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Zu Gast im aktuellen sportstudio

René Adler: "Sich beweisen fern des Fußballs"

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    René Adler, Torwart beim HSV, spricht mit Michael Steinbrecher und seinem Freund, dem Golfer Martin Kaymer, u. a. über die "extrem schwierige Zeit" während seiner Verletzungspause und den Plan, BWL zu studieren.

    (06.10.2012)
    Video#_MME_4_Torwand
    (06.10.2012)
    BilderserieEine Karriere voller Höhen und Tiefen
    Rene Adler / Quelle: imago
    (28.09.2012)
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    Kurzmeldung

    • 23:19 06.10.2012Kurzmeldung

      Adler: "War extrem schwierige Zeit" 23:19 06.10.2012
      Nach zweijähriger Verletzungsmisere ist Rene Adler zurück im Rampenlicht. Als sicherer Rückhalt des Hamburger SV ist der Keeper auch wieder im Fokus von Bundestrainer Joachim Löw. Die Frage nach dem DFB-Team nerve ihn nicht, bekannte er im "aktuellen sportstudio". "Es ist schön, dass sie kommt", so der Profi im Gespräch mit Michael Steinbrecher. Schließlich seien die letzten beiden Jahre eine "extrem schwierige Zeit" gewesen. Er habe sich auch gefragt, was bleibe, wenn der Fußball mal wegfallen sollte. Vor diesem Hintergrund will Adler nun ein Studium beginnen. "Das reizt mich", so der Keeper.

    • 14:12 05.10.2012Kurzmeldung

      Löw traut Adler DFB-Comeback zu 14:12 05.10.2012
      HSV-Torhüter Rene Adler muss auf sein Comeback in der deutschen Nationalelf noch warten, Joachim Löw hat die TopLeistungen des Neu-Hamburgers, der am Samstag Gast im "aktuellen sportstudio" sein wird, aber durchaus registriert. "Ich traue ihm absolut den Sprung wieder zu", erklärte der Bundestrainer. "Wenn er verletzungsfrei ist, ist er ein Torhüter, der auf ganz hohem Niveau spielen kann", sagte Löw. Derzeit aber sieht der Coach "keinen Anlass", an der gegenwärtigen Torwart-Konstellation in seiner Mannschaft etwas zu ändern, "weil wir von der Qualität der drei Torhüter überzeugt sind".

    das aktuelle sportstudio vom 6.10.

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    Zusehen, wie andere seinen Platz einnehmen, das kennt René Adler zur Genüge: Erst Manuel Neuer im Nationalteam, dann Bernd Leno in Leverkusen. Beim HSV präsentiert sich der Torwart nach einjähriger Verletzungspause so stark wie nie zuvor. Die Rückkehr in die Nationalmannschaft scheint nur eine Frage der Zeit. Am Samstag  war Adler zu Gast im aktuellen sportstudio.

    Großartige Torwart-Paraden gibt es Woche für Woche. Doch manchmal laufen Torhüter zu Leistungen auf, über die noch Jahre später geredet wird. Weil sie kurz vor Schluss den einen Unhaltbaren gehalten haben, wie "Fußball-Gott" Toni Turek im WM-Finale 1954. Oder weil sie mit einer ganzen Batterie sensationeller Parden die Favoriten zur Verzweiflung brachten, wie Polens Nationaltorwart Jan Tomaszewski 1973 im Wembley-Stadion die Engländer - als Polen das Tickt für die WM in Deutschland löste.

    Glanzleistung beim Debüt
    Das erste Bundesliga-Spiel von Rene Adler gehört in die zweite Kategorie. "Adler, immer wieder Adler", titelten die Zeitungen nach dem 1:0-Sieg von Bayer Leverkusen gegen hoch überlegene Schalker am 25. Februar 2007.


    Eigentlich sollte Adler den gesperrten Stammkeeper Jörg Butt nur für ein Spiel vertreten - aber nach dieser Leistung wäre es "ein Verbrechen" gewesen, wie die "Süddeutsche Zeitung" schrieb, ihn wieder auf die Bank zu setzen.


