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Handball-EM | Deutschland - Russland Teurer Triumph - Weinhold und Dissinger fallen aus

  • Bild Steffen Weinhold
  • Video DHB-Team ohne Kapitän und Torjäger
  • Video DHB-Team siegt
  • Livecenter Die EM im Liveticker
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    Steffen Weinhold (mitte)
    (Quelle: imago)
    VideoDHB-Team ohne Kapitän und Torjäger
    Steffen Weinhold

    Das Verletzungspech bleibt den deutschen Handballern treu. Bei der EM muss die Mannschaft nun auch ohne Steffen Weinhold und Christian Dissinger auskommen. Trainer Sigurdsson hat bereits reagiert.

    (25.01.2016)
    VideoDHB-Team siegt
    Das DHB-Team besiegt bei der EM auch Russland

    Die deutsche Handball-Nationalmannschaft schaffte bei der EM in Polen den nächsten Hauptrundensieg. Gegen Russland gab es einen 30:29-Zittersieg - und zwei verletzte Leistungsträger.

    (24.01.2016)
    LivecenterDie EM im Liveticker
    (Quelle: ZDF)

    Kurzmeldung

    • 12:38 Uhr 25.01.2016Kurzmeldung

      EM-Aus für Dissinger und Weinhold 12:38 Uhr 25.01.2016
      Die Handball-EM in Polen ist für Steffen Weinhold und Christian Dissinger vorbei. Kapitän Weinhold zog sich beim 30:29-Sieg über Russland einen Muskelbündelriss der Adduktoren zu und wird sechs bis acht Wochen ausfallen. Dissinger erlitt eine nicht ganz so schwere Adduktorenverletzung. "Für beide Spieler ist das Turnier leider beendet", sagte Delegationsleiter Bob Hanning nach den medizinischen Untersuchungen. Kai Häfner (Hannover-Burgdorf) und Julius Kühn (VfL Gummersbach) wurden nachnominiert und trafen am Montagmittag im Teamhotel in Breslau ein.

    • 22:18 Uhr 24.01.2016Kurzmeldung

      Dänemark weiter ungeschlagen 22:18 Uhr 24.01.2016
      Dänemark hat bei der EM in Polen in der deutschen Hauptrundengruppe das Duell der Favoriten gewonnen. Die Dänen bezwangen in Breslau Spanien nach einer Steigerung in der zweiten Halbzeit mit 27:23 (11:14). Damit übernahm der zweimalige Titelträger mit 6:0 Punkten die Tabellenführung vor der deutschen Mannschaft (6:2), die zuvor gegen Russland mit 30:29 (17:16) gewonnen hatte. Spanien ist mit 4:2 Zählern Dritter. Im Mittelpunkt der Partie standen die beiden Torhüter Arpad Sterbik für Spanien und Niklas Landin für Dänemark. Beide Keeper hielten über 40 Prozent der Bälle.

    • 22:22 Uhr 22.01.2016Kurzmeldung

      Schweden verspielt letzte Chance 22:22 Uhr 22.01.2016
      Schweden hat bei der Handball-EM in Polen seine letzte Halbfinalchance verspielt. Das Team erkämpfte sich in der deutschen Hauptrundengruppe gegen Russland acht Sekunden vor dem Ende zwar ein 28:28 (15:15), doch mit 1:5 Punkten können die Schweden nicht mehr einen der ersten beiden Plätze belegen. Jakobsson von der SG Flensburg-Handewitt war mit neun Toren bester Werfer. Er sorgte auch für den Ausgleich. Russland hat es mit 3:3 Zählern ebenfalls schwer, die Vorschlussrunde zu erreichen. Die Russen sind am Sonntag (18.15 Uhr/ARD) nächster Gegner der deutschen Auswahl (4:2 Punkte).

    von Erik Eggers

    Nach einem weiteren Krimi bezwingen die Handballer Russland mit 30:29 (17:16)-Toren. Mit 6:2-Punkten ist das Halbfinale bei der EM in Polen greifbar. Aber die Ausfälle von Kapitän Steffen Weinhold und Christian Dissinger wiegen schwer. 

    Weinhold hatte sich in der letzten Minute einen Muskelbündelriss im Adduktorenbereich des linken Oberschenkels zugezogen und fällt sechs bis acht Wochen aus. Auch sein Kieler Vereinskollege Dissinger wird wegen einer Adduktorenverletzung bei der EM nicht mehr zum Einsatz kommen. Wie lange er ausfällt, ist noch nicht sicher.

    ZITAT
    Dass wir diesen Sieg über die Bühne gebracht haben, ist phänomenal
    Erik Schmidt

    Trotz Verletzung: Als der Sieg eingefahren war, raffte sich Weinhold wieder auf und humpelte auf das Spielfeld. Den abschließenden Kreis, den die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) hüpfend bildete, wollte der Kapitän nicht missen. Weinhold hüpfte also tatsächlich mit nach dem hart erkämpften 30:29 (17:16)-Sieg gegen Russland. Aber nur auf dem rechten Bein.

