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Fußball | Weltverband WM 2018 und 2022: FIFA-Anklage gegen Beckenbauer

  • Bild Franz Beckenbauer
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    Franz Beckenbauer
    (Quelle: dpa)

    Kurzmeldung

    • 13:00 Uhr 21.10.2015Kurzmeldung

      DFB-Landesverbände fordern Aufklärung 13:00 Uhr 21.10.2015
      DFB-Landesverbände fordern nach den Korruptionsvorwürfen um die Vergabe der WM 2006 schnelle Aufklärung vom Deutschen Fußball-Bund und Präsident Wolfgang Niersbach. Wie der hessische Fußball-Chef Rolf Hocke erklärte, hätten die 21 Landespräsidenten dem Verband am Montag einen klaren Auftrag erteilt. "Der Fluss der 6,7 Millionen Euro muss zeitnah und umfassend geklärt werden, intern und extern", sagte Hocke und betonte: "Wir sind der DFB." Der 73 Jahre alte Funktionär hat von den laut Niersbach intern laufenden Ermittlungen nur inoffiziell und kurzfristig erfahren.

    • 22:54 Uhr 20.10.2015Kurzmeldung

      Rechnungsprüfer: Zahlung ein Verstoß 22:54 Uhr 20.10.2015
      Die Millionen-Zahlung des suspendierten FIFA-Präsidenten Sepp Blatter an den derzeit ebenfalls kalt gestellten UEFAChef Michel Platini ist nach Einschätzung der Rechnungsprüfer des Fußball- Weltverbandes ein Verstoß. Das sagte Domenico Scala, Vorsitzender des FIFAAusschusses für Rechnungsprüfung und gute Unternehmensführung. "Wenn das wahr ist, was sie sagen, dass sie einen mündlichen Vertrag hatten, die Zahlung zu schieben, dann hätte die Zahlung in den Büchern 2002 und den folgenden Jahren auftauchen müssen", sagte Scala. "Das ist sie nicht."

    • 14:04 Uhr 20.10.2015Kurzmeldung

      FIFA: Wahltermin wird eingehalten 14:04 Uhr 20.10.2015
      Die Wahl des neuen Präsidenten beim Fußball-Weltverbandes FIFA wird trotz der Skandale und Sperren gegen Spitzenfunktionäre nicht verschoben. Das FIFA- Exekutivkomitee bestätigte bei seiner Dringlichkeits-Sitzung am Dienstag in Zürich den 26.Februar 2016 als Wahltermin. Damit bleibt es auch beim Ende der Bewerbungsfrist am kommenden Montag (26.Oktober). Die Diskussion um eine Wahl-Verschiebung war nach den 90-Tage-Sperren für den scheidenden Schweizer Amtsinhaber Sepp Blatter und den französischen Präsidentschafts-Anwärter Michel Platini aufgekommen.

    • 17:54 Uhr 20.10.2015Kurzmeldung

      Ethikkommission will Namen nennen 17:54 Uhr 20.10.2015
      Die FIFA-Ethikkommission wird am Mittwoch die Öffentlichkeit über "anhängige Verfahren" gegen einzelne FußballFunktionäre informieren. Das kündigte das Gremium am Dienstag an. Zuvor hatte das Exekutivkomitee des Weltverbandes die Verschwiegenheitsklausel für die Ethikhüter gekippt. Bislang waren die Mitglieder verpflichtet, über ihre "im Rahmen ihrer Tätigkeit erworbenen Kenntnisse, insbesondere über den Sachverhalt, den Inhalt der Untersuchungen und Beratungen (...) Stillschweigen zu bewahren." Erst bei rechtskräftigen Urteilen durfte eine Begründung veröffentlicht werden.

    • 14:21 Uhr 20.10.2015Kurzmeldung

      Hintertürchen für Michel Platini 14:21 Uhr 20.10.2015
      Der Fußball-Weltverband FIFA hat ein Hintertürchen für Präsidentschaftsanwärter Michel Platini geöffnet: Die Wahlkommission unter dem Vorsitz von Domenico Scala wird den Integritäts- Check für derzeit gesperrte Präsidentschaftsanwärter im Anschluss an das Ende der Bewerbungsfrist (26.Oktober) nicht durchführen, so lange diese verbannt sind. Sollte die Sperre noch vor dem Wahlkongress am 26.Februar 2016 enden oder aufgehoben werden, wird die Kommission über den weiteren Umgang mit dem Kandidaten entscheiden. Das beschloss das FIFA-Exekutivkomitee am Dienstag.

