australien: Albert Park in Melbourne

    29. März - Malaysia: Sieger - Sebastian Vettel

    Formel 1 - Strecke Malaysia

    Brutale Bedingungen

    Malaysia ist der ultimative Härtetest für Autos und Fahrer: Bei bis zu 60 Grad Hitze im Cockpit und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 bis 90 Prozent herrschen brutale Bedingungen. Sowohl die Fahrer als auch die Technik werden bis an die Grenzen belastet. Und wenn es mal kühler ist, verheißt auch das oft nichts Gutes: Im Monsunregen wurde der Grand Prix in den vergangenen Jahren immer wieder zur Wasserschlacht. 2009 musste das Rennen abgebrochen werden, 2010 wirbelte der Regen das Qualifying durcheinander, 2012 wurde das Rennen nach der neunten Runde für fast eine Stunde unterbrochen.

    Sepang International Circuit

    • Streckenlänge:            5,543 Kilometer
    • Rundenanzahl:           56
    • Renndistanz:              310,408 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     1999
    • Die meisten Siege:     Sebastian Vettel (4)
    • Sieger 2015:           Sebastian Vettel (Ferrari)

     Website:  Sepang International Circuit

    12. April - Shanghai: Sieger - Lewis Hamilton

    Formel 1 - Strecke China

    Risikofaktor Reifen

    Der Kurs nahe Shanghai hat eine der längsten Vollgaspassagen des Jahres, zwischen Kurve 13 und 14 kleben die Fahrer für 1,370 Kilometer auf dem Gaspedal. Was ihn wirklich auszeichnet, sind allerdings die Kurven, allen voran die erste nach der Start- und Zielgeraden. Sie windet sich im Verlauf immer stärker nach innen, wie ein Schneckenhaus. Der linke Vorderreifen wird dabei stark belastet. Hier ist enorm viel Gefühl im Fuß gefragt, denn wer zu früh und zu fest auf die Bremse tritt, lässt zu viel Tempo liegen – wer aber zu schnell ist und dann scharf nachbremsen muss, ruiniert sich die Reifen.

     

    Shanghai International Circuit

    • Streckenlänge:            5,451 Kilometer
    • Rundenanzahl:           56
    • Renndistanz:              305,066 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     2004
    • Die meisten Siege:      Lewis Hamilton, Fernando Alonso (je 2)
    • Sieger 2015:           Lewis Hamilton (Mercedes)

    Website: Shanghai Circuit

    19. April - Bahrain: Sieger - Lewis Hamilton

    Formel 1 - Strecke Bahrain

    Tolle Kurven, tückischer Sand

    Mit seiner Mischung aus lang gezogenen und schnelleren Kurven ist der Kurs auf dem Inselstaat im Persischen Golf im positiven Sinne abwechslungsreich – selbiges gilt allerdings auch in unangenehmer Hinsicht. Auf die Piste gewehter Wüstensand kann die Streckenverhältnisse von Runde zu Runde verändern, wo die Reifen eben noch gute Haftung hatten, kann es eine Runde darauf schon rutschig sein. Ebenso unberechenbar sind die politischen Verhältnisse. 2011 fiel das Rennen wegen Aufständen im Zuge des arabischen Frühlings ganz aus, 2012 und 2013 gab es vor und während der Rennwochenenden Proteste.

    Bahrain International Circuit

    • Streckenlänge:            5,412 Kilometer
    • Rundenanzahl:           57
    • Renndistanz:              308,238 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     2004
    • Die meisten Siege:      Fernando Alonso (3)
    • Sieger 2015:           Lewis Hamilton (Mercedes)

    Website:  Bahrain International Circuit

    10. Mai - Spanien: Sieger - Nico Rosberg

    Formel 1 - Strecke Spanien

    Der Gradmesser-GP

    Trotz mangelnder Überholmöglichkeiten darf in Barcelona mit Überraschungen gerechnet werden. Während der ersten vier Überseerennen entwickeln die Teams zuhause ihre Autos weiter, zudem gibt es vor dem Spanien-GP eine dreiwöchige Pause. In Barcelona gehen die Teams dann mit einer Reihe von Updates an den Start. Der Kurs ist sehr repräsentativ, weil er eine Mischung aus schnellen und langsameren Kurven hat, wie sie auch auf vielen anderen Strecken vorkommen. Ein echter Gradmesser, denn wenn ein Auto in Barcelona funktioniert, dann funktioniert es auch auf diversen anderen Rennstrecken gut.

