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20.06.2013

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Fußball-Bundesliga - Werder Bremen

Klaus Allofs - Ernte oder Kohle?

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    Klaus Allofs
    LivecenterAlle Spiele, alle Tore
    (Quelle: ZDF)
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    Kurzmeldung

    • Bayern bittet Eintracht zum Topspiel 23:00 09.11.2012
      Mainz 05 hat zum Auftakt des elften Spieltags mit 2:1 (2:1) gegen den 1.FC Nürnberg gewonnen. Am Samstag (15.30 Uhr) stehen fünf weitere Partien auf dem Plan. Das Topspiel steigt zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt. Eintracht-Coach Armin Veh hat in seiner Trainerkarriere beim FC Bayern stets verloren. "Nur Fantasten glauben doch, dass man nach München fährt und die mal schnell weg haut", weiß Veh. Borussia Dortmund ist bei Schlusslicht Augsburg klarer Favorit, Schalke erwartet Werder Bremen. Der HSV gastiert beim SC Freiburg, Düsseldorf bekommt es mit Hoffenheim zu tun.

    • Leverkusen weiter ohne Torwart Leno 15:03 09.11.2012
      Bayer Leverkusen muss auch im Sonntagsspiel beim VfL Wolfsburg auf Stammtorwart Bernd Leno verzichten. Nach seiner Ellenbogen-OP soll er erst nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Wie in den vergangenen drei Pflichtspielen wird ihn Michael Rensing vertreten. Mit nach Wolfsburg fahren der angeschlagene Stürmer Stefan Kießling und der wiedergenesene Innenverteidiger Philipp Wollscheid fahren. Lars Bender, der in der Europa League gegen Rapid Wien geschont wurde, dürfte in die Anfangsformation zurückkehren. Erstmal zum Kader soll Sebastian Boenisch gehören.

    • Watzke rechnet mit Lewandowski-Abgang 13:33 09.11.2012
      Hans-Joachim Watzke schließt einen Weggang von Stürmer Robert Lewandowski vor dessen Vertragsende im Juni 2014 nicht mehr aus. "Wenn Robert seinen Vertrag bis zum Ende der Saison nicht verlängert, dann machen wir es wie immer: Wir setzen uns zu dritt zusammen und diskutieren über das weitere Vorgehen. Das Ergebnis ist dabei völlig offen", sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund zu Spiegel Online. Ziel sei es, mit Lewandowski zu verlängern. Sollte sich der Pole aber nicht mit dem BVB einigen, könnte Dortmund wohl nur noch im kommenden Sommer eine angemessene Ablöse erzielen.

     von Ralf Lorenzen

    Klaus Allofs hat gemeinsam mit Trainer Thomas Schaaf die Mannschaft von Werder Bremen in dieser Saison neu erfunden. Die Zauberformel lautet: weniger Geld, mehr Spielfreude. Doch vor dem Gastspiel bei Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr, zdfsport.de-Liveticker) sind Spekulationen aufgetaucht, Werders Sportdirektor wolle auch mal mit mehr Geld spielen.


    Seit am Donnerstagnachmittag die ersten Meldungen über den angeblich bevorstehenden Wechsel von Klaus Allofs auf den Sportdirektor-Posten des VfL Wolfsburg die Runde machten, tobt das branchenübliche Spiel aus Gerüchten, Spekulationen und halbherzigen Dementis. Seriös lässt sich die Frage, wo Klaus Allofs demnächst tätig ist, zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht beantworten.

    Probleme schnell angepackt
    Was allerdings sicher ist: Unabhängig von seinem Verbleib hat Allofs in dieser Saison seinen bisherigen Erfolgen beim SV Werder noch ein Meisterstück hinzugefügt. Er hat in einem Geschäftsfeld reüssiert, an dem sich die Kollegen in den deutschen Profiklubs regelmäßig die Zähne ausbeißen: dem Umbruch.

    Viele meinen, die Spekulationen um den Allofs-Wechsel hingen mit dem Verlust von 13,9 Millionen Euro zusammen. Diese Summe nannte der Werder-Vorstand bei der Mitgliederversammlung in der vergangenen Woche. Doch so kurzfristig denken Bremer Kaufleute nicht. "Hier wird gut gearbeitet", sagte Werder-Aufsichtsrat Werner Brinker, Chef eines regionalen Energieversorgers. "Die Probleme wurden nicht nur erkannt, sondern es wurde auch schnellstmöglich gehandelt."

