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Fußball | FIFA Sperren von Blatter und Platini reduziert

  • Bild Michel Platini und Sepp Blatter
  • Webspecial Foulspiel der Mächtigen
  • Video ZDFzoom: Foulspiel der Mächtigen
  • Video FIFA: Blatter-Nachfolger im Check
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    Michel Platini und Sepp Blatter (r.)
    (Quelle: ap)
    WebspecialFoulspiel der Mächtigen
    (Quelle: ap)
    VideoZDFzoom: Foulspiel der Mächtigen
    Jack Warner wurde wegen Korruption von der FIFA suspendiert.
    (24.02.2016)
    Video#_MME_2_Blatter Platini
    Kandidaten-Collage

    Fünf Kandidaten für einen Posten: Den um die Nachfolge des scheidenden FIFA-Chefs Sepp Blatter. Wahlfavorit ist Scheich Salman bin Ibrahim al Khalifa aus Asien.

    (19.02.2016)

    Kurzmeldung

    • 18:07 Uhr 24.02.2016Kurzmeldung

      Antrag abgelehnt:FIFA-Wahl findet statt 18:07 Uhr 24.02.2016
      Die Absage der Wahl des neuen Präsidenten für den Fußball-Weltverband FIFA ist vom Tisch. Wie der Internationale Sportgerichtshof CAS mitteilte, ist der Eilantrag des jordanischen Kandidaten Prinz Ali bin Al Hussein auf "provisorische Maßnahmen" abgelehnt worden. Der Prinz hatte beantragt, für die Abstimmung am Freitag beim Kongress in Zürich Glaskabinen für die Vertreter der FIFA-Mitgliedsverbände installieren zu lassen. "Ich bedauere, dass das System uns im Stich lässt", teilte Ali mit. Die exakte Begründung für die Ablehnung des Antrags will der CAS "in einigen Tagen" veröffentlichen.

    • 09:33 Uhr 24.02.2016Kurzmeldung

      Drei Kandidaten pro WM-Ausweitung 09:33 Uhr 24.02.2016
      Die Kandidaten für die FIFA-Präsidentschaft setzen in ihren Wahlprogrammen mehrheitlich auf eine Ausweitung der WM. Nur Außenseiter Jerome Champagne plädiert in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) für 32 Nationen. Mitfavorit Gianni Infantino und Prinz Ali bin al-Hussein wollen mehr Länder starten lassen. Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa lehnt eine Ausweitung zumindest nicht ab. Die klarste Pro-Position Infantino ein. Er will sich für 40 WM-Teilnehmer einsetzen. Der chancenlose Bewerber Tokyo Sexwale aus Südafrika hat sich sich nicht an der Umfrage beteiligt.

    Die Berufungskommission des Fußball-Weltverbands hat die Sperren von FIFA-Präsident Joseph Blatter und UEFA-Chef Michel Platini von jeweils acht auf sechs Jahre gesenkt. Das Gremium bestätigte damit teilweise die Urteile der FIFA-Ethikkommission gegen die Spitzenfunktionäre. Einige mildernde Umstände seien dabei allerdings nicht berücksichtigt worden, weshalb der Bann zu reduzieren sei, teilte die Berufungskommission mit.
     

    Auch nach der überraschenden Reduzierung ihrer Sperren gibt es für FIFA-Präsident Joseph Blatter und UEFA-Chef Michel Platini langfristig keine Zukunft im Fußball. Die Berufungskommission des Fußball-Weltverbands senkte den Bann gegen beide Top-Funktionäre von jeweils acht auf sechs Jahre. Das Gremium bestätigte
    damit teilweise die ursprünglichen Urteile der FIFA-Ethikkommission gegen Blatter und Platini. Die Erzfeinde wollen nun vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen.

    Einsprüche zurückgewiesen

    "Ich bin tief enttäuscht von der FIFA-Rekurskommission", sagte der scheidende FIFA-Chef Blatter, dem nun ein Auftritt bei der Wahl seiner Nachfolgers am Freitag in Zürich verwehrt bleibt. "Selbstverständlich ziehe ich den Fall ans CAS weiter." Auch Platini hatte diesen Schritt zuvor bereits angekündigt.

    ZITAT
    Selbstverständlich ziehe ich den Fall ans CAS weiter
    Joseph S. Blatter
    Der Bann des Franzosen war wie bei Blatter von der FIFA-Berufungskommission von acht auf sechs Jahre gesenkt worden, Platini hatte jedoch auf einen Freispruch gesetzt. «Ich werde jeden möglichen Einspruch nutzen, beginnend mit dem CAS», schrieb er am Mittwoch in einer von seinen Anwälten an die Deutsche Presse-Agentur verbreiteten Stellungnahme. "Ich habe meine Anwälte unverzüglich darum gebeten." Platini wetterte mit einer Tirade gegen das Urteil und sprach von "unerträglicher Arroganz", "Willkür" und "Zynismus". Er sei Opfer eines Systems, das nur das Ziel habe, seinen Aufstieg zum FIFA-Präsidenten verhindern zu wollen. Der Wahlkongress am Freitag habe den "Stempel der Illegitimität", klagte Platini.

    Strafmildernde Verdienste

    Die Berufungskommission unter Vorsitz von Larry Mussenden (Bermuda) wies die Einsprüche von Blatter und Platini zwar zurück, reduzierte allerdings die Sperre. Einige "mildernde Umstände" seien bei den ursprünglichen Urteilen nicht berücksichtigt worden, teilte das Gremium weiter mit. "Die Aktivitäten und die Dienste, die beide der FIFA, UEFA und dem Fußball im Allgemeinen über die Jahren erwiesen haben, verdienen eine angemessene Beachtung", hieß es. Platini muss eine Strafe von 80 000 Schweizer Franken (72 900 Euro) zahlen, bei Blatter sind es 50 000 Schweizer Franken (45 600 Euro).

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    Auch die Untersuchungskammer der FIFA-Ethikhüter hatte Einspruch gegen das Urteil eingelegt, sie hatte einen lebenslangen Bann gegen beide wegen Korruptionsverdachts gefordert. Diese Berufung wurde ebenfalls zurückgewiesen.

    Dubiose Zahlung als Hintergrund

    Blatter war zuvor ebenso wie Platini, dem Chef der Europäischen Fußball-Union, wegen Verstößen gegen das FIFA-Ethikreglement gesperrt worden. Hintergrund ist eine dubiose Zahlung Blatters von zwei Millionen Franken an Platini aus dem Jahr 2011. Beiden wird der Bruch von Artikel 13 (generelle Verhaltensregeln), Artikel 15 (Loyalität), Artikel 19 (Interessenskonflikt) und Artikel 20 (Angebot und Annahme von Geschenken und anderen Vorteilen) zur Last gelegt.

    24.02.2016, Quelle: dpa, sid
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