    Circuit de Catalunya

    • Streckenlänge:            4,655 Kilometer
    • Rundenanzahl:           66
    • Renndistanz:              307,104 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     1991
    • Die meisten Siege:      Michael Schumacher (6)
    • Sieger 2015:           Nico Rosberg (Mercedes)

     

    Website:  Circuit de Catalunya in Barcelona

    24. Mai - Monaco: Sieger - Nico Rosberg

    Formel 1 - Strecke Monaco

    Fahrerfreuden im Fürstentum

    Die Hatz in den engen Straßenschluchten des Fürstentums ist ein Klassiker – und steht trotz Sicherheitsbedenken und überholter Boxen-Infrastruktur unter Artenschutz. Ein Sieg im Fürstentum ist für jeden Fahrer das Höchste in der Königsklasse. In Monaco ist absolute Präzision unverzichtbar, schon der kleinste Fahrfehler kann zum Ausscheiden führen. Für die Fahrer in den schwächeren Autos ist der Grand Prix mit der langsamsten Durchschnittsgeschwindigkeit (ca. 160 km/h) des Jahres aber zugleich eine der besten Gelegenheiten, ihr Können mit einer überdurchschnittlichen Platzierung unter Beweis zu stellen.

    Circuit de Monaco

    • Streckenlänge:            3,340 Kilometer
    • Rundenanzahl:           78
    • Renndistanz:              260,520 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     1950
    • Die meisten Siege:      Ayrton Senna (6)
    • Sieger 2015: Nico Rosberg (Mercedes)

     

    Website:  Großer Preis von Monaco (frz./engl.)

    7. Juni - Kanada: Sieger - Lewis Hamilton

    Formel 1 - Strecke Kanada

    Speed in der Stadt

    Nach Monza werden in Kanada die höchsten Geschwindigkeiten der gesamten Saison erreicht. Motorkraft und aerodynamische Effizienz sind unverzichtbar. Das Auto muss auf den Geraden so wenig Luftwiderstand wie möglich haben, damit hohe Top-Speed-Werte drin sind. Im Prinzip geht es in Montreal nämlich fast nur geradeaus – dazwischen aber liegen bremsenmordende Schikanen. Durch den häufigen Wechsel von sehr schnellen Passagen und Kurven gibt es in Montreal verhältnismäßig viele Überholmanöver.

     

    Circuit Gilles Villeneuve

    • Streckenlänge:            4,361 Kilometer
    • Rundenanzahl:           70
    • Renndistanz:               305,270 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:      1978
    • Die meisten Siege:      Michael Schumacher (7)
    • Sieger 2015:                 Lewis Hamilton (Mercedes)

     

    Website: Großer Preis von Kanada: Circuit Gilles Villeneuve in Montreal

    21. Juni - Österreich: Sieger - Nico Rosberg

    Formel-1-Rennstrecke Österreich Spielberg

    Das Red-Bull-Rennen

    Auf dem früheren Österreichring fanden schon 1970 bis 1987 Formel-1-Rennen statt, dann folgte wegen schwerer Unfälle der Abzug. Nach Pause und Streckenumbau gab es 1997 bis 2003 ein Comeback als A1-Ring, bis das erneute Aus folgte – diesmal aus finanziellen Gründen. Mittlerweile hat Red Bull die Strecke gekauft und das zweite Comeback ermöglicht. Beim Debüt 2014 vor 90.000 Zuschauern gingen die Red-Bull-Renner leer aus.