    Rücklagen, von denen andere nur träumen
    Es wird weitgehend der soliden Geschäftsführung von Allofs zugeschrieben, dass in den letzten Jahren überhaupt so viele Gewinnrücklagen geschaffen wurden, die den Verlust nun problemlos ausgleichen können. Schon für die laufende Saison wird an der Weser wieder mit einem ausgeglichenen Haushalt gerechnet. Aussichten, von denen der Gegner Schalke 04 nur träumen kann.

    Wer seinen Kader einmal auf Champions-League-Niveau hochgefahren hat, tut sich schwer, sich anschließend wieder mit kleineren Zielen zu begnügen. Das zeigt am besten das Beispiel des Bremer Nachbarn HSV: Der hatte seinen letzten Auftritt in der Champions League 2006, investierte unter Präsident Bernd Hoffmann aber fleißig weiter in den vermeintlich kurz bevorstehenden Wiedereinzug in die Königsklasse. Heute ist die Kasse so leer, dass teure Transfers nur noch mit Hilfe eines ungeliebten Investors möglich sind.

    Reißleine gezogen
    Vor der vergangenen Saison kam es auch in Bremen kurzzeitig zu einem öffentlich ausgetragen Disput zwischen Allofs und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Willi Lemke. Ein Jahr lang wurde der in Champions League aufgebaute Kader gehalten, obwohl Bremen international nicht mitspielte - doch dann zog Klaus Allofs die Reißleine. Teure Spieler wie Pizarro, Mertesacker und Wiese wurden abgegeben und der Etat für den Kader um fünf Millionen Euro reduziert.

    Allofs erntete dafür viel Skepsis, denn zwischenzeitlich schien der Manager sein gutes Händchen für Neuverpflichtungen verloren zu haben. Nachdem er jahrelang schmerzvolle Abgänge wie die von Johan Micoud und Diego immer wieder hervorragend kompensiert hatte, unterliefen ihm nach der Ära Özil ein paar teure Fehleinschätzungen, siehe die Brasilianer Carlos Alberto und Wesley.

    THEODOR GEBRE SELASSIE - Beitrag Langtext / Quelle: imago

    Theodor Gebre Selassie, tschechischer Nationalspieler
    Quelle: imago

    Neue Euphorie
    Nun aber beweisen Allofs und Schaaf mit dem notwendig gewordenen Umbruch, dass sie eine ganze Mannschaft neu erfinden können. Auf höheren Niveau wohlgemerkt.

    Mit den neuverpflichteten Eljero Elia und Theodor Gebre Selassie, den ausgeliehenen Nils Petersen und Kevin De Bruyne, den erstarkten Aaron Hunt, Zlatko Junuzovic und Marko Arnautovic sowie dem Nachwuchsmann Niclas Füllkrug steht da plötzlich die jüngste Bundesliga-Mannschaft auf dem Platz. Ein Team, das Spielfreude und Offensivgeist verbreitet wie lange nicht mehr. Auch wenn Rückschläge nicht ausbleiben, ist in Bremen nach Jahren der Starre eine neue Euphorie entstanden.

    Mit Leib und Seele
    Wer Klaus Allofs in Gesprächen über Werder Bremen erlebt, kann sich kaum vorstellen, dass er nicht mehr dabei sein will, wenn die Ernte eingefahren wird. Möglicherweise haben aber auch die Scharmützel der Vorsaison Verletzungen hinterlassen, die er bislang professionell kaschiert hat.

    Möglicherweise aber will sich Klaus Allofs aber auch endlich einmal selbst neu erfinden. Und zeigen, dass er nicht nur mit vergleichsweise wenig Mitteln Erfolge haben, sondern auch viel Geld sinnvoll einsetzen kann. Dafür wäre dann Wolfsburg wirklich die bessere Wahl.

    Zur Zeit finden keine Spiele statt.

