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Champions League | Achtelfinale VfL Wolfsburg - Mehr Demut als Vorfreude

UEFA Champions League - KAA Gent - VfL Wolfsburg, 17.02.2016 20:25 Uhr
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    Schalke 04 - VfL Wolfsburg
    (Quelle: dpa)
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    (Quelle: zdf)

    von Christian Otto

    Kampfspiel statt Komfortzone: Die Champions-League-Partie bei KAA Gent (heute, 20.45 Uhr / ZDF ab 20.25) verlangt dem VfL Wolfsburg den Beweis ab, ob die Stars Lust auf einen Kraftakt haben. 

    Zu bequem, zu emotionslos, zu lethargisch - der Ruf, den sich so mancher Profi aus dem Starensemble des VfL Wolfsburg erworben hat, klingt wenig charmant. Doch seitdem der
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    Vizemeister in der Bundesliga den eigenen Erwartungen hinterher rennt, nimmt der Gegenwind spürbar zu.

    Spürbare Verunsicherung

    "Die Kritik tut weh. Aber sie war auch absolut gerechtfertigt", gesteht Julian Draxler. Der Mittelfeldspieler gehört zu jenen Könnern, die der VfL Wolfsburg mit viel Geld angeheuert hat, um national wie international zu glänzen.

    Im Achtelfinal-Hinspiel bei KAA Gent besteht eine erstklassige Gelegenheit, so manchen Mangel gegen frisch Ruhm einzutauschen. Die Aussicht auf einen Platz im Viertelfinale ist verlockend und müsste Beine machen.

    VfL ist Favorit

    In der Partie beim belgischen Meister, dessen Elf im Kollektiv überzeugt, ist Wolfsburg Favorit. Trotzdem nähert sich der Vizemeister seiner großen Chance mit mehr Demut als Vorfreude an. Wochen der Rückschläge haben selbst gestandene Männer wie Mittelfeldass Luiz Gustavo verunsichert.

    Dank des soliden 2:0 (2:0)-Heimsieges in der Bundesliga gegen den FC Ingolstadt ist zumindest bewiesen: Auch die Wolfsburger können sich an formschwachen Tagen aufraffen anstatt sich ihrem Schicksal zu ergeben.

    Suche nach Grundtugenden

    Es ist eine sonderbare Mischung, die sich beim VfL Wolfsburg eingeschlichen hat. Seine prominent besetzte Mannschaft empfindet es als logisch, zur Elite des bezahlten Fußballs zu gehören. Aber auf dem Weg zu mehr Konstanz steht oft zu große Bequemlichkeit im
    UEFA Champions League - KAA Gent - VfL Wolfsburg

    Mittwoch 17.02.2016, 20:25 - 23:15 Uhr
    Moderator: Jochen Breyer

    Übertragung aus Gent/Belgien
    Reporter: Béla Réthy
    Moderation: Jochen Breyer
    Experte: Oliver Kahn

    anschl.
    Zusammenfassungen weiterer Spiele
    AS Rom - Real Madrid
    Paris St. Germain - FC Chelsea
    Benfica Lissabon - Zenit St. Petersburg

    Weg. "Die Qualität ist da. Die Grundtugenden müssen wieder her", findet Dieter Hecking.

    Der VfL-Trainer vermisst bei seinem Team häufig die Bereitschaft, sich schinden und den Erfolg erzwingen zu wollen. Hecking hat bei seiner Klettertour auf der Karriereleiter für Trainer vor allem im Dialog mit Spielern wie Bas Dost, Nicklas Bendtner, Max Kruse und André Schürrle schon herbe Töne angeschlagen. Im Fall von Bendtner ist keinerlei positive Reaktion darauf zu erkennen, was auf einen Mangel an Respekt schließen lässt.

    Fluch der guten Taten

    Seit dem Amtsantritt von Geschäftsführer Klaus Allofs wird stets betont, dass der Verein eine Karriere in Schritten der Vernunft anpeilt. Dabei war nicht vorgesehen, dass wie in 2015 gleich eine Vizemeisterschaft und der Pokalsieg herausspringen. Der Fluch dieser guten Taten verfolgt eine Mannschaft, die erst noch lernen muss, dass sich Erfolg nicht auf Knopfdruck wiederholt.