    Auf Schalker Seite hatte in diesem Spiel ein gewisser Manuel Neuer wenig Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Wenig später hatte Adler auch in der Nationalmannschaft bessere Karten als Neuer und fuhr als dritter Torwart zur EM 2008.

    "Ein reiner Titan"
    "Was er gehalten hat, war schon unmenschlich. Er hat uns ganz allein besiegt". Fünf Jahre nach seinem Debüt wiederholen sich die Kommentare von damals - wie hier von Hannover-96- Stürmer Mohammed Abdellaoue. Ähnliche Äußerungen gab es schon nach dem HSV-Sieg gegen Borussia Dortmund und dem Unentschieden in Mönchengladbach. Ohne die damit eingefahrenen Punkte, wäre die große Gala zum 125-jährigen HSV-Jubiläum am letzten Samstag eine ziemlich trübe Veranstaltung geworden.


    So aber konnte ihn Olli Dittrich unter dem Jubel der Zuschauerin die Fußstapfen von Oliver Kahn setzten. "Er ist ein reiner Titan - er ist der neue Torwart-Titan", ließ der der Komiker seine Figur "Dittsche" im Bademantel ausrufen.

    Adler war das fast ein bisschen peinlich. "Das ist mir jetzt relativ unangenehm", sagte er gerührt, "schließlich spiele ich ja nicht alleine." Das war sehr freundlich gegenüber seinen Mitspielern, die ihn oft genug allein lassen.

    Dreimal Aus nach Verletzungen
    Vielleicht rührte die Zurückhaltung auf den Titan-Vergleich aber auch daher, dass er unangenehme Erinnerungen in ihm wachrief. Sein Name fiel nicht zum ersten Mal in Zusammenhang mit dem Edelmetall. Nach einer Trainingsverletzung im Mai 2006 wurde eine Rippe durch eine Titanplatte verstärkt. Acht Monate fiel Adler damals aus. Dennoch verletzte er sich vier Jahre später wieder an den Rippen und verpasste die WM 2010, wo er fest als Stammtorwart eingeplant war. Den Job übernahm bekanntlich Manuel Neuer.

    Wenig später nach einer weiteren Verletzung, diesmal am Knie, und mehrmonatiger Zwangspause, musste Adler tatenlos mit ansehen, wie mit Bernd Leno ein Jüngerer seinen Platz im Tor von Bayer Leverkusen einnahm.

    Lebensversicherung für wacklige Hamburger
    Nicht wenige schrieben Adler, den die Boulevardpresse zu seiner Leverkusener Zeit gern als Lebemann mit schnellen Autos präsentierte, schon ab. Groß waren die Zweifel, ob er sein Topniveau wieder erreichen würde.

    HSV-Sportdirektor Frank Arnesen handelte sich viel Skepsis ein, als er Adler vor dieser Saison für den HSV verpflichtete. Inzwischen gilt dies als sein Königstransfer. Adler ist nicht nur Publikumsliebling, sondern Führungsspieler und Lebensversicherung für die schwer einzuschätzende HSV-Mannschaft.

    "Hamburg ist das Beste, was mir passieren konnte", sagt der gebürtige Leipziger. "Ich konnte wegen der Verletzung fast ein Jahr kein Fußball spielen. Jetzt bin ich körperlich topfit - und habe einen Spaß wie noch nie zuvor!"

    Löw plant noch nicht mit Adler

    Trotz seiner derzeit guten Leistungen plant Bundestrainer Joachim Löw noch nicht mit dem Hamburger Torwart, traut ihm aber ein Comeback in der DFB-Elf zu: "Ich traue ihm absolut den Sprung wieder zu." Im Moment allerdings hält er die Qualität der derzeitigen Nationaltorhüter für überzeugend genug, um an der Konstellation nichts zu ändern.

    04.10.2012
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