    Red Bull Ring

    • Streckenlänge:            4,326 Kilometer
    • Rundenanzahl:           71
    • Renndistanz:              307,146 km
    • Grand-Prix-Debüt:     1970
    • Die meisten Siege:      Alain Prost (3)
    • Sieger 2015:           Nico Rosberg (Mercedes)

     

    Website: Großer Preis von Österreich

    5. Juli - Goßbritannien: Sieger - Lewis Hamilton

    Formel 1 - Strecke Grossbritannien

    Kurvenbetonter Klassiker

    In Silverstone steht die Wiege der Formel 1, hier fand am 13. Mai 1950 das erste Rennen überhaupt statt. Der Klassiker präsentiert sich frisch wie eh und je: Die Kombination aus mehreren schnellen Kurven um die Becketts ist einzigartig, seit 2010 gibt es ein neues Teilstück zwischen Abbey- und Priory-Kurve, um mehr Überholmöglichkeiten zu bieten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist mit 215-220 km/h hoch, aber anders als in Monza, wo die Rennen auf den Geraden gewonnen werden, sind in Silverstone die schnellen Kurven entscheidend. Hoher Top-Speed allein bringt hier noch keine gute Rundenzeit.

     

    Silverstone Circuit

    • Streckenlänge:            5, 891 Kilometer
    • Rundenanzahl:           52
    • Renndistanz:              306,198 Kilometer    
    • Grand-Prix-Debüt:     1950
    • Die meisten Siege:      Alain Prost (5)
    • Sieger 2015:           Lewis Hamilton (Mercedes)

                                      

    Website: Der Große Preis von Großbritannien: Silverstone (engl.)

    26. Juli - Ungarn: Sieger Sebastian Vettel

    Formel 1 - Strecke Ungarn

    Langsam, aber nicht leicht

    Die Strecke ist ein wahres Kurven-Labyrinth, es gibt kaum Geraden, sondern eine Biegung nach der nächsten. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 180 km/h ist der Große Preis von Ungarn nach Monaco das langsamste Rennen der Saison, aber dennoch kein leichtes. Die Schwierigkeit liegt darin, die Ideallinie optimal zu treffen, denn daneben ist die Strecke sehr dreckig. Für die Piloten ist es wichtig, einen fließenden Rhythmus zu finden, sonst lassen sie in den Kurven viel Zeit liegen. Überholen ist ziemlich schwierig. Die Temperaturen in Ungarn sind beim Rennen meist extrem hoch.

    Hungaroring

    • Streckenlänge:            4,381 Kilometer
    • Rundenanzahl:           70
    • Renndistanz:              306,630 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     1986
    • Die meisten Siege:      Michael Schumacher, Lewis Hamilton (je 4)
    • Sieger 2015:            Sebastian Vettel (Ferrari)

     

    Website:  Großer Preis von Ungarn: Hungaroring in Budapest

    23. August - Belgien: Sieger Lewis Hamilton

    Formel 1 - Strecke Belgien

    Achterbahn in den Ardennen

    Die „Ardennen-Achterbahn“ macht ihrem Spitznamen alle Ehre: Spa ist eine Berg- und Talfahrt mit spektakulären Kurven. Legendär ist die Vollgas-Senke Eau Rouge, doch die mit 7,004 Kilometern längste Strecke des Jahres hat noch weitaus mehr zu bieten. Auch die Blanchimont zählt zu den anspruchsvollsten Kurven der ganzen Saison. Zudem sind Wetterkapriolen ein Garant für spannende Rennen. Mitunter sind Teile der Piste pitschnass, während auf anderen strahlender Sonnenschein herrscht. Wegen der vielen deutschen Fans ist Spa für die deutschen Piloten quasi ein zweiter Heim-Grand-Prix.