    Die Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission hat ihre Ermittlungen gegen Franz Beckenbauer beendet und Anklage erhoben. Das Verfahren sei zur rechtsprechenden Kammer weitergeleitet worden, teilte das Gremium des Fußball-Weltverbands mit, ohne weitere Details zu nennen. 

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    FIFA: Hintertür für Platini Zwanziger setzt Niersbach unter Druck Themenseite Fußball
    Bei der Untersuchung geht es um die Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar. Beckenbauer hatte wie alle Mitglieder des Exekutivkomitees vor der Ethikkommission aussagen müssen. Als er dies zunächst verweigerte, wurde er im Sommer 2014 provisorisch für 90 Tage für alle Fußball-Aktivitäten gesperrt. Nach seiner danach erfolgten Aussage wurde diese Sperre aufgehoben, die Ermittlungen liefen jedoch weiter.

    Australier Sullivan wird Urteil sprechen

    Der Münchner Richter Hans-Joachim Eckert als Chef der rechtsprechenden Kammer wird die Entscheidung als Landsmann Beckenbauers nicht treffen. Stattdessen wird der Australier Alan Sullivan das Urteil sprechen. Wann er seinen Beschluss fällen wird, ist nicht bekannt. Nach ZDF-Informationen wird Beckenbauer vorgeworfen, sich gegenüber der Kommission"ethisch nicht einwandfrei" verhalten zu haben.

    Ob die FIFA-Fahnder wegen der Bestechungsvorwürfe gegen das Organisationskomitee der WM-Endrunde 2006 in Deutschland weitere Untersuchungen gegen Beckenbauer und Präsident Wolfgang Niersbach vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufgenommen haben, teilte die ermittelnde Kammer nicht mit.

    Ermittlungen gegen Blatter und Platini gehen weiter

    Wie die Untersuchungen gegen Beckenbauer sind auch die Ermittlungen gegen den spanischen Verbandschef Angel Maria Villar Llona wegen seiner Rolle bei Spaniens Bewerbung um das WM-Turnier 2018 abgeschlossen worden. Im Fall des Vizepräsidenten der Europäischen Fußball-Union (UEFA) wird allerdings Eckert die Entscheidung treffen.

    Die ermittelnde Kammer bestätigte außerdem die Fortführung der Ermittlungen gegen den suspendierten FIFA-Chef Joseph S. Blatter, den gleichfalls vorläufig gesperrten UEFA-Boss Michel Platini und den schon von der FIFA zuvor abgesetzten Generalsekretär Jerome Valcke. "Die ermittelnde Kammer tut alles in ihrer Macht stehende, dass innerhalb der 90-tägigen Suspendierung von Herrn Blatter und Herrn Platini eine endgültige Entscheidung gefällt werden kann", teilte das Gremium mit.

    Verschwiegenheitsklausel aufgehoben

    Erst am Dienstag hatte das FIFA-Exekutivkomitee die Verschwiegenheitsklausel für die Ethikkommission aufgehoben. Damit darf diese erstmals die Öffentlichkeit über ihre Untersuchungen informieren. Sowohl Chef-Untersucher Cornel Borbely als auch der
    deutsche Richter Hans-Joachim Eckert als Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer hatten sich vehement für das Recht zur Information eingesetzt.

    FIFA-Ehtikkommission
    FIFA: Hans-Joachim Eckert

    Der Fußball-Weltverband hat 2009 ein Ethikreglement verabschiedet. Nach den Skandalen um die WM-Vergabe an Russland und Katar im Jahr 2010 wurde das Gremium reformiert und in zwei Kammern unterteilt. Beim FIFA-Kongress 2013 auf Mauritius wurden der Amerikaner Michael Garcia als Vorsitzender der untersuchenden Kammer und der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert (Foto) als Chef der rechtssprechenden Kammer offiziell inthronisiert.

    Garcia trat Ende 2014 von seinem Amt zurück, da er seine Untersuchungsergebnisse zu den WM-Vergaben im Eckert-Urteil nicht ausreichend berücksichtigt fand. Seitdem leitet der Schweizer Cornel Borbely die Kammer.

    Die Ethikkommission ist laut FIFA-Statuten unabhängig. Allerdings ist sie immer wieder Kritik ausgesetzt. Der Vorwurf lautete, besonders intensiv gegen Gegner von FIFA-Chef Joseph Blatter vorzugehen.

    Ernannt werden die Vorsitzenden der Kammern weiterhin vom FIFA-Kongress. Neben den Vorsitzenden und je einem Stellvertreter haben die Kammern derzeit fünf (Untersuchungskammer) und sechs (Rechtssprechende Kammer) Mitglieder.

    21.10.2015, Quelle: dpa, sid, ZDF
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