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Bundesliga | FCB - BVB Münchens Mr. Perfect gegen Borussias Batman

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    Robert Lewandowski (li.) und Pierre Aubameyang
    (Quelle: imago)
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    Kurzmeldung

    • 15:12 Uhr 02.10.2015Kurzmeldung

      FCB: Vidal ist fit fürs Gipfeltreffen 15:12 Uhr 02.10.2015
      Der FC Bayern kann beim Bundesliga-Gipfeltreffen mit Borussia Dortmund wieder auf Arturo Vidal zurückgreifen. Nach seiner Pause wegen Knieproblemen habe der Chilene wieder mit der Mannschaft trainiert, sagte Pep Guardiola. Der Bayern-Coach geht davon aus, dass Vidal am Sonntag wieder dabei ist. Weiterhin pausieren muss der angeschlagene Sebastian Rode. Trotz Adduktorenproblemen soll Juan Bernat einsatzbereit sein. Ob Arjen Robben dabei sein wird, ließ Guardiola offen. "Er hat noch nicht mit uns trainiert. Er ist in der letzten Phase seines Prozesses, aber ich weiß nicht, ob er Sonntag spielen kann."

    • 09:04 Uhr 02.10.2015Kurzmeldung

      Watzke kritisiert BVB-Fans 09:04 Uhr 02.10.2015
      Hans-Joachim Watzke hat nach den Ausschreitungen rund um das Europa-League- Spiel bei PAOK Saloniki (1:1) die Fans von Borussia Dortmund scharf kritisiert. "Unsere Leute haben angefangen. Das kann man in keiner Weise tolerieren", sagte der BVB-Boss. BVB-Fans hatten bengalische Feuer gezündet, die PAOK- Anhänger Leuchtraketen abgeschossen und nach Schlusspfiff versucht, den Gästeblock zu stürmen. Der BVB sprach auf seiner Homepage von "Jagdszenen auf dem Rasen". Die UEFA hat angekündigt, die Vorfälle zu untersuchen. Den Vereinen drohen empfindliche Strafen.

    von Patrick Brandenburg

    Bayern München gegen Borussia Dortmund, das ist auch ein Gipfeltreffen zweier Toptorjäger: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski und Dortmund-Star Pierre-Emerick Aubameyang eint die Treffsicherheit und die Jagd nach Rekorden. Dabei könnten die beiden in Stil und Spielweise unterschiedlicher kaum sein. 

    Links
    Sa: Fohlen beißen die Wölfe Fr: Mainz siegt in Darmstadt Bundesliga-Liveticker mobil das aktuelle sportstudio ZDF SPORTreportage
    Rettet Borussia Dortmund die Bundesliga vor der Langeweile? Nur ein BVB-Sieg im Spitzenspiel beim FC Bayern dürfte verhindern, dass die Meisterschaft schon im vierten Jahr in Folge bereits Mitte der Hinrunde entschieden ist. Ein anderer Wettbewerb hält die Fans aber ganz sicher länger in Atem, egal wie der wiederbelebte Klassiker ausgeht: Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Münchens Torjäger Robert Lewandowski und BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang.

    Auf den Spuren Gerd Müllers

    „Das ist ein guter Zweikampf zwischen Lewy und mir. Hoffentlich geht er eine Weile so weiter“, sagte der Dortmunder.
    ZITAT
    Ich freue mich, wenn ich Tore gegen Dortmund schieße.
    Robert Lewandowski
    Mit einiger Berechtigung, denn beide Protagonisten befinden sich in der Form ihres Lebens und jagen Bestmarken. Lewandowski hat mit seinem Blitz-Fünferpack gegen den VfL Wolfsburg Geschichte geschrieben und befindet sich mit zehn Liga-Treffern sogar auf den Spuren Gerd Müllers.

    BVB-Star Aubameyang war im Kalenderjahr 2015 in allen Wettbewerben an 43 Treffern beteiligt. Aktuell kommt er in der Meisterschaft auf ein Tor weniger als Lewandowski, dafür traf er in jedem der ersten sieben Spiele - auch das ein Novum in 53 Jahren Bundesliga.

    Aubameyangs Zwanzig-Tore-Wette

    Kaum zu glauben aus heutiger Sicht, dass Dortmunds Nummer 17 im Sommer 2014 auf der Kippe stand. Jürgen Klopp hatte wohl das
    ZITAT
    Bayern wird nicht Meister.
    Pierre-Emerick Aubameyang
    Potenzial des vermeintlich eindimensionalen Flügelflitzers unterschätzt und wollte ihn ziehen lassen. Bis tief in die vergangene Seuchensaison sträubte sich der damalige BVB-Trainer, Aubameyang dauerhaft als zentrale Spitze einzusetzen. Nun ist er dort unersetzlich, weil er so schnell lernt, wie er über den Platz zu jagen pflegt. In den vergangenen Monaten hat der 26-Jährige den größten Entwicklungssprung aller Borussen gemacht. „Auba“ kombiniert nun viel besser, sein Kopfballspiel ist ansprechender. Die lässigsten Elfmeter der Liga hat er sowieso drauf. Bei der Generalprobe für München stand Aubameyang im 14. Pflichtspiel dieser Saison erstmals nicht in der Startelf - weil das Spitzenspiel der Bundesliga eben noch wichtiger ist als ein Remis in der Gruppenphase der Europa League bei PAOK Saloniki.