    11. Spieltag

    VfB Stuttgart - Hannover 96 2:4 (2:0)

    Stuttgart - Hannover 96   / Quelle: dpa

    Sechs Tore, drei Elfmeter und eine gelungene Aufholjagd: Der VfB Stuttgart und Hannover 96 haben sich ein packen des Spiel geliefert, das die Niedersachsen mit 4:2 (0:2) für sich entscheiden konnten.

    Beide Teams boten den Zuschauern in Stuttgart eine hochinteressante Partie mit zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten. Der VfB agierte in Hälfte eins selbst- und treffsicher. Das änert sich abrupt in den zweiten 45 Minuten, nicht zuletzt weil der eingewechselte Schlaudraff das Spiel der 96er nach der Pause lenkte und die Kollegen zu vier Toren antrieb.

    STATISTIK:

    VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka (80. Molinaro) - Kuzmanovic - Harnik (72. Okazaki), Holzhauser (75. Hajnal), Gentner, Traoré - Ibisevic

    Hannover 96: Zieler - Cherundolo (87. Sakai), Eggimann, Haggui, Rausch - Schmiedebach, Schulz - Stindl, Huszti (46. Schlaudraff) - Sobiech (66. Abdellaoue), Diouf

    Schiedsrichter: Brych (München) - Zuschauer: 50.600
    Tore: 1:0 Gentner (21.), 2:0 Ibisevic (37./Foulelfmeter), 2:1 Sobiech (57.), 2:2 Schlaudraff (65./Handelfmeter), 2:3 Abdellaoue (68.), 2:4 Abdellaoue (73./Foulelfmeter)
    Gelbe Karten: Boka (1), Kuzmanovic (1) / Diouf (2), Huszti (2), Schmiedebach (2)

    Greuther Fürth - Borussia M'gladbach 2:4 (2:1)

    greuther-fürth - borussia mönchengladbach spielszene / Quelle: dpa

    Borussia Mönchengladbach hat den vierten Saisonsieg eingefahren. Beim tapfer kämpfenden Aufsteiger Greuther Fürth kamen die Fohlen nach einem emotionalen Spiel zu einem 4:2 (1:2)-Erfolg.

    Fürth erwischte einen Auftakt nach Maß. Nehrig verwandelte den ersten Elfer für die Kleeblätter in der Bundesliga überhaupt. Kurz darauf sah Kleine Rot und musste vom Platz. Doch auch nach dem Ausgleich durch einen Kopfball von Wendt ließ sich Fürth nicht schocken. Noch vor der Pause brachte Prib den Aufsteiger wieder nach vorne. Dank Tore von Stranzl, Herrmann und Marx setzte sich der Favorit dann aber doch durch.

    STATISTIK:

    SpVgg Greuther Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Fürstner, Pekovic - Sararer (72. Mikkelsen), Prib, Stieber (15. Sobiech) - Asamoah (49. Nöthe)

    Borussia. Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Marx - Rupp, Arango (86. Xhaka) - Herrmann (66. Mlapa), Hanke (78. de Camargo)

    Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen) - Zuschauer: 18.000 (ausverkauft)
    Tore: 1:0 Nehrig (10./Foulelfmeter), 1:1 Wendt (22.), 2:1 Prib (43.), 2:2 Stranzl (51.), 2:3 Herrmann (57.), 2:4 Marx (90.+2/Handelfmeter)
    Gelbe Karten: Mavraj (3) / -
    Gelb-Rote Karten: Pekovic (90.+2/Handspiel) / -
    Rote Karten: Kleine (12./Notbremse) / -

    Wolfsburg - Leverkusen 3:1 (3:0)

    Diego jubelt / Quelle: dapd

    Der VfL Wolfsburg hat gegen Bayer ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Wölfe siegten klar und deutlich mit 3:1 (3:0) gegen schwache Leverkusener.             
                                           
    Die ersten Hälfte dominierte - angetrieben von einem überragenden Diego - der VfL nach Belieben. Ein Doppelpack des Brasilianers, garniert mit einem Treffer von Dost, bedeutete die auch in dieser Höhe verdiente Pausenführung. In den zweiten 45 Minuten kamen die Leverkusener zwar besser ins Spiel, blieben aber weit unter ihren Möglichkeiten. Die Wölfe machten nur noch das Nötigste, der Sieg für die Niedersachsen geriet zu keiner Zeit in Gefahr.

