Print Logo

merkzettel

Biathlon | Weltcup Gebremste Vorfreude auf Übersee

  • Bild Biathlon in Canmore
  • Bilderserie Biathlon: Herren-Kader 2015/16
  • Bilderserie Biathlon: Damen-Kader 2015/16
  • Bild Quiz: Wie gut kennen Sie sich aus?
  • BildBiathlon in Canmore
    Biathlon in Canmore
    (Quelle: imago)
    BilderserieBiathlon: Herren-Kader 2015/16
    Biathlon - Männer: Erik Lesser
    (30.11.2015)
    BilderserieBiathlon: Damen-Kader 2015/16
    Laura Dahlmeier
    (30.11.2015)
    BildQuiz: Wie gut kennen Sie sich aus?
    (Quelle: maog)

    von Andreas Morbach

    Mit vier deutschen Podestplätzen vor vollbesetzten Rängen erlebte Ruhpolding ein stimmungsvolles zweites Biathlon-Wochenende. Jetzt geht es nach Antholz, dann nach Nordamerika – wobei speziell die Übersee-Weltcups die DSV-Trainer schon jetzt beschäftigen. 

    Knapp zwei Wochen an ein und demselben Ort, da bekommt man schon einiges mit als verantwortlicher Trainer. Auch Gerald Hönig hält während des Doppel-Weltcups in Ruhpolding Augen und Ohren offen – und hat Informationen über die Taktik der Konkurrenz eingeholt. Nicht zuletzt, was den Umgang mit den beiden Februar-Terminen in Übersee angeht.

    Norweger schon im WM-Modus

    Weitere Links zum Thema
    „Wir wissen, dass das eine Riesenstrapaze ist – und ich sage ganz ehrlich: Ich bin nicht begeistert über diese Saisonplanung. Aber wir müssen uns dieser Aufgabe stellen, wie alle anderen Nationen auch“, erklärt der Frauen-Bundestrainer im Gespräch mit zdfsport.de. Hönig erwähnt kursierende Gerüchte, sagt aber: „Davon werden wir uns nicht beeinflussen lassen.“

     

    Hönigs Amtskollege im DSV nimmt die Sache mit den Weltcups im kanadischen Canmore (4. bis 7. Februar) und in Presque Isle im US-Bundesstaat Maine (11. bis 14. Februar) etwas lockerer. Mark Kirchner weiß aus seinen informellen Gesprächen im Chiemgau, dass etwa die Norweger – im März WM-Gastgeber – wohl nicht ihre besten Biathleten nach Nordamerika schicken werden.

    Lieber entspannt

    „Die sind extrem fixiert auf ihre Titelkämpfe in Oslo“, verrät der Männer-Coach, aus dessen Team nun auch Erik Lesser mit seinem Massenstart-Sieg am Samstag die WM-Norm schaffte. Und Kirchner ergänzt: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es, wenn man etwas besonders gut machen will, nicht unbedingt die beste Herangehensweise ist.“

     

    Auch Frankreichs Spitzenkraft Martin Fourcade überlegt nach den Anstrengungen der letzten Tage, vor der WM das eine oder andere Rennen auszulassen. Deutschlands Skijäger gehen die Sache lieber entspannt an. „Die Weltcups im Februar sind vielleicht nicht ideal. Aber ich glaube, je mehr man sich mit Risiken beschäftigt, umso eher treten Probleme dann auch auf“, philosophiert Kirchner.

    Gedrosselte Lösung

    Links
    Wintersport-Liveticker Wintersport-Liveticker mobil Wintersport in Zahlen
    Überlegungen, einen seiner Top-Kandidaten zu schonen, gibt es daher nicht. Wer gesund und einsatzfähig ist, soll mit über den Atlantik fliegen. Die WM kommt noch früh genug, Kirchner sagt: „Wir wollen weiterhin ordentliche Weltcuprennen abliefern und anschließend die kurze Vorbereitung nutzen, um dennoch gut gerüstet nach Oslo zu reisen.“

     

    Gerald Hönig ist da nicht ganz so nonchalant, der 57-Jährige tendiert bei den Wettkämpfen in Kanada und in den USA mehr zur gedrosselten Lösung. Auch, weil seine besten Athletinnen – mit Ausnahme von Franziska Hildebrand – deutlich jünger sind als Kirchners Männer-Garde, entsprechend weniger Erfahrung im Weltcupzirkus haben.

    Vorbild Kontiolahti 2015

    Weil in Canmore zwei Mixed- und in Presque Isle zwei normale Staffeln angesetzt sind, werden die DSV-Frauen aber mindestens zu fünft den Trip in Richtung Westen antreten. „Wir brauchen“, erläutert Hönig noch, „in jedem Rennen drei Athletinnen mit guten Platzierungen für den Nationencup.“ Und Kandidatinnen wie Hildebrand und Dahlmeier, beide mit guten Chancen in der Gesamtwertung, dürften ohnehin kaum auf die Chance verzichten, weiter Punkte im Weltcup zu sammeln.

     

    Der Saisonhöhepunkt aber, betont Hönig, sei für sein Team die WM. „Die Rennen in Amerika nehmen großen Einfluss auf die Vorbereitung, und das wird unsere Entscheidungen maßgeblich beeinflussen“, macht der 57-Jährige deutlich. Zumal er weiß: „Wir haben es schon im letzten Jahr konsequent durchgezogen, nicht alle jungen Mädels alle Rennen laufen zu lassen. Und das WM-Ergebnis hat uns ja im Großen und Ganzen recht gegeben.“

    Keine Daten

    18.01.2016
    1. Drucken
    2. Merken
    3. Versenden
    4. Teilen auf:

    Versenden

    Artikel versenden

    Versenden Sie den Beitrag an Freunde.

    Datenschutz
    Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
    schließen Beitrag versenden

    Versenden

    Hinweis

    Der Beitrag wurde erfolgreich versendet.

    schließen

    Merkliste

    Papierkorb Bild
    Merkliste versenden Merkliste schließen

    Merkliste

    Merkliste versenden

    Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.

    Datenschutz
    Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
    Zurück zur Merkliste Absenden Button

    Merkliste

    Hinweis

    Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

    Zurück zur Merkliste Merkliste schließen