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Fußball - Bundesliga BVB Topspiel-Sieger - Club bremst Gladbach

  • Bild Götze (m.) gegen Toprak und Wollscheid
  • Liveticker Alle Spiele, alle Tore
  • BildGötze (m.) gegen Toprak und Wollscheid
    Dortmund gegen Leverkusen
    (Quelle: dpa)
    LivetickerAlle Spiele, alle Tore
    (Quelle: Imago)

    Borussia Dortmund hat Bayer Leverkusen als zweite Kraft hinter Bayern München abgelöst. Der BVB gewann das sehenswerte Bundesliga-Top-Spiel in Leverkusen mit 3:2. Im zweiten Sonntagsspiel feierte der 1. FC Nürnberg einen 2:1-Sieg über Mönchengladbach. 

    Links

    Die erste Halbzeit des intensiven und jederzeit hochklassigen Spiels gehörte klar den Dortmundern. Marco Reus (3.) und Jakub Blaszczykowski (9.,Foulelfmeter) schossen eine 2:0-Führung heraus. Von Leverkusen sah man außer zweier guten Gelegenheiten von Gonzalvo Castro nicht viel.

    Das änderte sich nach der Pause schlagartig. Die Leverkusener spielten nun groß auf, Stefan Reinartz (58. und 62.) erzielte den hochverdienten Ausgleich. Gleich nach dem 2:2 patzte Bayer-Verteidiger Philipp Wollscheid allerdings bei einer Rückgabe, Robert Lewandowski war zur Stelle und erzielte die zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte 3:2-Führung (63.). Blaszczykowski hätte sieben Minuten später die Vorentscheidung für den BVB erzielen können, doch er scheiterte bei einem Strafstoß an Bayer-Keeper Bernd Leno. Je länger das Spiel nun dauerte, desto mehr verloren die Leverkusener an Elan.

    1. FC Nürnberg

    Nürnbergs Torschützen: Simmons und Pekhart (r.)
    Quelle: dpa

    Gladbachs Serie endet

    Der  1. FC Nürnberg hat am Sonntag nachgelegt, nachdem Tags zuvor die Konkurrenz aus Fürth, Hoffenheim, Düsseldorf und Augsburg gepunktet hatte. Mit dem 2:1-Heimsieg über Borussia Mönchengladbach haben die Nürnberger den Acht-Punkte-Vorsprung gegenüber Platz 16 gehalten. Für Mönchengladbach ist eine Erfolgsserie zu Ende gegangen. Die Gladbacher waren zuvor sieben Spieltage ohne Niederlage und hatten in dieser Zeit auch zweimal in der Europa-League gewonnen.

    Timmy Simons hatte Nürnberg in der 4. Minute mit einem äußerst fragwürdigen Foulelfmeter in Führung gebracht. Trotz des frühen Rückschlags zeigten sich die Gladbacher keineswegs beeindruckt, sondern drängten auf den schnellen Ausgleich. Auch nach dem 2:0 durch Tomas Pekhart (30.) ließen die Gäste nicht locker.

    Nach der Pause blieb die Partie umkämpft. Gladbach kam durch ein schönes Tor des
    starken Patrick Herrmann (58.) auf 2:1 heran und warf dann alles nach vorne. Die Nürnberger nutzten dies zu gefährlichen Kontern, Gladbach-Keeper Marc-Andre Ter Stegen musste zweimal in höchster Not retten.

    Stimmen 
    • Philipp Wollscheid (Verteidiger Bayer Leverkusen): "Wir haben uns geil zurückgekämpft und durch meinen Fehler verloren. Das darf nicht sein, das ist richtig scheiße für die Mannschaft."

      Jürgen Klopp (Dortmund): "Wenn der Satz, dass ein 2:0 gefährlich ist, jemals wahr war,
      dann jetzt. Hier werden nicht viele Mannschaften gewinnen."

    • Michael Wiesinger (Nürnberg): "Wir wollten diesen Sieg unbedingt, jetzt sind wir erst mal zufrieden."

      Lucien Favre (Mönchengladbach): "Das ist klar eine Schwalbe. Man muss aufpassen, wenn man so einen Penalty gibt, dann muss man sicher sein."

