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Champions League im ZDF | 20.25 Uhr

Bayern gegen das Tannenbaum-System

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  • Bilderserie Bayerns Ausrutscher in Minsk
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    BilderserieBayerns Ausrutscher in Minsk
    Pavlov zum 1:0 / Quelle: reuters
    (02.10.2012)

    Kurzmeldung

    • 17:20 04.12.2012Kurzmeldung

      Bayern ohne erkälteten Pizarro 17:20 04.12.2012
      Bayern München muss im Champions- League-Spiel gegen BATE Borissow ohne Stürmer Claudio Pizarro antreten. Der peruanische Fußball-Nationalspieler fällt wegen einer Erkältung aus. Außerdem fehlen dem deutschen Rekordmeister beim Spiel um den Gruppensieg an diesem Mittwochabend in der Münchner Arena Arjen Robben, der nach einem Muskelfaserriss im Aufbautraining ist, sowie die verletzten Holger Badstuber (Kreuzbandriss), Luiz Gustavo (LeistenOperation) und Emre Can (Bänderriss).

    • 12:55 03.12.2012Kurzmeldung

      Bayern-BATE: ZDF mit dreimal Oliver 12:55 03.12.2012
      Mit einem Sieg gegen BATE Borisov möchten sich Bayern München den Spitzenplatz in der Champions-League-Gruppe F sicher. Das ZDF überträgt das Spiel am Mittwoch live von 20.25 Uhr an aus der Arena in München. Dreimal Oliver heißt es wieder im ZDF-Team: Moderator der Sendung ist Oliver Welke, Experte ist Oliver Kahn zum Einsatz, das Spiel kommentiert Oliver Schmidt. Um 19.25 Uhr sehen Sie bereits das CL-Magazin. Bayern München hatte sich am fünften Spieltag der Gruppenphase mit einem 1:1-Unentschieden beim FC Valencia vorzeitig für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert.

    • 11:12 04.12.2012Kurzmeldung

      FC Bayern strebt Gruppensieg an 11:12 04.12.2012
      Nach dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions League will sich Bayern München im letzten Vorrundenspiel gegen BATE Borissow auch den Gruppensieg sichern. "Das muss unser Ziel sein, um im Achtelfinale zuerst auswärts zu spielen und dem einen oder anderen großen Kracher aus dem Wege zu gehen", erklärte Bayern-Chef Rummenigge vor der Partie an diesem Mittwoch (ab 20.25 Uhr live im ZDF). Mit jeweils zehn Punkten sind die Bayern ebenso wie der FC Valencia bereits weiter. Durch den besseren direkten Vergleich mit Valencia wären die Bayern bei einem Sieg definitiv Gruppenerster.

    • 14:22 04.12.2012Kurzmeldung

      Chelsea "wie ein verwundetes Tier" 14:22 04.12.2012
      Der FC Chelsea könnte der erste Titelverteidiger sein, der in der Gruppenphase scheitert. Die britische "Sun" kann sich nicht daran erinnern, Chelsea jemals so schlecht gesehen zu habe. "Die Mannschaft gleicht einem verwundeten Tier, und alle Gegner werden in den nächsten Monaten Blut riechen", heißt es vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Nobodys aus Nordsjaelland. Die Chancen auf das Achtelfinale sind eher theoretischer Natur. Nur mit drei Punkten gegen die Dänen und einem gleichzeitigen Sieg des bereits fürs Achtelfinale qualifizierte Donezk gegen Juventus ist ein Weiterkommen möglich.

    von Tim Rieke, spielverlagerung.de

    Das Achtelfinale hat der FC Bayern schon gebucht, am Mittwochabend (20.45 Uhr / ZDF live und zdfsport-Liveticker) geht’s um den Gruppensieg. Der Gegner BATE Borissow ist gewiss kein übermächtiger. Doch das haben sich die Bayern vor dem ersten Spiel gegen die Weißrussen sicher auch gedacht – und prompt verloren.

    Diese Überraschung gelang BATE dank eines geschickten Wechsels der Grundformation: Von der 4-3-1-2-Standardsystem mit Raute im Mittelfeld zur defensiveren 4-3-2-1-Variante, umgangssprachlich auch als Tannenbaum-System bekannt. Wahrscheinlich werden die Weißrussen auch diesmal auf ihre Hinspiel-Taktik setzen.

    Verdichtung im Zentrum
    Der größte Vorteil dieser Formation liegt in seiner Kompaktheit im Zentrum, an die kaum ein anderes System herankommt. Zum einen wird dies durch gleich fünf zentrale Mittelfeldspieler bedingt, zum anderen durch deren geometrische Anordnung.