    STATISTIK:

    VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Naldo, Kjaer, Schäfer - Polak, Josué - Hasebe (89. Kahlenberg), Diego (90. Madlung), Olic - Dost (86. Jönsson)

    Bayer Leverkusen: Rensing - Carvajal, Friedrich, Wollscheid, Hosogai (46. Boenisch) - Bender, Reinartz, Hegeler (46. Renato Augusto) - Castro (75. Junior Fernándes), Schürrle - Kießling

    Schiedsrichter: Dankert (Rostock) - Zuschauer: 24 825
    Tore: 1:0 Diego (4.), 2:0 Diego (16.), 3:0 Dost (33.), 3:1 Kießling (90.+1)
    Gelbe Karten: Naldo (3) / Boenisch (1), Reinartz (2), Wollscheid (3)

    STIMMEN:

    Lorenz-Günther Köstner (VfL Wolfsburg): "Wenn man bis zum 11. November auf den ersten Bundesliga-Heimsieg warten muss, kann man sich vorstellen, was jetzt bei uns los ist. Das hat sich nach dem 1:0 durch Diego alles entladen. Wegen der ersten Halbzeit bin ich stolz auf die Mannschaft. Auch nach der Pause haben wir konzentriert weitergespielt und kaum Fehler gemacht."

    Sascha Lewandowski (Bayer Leverkusen): "In der ersten Halbzeit sind wir in allen Belangen schwach aufgetreten. Wir haben das vermissen lassen, was uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hat. Wir waren absolut neben der Spur. Es ist aber erst das zweite Mal in meiner Amtszeit, dass wir nach dem Spiel wirklich unzufrieden sind. Wir wollen jetzt gestärkt aus dieser Situation hervorgehen."

    FC Bayern München - Eintracht Frankfurt 2:0 (1:0)

    FC Bayern - Eintracht Frankfurt / Quelle: ap

    Bayern München hat sich im Spitzenspiel gegen Eintracht Frankfurt schwer getan, ohne sich eine Blöße zu geben. Der Tabellenführer siegte mit 2:0 (1:0).

     

    Der FCB begann gut, das Spiel kippte mit zunehmender Dauer aber zu Gunsten der mutig aufspielenden Eintracht. Die Bayern fanden kaum Räume, hatten kurz vor der Pause allerdings mit einem Konter Erfolg. Ribery war in der 44. Minute zur Stelle. Der FCB hatte bis zur Pause noch zwei weitere Großchancen. Nach dem Wechsel waren die Münchner tonangebend. Frankfurt blieb durch Gegenstöße gefährlich. Nach Alabas Elfer zum 2:0 war das Spiel vorzeitig entschieden.

    STATISTIK:

    Bayern München: Neuer - Lahm, Boateng (32. van Buyten), Dante, Alaba - Martinez, Schweinsteiger - Robben, Toni Kroos (71. Timoschtschuk), Ribery - Pizarro (58. Thomas Müller)

    Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Anderson, Demidov, Oczipka - Schwegler (84. Lanig), Rode - Aigner (58. Occean), Inui - Matmour, Meier

    Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)
    Tore: 1:0 Ribery (44.), 2:0 Alaba (77., Foulelfmeter)
    Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)
    Gelbe Karten: - Aigner, Inui (2), Demidov

    STIMMEN:

    Jupp Heynckes (Bayern München): "Es war ein hart umkämpfter Sieg. Wir hätten sicher auch in Rückstand geraten können. Es ist nicht immer leicht, den Schalter von der Champions League auf die Bundesliga umzulegen. Wir haben nicht so entschlossen gewirkt wie gewohnt. Wenn es mal nicht so frei von der Leber weg funktioniert, dann muss man clever und intelligent spielen. Das haben wir getan."

    Armin Veh (Eintracht Frankfurt): "Es war ein intensives Spiel, ein schnelles Spiel. Was mich maßlos ärgert, ist, dass wir ein paar Minuten vor der Halbzeit aus einer Standardsituation in einen Konter laufen. Entschieden hat's der Elfmeter, der keiner war. Das hat uns ein bisschen das Genick gebrochen. Leider sind wir für unsere Leistung nicht belohnt worden. Wir haben aber auch gegen einen Gegner gespielt, der in einer anderen Liga spielt."

