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Fußball | FIFA Auch Blatter zieht gegen Sperre vor den CAS

  • Bild Joseph Blatter
  • Video FIFA räumt Korruption ein
  • Webspecial Das Foulspiel der Mächtigen
  • Video FIFA-Korruption: Was kommt noch?
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    Joseph Blatter
    (Quelle: dpa)
    VideoFIFA räumt Korruption ein
    Der Fußball-Weltverband hat erstmals eingestanden, dass es bei der Vergabe von Weltmeisterschaften Korruptionsfälle gegeben hat. Zugleich stellt die FIFA Schadenersatzforderungen gegen Ex-Funktionäre.

    Der Fußball-Weltverband hat erstmals eingestanden, dass es bei der Vergabe von Weltmeisterschaften Korruptionsfälle gegeben hat. Zugleich stellt die FIFA Schadenersatzforderungen gegen Ex-Funktionäre.

    (16.03.2016)
    WebspecialDas Foulspiel der Mächtigen
    (Quelle: ap)
    VideoFIFA-Korruption: Was kommt noch?
    ZDF-Reporter Markus Harm äußert sich zu den jüngsten Eingeständnissen der FIFA. Er erwartet, dass auch in Bezug auf weitere WM-Vergaben brisante Details an die Öffentlichkeit gelangen werden.

    ZDF-Reporter Markus Harm äußert sich zu den jüngsten Eingeständnissen der FIFA. Er erwartet, dass auch in Bezug auf weitere WM-Vergaben brisante Details an die Öffentlichkeit gelangen werden.

    (16.03.2016)

    Nach UEFA-Präsident Michel Platini hat auch der ehemalige FIFA-Chef Joseph Blatter wie angekündigt beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen seine sechsjährige Sperre eingelegt. Das teilte das in Lausanne ansässige höchste Sportgericht am Donnerstag mit. Ein Schiedsverfahren sei bereits im Gange. 

    Blatter war zunächst sogar für acht Jahre gesperrt worden, die Berufungskommission des Fußball-Weltverbands hatte die von den FIFA-Ethikhütern ausgesprochene Strafe um zwei Jahre reduziert. «Ich bin tief enttäuscht von der FIFA-Rekurskommission», hatte Blatter nach dem Urteilsspruch erklärt und angekündigt: «Selbstverständlich ziehe ich den Fall ans CAS weiter.» Hintergrund der Strafe ist eine dubiose Zahlung des Schweizers von zwei Millionen Franken an Platini aus dem Jahr 2011.

    Dubiose Zahlungen
    Zuvor hatte auch der gesperrte UEFA-Präsident Michel Platini (60), der ebenfalls für acht und später sechs Jahre aus dem Verkehr gezogen worden war, den CAS angerufen. Den beiden Spitzenfunktionären war eine nebulöse Zahlung von 1,8 Millionen Euro im Jahr 2011 von der FIFA an Platini zum Verhängnis geworden.


    Blatter und Platini argumentieren mit einem gültigen mündlichen Vertrag, die FIFA-Richter sahen das anders. Am 9. März gab es in diesem Zusammenhang eine Razzia beim französischen Fußball-Verband FFF, wovon Blatter sich "sehr überrascht" zeigte.
    Für Platini war die Sanktion durch die Ethikkommission das Ende seiner Präsidentschaftsambitionen - zum neuen FIFA-Präsidenten wurde am 26. Februar Gianni Infantino gewählt.


    Blatter beruft sich auf Verdienste
    Blatter
    verteidigte sich im SID-Interview am 9. März. "Wir sind Menschen, die viel geleistet haben - und wenn man viel leistet, macht man Fehler, und es geschehen Irrtümer. Aber auf alle Fälle: Was Finanzen anbelangt, kann man mir nichts und konnte man mir nie etwas vorwerfen", sagte Blatter: "Dass ich etwas Falsches mit Geld gemacht habe, kann man mir nicht vorwerfen."


    Sowohl die Ethikkommission als auch die FIFA-Berufungskommission fanden nicht ausreichend Beweise, um die Zahlung als Bestechung einzuordnen, beiden werden aber noch andere Verstöße gegen den Ethikcode vorgeworfen. "Beide Kommissionen der FIFA haben gesagt, es war keine Korruption. Und die Sperren wurden reduziert - was heißt denn das?", fragte Blatter: "Das heißt, dass die Berufungskommission nicht sicher war, ob die Anklage überhaupt stimmt. Ich bin überzeugt, dass sich das in zwei Monaten alles erledigen wird."


    Eine Entscheidung des CAS wird innerhalb der nächsten Wochen erwartet. Platini hatte für sich ein beschleunigtes Verfahren beantragt, weil er vor der EM 2016 (10. Juni bis 10. Juli) in seiner Heimat Frankreich in sein Amt zurückkehren will.

    Die Forderung der FIFA

    Entschädigung von Ex-Funktionären

    Flucht nach vorne: Die FIFA klagt vor US-Behörden gegen korrupte Funktionäre auf rund 190 Mio. Dollar Schadenersatz. Damit einher geht das Eingeständnis, dass nicht alles korrekt zuging.

    Der Fußball-Weltverband FIFA verlangt in seinem Antrag bei den amerikanischen Behörden Entschädigung von den Ex-Funktionären, die im US-Verfahren beschuldigt werden. Diese
    Forderung stützt sich aus Sicht der FIFA auf folgende fünf Punkte:

    • Schaden des Ansehens der FIFA, den die Angeklagten verursacht haben.
    • Gehälter, Boni, Vorteile und andere Kompensationen, die die FIFA den Angeklagten gezahlt hat, in Höhe von mindestens 28,224 Millionen US-Dollar.
    • Diebstahl von 10 Millionen US-Dollar durch die Angeklagten Jack Warner, Charles Blazer und ihre namentlich nicht-genannten Mitverschwörer.
    • Andere Gelder, die als Schmiergeld und getarnte Provisionen für Medienrechte gezahlt wurden und die durch den Wert der Marke FIFA möglich gemacht wurden.
    • Kosten der FIFA, darunter Anwaltskosten, die durch die Untersuchung und Verfolgung der Verbrechen der Angeklagten entstanden sind.

    (Quelle: dpa)

    17.03.2016, Quelle: sid
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