SPORTextra - Weltcup in Antholz
„Nove Mesto kann kommen!"
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Bei der WM-Generalprobe in Antholz überraschten die deutschen Biathletinnen mit einem Staffelsieg und mit erkennbarer Zuversicht vor dem Saisonhöhepunkt. Diese müssen sich die hoch gelobten DSV-Männer bis zur Abreise nach Nove Mesto noch erarbeiten.
Arnd Peiffer war heilfroh als er das Antholzertal endlich verlassen konnte - zumal mit einem recht versöhnlichen Ausklang im Gepäck. Mit der deutschen Staffel war der Sprint-Weltmeister von 2011 beim Finale des Südtiroler Weltcups zwar nur Siebter geworden, für Peiffer war es trotzdem ein kleiner Lichtblick. „Nach dem katastrophalen Sprint und der unbefriedigenden Verfolgung war das noch mal wichtig für mich“, kommentierte der Wahl-Oberhofer seinen soliden Part als dritter Starter des DSV-Quartetts. Nach purer Freude klang der 25-Jährige dabei allerdings nicht.Ersatzgeschwächt in AntholzSchließlich schleppten sich die hoch gelobten deutschen Skijäger am Schluss regelrecht durch den Weltcup von Antholz, der letzten Station vor der WM im Februar. Andreas Birnbacher war wegen eines Magen-Darm-Infekts vorzeitig abgereist, Simon Schempp musste mit Rückenproblemen für die Staffel passen. Die verbleibende Zeit bis zum Saisonhöhepunkt in Nove Mesto will die Mannschaft zur weiteren Formsteigerung nutzen.
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„In Nove Mesto kann man von ihnen viel mehr erwarten als das, was wir in Antholz gesehen haben.”Trainer Uwe Müssiggang
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„Ich glaube, dass deutsche Damenstaffeln immer zu den Favoriten gehört haben.”Franziska Hildebrand
Favoriten für die Biathlon-WM
Ultimativer Gold-Aspirant in allen Einzelrennen ist Martin Fourcade. Der Weltcupführende gewann schon bei der letzten WM Gold in Sprint, Verfolgung und Massenstart. Doch die Konkurrenz ist groß: Neben Fourcades schärfstem Verfolger, dem Norweger Emil Hegle Svendsen, treten vor allem die russischen Skijäger in geballter Stärke auf. Unter den ersten sieben der Gesamtwertung haben sich vier Männer aus dem Land des Olympiagastgebers von 2014 positioniert. Aus deutscher Sicht beste Chancen auf Edelmetall hat, neben der Staffel, der gesundheitlich zuletzt angeschlagene Andreas Birnbacher, allen voran in seiner Spezialdisziplin, dem Massenstart.
Fourcades Pendant bei den Frauen heißt Tora Berger. Die Norwegerin, 2012 ebenfalls mit drei WM-Titeln aus Ruhpolding abgereist, zieht im Weltcup einsam ihre Kreise und hat seit November in allen vier Einzeldisziplinen mindestens ein Rennen gewonnen. Am wackligsten ist die Skandinavierin im Sprint, wo wiederum - trotz Rang 62 in Antholz - die besten Siegchancen für Miriam Gössner liegen. Auch Teamkollegin Andrea Henkel peilt neben einem Podestplatz mit der Staffel ein Stück Edelmetall an, ihre Chancen dafür dürften wohl im Sprint und in der Verfolgung liegen. Bei den Frauen immer zum Griff nach Gold in der Lage: Die Weißrussin Darja Domratschewa und die Finnin Kaisa Mäkäräinen.