    Manchmal wirkt das VfL-Team wie eine Belegschaft, deren gemeinsamer Nenner nicht die Lust auf gute Fußballspiele, sondern bloß die hohe Zielvorgabe des Arbeitgebers ist.

    Mittelmaß nicht akzeptabel

    Das Dumme am Volkswagen-Konzern finanzierten VfL-Modell ist: Wer große Ziele ausruft und seinen Kader konsequent mit Könnern aus aller Welt verstärkt, hat Probleme damit, temporäres Mittelmaß als normale, branchenübliche Rückschläge zu verkaufen. "Der Druck ist da. Aber wir dürfen die Geduld nicht verlieren", sagt Allofs. Er mahnt zur Gelassenheit und fordert zugleich Erfolge ein. Offenbar hat die Mannschaft Probleme damit, solch zwiespältige Vorgaben richtig zu deuten. 

    Fakten zur Champions League 2016/2017

    Der Weg nach Cardiff

    Nationalstadion von Wales in Cardiff

    Der Austragungsort des Finals der UEFA Champions League 2017 ist das Nationalstadion von Wales in Cardiff (Bild). Es bietet 74.500 Zuschauern Platz.

    Wann finden die Auslosungen statt?

    12.12.2016: Achtelfinale
    17.03.2017: Viertelfinale
    21.04.2017: Halbfinale

    Wann finden die Spiele statt?

    13. – 14.09.2016: Gruppenphase, 1. Spieltag
    27. – 28.09.2016: Gruppenphase, 2. Spieltag
    18. – 19.10.2016: Gruppenphase, 3. Spieltag
    01. – 02.11.2016: Gruppenphase, 4. Spieltag
    22. – 23.11.2016: Gruppenphase, 5. Spieltag
    06. – 07.12.2016: Gruppenphase, 6. Spieltag
    14. – 15.02.2017 und 21. – 22.02.2017: Achtelfinale, Hinspiele
    07. – 08.03.2017 und 14. – 15.03.2017: Achtelfinale, Rückspiele
    11. – 12.04.2017: Viertelfinale, Hinspiele
    18. – 19.04.2017: Viertelfinale, Rückspiele
    02. – 03.05.2017: Halbfinale, Hinspiele
    09. – 10.05.2017: Halbfinale, Rückspiele
    03.06.2017: Finale

    Die Champions-League-Sieger (seit 1993)

    Real Madrid CL-Sieger 2016

    1993 Olympique Marseille

    1994 AC Mailand

    1995 Ajax Amsterdam

    1996 Juventus Turin

    1997 Borussia Dortmund

    1998 Real Madrid

    1999 Manchester United

    2000 Real Madrid

    2001 Bayern München

    2002 Real Madrid

    2003 AC Mailand

    2004 FC Porto

    2005 FC Liverpool

    2006 FC Barcelona

    2007 AC Mailand

    2008 Manchester United

    2009 FC Barcelona

    2010 Inter Mailand

    2011 FC Barcelona

    2012 FC Chelsea

    2013 Bayern München

    2014 Real Madrid

    2015 FC Barcelona

    2016 Real Madrid (im Bild)

    Meiste Siege:

    5 x Real Madrid

    4 x FC Barcelona

    3 x AC Mailand

    2 x Manchester United

    2 x Bayern München

    1 x Borussia Dortmund

    Sieben weitere Mannschaften haben die Champions League je einmal gewonnen.

    Die erfolgreichsten Trainer

    Rekordhalter: Reals Trainer Carlo Ancelotti

    23 Mal wurden bislang Champions-League-Sieger gekürt. Carlo Ancelotti (Bild) hat den Titel als einziger Trainer drei Mal gewonnen.

    Meiste Champions-League-Titelgewinne als Trainer
    3 x Carlo Ancelotti/ITA (2003 und 2007 mit dem AC Mailand, 2014 mit Real Madrid)
    2 x Jose Mourinho/POR (2004 mit dem FC Porto, 2010 mit Inter Mailand)
    2 x Josep Guardiola/ESP (2009 und 2011 mit dem FC Barcelona)
    2 x Vicente del Bosque/ESP (2000 und 2002 mit Real Madrid)
    2 x Ottmar Hitzfeld/GER (1997 mit Borussia Dortmund und 2001 mit Bayern München)
    2 x Alex Ferguson/SCO (1999 und 2008 mit Manchester United)
    2 x Jupp Heynkes/GER (1998 mit Real Madrid und 2013 mit Bayern München)

