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Handball-EM | Deutschland - Norwegen DHB-Team im Finale: "Man muss sich kneifen lassen"

das aktuelle sportstudio, 30.01.2016 23:00 Uhr
  • Video Deutschland steht im Finale
  • Video Showdown in der Verlängerung
  • Video Die Analyse nach dem Krimi
  • Livecenter Alle Spiele, alle Tore
  • VideoDeutschland steht im Finale
    Deutschland besiegt Norwegen

    Das DHB-Team besiegt im EM-Halbfinale Norwegen in einem engen Spiel.

    (29.01.2016)
    VideoShowdown in der Verlängerung
    Norwegen - Deutschland

    Die letzten fünf Minuten der Verlängerung zwischen Norwegen und Deutschland.

    (29.01.2016)
    VideoDie Analyse nach dem Krimi
    Kai Häfner, Uwe Gensheimer und Christian Schwarzer mit ZDF-Moderator Yorck Polus

    Die Interviews und Analysen zum deutschen Halbfinal-Sieg über Norwegen bei der Handball-EM. Mit Yorck Polus, Experte Christian Schwarzer und dem verletztem DHB-Kapitän Uwe Gensheimer als Gast.

    (29.01.2016)
    LivecenterAlle Spiele, alle Tore
    (Quelle: ZDF)

    Kurzmeldung

    • 09:50 Uhr 30.01.2016Kurzmeldung

      Norwegen zieht Protest zurück 09:50 Uhr 30.01.2016
      Die deutschen Handballer stehen nun auch offiziell im EM-Finale, Norwegen hat den Protest gegen die Wertung des Halbfinales zurückgezogen. Damit steht dem Endspiel zwischen der DHB-Auswahl und Spanien am Sonntag (17:30 Uhr/ARD) nichts mehr im Weg. Norwegen hatte nach der 33:34-Niederlage protestiert. Simon Ernst, dies belegen die TV-Bilder, war nach dem Siegtreffer wenige Sekunden vor Schluss mit einem gelben Leibchen jubelnd auf das Feld gelaufen. Ernst griff dabei aber nicht mehr ins Spielgeschehen ein, der norwegische Anwurf wurde nach dem Tor Häfners nicht mehr ausgeführt.

    von Erik Eggers

    Die Nachrücker Kai Häfner und Julius Kühn waren die Helden im Halbfinalthriller gegen Norwegen (34:33 nach Verlängerung). Im Finale der 12. Handball-EM trifft das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson auf Spanien (Sonntag, 17.30 Uhr/ARD). 

    Als alles besprochen werden sollte, der dritte Einzug in ein EM-Finale nach 2002 und 2004, war der Held verschwunden. Kai Häfner, 26, Profi der Recken Hannover, war nach dem Halbfinal-Thriller gegen Norwegen (34:33 nach Verlängerung) zur Dopingprobe ausgelost worden, wie auch der Wetzlarer Jannik Kohlbacher, der es mit Humor nahm („Ich bin für den Recall nominiert worden“).
     
    "Sportstudio" mit Roggisch und Kerber
    DHB-Manager Oliver Roggisch im Moma

    Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber und DHB-Team-Manager Oliver Roggisch werden am Samstag im "aktuellen sportstudio" (ZDF, 23 Uhr) zum Gespräch mit Katrin Müller-Hoehenstein geschaltet.