    Circuit de Spa-Francorchamps

    • Streckenlänge:            7,004 Kilometer
    • Rundenanzahl:           44
    • Renndistanz:              308,052 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     1950
    • Die meisten Siege:      Michael Schumacher (6)
    • Sieger 2015:          Lewis Hamilton (Mercedes)

     

    Website:  Spa-Francorchamps: Strecken-Infos

    6. September - Italien: Sieger Lewis Hamilton

    Formel 1 - Strecke Italien

    Tradition trifft Tempo

    Monza stand bereits in der Formel 1-Premierensaison 1950 auf dem Programm und ist bis heute nicht daraus wegzudenken. Der Kurs ist der Tempel der Geschwindigkeit: Mit einem Vollgas-Anteil von 70 Prozent und Spitzengeschwindigkeiten um 350 km/h ist Monza die schnellste Strecke des Jahres. Der Runden-Rekord steht bei 257 Stundenkilometern. In der Spitze wurden hier schon Geschwindigkeiten bis 370 km/h gemessen. Doch die Fahrer müssen vorsichtig mit dem Gaspedal umgehen: Es ist eine Herausforderung, das Auto in den Schikanen unter Kontrolle zu halten, weil die Autos mit Blick auf den Topspeed auf wenig Abtrieb abgestimmt sind. Nirgends heizen die Fahrer in den Kurven so aggressiv über die Randsteine wie in Monza.

    Autodromo Nazionale di Monza

    • Streckenlänge:            5,793 Kilometer
    • Rundenanzahl:           53
    • Renndistanz:              306,720 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     1950
    • Die meisten Siege:      Michael Schumacher (5)
    • Sieger 2015:           Lewis Hamilton (Mercedes)

    Website: Großer Preis von Italien: Monza

    20. September - Singapur: Sieger Sebastian Vettel

    Formel 1 - Strecke Singapur

    Lustspiel im Lichterglanz

    Erst zum siebten Mal findet der Große Preis von Singapur statt, doch schon jetzt ist er ein Klassiker. Fahrer wie Fans lieben das Nachtrennen und die atemberaubenden Aufnahmen von Stadt  und Strecke im Lichterglanz. Für die Zuschauer sind die Bilder die reinste Lust, für die Fahrer dagegen birgt das Rennen trotz aller Schönheit in erster Linie extrem harte Arbeit. Obwohl das Rennen bei Nacht stattfindet, ist es in Singapur sehr heiß und schwül. Dazu kommt die hohe Zahl von 23 Kurven. Und die vielen Bodenwellen spüren die Piloten noch einige Tage nach dem Rennwochenende in den Knochen.

    Marina Bay Street Circuit

    • Streckenlänge:            5,065 Kilometer
    • Rundenanzahl:           61
    • Renndistanz:              308,828 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     2008
    • Die meisten Siege:      Sebastian Vettel (4)
    • Ergebnis 2015:           Sebastian Vettel (Ferrari)

     

    Website: Großer Preis von Singapur

    27. September - Japan: Sieger Lewis Hamilton

    Formel 1 - Strecke Japan

    Schnelle Spaß-Strecke

    Suzuka hat unter den Fahrern so viele Fans wie kaum ein anderer Kurs. Mit 5,8 Kilometern ist die Strecke zwar eine der längeren, allerdings auch sehr abwechslungsreich. Besonders die „Esses“ nach Start und Ziel haben es etlichen Piloten angetan – fünf schnelle Kurven, die direkt aufeinander folgen. Hier kommt es darauf an, einen guten Rhythmus zu finden und von Anfang an fließend durchzukommen. Wer die erste Kurve versaut, kann das kaum mehr korrigieren. Suzuka ist die einzige Strecke mit einem Layout in Form einer acht. Auf einer Brücke überqueren die Fahrer einmal pro Runde die Piste.

