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WM-Abfahrt in Schladming

Svindal lässt die Konkurrenz alt aussehen

  • Interaktiv Die WM im Liveticker
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    Aksel Lund Svindal heißt der Sieger bei der WM-Abfahrt in Schladming. Der Topfavorit aus Norwegen setzte sich auf der anspruchsvollen und kraftraubenden "Planai" souverän vor dem Italiener Dominik Paris durch. Überraschungsdritter wurde David Poisson aus Frankreich.  Der einzige deutsche Starter, Stephan Keppler, endete das Rennen auf Rang 24 und mit einer Verletzung im rechten Knie. 

    Für Svindal war es der zweite WM-Titel in der Abfahrt. Der 30-Jährige ist der erste Ski-Rennläufer mit Siegen bei vier aufeinander folgenden Weltmeisterschaften.  Ein Debakel erlebten die österreichischen Gastgeber. Das ÖSV-Team hatte zwar mehrere Mitfavoriten am Start, blieb aber ohne Medaille. Bester Österreicher war Klaus Kröll als Vierter. «Vierter will man hier nicht werden», sagte der 32-Jährige enttäuscht. Damit wartet die Alpenrepublik seit 2005 auf WM-Edelmetall in der Königsdisziplin.

    Stephan Keppler, einziger deutscher Starter, vermied nur mit Mühe einen schweren Sturz und kam mit 3,68 Sekunden Rückstand ins Ziel.

    Von den schwierigen Pistenverhältnissen scheinbar unbeeindruckt raste Svindal mit über 110 Stundenkilometern in Richtung Goldmedaille - frenetisch angefeuert von seinem Vater unter den 30.000 Zuschauern im Zielstadion.  «Im Ziel war ich mental komplett fertig», gestand der Norweger nach seiner zweiten Medaille bei diesen Titelkämpfen, der achten WM-Plakette seiner Karriere. «Der dritte Platz hat mich schon ein bisschen geärgert. Hier ins Ziel zu kommen mit Bestzeit, das erlebt man nur selten, das muss man ausnutzen.» Im Super-G hatte Svindal Bronze gewonnen.


    Keppler verletzt sich

    So fehlerlos Svindal die große Herausforderung meisterte, so durchwachsen war der Auftritt von Keppler. Nach Rang 33 im Super-G zeigte er in der Abfahrt wie so oft in seiner Karriere seinen Hang zum Kamikazepiloten. Vor der dritten Zwischenzeit erwischte der 30-Jährige eine Welle und rettete sich nur mit Mühe und einer artistischen Einlage vor einem Sturz. Sein Rückstand summierte sich in der Folge rasch auf. Frustriert knallte er im Ziel seinen Skistock auf den Schnee und humpelte davon. «Ich weiß auch noch nicht, was ist, es ist irgendwas kaputt», sagte er über die Schmerzen im rechten Knie. Die Diagnose ergab schließlich: Kreuzbandzerrung und Knorpelverletzung. Ein Start beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen (23./24. Februar) ist fraglich.


    Schon im Training hatte er einen Sturz nur knapp verhindert. «Ich kann schon gar nicht mehr mitzählen wie oft mir so was passiert ist», ärgerte sich Keppler. «Ich weiß nicht, ob das Abfangen so gut war. Jetzt ist halt das Knie dafür kaputt.»

    Mitfavoriten scheitern

    Wie der letzte verbliebene Speedfahrer des deutschen Teams hatten auch zahlreiche Favoriten Probleme mit der Strecke. Erik Guay aus Kanada musste seine Hoffnungen auf die erfolgreiche Titelverteidigung deshalb schon vor dem Ziel begraben, auch Christof Innerhofer aus Italien konnte seine Maxime «volle Kanne oder nix» nicht umsetzen.


    Still wurde es im Zielraum, als ÖSV-Läufer Hannes Reichelt nach einem Sprung das folgende Tor verpasste und alle Medaillenchancen verspielte. Zuvor waren bereits die österreichischen Starter Max Franz und Matthias Mayer an Edelmetall vorbei gefahren. Lokalmatador Kröll konnte die Stimmung nach einer holprigen Fahrt schließlich auch nicht mehr retten.  2003 hatte es zuletzt einen WM-Titel für Österreich in der Königsdisziplin gegeben.

    ARD und ZDF übertragen die WM

    Der Wettkampf- und Sendeplan im Überblick

    Donnerstag, 14. Februar 2013 (ZDF):

    Riesenslalom der Frauen

    10 Uhr: 1. Lauf, 13.30 Uhr: 2. Lauf

    Freitag, 15. Februar 2013 (ZDF):

    Riesenslalom der Männer

    10 Uhr: 1. Lauf, 13.30 Uhr: 2. Lauf

    Samstag, 16. Februar 2013 (ZDF):

    Slalom der Frauen

    10 Uhr: 1. Lauf, 13.30 Uhr: 2. Lauf

    Sonntag, 17. Februar 2013 (ZDF):

    Slalom der Männer

    10 Uhr: 1. Lauf, 13.30 Uhr: 2. Lauf

    09.02.2013, Quelle: dpa, sid
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