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Formel 1

Hinter Vettel die Veränderungen

  • Bild Anlauf zur nächsten Saison
  • Bilderserie Dramatisches Finale in Sao Paulo
  • Bilderserie Alle GP-Sieger der Saison 2012
  • Bilderserie Vettel: Vom Turbo-Kid zum Weltmeister
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    Formel 1
    BilderserieDramatisches Finale in Sao Paulo
    formel 1 - gp brasilien / Quelle: dpa
    (25.11.2012)
    BilderserieAlle GP-Sieger der Saison 2012
    Jenson Button Melbourne / Quelle: imago
    (11.11.2012)
    BilderserieVettel: Vom Turbo-Kid zum Weltmeister
    Sebastian Vettel als Kind [M]
    (25.11.2012)
    von Ulrich Amann

    Der Champion ist eine Konstante: Sebastian Vettel hat seinen dritten Formel-1-Fahrertitel in Serie geholt. Im Schatten seines Triumphs zeichnen sich für 2013 schon einige Veränderungen ab - und es gibt noch viele Fragezeichen.

    In der Formel 1 bleibt nach dem Saisonfinale in Brasilien auf den ersten Blick alles beim Alten: Sebastian Vettel ist Weltmeister – wie 2011, wie 2010. Red Bull ist Teamweltmeister – wie 2011, wie 2010. Die Erfolgskombination wird auch in der kommenden Saison unverändert bestehen: Vettel im Red Bull mit der Startnummer Eins, Mark Webber mit der Zwei, die seit nunmehr vier Jahren bewährte Fahrerkombination. Hinter den Roten Bullen läuft allerdings die große Rochade.

    Sergio Perez

    Sergio Perez

    Nur noch ein Top-Cockpit zu haben

    Rekordweltmeister Michael Schumacher wird 2013 nicht mehr am Start sein. Er beendet seine Karriere – zum zweiten Mal. Und wohl endgültig. Schumachers Mercedes-Cockpit an der Seite von Nico Rosberg übernimmt Lewis Hamilton (bisher McLaren). Hamiltons Nachfolger beim britischen Traditionsrennstall wird wiederum der junge Mexikaner Sergio Pérez (22), der in der zurückliegenden Saison mit drei Podestplätzen für Sauber überzeugte.

    Bei Sauber indes heuert Nico Hülkenberg an. Dieser verlässt Force India, obwohl er dort noch einen Vertrag hat. Sein Teamkollege bei Sauber wird mit Esteban Gutiérrez der bislang einzige bestätigte Neueinsteiger für 2013. Der Mexikaner fuhr bisher in der GP2-Serie. Somit sind fast alle Plätze bei den zumindest halbwegs ambitionierten Teams vergeben. Nur eines ist noch zu haben: Das zweite Lotus-Cockpit neben Kimi Raikkönen, der mit Platz drei in der Fahrer-Wertung eine famose Comeback-Saison hingelegt hat.

    Sechs Piloten ohne Job

    Erster Anwärter auf den attraktivsten offenen Platz ist der Franzose Romain Grosjean. Er hatte diesen Platz schon 2012, ist aber in die Kritik geraten, weil er einige Unfälle verursachte und vom Weltverband FIA deshalb sogar für ein Rennen gesperrt wurde. Zuletzt verdichteten sich allerdings die Anzeichen, dass er bei Lotus eine weitere Chance erhält.

    Pedro de la Rosa

    Pedro de la Rosa

    Sechs Piloten der aktuellen Saison sind ohne Cockpit für 2013, neben Grosjean noch Kamui Kobayashi (bisher Sauber), Bruno Senna (Williams), Heikki Kovalainen und Witali Petrow (beide Caterham) sowie Narain Karthikeyan (HRT). Für das zweite Cockpit hat HRT Pedro de la Rosa zwar schon bestätigt, allerdings zählt das Team zu den Wackelkandidaten – Gerüchte um einen möglichen Rückzug gehen um. Zugleich liefert HRT eines der interessantesten Fahrergerüchte: Qing-Hua Ma könnte das zweite Cockpit übernehmen – und wäre dann erster Chinese in der Formel 1.

    Zittern um den Nürburgring

    Wie auch immer das Fahrerfeld aussieht: Die Fans werden es vermutlich einmal weniger als zuletzt zu sehen bekommen. Wie 2012 hatte der neue Kalender zunächst zwar 20 Rennen umfasst, allerdings wurde New Jersey, wo ein zweiter GP in den USA steigen sollte, schon wieder gestrichen. Die Bauarbeiten sind hinter dem Zeitplan, die Streckenpremiere ist nicht zu halten.