    Borissow bejubelt das 1:0 / Quelle: dpa

    Gefeierter Mann im ersten Spiel: Alexander Pawlow (2. v.l.)
    Quelle: dpa

    Die vielen defensiven Dreiecke verschließen sämtliche Schnittstellen in der Mitte, da „über“ jeder Schnittstelle ein weiterer Spieler positioniert ist. Es war diese massierte Sicherheit in der Spielfeldmitte, die den Bayern um Kroos und Martínez keine Freiheiten gewährte. Daher war der Rekordmeister größtenteils zum Spiel über die Flügel gezwungen.

    Die Bedeutung der Flügel
    Eine wichtige Rolle kommt im 4-3-2-1 auch den beiden offensiven Mittelfeldspielern zu, die praktisch eine Doppel-Zehn bilden – im Hinspiel bestehend aus Hleb und Pawlow. In ihrer Halbposition vor den drei Sechsern sollen sie nicht nur die Mitte stabilisieren, sondern gleichzeitig Kontakt zu den gegnerischen Außenverteidigern halten. Diese haben keinen direkten Gegenspieler und sind somit die potenziell größte Gefahr für das 4-3-2-1. Für den Vorteil in der Zentrale opfert BATE also den direkten Druck auf die Flügel.

    Ob die Weißrussen mit ihrem System erneut Erfolg haben können, hängt also davon ab, wie gut es ihnen gelingt, das logischste Gegenmittel gegen ihre Formation zu verteidigen. Aus Bayern-Sicht sind daher zweifelsohne Lahm und Alaba die Schlüsselspieler, die ihre Freiheiten mit geschickt getimten Läufen aus der Tiefe ausnutzen müssen. Ähnlich wie beim furiosen 6:1 gegen Lille muss es den Bayern gelingen, dass ihre Gegner die Flügelverteidigung nicht aufrecht halten können.

    BATEs Kontergefahr
    Auch aus defensiven Gesichtspunkten ist die richtige Balance der Außenverteidiger entscheidend. Bei zu offensiver Ausrichtung öffnen sich nämlich im Rücken der beiden genau jene Räume, die BATE schon im Hinspiel gefährlich ansteuerte und die Borissow auch dieses Mal suchen wird.

    Hier zeigen sich zwei weitere Stärken des 4-3-2-1: Zum einen können die tödlichen Vertikalvorstöße Richtung Tor aufgrund der stark besetzten zentralen Räume flexibel von dem Mittelfeldspieler ausgeführt werden, der gerade am besten postiert ist. So hatte im Raum hinter Lahm keiner der beiden Zehner, sondern der Sechser Wolodkow im Hinspiel die gefährlichsten Momente bei Kontersituationen.

    Kurze Wege zum Tor
    Zum anderen haben diese Akteure durch ihre engere Stellung kürzere Wege zum Tor – gerade verglichen mit jenen, die Lahm und Alaba aus einer breiten Flügelposition zurücklegen müssen, wenn sie bei einem gegnerischen Konter nach hinten eilen. Durch diese formativen Eigenheiten können die entscheidenden Meter Vorsprung entstehen.

    Ribery / Quelle: ap

    Kein schöner Abend in Minsk: Franck Ribéry.
    Quelle: ap

    Aufgrund dieser defensiven Anfälligkeit darf das Münchner Angriffsspiel nicht zu stark auf die Flügelattacken beschränkt bleiben. Trotz der sehr hohen Kompaktheit des 4-3-2-1 in der Spielfeldmitte muss auch das Zentrum bespielt werden. Dabei könnte Bastian Schweinsteiger, der im Hinspiel erst spät eingewechselt wurde, ein entscheidender Mann werden. Das Vorgeben von Takt und Rhythmus und das Dirigieren von Angriffen in die richtigen Räume, was Schweinsteiger so gut beherrscht, werden gegen BATE essenziell sein.

    Taktgeber Schweinsteiger
    Die Bayern trafen in der Königsklasse übrigens schon im Februar 2011 auf eine solche 4-3-2-1-Formation. Beim Achtelfinal-Hinspiel gegen Inter Mailand waren damals Dejan Stankovic und Wesley Sneijder hinter Samuel Eto'o positioniert. Sneijder fand damals wegen einer engen Deckung durch Luiz Gustavo keine Räume für Konter.

    Mit einer starken Leistung der beiden Außenverteidiger und einem dominanten Strippenzieher Schweinsteiger gelang den Bayern damals eine vorbildliche Leistung gegen dieses System, wofür sie sich mit einem 1:0-Sieg belohnten. Bei einer ähnlich guten Leistung winkt diesmal der Gruppensieg.

    05.12.2012
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