Fußball - FIFA
WM 2014 in Brasilien mit Torlinientechnik
BildTor oder kein Tor?
Die Schiedsrichter bei der Fußball-WM 2014 bekommen technische Unterstützung. Der Weltverband FIFA bestätigte nun, dass beim Turnier in Brasilien die in Europa weiter umstrittene Torlinientechnologie GLT eingesetzt wird. Die Regelkommission der FIFA hatte bereits im vergangenen Sommer grünes Licht für die Neuerung gegeben.
"In jedem Stadion wird ein System installiert, das von den Spieloffiziellen vor den Partien jeweils getestet wird", schrieb die FIFA in einer Pressemitteilung. Auch bei der WM-Generalprobe Confed Cup (15. bis 30. Juni) an gleicher Stelle werde das System zum Einsatz kommen.Positive Testphase
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„Ich war immer gegen den Einsatz von Technik im Fußball. Deshalb wird es in den europäischen Wettbewerben keine Torlinien-Technologie geben”Michel Platini
Die Systeme im Überblick
Hawk-Eye
Die aus dem Tennis bekannte Technologie stammt aus England. Bis zu sechs Kameras nehmen das Spielgeschehen auf und funken Bilder an einen zentralen Computer. Dieser berechnet aus der Bildersumme die Position des Balles und sendet bei einem Tor ein Signal auf die Armbanduhr des Schiedsrichters. Ein Schwachpunkt: Liegt ein Spieler auf dem Ball, können keine Bilder aufgenommen werden.
GoalRef
Das Fraunhofer Institut in Erlangen war an der Entwicklung des sogenannten «Intelligenten Tores» maßgeblich beteiligt. Im Torrahmen wird dabei ein Magnetfeld erzeugt. Der Ball enthält drei
Magnetspulen. Überschreitet der Ball die Torlinie, wird durch das Magnetfeld im Tor ein Magnetfeld im Ball aktiviert, und ein zugeschalteter Computer sendet ein Signal auf die Armbanduhr des Schiedsrichters.
AAR
Der Additional Assistent Referee wurde in den Europacup-Wettbewerben und bei der EM getestet. UEFA-Präsident Michel Platini findet die Idee der zusätzlichen Torlinienrichter gut. Sie sollen den
Hauptreferee auf Verstöße im und um den Strafraum aufmerksam machen sowie bei der Torentscheidung helfen. Bei der EM 2012 wurden allerdings die Schwächen durch einen Fehler des Ungarn Istvan Vad im Spiel England gegen Ukraine (1:0) offensichtlich.
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„Ich würde die Technik nur in der Bundesliga oder Champions League einsetzen. Eine Einführung in der C-Klasse halte ich für schwachsinnig.”Uli Hoeneß
Platini schwört auf TorrichterUEFA-Chef Platini spricht sich nach wie vor für die auf europäischer Bühne seit 2009 eingesetzten zwei Torrichter als preiswerte Alternative aus. "Wenn der Torrichter einen Meter von der Linie entfernt ist und eine gute Brille trägt, dann kann er sehen, ob der Ball drin ist oder nicht", betonte Platini. Bei der EURO 2012 in Polen und der Ukraine war das allerdings leider nicht immer der Fall...



