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Handball-WM: Spanien - Deutschland

"Wie bei einem Stierkampf"

  • Video Willkommen im Hexenkessel!
  • Video Löw und Klopp: "Ihr könnt es packen!"
  • Video Brand: "Roggisch erzielt Fortschritte"
  • Liveticker Alle Spiele, Tabellen und mehr
  • VideoWillkommen im Hexenkessel!

    Am Mittwoch treffen die deutschen Handballer im WM-Viertelfinale in Saragossa auf Gastgeber Spanien. "Eine hitzige Atmospäre" dort erwartet nicht nur Nationalspieler Dominik Klein.

    (22.01.2013)
    VideoLöw und Klopp: "Ihr könnt es packen!"

    Die DHB-Auswahl ist bester Stimmung vor dem WM-Viertelfinale am Mittwoch, 19 Uhr, gegen Spanien. Dazu tragen auch die Kollegen vom Fußball bei.

    (23.01.2013)
    VideoBrand: "Roggisch erzielt Fortschritte"

    Heiner Brand, Sportmanager DHB, sieht das WM-Spiel gegen Spanien positiv: "Die Mannschaft hält zusammen, jeder weiß, was zu tun ist." Oliver Roggisch sei der beste Kapitän, "den wir je hatten."

    (23.01.2013)
    LivetickerAlle Spiele, Tabellen und mehr

    Kurzmeldung

    • 13:03 23.01.2013Kurzmeldung

      Fußballer motivieren Handballer 13:03 23.01.2013
      Begeistert haben Bundestrainer Martin Heuberger und die deutsche National- mannschaft auf eine Videobotschaft aus dem Fußball-Lager reagiert. In dem gut dreiminütigen Film mit dem Titel "Auswärtssieg" motivieren Bundestrainer Joachim Löw und andere Bundesliga- Trainer die deutschen Handballer für das Viertelfinale gegen WM-Gastgeber Spanien. Am Ende rät BVB-Coach Klopp: "Den Ball ab und zu mal reinwerfen." In Sachen Viertelfinale gibt sich Löw in der Grußbotschaft optimistisch: "Bislang habt ihr uns absolut viel Freude bereitet. Macht weiter so Jungs, ich glaube, ihr könnt es packen."

    • 09:00 23.01.2013Kurzmeldung

      Brand lobt Heubergers Arbeit 09:00 23.01.2013
      Der ehemalige Handball-Bundestrainer Heiner Brand hat seinem Nachfolger Martin Heuberger ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt. "Martin mit seinem CoTrainer Frank Carstens macht hervorragende Arbeit. Die Mannschaft ist immer sehr gut eingestellt. Sie kennt die Stärken und die Schwächen des Gegners." "In diesem Bereich sind wir sicherlich besser als andere Mannschaften, wo die Trainer offensichtlich nicht so genau arbeiten und nicht so genau hinsehen, was die anderen machen", führte der jetzige Sportmanager des Deutschen Handball-Bundes (DBH) im ZDF-Morgen- magazin weiter aus.

     von Erik Eggers

    Der spanische Handball ist dringend auf einen Erfolg bei der Heim-WM angewiesen. Das Team von Trainer Valero Rivera baut im Viertelfinale gegen Deutschland  am Mittwoch, 19 Uhr, auf den traditionell großen Heimvorteil, die Deutschen auf faire Schiedsrichter. 

    Es kann krachen im Pabelon Principe Felipe in Saragossa. Davon haben die deutschen Handballer schon am Montagabend einen Eindruck bekommen. „Das ist wie beim Stierkampf“, sagt Horst Bredemeier, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB).  Über die tosende, „heißblütige Atmosphäre“, berichtete Linksaußen Dominik Klein, nachdem die DHB-Auswahl das Achtelfinale zwischen Spanien und Serbien (31:20) beobachtet hatte. Die lärmende Kulisse werde sie im Viertelfinale am Mittwoch (19 Uhr/ARD live) eher noch motivieren, versprach der 162-malige Nationalspieler vom THW Kiel. Wenn man im Tunnel spiele, total fokussiert, störe das nicht, versichert Abwehrchef Oliver Roggisch  von den Rhein Neckar-Löwen.