    • Thorsten Fink (Hamburger SV): "Wir müssen akzeptieren, dass der Gegner einfach besser war."

      Armin Veh (Eintracht Frankfurt): "Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht und gut kombiniert. Da hätten wir auch höher führen können. Ein 2:0 ist immer gefährlich."

    • Thomas Tuchel (Mainz 05): "Ich kann mich nicht erinnern, dass irgendein Sportmanager so oft an der Linie war wie Matthias Sammer und mich dann noch verbal attackiert hat. Unterm Strich war der Sieg der Bayern aber  richtig und verdient."

      Jupp Heynckes (FC Bayern): "Das war ein ganz wichtiger Sieg in Richtung Meisterschaft."

    • Jens Keller (Schalke): "Nach so einer Niederlage brauchen wir nicht von der Champions League zu sprechen."

      Michael Büskens (Greuther Fürth): "Hier geht es nicht um mich, sondern nur um den Verein. Ich bin beseelt von der Aufgabe, mit Fürth in der Bundesliga zu bleiben."

    • Marco Kurz (Hoffenheim): "Wir haben uns so reingefressen und so reingearbeitet in dieses Spiel. Es ist wichtig für uns alle, dass wir den Glauben an den Klassenerhalt weiter leben können."

      Christian Streich (Freiburg): «Wir haben guten Fußball gespielt, ein frühes Tor gemacht und haben Hoffenheim dann zum Toreschießen eingeladen."

    • Dieter Hecking (Wolfsburg): "Am Ende können wir froh sein, 1:1 gespielt zu haben."

      Markus Weinzierl (Augsburg): "Wir schauen nur auf uns."

    • Norbert Meier (Düsseldorf): "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie lebt."

      Bruno Labbadia (Stuttgart): "Wir haben dem Gegner in die Karten gespielt und zu einfach die Tore kassiert."

    Champions-League-Träume

    Eintracht Frankfurt konnte sich gleich dreifach freuen: Über den 2:0-Sieg beim HSV und über die Niederlagen der beiden Verfolger Freiburg und Mainz. So hat die Eintracht mit nun 36 Punkten schon einen Sechs-Punkte-Vorsprung vor Platz 5 und darf mehr denn je von der Champions League träumen. Trainer Armin Veh jedoch scheint seinen Spieler verboten zu haben davon zu sprechen. Srdjan Lakic - mit zwei Treffern (22./36.) der Mann des Abends - blieb im ZDF-Interview hartnäckig bei der Aussage "Ziel ist Klassenerhalt".

    Lakic (Eintracht Frankfurt) Köpft das 1:0 gegen den HSV

    Lakic köpft das 1:0
    Quelle: reuters

    Srdjan Lakic hatte zuvor in 25 Spielen nicht getroffen. Dann der Wechsel vom VfL Wolfsburg nach Frankfurt, und gleich im ersten Spiel für die Eintracht zwei Tore. Was sich wie die Geschichte von einer wundersamen Heilung liest, erklärt Srdjian Lakic ganz einfach: „Vom ersten Moment an habe ich gemerkt, dass ich hier in Frankfurt willkomen bin“, sagt der Matchwinner beim 2:0-Sieg gegen Hamburger SV im  ZDF-Interview, „und Trainer Armin Veh hat mir Vertrauen geschenkt.“

    Heldt: Keller bleibt Trainer

    Weiter in der Krise steckt Champions-League-Achtelfinalist Schalke 04. Bei der 1:2-Niederlage gegen den Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth enttäuschten die S04-Profis über weite Strecken und mussten sich ein heftiges Pfeifkonzert gefallen lassen.

     Torschütze Nikola Djurdjic

    Mitreißend: Fürths Matchwinner Djurdjic (Nr. 40)
    Quelle: dpa

    Das Siegtor von Nikola Djurdjic (90.+2) fiel allerdings aus Abseitsposition. Der von Olympique Lyon neuverpflichtete Brasilianer Michel Bastos hatte die Schalker in der 47. Minute in Führung gebracht. Felix Klaus (52.) erzielte den Ausgleich für die Franken.