    Schalke 04 - Werder Bremen 2:1 (0:1)

    Schalke 04 - Werder Bremen / Quelle: dpa

    Schalke 04 hat das Heimspiel gegen Werder Bremen gedreht und siegte nach 0:1-Rückstand noch 2:1.

     

    Die Gastgeber hatten die erste dicke Chance der Begegnung, als Huntelaar 38 Sekunden nach Spielbeginn an Torwart Mielitz scheiterte. Es sollte die letzte klare Chance für S04 in Durchgang eins bleiben. "Königsblau" spielte zwar gefällig, im Gegensatz zu den konternden Gästen, die zur Pause 1:0 führten, aber nicht zielstrebig. Das änderte sich nach dem Wechsel. Ein Standard brachte Schalke den Ausgleich. Neustädter köpfte nach Freistoß ein (60.). Draxler drehte per Konter das Spiel, das aber bis zum Schluss ausgeglichen blieb.

    STATISTK:

    Schalke 04: Unnerstall - Höwedes, Kyriakos Papadopoulos, Matip, Christian Fuchs - Jones (90. Moritz), Neustädter - Farfan, Holtby, Afellay (46. Draxler) - Huntelaar (63. Marica)

    Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Lukimya, Sokratis, Schmitz (90. Prödl) - Junuzovic (81. Akpala) - De Bruyne, Hunt - Arnautovic, Elia (67. Füllkrug) - Petersen

    Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)
    Tore: 0:1 Hunt (16.), 1:1 Neustädter (60.), 2:1 Draxler (69.)
    Zuschauer: 61.673 (ausverkauft)
    Gelbe Karten: Neustädter (2) - Hunt (2)

    STIMMEN:

    Huub Stevens (Schalke 04): "Wenn man gegen eine so starke Mannschaft wie Werder Bremen in Rückstand gerät, wird es natürlich sehr schwierig. Aber wie schon gegen Arsenal sind wir zurückgekommen, der Charakter der Mannschaft ist einfach super. Das Glück in der letzten Situation des Spiels haben wir uns erarbeitet."

    Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen): "Wir haben viele Fehler selbst gemacht. Darüber ärgere ich mich am meisten. Wir haben das Spiel hier voll im Griff über 60 Minuten. Dann kriegen wir einen Freistoß - ob berechtigt oder nicht - und schlafen dann. Das ist das Ding, was wir uns selbst anheften müssen."

    SC Freiburg - Hamburger SV 0:0

    SC Freiburg - Hamburger SV / Quelle: dpa

    Beim 0:0 zwischen Freiburg und dem Hamburger SV haben die Zuschauer ein Spiel mit zwei Gesichtern erlebt. Während in der ersten Halbzeit der Hamburger SV die Partie dominierte und sich einige Chancen herausspielte, drehten die Breisgauer in der zweiten Spielhälfte auf.

     

    Die Hausherren waren in Überzahl nach der berechtigten gelb-roten Karte für Scharner zwar spielerisch überlegen, konnten aber ihre Möglichkeiten nicht verwerten. Hektisch wurde es in der Nachspielzeit, als der SC nach einem Zupfer von Aogo vehement einen Elfmeter forderte, Schiedsrichter Perl aber nicht pfiff.

    STATISTIK:

    SC Freiburg: Baumann - Mujdza, Krmas, Diagne, Sorg - Schuster, Makiadi - Schmid (79. Hedenstad), Daniel Caligiuri (85. Jendrisek) - Freis (69. Rosenthal), Kruse

    Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Scharner, Westermann, Jansen (87. Aogo) - Badelj, Arslan - Beister (40. Bruma), Son (90.+3 Tesche) - Rudnevs, van der Vaart

    Schiedsrichter: Günter Perl (Pullach)

    Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)
    Gelb-Rote Karte: Scharner wegen wiederholten Foulspiels (35.)
    Gelbe Karten: Daniel Caligiuri (4), Schuster (4) - van der Vaart (2), Badelj (4), Adler (2)

    STIMMEN:

    Christian Streich (SC Freiburg): "Bei uns waren einige Spieler angeschlagen. Deswegen haben wir uns entschieden, defensiver als sonst zu stehen. Vor allem, weil die Hamburger Mannschaft mitlerweile so gut besetzt ist. Nach dem Platzverweis haben wir es erst nicht gut gemacht, das wurde dann die letzten 25 Minuten besser. Aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt."

