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DFB-Pokal | Viertelfinale

Robben schießt FC Bayern ins Halbfinale

  • FC Bayern - Dortmund
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  • FC Bayern - Dortmund
    Arjen Robben gegen Sven Bender / Quelle: dpa
    (Quelle: dpa)
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    borussia dortmund's goalkeeper roman weidenfeller receives a goal / Quelle: reuters
    (27.02.2013)
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    (24.10.2011)

    Der FC Bayern hat das Gigantenduell im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund gewonnen und steht im Halbfinale. Die Münchner setzten sich mit 1:0 (1:0) durch. Auch der VfB Stuttgart hat die Vorschlussrunde erreicht - durch ein 2:0 (1:0) gegen Bochum. 

    Arjen Robben sorgte mit einem tollen Schlenzer für den entscheidenden Treffer (43.). Insgesamt geht der Sieg für die Münchner absolut in Ordnung. Die Elf von Trainer Jupp Heynckes hatte Dortmund über weite Strecken gut im Griff und verzeichnete ein deutliches Chancenplus.

    Zorc: Lewandowski verlängert nicht

    Vor stimmungsvoller Kulisse von 71.000 Zuschauern erspielten sich die Bayern die ersten
    Chancen. In der 8. Minute hatte Robben auf der linken Seite freie Bahn, den Flachschuss des Niederländers klärte Roman Weidenfeller im BVB-Tor per Fußabwehr. Wenig später stand der Schlussmann der Dortmunder nach Philipp Lahms Flanke erneut im Brennpunkt. Bei dem von Hummels-Ersatz Felipe Santana abgefälschten Ball musste sich der Keeper mächtig strecken und klatschte ihn vor die Füße von Toni Kroos, der jedoch zu überrascht war.

    Der Chance vorausgegangen war ein Fehler von Robert Lewandowski. Der mit dem FC Bayern in Verbindung gebrachte Pole werde seinen Vertrag in Dortmund nicht verlängern, erklärte BVB-Sportdirektor Michael Zorc vor Spielbeginn im TV-Sender Sky. Offensivaktionen waren von dem in der Bundesliga gesperrten Torjäger nur wenige zu sehen.

    Weidenfeller mehrfach stark

    Lange Zeit hatten sie mit den gut gestaffelten Borussen ihre liebe Mühe und Not, doch nach einer halben Stunde drückten die Bayern noch einmal mächtig aufs Tempo. Schweinsteiger schwang sich immer mehr zum Regisseur auf und bereitete die nächste Möglichkeit von Javi Martinez glänzend vor. Bei der Direktabnahme des Spaniers zeigte Weidenfeller seine bis dahin beste Tat (36.). Gegen Robbens Schlenzer aus über 20 Metern in den Torwinkel war aber auch der viel beschäftigte Torhüter des Pokal-Verteidigers machtlos.

    Ohne den gesperrten Franck Ribéry stellten die Münchner auch nach der Pause das gierigere Team, wenngleich der BVB jetzt mehr für die Offensive tat. Beim Schuss von Ilkay Gündogan (53.) musste Manuel Neuer erstmals richtig zupacken. Auf der Gegenseite lieferte Weidenfeller, der das Spiel mit seinen Paraden bis zum Ende offen hielt, gegen Kroos (60.) die nächste Kostprobe seines Könnens. Auch Martinez (70.), der nach einer Attacke gegen Lewandowski mit Gelb gut bedient war, und Daniel van Buyten (71.) verpassten das mögliche 2:0.

    VfB souverän, aber glanzlos

    Zuvor hatte sich der VfB Stuttgart das Halbfinalticket gesichert. Der dreifache Cup-Gewinner bezwang den letzten Zweitligisten im Wettbewerb, den VfL Bochum, glanzlos 2:0 (1:0). Die Treffer für den Favoriten gelangen vor 20.200 Zuschauern Christian Gentner (18. Minute) mit einem abgefälschten Schuss und Vedad Ibisevic (81.) aus Kurzdistanz.

    Bochum verkaufte sich teuer und verstand es gut, das Spiel der Stuttgarter über die Außen zu stören. In Hälfte zwei setzte Bochum den Favoriten sogar phasenweise unter Druck. Der VfB kam seinerseits nur zu wenigen Torszenen. Weil über außen nichts ging, strebte Gentner nach einem Ballverlust des hochgelobten Leon Goretzka durch die Mitte zum Tor, zog aus 18 Metern ab; Holmar Örn Eyjolfsson warf sich in den Schuss und der Ball senkte sich über den fünf Meter vor dem Tor ungünstig postierten Keeper Andreas Luthe.

