Champions League | BVB - Manchester City
Eine Frage der Ehre
BildRoberto Mancini
von Peter BuschDie hochbezahlten Kicker von Manchester City haben bislang keines ihrer Champions-League-Spiele gewonnen. In Dortmund (Anstoß: 20.45 Uhr /
zdfsport-Liveticker) können sie ein wenig Wiedergutmachung leisten.Zwei Niederlagen, drei Unentschieden - der englische Meister kann die Ergebnisse in der Champions League nicht schön reden. Genau deshalb sprechen weder Club noch Fans derzeit gern über europäischen Fußball. Das Spiel gegen den BVB wird zur Randnotiz. ManCitys Augenmerk liegt schon jetzt auf dem Match gegen Manchester United am Wochenende.Sir Alex sticheltDoch im Vorfeld dieses Derbys weiß ManU-Boss Sir Alex Ferguson genau, dass er den Rivalen aus derselben Stadt mit einem Hinweis auf Europa ärgern kann. "Ein Ausscheiden aus der Champions League ist für keinen Club dieser Größe gut. Nichts ist besser als ein großer Abend auf der europäischen Bühne. So etwas gibt Schwung für die ganze Saison", stichelt Ferguson in Richtung Trainer-Kollege Roberto Mancini.
ManCity bleibt da nur die Hoffnung auf eine rosige Zukunft. "Wir werden die Champions League eines Tages gewinnen", sagt der Brasilianer Maicon kurz vor dem Aufbruch gen Dortmund. Ein Sieg könnte wenigstens noch das Tor zur Europa League öffnen. Für Maicon ist das aber nicht der einzige Grund, sich richtig anzustrengen: "Wir spielen um unsere Ehre, aber natürlich auch für handfeste Ergebnisse. Wir wollen weiter in Europa dabei sein, selbst wenn es nicht im Top-Wettbewerb ist."Wenig Lust auf Europa LeagueDie Europa League genießt in England allerdings keinen guten Ruf. Zu viele Spiele für zu wenig Geld, heißt es da oft. Viele City Fans sehen das ebenso. "Auf die Spiele am Donnerstag können wir gut verzichten," meint Dave Allen aus Manchester.Auf Twitter spekulieren die Anhänger von City, dass der BVB vielleicht nicht sein stärkstes Team aufs Feld schickt, weil die Dortmunder bereits als Gruppensieger fest stehen. City selbst wird kaum Spieler schonen können. Zu lang ist die Liste der Verletzten: Alexander Kolarow, Jack Rodwell, James Milner, Gael Clichy und Micah Richards. Außerdem ist Yaya Touré nach drei gelben Karten gesperrt.Watzke kritisiert Premier LeagueTrotz des millionenschweren Kaders hat Trainer Roberto Mancini also Personalprobleme. Die großen britischen Zeitungen stürzen sich derweil auf Aussagen von BVB-Chef Watzke, der die Nähe der Fans zu den Clubs der Bundesliga lobt. Das sei in England auch einmal so gewesen, aber die Übernahme der Vereine durch Investoren hätte das geändert. "Alle haben mir gesagt, du kannst in der Champions League mit Mannschaften wie Manchester nicht mithalten, die haben mehr Geld. Aber wir versuchen es selbst, auf unsere Weise," so Watzke gegenüber dem "Guardian".Viele Fußballexperten in England geben Watzke Recht. Sie schielen schon lange neidisch auf die Atmosphäre in deutschen Stadien, wo noch Fußball mit Leib und Seele gelebt wird. Ebenso sehen das Fans der weniger reichen englischen Vereine. So sagt Everton-Fan "NubiBlue" per Twitter: "Mancini denkt, ManCity sei ein großer Club. Nein, Mancini, ihr seid kein großer Club, nur ein reicher Club."
04.12.2012
ZITAT
„Wir werden die Champions League eines Tages gewinnen.”Maicon, Manchester City