    Suzuka Circuit

    • Streckenlänge:            5,807 Kilometer
    • Rundenanzahl:           53
    • Renndistanz:              307,471 Kilometer
    • Grand-Prix-Debüt:     1987
    • Die meisten Siege:      Michael Schumacher (6)
    • Sieger 2015:           Lewis Hamilton (Mercedes)

     

    Website:  Großer Preis von Japan: Suzuka


    In nur einer Runde fuhr Vettel einen Vorsprung von drei Sekunden auf Ricciardo heraus. Der Singapur-Rekordsieger schien eine Klasse für sich. So musste erneut das Safety-Car für Spannung sorgen. Felipe Masse krachte mit seinem Williams nach einem Boxenstopp in den Force India von Nico Hülkenberg, für den das Rennen damit in der 13. Runde beendet war. Wegen der Trümmerteile auf dem Asphalt rückte das Safety-Car aus, wie bislang in jedem Singapur-Grand-Prix.

    Ricciardo im Nacken

    Vettels Polster war damit dahin, als das Rennen in der 19. Runde wieder freigegeben wurde. Ricciardo tauchte nun großflächig in seinem Rückspiegel auf, auch Kollege Räikkönen lag weniger als zwei Sekunden zurück. Doch der Deutsche hatte alles im Griff. Nach ein paar engen Runden legte Vettel einen Zwischenspurt hin und verschaffte sich damit wieder Luft.


    Dagegen wurde es für Mercedes immer schlimmer. Hamilton beklagte plötzlich technische
    Formel 1 Fan Singapur

    Spaziergang auf der Strecke: ein Formel-1-Fan
    Quelle: imago

    Probleme, weil er nicht mehr Vollgas geben konnte. Der Brite fiel zurück. "Ihr müsst mich aus dem Rennen nehmen", funkte der Titelverteidiger an die Box. In Runde 33 war der Nachtdienst für Hamilton vorbei. "Ich hatte einfach keine Power mehr", erklärte er.

    Fan spazierte auf der Strecke

    Dann war erneut das Safety-Car gefordert, weil plötzlich ein Fan auf der Strecke spazierte. Nach wenigen Sekunden schlüpfte der Mann wieder durch ein Loch im Zaun, Vettel ließ sich auch davon nicht beirren. Cool zog er beim zweiten Neustart erneut davon und verteidigte die Führung bis zum Ziel-Feuerwerk.

    Formel 1 - GP Europa - Rennen am 19.06.16
    1 Nico Rosberg Mercedes AMG 1:32:52.366 1    
    2 Sebastian Vettel Ferrari + 16.696 1    
    3 Sergio Pérez Force India + 25.241 1    
    4 Kimi Räikkönen Ferrari + 33.102 1    
    5 Lewis Hamilton Mercedes AMG + 56.335 1    
    6 Valtteri Bottas Williams + 1:00.886 1    
    7 Daniel Ricciardo Red Bull Racing + 1:09.229 2    
    8 Max Verstappen Red Bull Racing + 1:10.696 2    
    9 Nico Hülkenberg Force India + 1:17.708 1    
    10 Felipe Massa Williams + 1:25.375 2    
    11 Jenson Button McLaren-Honda + 1:44.817 2    
    12 Felipe Nasr Sauber + 1 lap(s) 2    
    13 Romain Grosjean Haas + 1 lap(s) 2    
    14 Kevin Magnussen Renault + 1 lap(s) 1    
    15 Jolyon Palmer Renault + 1 lap(s) 2    
    16 Esteban Gutiérrez Haas + 1 lap(s) 2    
    17 Marcus Ericsson Sauber + 1 lap(s) 2    
    18 Rio Haryanto Manor + 2 lap(s) 1    
    r Fernando Alonso McLaren-Honda + 9 lap(s) 2    
    r Pascal Wehrlein Manor + 12 lap(s) 1    
    r Carlos Sainz Jr Toro Rosso + 20 lap(s) 2    
    r Daniil Kvyat Toro Rosso + 45 lap(s) 1    
    Letzte Aktualisierung: 28.06.16 - 11:34:12

    20.09.2015, Quelle: sid/dpa
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