    Ibisevic macht alles klar

    Auch mit Führung im Rücken wurde das Spiel der Stuttgarter nicht ansehnlicher - ein packender Pokalfight war die Partie nicht. VfB-Coach Bruno Labbadia brachte mit Federico Macheda (für Shinji Okazaki) eine zweite echte Spitze neben dem bis zu seinem Tor völlig unauffälligen Ibisevic. Macheda stand keine zwei Minuten auf dem Platz, als er Luthe zu einer ersten Parade zwang (47.). Auch dessen Gegenüber Sven Ulreich bekam nun Arbeit, Tasaka prüfte ihn zwei Mal (49./52.).


    Stuttgart gestattete Bochum jetzt mehr Räume, die der VfL nutzte, um die Gastgeber immer wieder in Bedrängnis zu bringen. Glück hatte der Außenseiter jedoch, als Michael Lumb einen Kopfball von Martin Harnik knapp vor der Linie klärte (60.). Ibisevic machte schließlich alles klar.

    DFB-Pokal am Mittwoch

    FC Bayern - Dortmund 1:0

    München: Neuer - Lahm, van Buyten, Dante, Alaba - Martinez, Schweinsteiger - Thomas Müller (79. Luiz Gustavo), Toni Kroos (90.+4 Boateng), Robben - Mandzukic (90.+1 Gomez).

    Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Felipe Santana, Schmelzer - Sven Bender - Gündogan, Großkreutz (62. Blaszczykowski) - Götze, Reus (81. Schieber) - Lewandowski.

    Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)

    Tor: 1:0 Robben (43.)

    Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)

    Gelbe Karten: Martinez, Toni Kroos (2), Mandzukic (2) -

    VfB Stuttgart - VfL Bochum 2:0

    Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier (50. Rüdiger), Boka - Kvist - Gentner, Okazaki
    (46. Macheda) - Harnik (90. Holzhauser), Traore - Ibisevic.

    Bochum: Luthe - Rothenbach, Maltritz, Eyjolfsson, Lumb - Kramer,
    Sinkiewicz (68. Delura) - Tasaka (74. Iashvili), Goretzka, Rzatkowski - Scheidhauer (74. Gelashvili).

    Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

    Tore: 1:0 Gentner (18.), 2:0 Ibisevic (81.)

    Zuschauer: 20.200

    Gelbe Karten: Rüdiger - Kramer (2), Maltritz

    Stimmen zu den Spielen

    Trainer Jupp Heynckes (Bayern München): "Es war ein sehr intensives Spiel mit zwei hochklassigen Mannschaften, wir waren das eine Tor besser. Wir hatten in der ersten Halbzeit mehr Torchancen. Dortmund war sehr laufstark, sehr aggressiv. Bei einem Spiel auf so einem Niveau entscheiden Kleinigkeiten. Wir waren heute den Touch aggressiver und wollten diesen Sieg unbedingt."  

    Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Wir haben eine mehr als durchschnittliche erste Halbzeit abgeliefert, das war zu wenig. Du solltest schon 90 Minuten stark spielen, um Bayern schlagen zu können. Die zweite Halbzeit war okay, da haben wir ein gutes Spiel gemacht und die Bayern in Bedrängnis gebracht. Aber in solchen Spielen kommt es auf einzelne Szenen an, und die Bayern haben ihre genutzt, wir nicht."

    Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): "Das Ergebnis war sehr gut, aber ich war mit einigen Dingen nicht so zufrieden. Die Einstellung war da, aber wir haben über die ganzen 90 Minuten keine Ruhe am Ball gehabt. Wir haben im richtigen Moment die Tore gemacht. Uns hat die Abgezocktheit gefehlt, umso brutaler, umso schöner ist es, dass wir jetzt im Pokal-Halbfinale und im Achtelfinale der Europa League stehen. Wir haben der Mannschaft schon in der ersten Runde in Falkensee mitgegeben: Berlin ist eine Reise wert."

    Trainer Karsten Neitzl (VfL Bochum): "Wir sind nach Stuttgart gefahren, um eine Runde weiterzukommen, das ist im Pokal das Wichtigste - und jetzt sind wir ausgeschieden. Aber ich denke, dass die Jungs einen guten Job gemacht haben. Uns hat es 16 Meter vor dem Tor gefehlt, da waren wir nicht kaltschnäuzig genug, da hat der eine Schritt, da hat das Näschen gefehlt. Das ist mehr als bitter, denn es wäre mehr als dieses 0:2 verdient gewesen."

    27.02.2013, Quelle: sid
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