    Schalke-Manager Horst Heldt hat Verständnis für den Ärger der Fans, ein abermaliger Trainerwechsel stehe allerdings nicht zur Debatte, sagt er im ZDF-Interview. "Wir haben nichts anderes vor", so Heldt auf die Frage, ob Jens Keller bis zum Saisonende Trainer bleibe. Heldt selbst habe Keller das Vertrauen geschenkt, "und ich kann mich ja nicht selbst belügen."

    Zwei Mal Mandzukic

    Mario Mandzukic

    Mario Mandzukic (2.v.l.)
    Quelle: reuters

    Mit dem 3:0 bei Mainz 05 hat Bayern München den Vorsprung gegenüber Verfolger Bayer Leverkusen auf zunächst 14 Punkte ausgebaut. Thomas Müller (41.) mit seinem elften Saisontreffer und Mario Mandzukic (50./57.), der schon zum 13. und 14. Mal erfolgreich war, sicherten den neunten Auswärtssieg der laufenden Spielzeit. Mandzukic hat jetzt die alleinige Führung in der Torschützenliste übernommen.

    Gomes' Einstand in Hoffenheim

    Tim Wiese

    Zuschauer in Hoffenheim: Tim Wiese
    Quelle: dpa

    Ein Vierteljahr lang war die TSG Hoffenheim vergeblich einem Sieg hinterhergerannt, ehe es mit dem 2:1 gegen den SC Freiburg klappte. Kevin Volland (10./26.) erzielte beide Treffer der Kraichgauer. Max Kruse (4.) hatte die Freiburger in Führung geschossen.

    Im Tor der Hoffenheimer feierte der Brasilianer Heurelho Gomes seine Bundesliga-Premiere. Der umstrittene bisherige Stammkeeper Tim Wiese, der von Trainer Marco Kurz und Manager Andreas Müller aus dem Kader genommen wurde, erlebte das Spiel als Zuschauer auf der Tribüne.

    Fünfter Punkt nach der Winterpause

    Im Kellerduell holte der FC Augsburg mit dem 1:1 beim VfL Wolfsburg einen Punkt. Der FCA ist in der Rückrunde noch ungeschlagen (ein Sieg, zwei Remis). Naldo (23.) hatte die Wölfe in Führung gebracht. Jan Moravek (25.) schoss das 1:1 für den FCA.

    Auch Aufsteiger Fortuna Düsseldorf gelang ein weiterer wichtiger Erfolg im Kampf um den Klassenverbleib. Gegen den VfB Stuttgart, der unter der Woche den Vertrag mit Trainer Bruno Labbadia verlängert hatte, setzten sich die Rheinländer 3:1 (2:0) durch. Der Australier Robbie Kruse (10./37.) war zweifacher Torschütze bei der Fortuna. Christian Gentner (60.) traf für den VfB. Oliver Fink (76.) machte dann alles klar für Düsseldorf.

    Tabelle
      1 Bayern München 31 26 3 2 84:20 64 81  
      2 Borussia Dortmund 31 20 4 7 71:34 37 64  
      3 Schalke 04 31 17 7 7 57:41 16 58  
      4 Bayer Leverkusen 31 17 3 11 54:38 16 54  
      5 VfL Wolfsburg 31 16 5 10 56:46 10 53  
      6 Borussia Mönchengladbach 31 14 7 10 54:39 15 49  
      7 FSV Mainz 05 31 14 5 12 46:49 -3 47  
      8 FC Augsburg 31 12 7 12 41:45 -4 43  
      9 Hoffenheim 31 10 10 11 67:66 1 40  
      10 Hertha BSC 31 10 8 13 38:42 -4 38  
      11 Werder Bremen 31 9 9 13 37:59 -22 36  
      12 Eintracht Frankfurt 31 9 8 14 39:53 -14 35  
      13 SC Freiburg 31 9 8 14 39:54 -15 35  
      14 Hannover 96 31 10 5 16 41:57 -16 35  
      15 VfB Stuttgart 31 8 7 16 48:59 -11 31  
      16 Hamburger SV 31 7 6 18 47:65 -18 27  
      17 1. FC Nürnberg 31 5 11 15 36:62 -26 26  
      18 Eintracht Braunschweig 31 6 7 18 28:54 -26 25  

    03.02.2013, Quelle: dpa
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