    Aubameyangs Hang zu Style und Glamour, zu extravagantem Torjubel per Salto oder mit Batman-Maske sollte niemand mit fehlender Ernsthaftigkeit verwechseln. Der Kapitän Gabuns hat großes Selbstvertrauen und noch größere Ziele. „Bayern wird nicht Meister“, traut er sich als einziger zu sagen. Diese Aussage muss er vielleicht schon am Sonntagabend zurücknehmen. Aber seine Zwanzig-Tore-Wette mit Thomas Tuchel hat weiter Bestand. Aubameyang ist als einer der Ersten im dominanten Ballbesitzfußball des neuen Trainers angekommen. Die BVB-Rakete knipst selbst ohne Raum für Tempoläufe, wie zuletzt gegen die Sechser-Abwehrkette von Darmstadt 98. Nächster Rekord in Reichweite: ein Treffer in zwölf Spielen in Serie.

    Lewandowski ist der komplettere Stürmer

    Den Rekord hält bislang Robert Lewandowski. Nach Anlaufschwierigkeiten tritt er im zweiten Jahr beim FC Bayern den Beweis an, dass sein Wechsel vom BVB nicht nur den Rivalen schwächt, sondern den Branchenführer wirklich auf die nächste Qualitätsstufe hebt. In 59 Pflichtspielen für den FCB hat der Weltklassestürmer 39 Treffer erzielt - eine irre Quote.

    ZITAT
    Babe, die Spiele werden langsam etwas langweilig.
    Lewandowskis Ehefrau

    Und dem Besonderen packt er noch das Außergewöhnliche bei: Die jüngsten zehn Tore erzielte er in nur acht Tagen. Auf die Gala gegen Wolfsburg ließ „Lewangoalski“, wie er nun vom Boulevard genannt wird, zwei Tore in Mainz folgen. Damit rückte er nach nur 168 Bundesliga-Spielen in den elitären Klub der Hunderter-Torschützen auf - keinem anderen Legionär gelang das schneller. In der Champions League legte er mühelos einen Dreierpack gegen Zagreb nach. „Babe, die Spiele werden langsam etwas langweilig“, nahm Lewandowskis Frau Anna ihren „Mr. Perfect" und Bayerns neuen Supermann auf die Schippe.

    Es scheint dem Stürmer gut zu bekommen, dass Frank Ribéry und Arjen Robben bislang gar nicht, oder nur kaum zum Zuge kamen. Im Gegensatz zu „Robbery“ sucht die neue Flügelzange Douglas Costa und Kingsley Coman erst den Goalgetter und dann den eigenen Abschluss. Lewandowski mag nicht Aubameyangs Speed haben. Dafür spielt Münchens Nummer neun variabler und mit größerer Übersicht. Er ist stärker am Ball sowie in den Zweikämpfen und verfügt über eine höhere Passgenauigkeit. „Lewy“ ist der komplettere Spieler, auch dank ganzheitlicher Ausbildung in Dortmund, wo er im ersten Jahr im zentralen Mittelfeld aushalf. Der Fokus stimmt sowieso bei dem ruhigen und untadeligen Sportsmann - Rücksicht auf die alten Kollegen wird es nicht geben. „Ich freue mich, wenn ich Tore gegen Dortmund schieße“, verkündet er vorab im Stadion-Magazin des FC Bayern. In den jüngsten drei Duellen ist ihm das auch gelungen.
    Vergleich Lewandowski - Aubameyang

    Robert Lewandowski

    10 Tore in 6 Spiele = 1,6 Tore pro Spiel

    Rechtsschuss: 6 Tore

    Linksschuss: 3 Tore

    Kopfball: 1 Tor

    Elfmeter: 0 Tore

    Vorlage: 1 Vorlage

    Pierre-Emerick Aubameyang

    9 Tore in 7 Spielen = 1,28 Tore pro Spiel

    Rechtsschuss: 4 Tore

    Linksschuss: 1 Tor

    Kopfball: 1 Tor

    Elfmeter:  3 Tore

    Vorlage: 1 Vorlage

    Tabelle
      1 Bayern München 34 28 4 2 80:17 63 88  
      2 Borussia Dortmund 34 24 6 4 82:34 48 78  
      3 Bayer Leverkusen 34 18 6 10 56:40 16 60  
      4 Borussia Mönchengladbach 34 17 4 13 67:50 17 55  
      5 Schalke 04 34 15 7 12 51:49 2 52  
      6 1. FSV Mainz 05 34 14 8 12 46:42 4 50  
      7 Hertha BSC 34 14 8 12 42:42 0 50  
      8 VfL Wolfsburg 34 12 9 13 47:49 -2 45  
      9 1. FC Köln 34 10 13 11 38:42 -4 43  
      10 Hamburger SV 34 11 8 15 40:46 -6 41  
      11 FC Ingolstadt 04 34 10 10 14 33:42 -9 40  
      12 FC Augsburg 34 9 11 14 42:52 -10 38  
      13 Werder Bremen 34 10 8 16 50:65 -15 38  
      14 SV Darmstadt 98 34 9 11 14 38:53 -15 38  
      15 Hoffenheim 34 9 10 15 39:54 -15 37  
      16 Eintracht Frankfurt 34 9 9 16 34:52 -18 36  
      17 VfB Stuttgart 34 9 6 19 50:75 -25 33  
      18 Hannover 96 34 7 4 23 31:62 -31 25  

    04.10.2015
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