    Links
    Sieg gegen Russland Die Handball-EM im Liveticker

    Hüpfen auf dem rechten Bein

    „Dass wir diesen Sieg über die Bühne gebracht haben, ist phänomenal“, freute sich Kreisläufer Erik Schmidt (Hannover), der mit fünf Toren glänzte, über diese erneute Willensleistung. „Sogar Dagur hat sich gefreut wie ein Schneekönig“, wunderte sich der starke Torwart Carsten Lichtlein (Gummersbach) über die Emotionen des Bundestrainers Sigurdsson. Nur eine Stimme des Kapitäns war nicht zu bekommen, er wurde sofort behandelt.

    So kommt Deutschland ins Halbfinale

    Am Dienstag trifft um 18.15 Uhr zunächst Spanien auf Ungarn, danach (20.30 Uhr) kommt es zum skandinavischen Duell zwischen Dänemark und Schweden.

    Sollten Dänen und Spanier ihre Partien gewinnen, kommt es am Mittwoch zum großen Showdown. Nach der für die Halbfinals unbedeutenden Partie Schweden – Ungarn trifft zunächst Deutschland auf Dänemark, dann folgt das letzte Hauptrundenspiel Spanien – Russland um 20.30 Uhr.

    Sollten die Dänen und Spanier ihre Dienstags-Spiele gewinnen, muss die DHB-Auswahl gegen Dänemark mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen, um ins Halbfinale einzuziehen. Denn nur im Falle eines Erfolges käme eine „kleine Tabelle“ der dann punktgleichen Mannschaften aus Deutschland, Spanien und Dänemark zum Tragen.

    Deutschland hat in der Vorrunde mit 29:32 gegen Spanien verloren, die Spanier wiederum mit 23:27 gegen Dänemark.

    Gewinnt Deutschland mit mindestens 27:25 und mit zwei Toren Unterschied gegen Dänemark, wäre Spanien raus und die DHB-Auswahl gemeinsam mit Dänemark im Halbfinale, gleiches gilt im Falle eines deutschen Sieges mit drei oder vier Toren Differenz.

    Gewinnt Deutschland mit sechs oder mehr Toren Differenz gegen Dänemark, wären die Dänen raus, die DHB-Auswahl und Spanien wären weiter. Gleiches gilt für den Fall eines deutschen Sieges mit fünf Toren Unterschied bis zu einem Ergebnis von 32:27 oder niedriger.

    [Quelle: DHB]

    Der linke Oberschenkel schmerzte zu sehr nach dieser dramatischen Schlussphase im zweiten Hauptrundenspiel der EM in Polen. Als der Druck unerträglich wurde, war Weinhold voran marschiert, hatte sich mit seinem Körper in die Schlacht geworfen: Zuerst wühlte sich der Halbrechte vom THW Kiel durch die russische Abwehr und erzielte im Fallen das so wichtige Tor zum 30:27, da waren noch 165 Sekunden zu spielen.

    Halbfinal-Einzug selbst in der Hand
    Und dann, als der Berliner Fabian Wiede im letzten deutschen Angriff den Ball verdaddelte und die Russen im Schnellangriff auf den Ausgleich drängten, rannte er zurück und wurde von Dimitri Zhitnikov umgerannt; in dieser Seitwärtsbewegung riss etwas. Wahrscheinlich sind die Adduktoren kaputt. Dass Zhitnikow dann den letzten Ball des Spiels über das Tor warf, sah Weinhold nur noch im Liegen.

    Insofern mischten sich in die Freude nach dem neuerlichen Happy End im Breslauer Handballkrimi auch Sorgen: Zwar haben die deutschen Handballer zwar 6:2-Punkte auf dem Konto und damit vor dem abschließenden Gruppenspiel am Mittwoch gegen Dänemark (6:0) den Einzug in das Halbfinale noch selbst in der Hand.

    Nachnominierungen nötig
    Aber einen Sieg mit mindestens drei Toren, den sie wohl benötigen, glaubt eigentlich kein Handballexperte. Indes hat Bundestrainer Sigurdsson Kai Häfner (Hannover) und Julius Kühn (Gummersbach) nachnominiert.

    Der Bundestrainer wollte aber nicht zu viel jammern – auch die Ausfälle vier wichtiger Profis in Vorfeld der EM, darunter Kapitän Uwe Gensheimer (Löwen) und Abwehrchef Patrick Wiencek (Kiel), hatte der Isländer hingenommen wie schlechtes Wetter. Er machte einfach weiter. Und auch jetzt, wo seine Mannschaft das erste EM-Halbfinale seit 2008 erreichen kann, will er diese Devise befolgen.

    Steffen Weinhold

    Steffen Weinhold
    Quelle: imago/Newspix

    Pause nutzen
    Sigurdsson vertraut auf den Geist seines Teams, in dem jeder Verantwortung übernimmt. „Diese Partie hat gezeigt, dass wir einen breiten Kader haben“, sagte er. Es hänge nicht alles von einem oder zwei Spielern ab.

    Die Frage, ob es ein zu teuer erkaufter Sieg war, will der Isländer, wenn überhaupt, erst nach diesem Turnier beantworten. Die Spieler jedenfalls teilten mit, dass sie vorhaben, möglichst lange in Polen zu bleiben, am liebsten bis zum Finale. „Wir haben zwei Tage zur Regeneration, die müssen wir nutzen“, sagte Rechtsaußen Tobias Reichmann. „Und dann wollen und werden wir angreifen.“

    25.01.2016, Quelle: sid / DHB
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