    Meiste Endspiel-Teilnahmen als Trainer
    4 x Carlo Ancelotti/ITA (2003*, 2005, 2007* mit dem AC Mailand, 2014* mit Real Madrid)
    4 x Alex Ferguson/SCO (1999*, 2008*, 2009, 2011 mit Manchester United)
    4 x Marcello Lippi/ITA (1996*, 1997, 1998, 2003 mit Juventus Turin)
    3 x Ottmar Hitzfeld/GER (1997* mit Borussia Dortmund, 1999, 2001* mit Bayern München)
    3 x Fabio Capello/ITA (1993, 1994*, 1995 mit dem AC Mailand)
    3 x Louis van Gaal/NED (1995*,1996 mit Ajax Amsterdam, 2010 mit Bayern München)
    3 x Jupp Heynckes/GER (1998* mit Real Madrid, 2012 und 2013* mit Bayern München)

    Deutsche Trainer im Champions-League-Finale
    3 x Ottmar Hitzfeld (1997* mit Borussia Dortmund, 1999 und 2001* mit Bayern München)
    3 x Jupp Heynckes (1998* mit Real Madrid, 2012 und 2013* mit Bayern München)
    1 x Klaus Toppmöller (2002 mit Bayer Leverkusen)
    1 x Jürgen Klopp (2013 mit Borussia Dortmund)

    *Champions-League-Sieger

    Europas Rekordtorschützen

    Cristiano Ronaldo und Messi
    • Cristiano Ronaldo (POR/Real Madrid) 95 Tore
    • Lionel Messi (ARG/FC Barcelona) 86 Tore
    • Raúl González (ESP) 71 Tore
    • Ruud van Nistelrooy (NED) 60 Tore
    • Andriy Shevchenko (UKR) 59 Tore
    • Thierry Henry (FRA) 51 Tore
    • Filippo Inzaghi (ITA) 50 Tore
    • Zlatan Ibrahimović (SWE/Manchester United) 49 Tore
    • Alfredo Di Stéfano (ESP) 49 Tore
    • Eusébio(POR) 47 Tore
    • Karim Benzema (FRA/Real Madrid) 46 Tore
    • Alessandro Del Piero (ITA) 44 Tore
    • Didier Drogba (CIV) 44 Tore
    • Fernando Morientes (ESP) 37 Tore
    • Thomas Müller (GER/Bayern München) 37 Tore
    • Ferenc Puskás (HUN) 35 Tore
    • Wayne Rooney (ENG/Manchester United) 34 Tore
    • Gerd Müller (GER) 34 Tore
    • Samuel Eto’o (CAM/Antalyaspor) 33 Tore
    • Robert Lewandowski (POL/Bayern München) 33 Tore
    • David Trezeguet (FRA) 32 Tore

    [Fett = Spieler noch bei europäischem Klub aktiv;

    inkl. Qualifikation und Play-Off-Spielen;

    Quelle: uefa.com; Stand: 13.09.2016]

    Die Sieger des Landesmeisterpokals (1955 - 1992)

    1956 Real Madrid
    1957 Real Madrid
    1958 Real Madrid
    1959 Real Madrid
    1960 Real Madrid
    1961 Benfica Lissabon
    1962 Benfica Lissabon
    1963 AC Mailand
    1964 Inter Mailand
    1965 Inter Mailand
    1966 Real Madrid
    1967 Celtic Glasgow
    1968 Manchester United
    1969 AC Mailand
    1970 Feyenoord Rotterdam
    1971 Ajax Amsterdam
    1972 Ajax Amsterdam
    1973 Ajax Amsterdam
    1974 Bayern München
    1975 Bayern München
    1976 Bayern München

    1977 FC Liverpool
    1978 FC Liverpool
    1979 Nottingham Forest
    1980 Nottingham Forest
    1981 FC Liverpool
    1982 Aston Villa
    1983 Hamburger SV
    1984 FC Liverpool
    1985 Juventus Turin
    1986 Steaua Bukarest
    1987 FC Porto
    1988 PSV Eindhoven
    1989 AC Mailand
    1990 AC Mailand
    1991 Roter Stern Belgrad
    1992 FC Barcelona

    Meiste Siege:

    6 x Real Madrid

    4 x FC Liverpool

    4 x AC Mailand

    3 x Ajax Amsterdam

    3 x Bayern München

    17.02.2016
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