Handball-WM | Viertelfinale
Trotz WM-Aus: DHB-Team zurück in der Weltspitze
VideoRückkehr mit breiter Brust
Video"Viele Talente" und " Weltspitze"
VideoBitteres WM-Aus gegen Spanien
Video"Turnier jetzt nicht schlecht reden"
Die deutschen Handballer sind bei der WM in Spanien im Viertelfinale gescheitert. Trotz starker Vorstellung der DHB-Auswahl in der ersten Hälfte setzten sich die Gastgeber am Ende verdient mit 28:24 (12:14) durch.
Der Höhenflug der deutschen Handballer wurde von Gastgeber Spanien im WM-Viertelfinale gestoppt. Die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger verlor die Partie im Hexenkessel von Saragossa trotz starker Leistung im ersten Abschnitt.Mit fünf Siegen aus sieben Spielen und dem Vorstoß unter die Top 8 der Welt kann die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) aber erhobenen Hauptes den Rückflug antreten. "Wir sind ausgeschieden, das müssen wir erst einmal sortieren. Wir haben eine grandiose WM gespielt und hatten auch heute unsere Chance. Wir haben auf der Platte Gas gegeben", sagte Dominik Klein. Auch Kapitän Oliver Roggisch richtete seine Mitspieler auf. "Wir dürfen nicht vergessen, was wir geleistet haben. Wir haben sie lange geärgert. Wir werden trotzdem ein bisschen feiern."Christophersen bester WerferVor 10.600 Zuschauern im ausverkauften Pabelon Principe Felipe verhinderte auch der Berliner Sven-Sören Christophersen mit sechs Treffern als bester deutscher Werfer die zweite Turnierniederlage nicht. Die Spanier nahmen damit verspätet Revanche für das Viertelfinal-Aus gegen die DHB-Auswahl bei der WM 2007 in Deutschland. Der Weltmeister von 2005 trifft am Freitag in Barcelona im Halbfinale auf Slowenien.Jeder deutsche Angriff wurde von einem gellenden Pfeifkonzert begleitet. Doch der Außenseiter blieb zunächst cool, ließ sich auch von drei vergebenen Großchancen des Kieler Linksaußen Klein in der Anfangsphase nicht aus dem Konzept bringen. In der Abwehr zeigte sich der Mittelblock um Kapitän Oliver Roggisch und Michael Haaß sattelfest, dahinter glänzte Torhüter Silvio Heinevetter erneut. Dem spanischen Rückraum fiel im ersten Durchgang nicht viel ein, um das deutsche Abwehrbollwerk zu knacken.Torhüterwechsel bei Spanien
Zitat
„Die Mannschaft hat toll gekämpft. Wir können stolz auf die Leistung bei der WM sein.”Bundestrainer Martin Heuberger
Nach dem Wechsel kam jedoch zunächst ein kleiner Bruch ins deutsche Spiel. In doppelter Unterzahl vergab Klein zunächst die mögliche Drei-Tore-Führung, dann nutzten die Spanier die Überzahlsituation mit ihren gefürchteten Tempogegenstößen zu ihrem ersten Vorsprung mit zwei Treffern (17:15/34. Minute).
Der Weg ins Finale
Spanien - Deutschland 28:24 (12:14)
Spanien: Sierra, Sterbik - Entrerríos 6, Rocas 1, Maqueda 3, Tomás 7/1, Sarmiento 1, Aguinagalde 7, Cañellas, Montoro, Morros, Ruesga, García, Rivera 3, Ariño, Guardiola
Deutschland: Heinevetter, Lichtlein - Kneer, Roggisch, Wiencek 1, Reichmann, Schmidt 1/1, Fäth, Theuerkauf 4, Groetzki 2, Weinhold 2, Strobel, Haaß 3, Pfahl 1, Klein 4, Christophersen 6/1
Schiedsrichter: Gubica/Milosevic (Kroatien)
Strafminuten: 8 / 14
Zuschauer: 10.600 (ausverkauft)
Finalrunde - Ergebnisse
Viertelfinale am Mittwoch:
Russland - Slowenien 27:28 (13:14)
Dänemark - Ungarn 28:26 (18:11)
Spanien - Deutschland 28:24 (12:14)
Frankreich - Kroatien 23:30 (12:13)
Halbfinale am Freitag:
Spanien - Slowenien
Dänemark - Kroatien
Spiel um Platz 3 am Samstag
Finale am Sonntag, 17.15 Uhr




