Handball-WM: Spanien - Deutschland
"Wie bei einem Stierkampf"
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Der spanische Handball ist dringend auf einen Erfolg bei der Heim-WM angewiesen. Das Team von Trainer Valero Rivera baut im Viertelfinale gegen Deutschland am Mittwoch, 19 Uhr, auf den traditionell großen Heimvorteil, die Deutschen auf faire Schiedsrichter.
Es kann krachen im Pabelon Principe Felipe in Saragossa. Davon haben die deutschen Handballer schon am Montagabend einen Eindruck bekommen. „Das ist wie beim Stierkampf“, sagt Horst Bredemeier, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB). Über die tosende, „heißblütige Atmosphäre“, berichtete Linksaußen Dominik Klein, nachdem die DHB-Auswahl das Achtelfinale zwischen Spanien und Serbien (31:20) beobachtet hatte. Die lärmende Kulisse werde sie im Viertelfinale am Mittwoch (19 Uhr/ARD live) eher noch motivieren, versprach der 162-malige Nationalspieler vom THW Kiel. Wenn man im Tunnel spiele, total fokussiert, störe das nicht, versichert Abwehrchef Oliver Roggisch von den Rhein Neckar-Löwen.DHB-Team voller SelbstvertrauenDas Team von Bundestrainer Martin Heuberger fühlt sich also gewappnet. Und auch gestählt durch die Erfahrungen aus der EM 2012 in Serbien, als es trotz feindseliger Stimmung in Nis gegen Mazedonien siegte. Die Profis aus Wetzlar, Mannheim und Berlin sind auch voller Selbstvertrauen, weil sie in der Vorrunde mit Olympiasieger Frankreich einen großen Gegner mit ihrem Tempospiel in die Knie gezwungen haben. Und dennoch, das belegen nicht nur die Wettquoten, geht die Auswahl des DHB-Auswahl als krasser Außenseiter in dieses K.o.-Spiel.Zu groß ist der Heimvorteil, der sich dem Gastgeber bietet. „Das ist einfach ein entscheidendes Plus“, sagte Valero Rivera, der spanische Nationalcoach, schon vor dem ersten Ballwurf bei der 23. Handball-Weltmeisterschaft. Dieser Satz gründet auf die vielen Spiele in der WM-Geschichte, die sich in den letzten Minuten auf die Seite der Heimteams neigten, auch weil die Schiedsrichter zuweilen unter dem Druck der Kulisse einbrachen.DHB-Gegner Spanien
Weltmeister 2005
Spaniens Handballer gehören seit jeher zu den Besten. Doch einzig bei der WM 2005 in Tunesien standen die Iberer ganz oben auf dem Podest. Aber auch die zweiten Plätze bei den EM 1996, 1998 und 2006 sowie die olympischen Bronzemedaillen 1996, 2000 und 2008 sind Belege für die Qualität. Die Spanier hatten auch bei der WM vor zwei Jahren den dritten Platz belegt.
Resultate bei der WM 2013
Vorrunde
Spanien – Algerien 27:14
Ägypten – Spanien 24:29
Spanien – Australien 51:11
Ungarn – Spanien 22:28
Spanien – Kroatien 25:27
Achtelfinale
Serbien – Spanien 20:31
Viertelfinale
Spanien - Deutschland 28:24 (12:14)
Bilanz gegen Deutschland
58 Spiele:
3 Siege, 5 Remis, 23 Niederlagen
Quelle dpa/sid