    Häfner hatte in der riesigen Tauron Arena von Krakau also Zeit, zur Ruhe zu kommen. Doch auch nach der Dopingprobe konnte der Linkshänder die entscheidenden Momente nur stammelnd referieren. „Fünf Sekunden vor Schluss hatte ich den Ball in der Hand, da hab‘ ich gedacht, ich muss das Tor machen“, erzählte Häfner. Was nach Schlusspfiff passierte, dafür gebe es keine Worte. „Dafür gibt es keinen Ausdruck, es war einfach nur schön. Dafür trainiert man jeden Tag, es ist irgendwie ein großer Traum, man muss sich kneifen lassen.“
     

    Nachrücker mit 10 Treffern

    Wohl wahr. Wer vorausgesagt hätte, dass dieser Kindergarten-Kader, mit dem die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) in die EM gestartet war, tatsächlich in ein Finale gegen Spanien einziehen würde – er wäre verspottet worden. Schließlich fehlten vier wichtige Profis, und vor dem entscheidenden Hauptrundenspiel gegen Dänemark (25:23) mit Steffen Weinhold und Christian Dissinger (Kiel) zwei weitere.
     
    Und dann reisen zwei Nachrücker an, die in einem EM-Halbfinale zu entscheidenden Akteuren avancieren: Neben Häfner auch Julius Kühn vom VfL Gummersbach, der mit sehr rustikalen Mitteln und brachialen Rückraumwürfen den Ball in der zweiten Halbzeit fünfmal in die Maschen drosch. Zusammen kamen beide Novizen, die wie 14 weitere deutsche Handballer in Polen ihr EM-Debüt feierten, gegen Norwegen auf zehn Treffer.
     

    Probleme im Rückraum

    Links
    Deutsche Handballer im EM-Finale Die Handball-EM im Liveticker Mehr zur Handball-EM

    „Heute hat man wieder gesehen, dass jeder einzelne Spieler wichtig ist“, sagte Rechtsaußen Tobias Reichmann, der einzige Legionär des deutschen Teams (er spielt in Kielce), der zehn Tore aus zehn Versuchen erzielt hatte. „Es war ein Beleg dafür, dass wir nur als Einheit funktionieren“, sagte der 27-jährige. „Ich freue ich, dass wir auf dieser Basis am Sonntag weiter Geschichte schreiben können.“
     

    Das Bemerkenswerte an diesem Sieg war, dass die deutsche Mannschaft ihr hohes Niveau der letzten Spiele nicht ganz hatte abrufen können, jedenfalls hatte der deutsche Rückraum um Regisseur Martin Strobel (Balingen) und Steffen Fäth (Wetzlar) enorme Probleme mit der Defensive der Skandinavier. Aber sie kämpften sich dann mit großer Moral durch die vielen spielerischen Krisen, die sie in den dramatischen 70 Minuten von Krakau durchlitten.

    Handball-EM: Videos vom Halbfinale

    Norwegen - Deutschland in voller Länge

    Nichts für schwache Nerven ...

    Die Analyse

    Kai Häfner, Uwe Gensheimer und Christian Schwarzer mit ZDF-Moderator Yorck Polus

    Als Außenseiter gegen Spanien

    „Das war ein sehr, sehr schwerer Test für uns“, rekapitulierte Bundestrainer Dagur Sigurdsson diese große mentale Herausforderung. „Norwegen war ein starker Gegner. Ich bin unglaublich stolz, dass wir dieses Finale erreicht haben.“ Warum die Unbeschwertheit und Lockerheit in diesem Halbfinale ein bisschen gefehlt habe? Das habe vielleicht mit der Tatsache zu tun, dass einige Spieler vielleicht realisierten, dass bei diesem Turnier Großes passiere, spekulierte Sigurdsson. Dass sie langsam aufwachen aus diesem Traum.
     
    ZITAT
    Wir können noch alles verlieren! Das ist ein Finale!
    Dagur Sigurdsson, Bundestrainer
    Andererseits, so Sigurdsson, sei die Ausgangslage als Außenseiter gegen die Spanier äußerst komfortabel. Verlor seine Team gegen die Iberer doch das EM-Auftaktspiel in Breslau recht deutlich mit 29:32-Toren. Aber die Frage, ob sein Team nun nichts mehr zu verlieren habe, da EM-Silber und die WM-Qualifikation für 2017 sicher sei, die verstand der 42-jährige nicht: „Wir können noch alles verlieren! Das ist ein Finale!“

    30.01.2016
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