    Das Deutschland-Rennen ist zwar auf den 14. Juli terminiert, noch ist aber unklar, wo es stattfinden wird: Am Nürburgring streiten sich die Eigentümer mit den involventen Pächtern der Strecke um die Rückgabe des "Rings". Vom Ausgang des Streits hängt auch die Formel-1-Zukunft des Nürburgrings ab. Als Alternative ist ein Rennen in Hockenheim im Gespräch, obwohl die Badener gemäß Rotation eigentlich nur in geraden Jahren dran sind.

    Ästheten dürfen sich freuen

    Bleibt noch das Reglement. Hier wird es zwar keine weltbewegenden Neuerungen aus technischer Sicht geben, dafür aber eine ganz erhebliche aus ästhetischer: Die Zeit der hässlichen Höcker geht nach einer Saison wieder zu Ende. Künftig sind Abdeckungen für die Nase erlaubt.

    Pressestimmen zum Brasilien-GP

    "Vettel-Wahnsinn!"

    ITALIEN

    "La Gazzetta dello Sport": "Super-Alonso heldenhaft, Vettel weltmeisterlich. Der zweite Platz des Spaniers reichte nicht. Ehre dem Weltmeister. Er hat den Titel verdient. Das war ein sensationelles Rennen.“

    "Tuttosport": "Alonso verliert die WM wegen drei Punkten. Jetzt gebt ihm endlich ein ordentliches Auto!"

    "La Repubblica": "Super-Alonso reicht nicht. Vettel ist zum dritten Mal Weltmeister. Das Wunderkind imitiert Schumacher und Fangio. Er hat den Titel einer großartigen WM verdient. Michael Schumacher bleibt eine Legende."

    "Corriere della Sera": "Regen, Unfälle und Pannen - aber Vettel hält stand. Der Golden Boy der Formel 1 holt seinen dritten Titel."

    SPANIEN:

    "El País": "Den wirklichen Wert eines Champions kann man nicht anden Titeln messen, die er errungen hat, sondern auch an den Rivalen, die er bezwingen musste. Sebastian Vettel erfüllt mit seinem Lorbeerkranz, den er in Interlagos gewann, das eine wie das andere
    Kriterium."

    "As": "Wir Spanier können auf Fernando Alonso stolz sein. Wir hatten auf ein Wunder gehofft. Dazu brauchte es ein Chaos im letzten Rennen. Das Chaos kam, aber es reichte nicht ganz aus. Glückwunsch an Sebastian Vettel! Der Deutsche ist ein hervorragender Rennfahrer und hat den Titel verdient."

    FRANKREICH:

    "Le Parisien": "Vettel geht in die Geschichte ein. Wenn der Deutsche in diesem Rhythmus weiter macht, hat er mit 30 Jahren Schumacher und dessen sieben Titel überholt."

    "Libération": "Sebastian Vettel tritt aus Schumachers Schatten und macht seinen Spitznamen 'Baby-Schumi' endgültig vergessen."

    "L'Equipe": "Vettel schließt zu den Giganten auf. Die Karriere des 25-Jährigen gleicht einem Aufstieg mit Überschallgeschwindigkeit."

    BRASILIEN:

    "Globo-TV": "Was für ein Spektakel. Ein Rennen wie in einem Spielberg-Film."

    SCHWEIZ:

    "Blick": "Vettel-Wahnsinn! Er geht durch die Regen-Hölle und kommt heil ins Ziel. Sebastian Vettel braucht 101 Rennen für drei Titel - und das Glück der großen Champions. Mehr Action bietet fast kein Kino-Thriller aus Hollywood. Es war ein würdiges WM-Finale. Mit einem würdigen Weltmeister namens Sebastian Vettel."

    "Tages-Anzeiger": "Für Vettel ist es der dritte Sieg in Serie, eine ähnliche glückte in 62 Jahren Formel 1 nur Juan Manuel Fangio (1954-1956) und Michael Schumacher (2000-2003). Das zeigt, in welche Gesellschaft der Triumph Vettel rückt.“

    "Basler Zeitung": "Dass Vettel im chaotischen letzten Rennen der bisher längsten Saison der Formel-1-Geschichte die Nerven behielt, war ein Meisterstück."

    NIEDERLANDE:

    "Algemeen Dagblad": "In einem Spektakel greift Vettel sich den Weltmeistertitel. Erneut hat Vettel große Spannkraft bewiesen, indem er sehr rasch einen Fehler gutmachte und noch vorn schoss. Dabei bekam er Schützenhilfe seines prominenten Landsmanns Michael
    Schumacher, der ihn im letzten Formel-1-Rennen seiner Karriere vorbeiziehen ließ."

    BELGIEN:

    "De Morgen": "Große Emotionen bei Red Bull. Sowohl Christian Horner als auch Sebastian Vettel konnten die Tränen nicht zurückhalten. Ein spannenderes Finale dieser schönen Saison wäre kaum denkbar gewesen. Drei auf einen Streich für Red Bull und für Vettel. Aber sie haben in dieser Saison auch wirklich nichts geschenkt bekommen."

    26.11.2012
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