    DHB-Team voller Selbstvertrauen

    Das Team von Bundestrainer Martin Heuberger fühlt sich also gewappnet. Und auch gestählt durch die Erfahrungen aus der EM 2012 in Serbien, als es trotz feindseliger Stimmung in Nis gegen Mazedonien siegte. Die Profis aus Wetzlar, Mannheim und Berlin sind auch voller Selbstvertrauen, weil sie in der Vorrunde mit Olympiasieger Frankreich einen großen Gegner mit ihrem Tempospiel in die Knie gezwungen haben. Und dennoch, das belegen nicht nur die Wettquoten, geht die Auswahl des DHB-Auswahl als krasser Außenseiter in dieses K.o.-Spiel.

    Zu groß ist der Heimvorteil, der sich dem Gastgeber bietet. „Das ist einfach ein entscheidendes Plus“, sagte Valero Rivera, der spanische Nationalcoach, schon vor dem ersten Ballwurf bei der 23. Handball-Weltmeisterschaft. Dieser Satz gründet auf die vielen Spiele in der WM-Geschichte, die sich in den letzten Minuten auf die Seite der Heimteams neigten, auch weil die Schiedsrichter zuweilen unter dem Druck der Kulisse einbrachen.

    DHB-Gegner Spanien

    Weltmeister 2005

    Spaniens Handballer gehören seit jeher zu den Besten. Doch einzig bei der WM 2005 in Tunesien standen die Iberer ganz oben auf dem Podest. Aber auch die zweiten Plätze bei den EM 1996, 1998 und 2006 sowie die olympischen Bronzemedaillen 1996, 2000 und 2008 sind Belege für die Qualität. Die Spanier hatten auch bei der WM vor zwei Jahren den dritten Platz belegt.

    Resultate bei der WM 2013

    Vorrunde

    Spanien – Algerien 27:14

    Ägypten – Spanien 24:29

    Spanien – Australien 51:11

    Ungarn – Spanien 22:28

    Spanien – Kroatien 25:27

    Achtelfinale

    Serbien – Spanien 20:31

    Viertelfinale

    Spanien - Deutschland 28:24 (12:14)

    Bilanz gegen Deutschland

    58 Spiele:

    3 Siege, 5 Remis, 23 Niederlagen

    Quelle dpa/sid

    2007: Bittere Niederlage in der Kölnarena

    Die Spanier können selbst ein Lied davon singen. Sie witterten Betrug, als sie im WM-Viertelfinale 2007 in der Kölnarena in den letzten 20 Minuten gegen die Deutschen kaum mehr einen Pfiff der norwegischen Referees bekamen und mit 25:27-Toren ausschieden. Die Profis aus Barcelona, Leon und Valladolid, die damals als Titelverteidiger antraten, schrien damals Zeter und Mordio. Nach dem folgenden Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich bezeichnete Frankreichs Coach Claude Onesta den Weltverband IHF sogar als deutsche „Mafia“.

    Dass Korruption herrschte in der internationalen Schiedsrichterei, bewiesen dann die Fälle, die im Zuge der Manipulationsaffäre 2009 aufgedeckt wurden. Einige Paare, darunter auch das deutsche Duo Frank Lemme/Bernd Ullrich, mussten ihre Karriere beenden. Insofern sind die Schiedsrichterleistungen weiterhin im Visier der Fachwelt.

    Klubs in der Krise

    Links
    Willkommen im Hexenkessel!
    Zumal auch der spanische Handball in einer tiefen Krise steckt und unbedingt einen Impuls benötigt. Viele Klubs ringen infolge der Finanzkrise um ihre Existenz, einige der besten Profis sind aus diesem Grund bereits ins Ausland gegangen, in derzeit prosperierende Märkte wie Frankreich, Deutschland und Ungarn. „Das ist das wichtigste Turnier für den spanischen Handball überhaupt“, sagt vor diesem Hintergrund Rivera.

    Die Erwartung der Organisatoren, mit der ersten WM auf heimischem Boden dem spanischen dahinsiechenden Handball wieder Atem einzuhauchen, sind zumindest in ökonomischer Sicht nicht erfüllt worden. In der Vorrunde und im Achtelfinale herrschte in den Arenen oft Ruhe. Und natürlich fürchten sie nun eine leere Halle für das Finalwochenende in Barcelona. Genauso wie die deutschen Handballer auf eine faire Partie mit neutralen Schiedsrichtern hoffen.

    23.01.2013
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