    Thorsten Fink (Hamburger SV): "In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht. Da hätten wir schon 2:0 führen können. Dann hat der Platzverweis alles über den Haufen geworfen. Im letzten Jahr hätte uns so etwas noch umgehauen. In der zweiten Halbzeit bin ich aber mit der Defensivleistung meiner Mannschaft zufrieden. Nach dem Spielverlauf bin ich mit dem einen Punkt zufrieden."

    FC Augsburg - Borussia Dortmund 1:3 (0:1)

    FC Augsburg - Borussia Dortmund / Quelle: ap

    Borussia Dortmund hatte beim FC Augsburg lange Probleme. Am Ende setzte sich der Meister doch noch souverän mit 3:1 (1:0) durch.

     

    Dortmund ging früh durch einen Geniestreich von Reus in Führung. In der neunten Minute zirkelte der Nationalspieler den Ball ins Netz. Danach aber war der Aufsteiger die bessere Elf. Der BVB hatte es Keeper Weidenfeller zu verdanken, dass die Führung bis zur Pause Bestand hatte. Aber auch zu Beginn der zweiten Hälfte war der Meister hellwach. Lewandowski erhöhte schnell auf 2:0 (51.) und sorgte mit dem 3:0 endgültig für klare Verhältnisse.

    STATISTIK:

    FC Augsburg: Jentzsch - Callsen-Bracker, Sebastian Langkamp, Klavan, Ostrzolek - Ottl, Vogt (84. Bance) - Koo, Baier, Werner (60. Musona) - Oehrl (69. Mölders)

    Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Felipe Santana, Hummels, Schmelzer - Sven Bender, Gündogan - Großkreutz, Götze (76. Leitner), Reus (85. Kirch) - Lewandowski (74. Schieber)

    Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
    Tore: 0:1 Reus (9.), 0:2 Lewandowski (51.), 0:3 Lewandowski (70.), 1:3 Mölders (82.) Zuschauer: 30.660 (ausverkauft)

    Gelbe Karten: Sebastian Langkamp (2), Vogt (4) - Sven Bender, Weidenfeller

    STIMMEN:

    Trainer Markus Weinzierl (FC Augsburg): "Ich habe eine engagierte und couragierte Leistung meiner Mannschaft gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir eine sehr gute Partie abgeliefert. Wir waren offensiv gefährlich, aber machen aus unseren Chancen zu wenig. Wir belohnen uns nicht für den unheimlich hohen Aufwand, den wir betreiben. Wir brauchen Punkte, das ist das Einzige, was zählt."

    Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Das war ein ganz hartes Stück Arbeit. In der ersten Halbzeit war es sein sehr, sehr enges Spiel - mit einem wunderschönen Tor für uns und der einen oder anderen Chance für Augsburg. Da hat Roman Weidenfeller großartig reagiert. In der zweiten Halbzeit hat das deutlich besser ausgesehen. Wir haben zwei schöne Tore erzwungen. Danach haben wir das Spiel kontrolliert. Am Ende haben wir 3:1 gewonnen, das ist nicht unverdient."

    Fortuna Düsseldorf - TSG 1899 Hoffenheim 1:1 (1:1)

    Fortuna Düsseldorf - 1899 Hoffenheim / Quelle: dpa

    Fortuna Düsseldorf rennt nach einem 1:1 (1:1) gegen 1899 Hoffenheim weiter dem ersten Heimsieg in der Bundesliga seit 15 Jahren hinterher. Robbie Kruse schoss den Aufsteiger zwar früh in Führung, doch den Kraichgauern gelang noch vor der Pause der Ausgleich.

     

    Die Partie war über weite Strecken ein Spiegelbild der Tabellensituation beider Teams: viele Fehlpässe, kaum Spielfluss, wenige Torchancen. Richtig lebhaft ging es nur in der ersten Viertelstunde zu, danach wurde nur noch wenig Unterhaltsames geboten. Fortuna konnte trotz 40-minütiger Überzahl nicht besser, 1899 spielte nur auf Halten.

