Großer Mario oder kleiner Mario? Das ist für Joachim Löw die Schlüsselfrage vor dem WM-Qualifikationsspiel der DFB-Elf am Freitag (19 Uhr / ZDF) in Kasachstan. Die Tendenz geht dahin: Götze stürmt – nicht Gomez. Doch der Bundestrainer hat auch noch andere Probleme zu lösen.
Kasachstan - Deutschland im ZDF
Anstoß 19 Uhr MEZ (0.00 Uhr Ortszeit)
ZDF und zdfsport.de-Livestream ab 18.15 Uhr
Reporter: Béla Réthy
Moderation: Katrin Müller-Hohenstein
Im Anschluss
Zusammenfassungen der WM-Qualifikationsspiele
Kroatien - Serbien
Israel - Portugal
Sami Khedira hat wieder mit der Nationalmannschaft trainiert und wird damit aller Voraussicht nach für das WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan in Astana zur Verfügung stehen. Der 25- jährige Mittelfeldspieler von Real Madrid war im Training am Dienstag umgeknickt und mit einem Verband am linken Knöchel vom Platz gehumpelt.
"Kleinere Probleme" bei ReusLukas Podolski und Bastian Schweinsteiger waren am Dienstag erst gar nicht erschieden. Podolski, der wegen der Gelb-Sperre des Dortmunders Marco Reus erster Kandidat für den linken Flügel wäre, ist angeschlagen. Er habe noch "kleinere Probleme" mit dem Knöchel. "Man muss auf ihn achten", sagt Assistenztrainer Hansi Flick. Auch Vize-Kapitän Schweinsteiger plagt sich noch mit Problemen herum und absolvierte wie Podolski am Dienstagabend eine Fitnesseinheit im Teamhotel. Beide sind aber wie geplant am Mittwoch wieder ins Training eingestiegen.
Nach den Absagen von Toni Kroos, Lars und Sven Bender hatte es Löw trotz der angeschlagenen Akteure vorerst beim reduzierten 20-Mann-Kader belassen.
ZITAT
„Es ist eine Möglichkeit, Mario Götze vorne spielen zu lassen.”
Co-Trainer Hansi Flick
Spanisches SystemLöw möchte das spanische System mit einem "falschen Neuner" im Angriff auch beim DFB-Team bis zur WM 2014 in Brasilien unbedingt als eingespielte Alternative zur gewohnten 4-2-3-1-Formation mit Gomez oder dem aktuell verletzten Miroslav Klose in der Spitze einüben lassen. Schon beim 0:0-Testspiel in den Niederlanden agierte der Edeltechniker Götze als verkappter Angreifer. Und beim 2:1 zum Jahresauftakt in Frankreich durfte sich Spielmacher Mesut Özil nach der Auswechslung von Gomez in vorderster Linie versuchen.
"Mit einem spielenden Neuner kann man sehr flexibel spielen, hat offensiv viele Möglichkeiten", sagt Götze. Der 20-Jährige ist innerlich bereit für die Spezialaufgabe: "Es ist keine ungewohnte Position für mich. Ich denke, sie unterscheidet sich nicht sehr von der 10, die ich in Dortmund spiele. Es sind nur Nuancen."
Vorteil GötzeLöw betont, dass gerade auf dem Kunstrasen in Kasachstan Kombinationsfußball gefragt sei. "Man muss den Ball in den Fuß spielen, flach halten." Das spricht eher für Götze als den Abschluss-Spezialisten Gomez.
"Es ist eine Möglichkeit, Mario Götze vorne spielen zu lassen", sagte Löws Assistent Hansi Flick am Dienstag in Frankfurt. Entschieden ist aber noch nichts.