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Fußball | Bundesliga Wintertransfers: Leihen statt kaufen war das Motto

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    Serdar Tasci und Arjen Robben
    (Quelle: dpa)
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    (Quelle: ZDF)

    von Ralf Lorenzen

    Winter-Geschäfte haben in der Bundesliga einen bescheidenen Ruf – sie gelten als Notlösung für schlechte Zeiten. Trotzdem ging es auch in dieser Transferperiode wieder hektisch bis zur letzten Sekunde zu. Mit teuren Einkäufen hielten sich die Klubs zurück – stattdessen liegen Leihgeschäfte im Trend. 

    Wer im Endspurt der diesjährigen Winter-Transferperiode in der Fußball-Bundesliga noch auf einen großen Knaller gewartet hatte, wurde enttäuscht. Während vor einem Jahr der Wechsel von André Schürrle für 32 Millionen Euro von Chelsea London zum VfL Wolfsburg vermeldet wurde, hießen diesmal die bekannteste Last-Minute-Transfers Serdar Tasci und Josip Drmic.

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    Masse statt Klasse?

    Beide wechselten als Leihspieler zu ihren neuen Klubs und bestätigten den Ruf von Wintertransfers als Notnagel. Tasci soll bei  Bayern München die Verletzungsmisere in der Abwehr mildern, Drmic gleich die ganze Sturmmisere des HSV, der wochenlang vergeblich um Wunschspieler Carlos Mané von Sporting Lissabon gebuhlt hatte.

    Insgesamt gaben die Bundesligisten in diesem Winter für ihre 55 Neuzugänge mit knapp 48 Millionen Euro nicht viel mehr aus als letztes Jahr allein Schürrle gekostet hat. Das liegt vor allem an dem Trend, zunehmend Spieler auszuleihen. Im Winter laufen keine Verträge aus und das Geld, Spieler aus laufenden Kontrakten herauszukaufen, sitzt offenbar nicht mehr so locker.

    Josip Drmic kommt auf Leihbasis zum HSV

    Drmic kommt auf Leihbasis zum HSV
    Quelle: dpa

    Hausaufgaben im Sommer gemacht

    Bei denen, die noch genug Mittel für Winter-Shopping hätten, Bayern München und Borussia Dortmund, läuft die Saison bislang so nach Plan, dass sie nichts weiter tun mussten. Sie haben ihre Hausaufgaben im Sommer gut erledigt und müssen nicht nachsitzen. Anders sieht es beim VfL Wolfsburg aus, der seinen Saisonzielen weit hinterherhinkt. Der Werksklub hielt sich allerdings bis auf die Verpflichtung von Stürmer Bruno Henrique als Ersatz für den verletzten Bas Dost zurück – womöglich auch als Folge des VW-Skandals.

    Von den Spitzenklubs investierten lediglich Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 einen nennenswerten Betrag und verpflichteten mit Jonas Hoffmannn (8 Millionen Euro) und Alessandro Schöpf (5 Millionen Euro) die teuersten Spieler dieser Transferperiode. Wesentlich hektischer ging es naturgemäß in den unteren Tabellenregionen zu.

    Hannovers Trainer-Transfer

    Besonders tat sich dabei der Tabellenvorletzte Hannover 96 hervor, der schon ganz zu Beginn mit Trainer Thomas Schaaf den eigentlichen Transfercoup des Winters gelandet hatte. Sechs Neuzugänge gewährte Präsident Martin Kind dem neuen Coach, der zu Bremer Zeiten hektische Winter-Aktivitäten möglichst vermieden hat. Dem stehen allerdings auch sechs Spieler entgegen, die 96 an andere Klubs verliehen hat.

    Wie die Hannoveraner nutzten auch andere Klubs die Gelegenheit, ihren Kader von dem einen oder anderen Missverständnis zu befreien: Mit insgesamt 58 Spielern wurden sogar mehr Spieler abgeben als geholt, die Gesamttransferbilanz ist nahezu ausgeglichen. Mit Timm Klose (für 12 Millionen Euro zu  Norwich City) und Ciro  Immobile (für 11 Millionen Euro zum FC Sevilla) konnten Wolfsburg und Dortmund sogar ordentlich Kasse machen.

    Ins Schwarze getroffen

    Die erstaunlichste Transfergeschichte des Winters lieferte Werder Bremen ab. Dessen Sportchef Thomas Eichin hatte erst verkündet, kein Freund von Wintertansfers zu sein - um dann gleich fünf Neue zu holen. "Wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir gemacht haben, obwohl wir angekündigt hatten, nichts mehr zu machen", sagte Eichin nach dem 3:3 gegen Hertha BSC  mit einem schelmischen Lächeln. Die Zugänge hatten einen großen Anteil an der gelungenen Aufholjagd der Bremer in Berlin.

    Den spektakulärsten Einstand feierte allerdings der Neu-Stuttgarter Artem Kravets. In seinem ersten Heimspiel schoss er gegen den HSV in der 88. Minute den Siegtreffer. 

    Bundesliga Bundeliga Liveticker
    Fr. 26.08.16  
    Bayern München - Werder Bremen 20.30
    Sa. 27.08.16  
    1. FC Köln - SV Darmstadt 98 15.30
    Borussia Dortmund - 1. FSV Mainz 05 15.30
    FC Augsburg - VfL Wolfsburg 15.30
    Eintracht Frankfurt - Schalke 04 15.30
    Hamburger SV - FC Ingolstadt 04 15.30
    Bor. Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 18.30
    So. 28.08.16  
    Hertha BSC - SC Freiburg 15.30
    Hoffenheim - RB Leipzig 17.30
    letzte Aktualisierung: 18:05:51

    02.02.2016
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