    STATISTIK:

    Fortuna Düsseldorf: Giefer - Levels, Langeneke, Juanan, van den Bergh - Bodzek, Oliver Fink (66. Reisinger) - Garbuschewski (66. Lambertz), Bellinghausen - Kruse, Ilsö (86. Voronin)

    TSG 1899 Hoffenheim: Wiese - Beck, Jensen, Compper, Johnson - Williams, Rudy - Firmino (77. Grifo), Usami (53. Streker) - Joselu (90.+1 Derdiyok), Volland

    Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)
    Tore: 1:0 Kruse (4.), 1:1 Joselu (39.)
    Zuschauer: 41.200
    Gelb-Rote Karte: Compper wegen wiederholten Foulspiels (51.)
    Gelbe Karten: Levels (3) - Firmino (2)

    STIMMEN:

    Norbert Meier (Fortuna Düsseldorf): "Wir hatten eine gute Organisation. In Überzahl ist es ein gefährliches Spiel. Es war ichtig, dass die Mannschaft nach vier Niederlagen wieder einen Teilerfolg verbucht hat. Man muss davon Abstand nehmen, dass man pausenlos zu hundertprozentigen Torchancen kommt."

    Markus Babbel (1899 Hoffenheim): "Das Ergebnis geht in Ordnung. In Unterzahl haben wir es sehr gut verstanden, zu verteidigen. In der ersten Halbzeit haben wir sehr lange gebraucht, bis wir Zugriff auf das Spiel bekommen haben. Nach der Gelb-Roten Karte ging ein Ruck durch die Mannschaft."

    FSV Mainz 05 - 1. FC Nürnberg 2:1 (2:1)

    Spielszene Mainz - Nürnberg / Quelle: dapd

    Mainz 05 hat den vierten Heimsieg in Serie gefeiert. Gegen den 1.FC Nürnberg kamen die Rheinhessen zu einem 2:1 (2:1)-Erfolg. Die 05er erwischten einen Traumstart und gingen durch Nicolai Müller und Ivanschitz früh in Führung. Vom Club war lange nichts zu sehen. Der Japaner Kiyotake weckte mit einem Weitschuss seine Teamkollegen, kurz vor der Pause schaffte Nilsson den Anschluss.

    Nach dem Wechsel entwickelte sich eine offene Partie, in der der Mainzer Kirchhoff nur die Latte traf. Die Franken drängten auf den Ausgleich, doch das Tuchel-Team brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

    STATISTIK:

    FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Svensson (46. Kirchhoff), Noveski, Júnior Díaz - Baumgartlinger, Soto - Nicolai Müller, Ivanschitz (81. Zabavnik), Rukavytsya (60. Polanski) - Szalai

    1. FC Nürnberg: Rakovsky - Nilsson, Chandler, Klose, Plattenhardt - Balitsch (74. Polter), Simons - Kiyotake, Gebhart (74. Mak), Esswein (74. Frantz) - Pekhart

    Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne) - Zuschauer: 31.390
    Tore: 1:0 Nicolai Müller (12.), 2:0 Ivanschitz (21.), 2:1 Nilsson (40.)
    Gelbe Karten: Baumgartlinger (5), Júnior Díaz (2), Noveski (3), Soto (2), Szalai (2) / Balitsch (5), Kiyotake (2), Nilsson (1), Plattenhardt (1), Simons (3)

    STIMMEN:

    Thomas Tuchel, Trainer Mainz 05: "Ich bin sehr zufrieden. Wir haben 25, 30 Minuten in allen Belangen dominiert. Dann haben wir einen Gang zurück geschaltet und Nürnberg erlaubt, ins Spiel zu kommen. In der zweiten Halbzeit waren wir dem Tor näher, daher ist der Sieg auch verdient."

    Dieter Hecking, Trainer 1. FC Nürnberg: "Dass wir nach 20 Minuten 0:2 hinten liegen war natürlich nicht geplant. Wir haben zweimal die entscheidenden Zweikämpfe verloren. Danach haben wir gezeigt, was wir uns von Anfang an vorgenommen haben  in der zweiten Halbzeit war es ein sehr leidenschaftliches Fußballspiel. Da aber die ersten 20 Minuten auch dazu gehören, war es eine verdiente Niederlage."

    10.11.2012
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