Print Logo

merkzettel

Fußball | FIFA Ethikkommission ermittelt gegen WM-OK

  • Bild Das WM-OK 2006
  • Video Im Visier: Die Macher der WM 2006
  • Video War die WM 2006 gekauft?
  • Webspecial Das Foulspiel der Mächtigen
  • BildDas WM-OK 2006
    Das WM-OK 2006
    (Quelle: dpa)
    Videoh19
    Niersbach

    Nun prüft auch die Ethik-Kommission des Fußball-Weltverbandes FIFA, ob es bei der Vergabe der WM mit unlauteren Mitteln zugegangen ist.

    (22.03.2016)
    VideoWar die WM 2006 gekauft?
    Freshfield

    Zahlungen in Höhe mehrerer Millionen Euro über Schweizer Banken nach Katar. Der Freshfields-Bericht zur Korruptionsaffäre bringt neue Erkenntnisse, lässt jedoch die entscheidende Frage offen.

    (05.03.2016)
    WebspecialDas Foulspiel der Mächtigen
    (Quelle: ap)

    Die Ethikkommission der FIFA hat wegen des Skandals um die WM-Vergabe 2006 ein formelles Verfahren eingeleitet. Die Untersuchungen richten gegen den ehemaligen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach und den Ex-Generalsekretär Helmut Sandrock. 

    Zudem ermitteln die FIFA-Ethiker um ihrem Chef Cornel Borbely gegen OK-Chef Franz Beckenbauer, Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger, den früheren Generalsekretär Horst R. Schmidt  und den einstigen stellvertretenden Generalsekretär Stefan Hans.

    Links
    WM-Affäre: Bericht belastet Beckenbauer und Niersbach schwer Affäre um die WM 2006: Die Spannung steigt Mehr Fußball
    "Selbstverständlich werde ich in diesem Verfahren in jeder Hinsicht kooperieren und die Untersuchungen der Ethik-Kommission, in deren Arbeit ich uneingeschränktes Vertrauen habe, unterstützen", sagte Niersbach: "Es geht, was meine Person betrifft, ausschließlich um einen möglichen Verstoß aus dem Jahr 2015 gegen die Meldepflicht."

    Unschuldsvermutung gilt

    Borbely, so teilt die FIFA mit, werde "sämtlichen Hinweisen" auf verdächtige Handlungen nachgehen und zu gegebener Zeit seine Erkenntnisse der rechtsprechenden Kammer übermitteln. Bis zur Verkündung eines endgültigen Urteils gelte die Unschuldsvermutung.

    Nach eingehender Begutachtung des Freshfields-Reports, der am 4. März veröffentlicht worden war, werfen die Ermittler Niersbach und Sandrock vor, der FIFA mögliche Verstöße gegen den Ethikcode des Verbands nicht gemeldet zu haben.

    Die ominösen 6,7 Millionen Euro

    Niersbach hatte dies im Sommer 2015 versäumt, als er laut eigener Aussage erstmals von den Unregelmäßigkeiten rund um die 6,7 Millionen Euro erfahren hatte.

    Fakt ist: Im Endeffekt bezahlte der DFB diesen Betrag im Jahr 2005 an den früheren adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus, weil exakt diese Summe über den Umweg der Vorleistungen des WM-Chefs Franz Beckenbauer und Louis-Dreyfus im Jahr 2002 nach Katar überwiesen wurde.

    Die möglichen Gründe

    Auf die Frage nach dem Grund für den Geldfluss wird derzeit über drei mögliche Antworten spekuliert:

    1. Das Geld wurde zum Kauf einer oder mehrerer Stimmen aus Asien benutzt, damit Deutschland den Zuschlag für die WM-Endrunde erhält. Der oder die Empfänger hätten dann allerdings lange auf ihre Gegenleistung warten müssen, da über das Austragungsland schon zwei Jahre zuvor im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA (12:11 gegen Südafrika) abgestimmt wurde.

    2. Mit den Millionen wurde der Wahlkampf des damaligen FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter finanziert. Doch auch das wäre rückwirkend gewesen, da Blatter schon kurz vor der Überweisung im Jahr 2002 wiedergewählt wurde.

    3. Das Geld war eine Art Provision für den früheren FIFA-Skandalfunktionär Mohamed bin Hammam, der mittlerweile lebenslang gesperrt ist. Damit sollte sichergestellt werden, dass das damalige Mitglied der FIFA-Finanzkommission für eine Aufstockung des WM-Zuschusses auf die am Ende gezahlten 170 Euro Millionen sorgt.

    Weitere Verstöße?

    Den weiteren Beschuldigten werden "unzulässige Zahlungen" zur Last gelegt, durch die es im Bewerberprozess zu möglichen Vorteilen gekommen sein könnte. Die FIFA teilte zudem mit, dass durchaus weitere Verstöße hinzukommen können, sobald neue Informationen zu Tage treten sollten.

    22.03.2016, Quelle: sid
    1. Drucken
    2. Merken
    3. Versenden
    4. Teilen auf:

    Versenden

    Artikel versenden

    Versenden Sie den Beitrag an Freunde.

    Datenschutz
    Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
    schließen Beitrag versenden

    Versenden

    Hinweis

    Der Beitrag wurde erfolgreich versendet.

    schließen

    Merkliste

    Papierkorb Bild
    Merkliste versenden Merkliste schließen

    Merkliste

    Merkliste versenden

    Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.

    Datenschutz
    Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
    Zurück zur Merkliste Absenden Button

    Merkliste

    Hinweis

    Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

    Zurück zur Merkliste Merkliste schließen