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SPORTextra - Weltcup in Antholz

„Nove Mesto kann kommen!"

  • Video Antholz: Damen-Staffel in voller Länge
  • Video DSV-Frauenstaffel nervenstark zum Sieg
  • Video Henkel: Ohne Orientierung Richtung Sieg
  • Video Erik Lesser: "Ärgert mich tierisch"
  • VideoBiathlon in voller Länge

    Bisher hat es für die deutschen Biathlon-Damen noch nicht zu einem Staffel-Sieg gereicht - vielleicht klappt es heute in Antholz. Christoph Hamm und Herbert Fritzenwenger kommentieren.

    (20.01.2013)
    VideoDSV-Frauenstaffel nervenstark zum Sieg

    Beim Staffel-Weltcup setzen sich die deutschen Biathletinnen in Südtirol vor Russland und Frankreich durch. Die Entscheidung fiel beim letzten Schießen, als Andrea Henkel die Nerven behielt.

    (20.01.2013)
    VideoHenkel: Ohne Orientierung Richtung Sieg

    Die DSV-Skijägerinnen dürfen sich über den ersten Staffel-Erfolg in diesem Winter freuen. Das sie jetzt zu den ganz heißen WM-Favoritinnen zählen, entlockt ihnen Nils Kaben im Interview.

    (20.01.2013)
    VideoErik Lesser: "Ärgert mich tierisch"

    Nur ein siebter Platz in der Herren-Staffel - mit diesem Ergebnis fahren die Männer nach Nove Mesto. Erik Lesser und Uwe Müssiggang äußern sich im ZDF-Interview zu Schießfehlern und WM-Aussichten.

    (15.01.2013)

    Kurzmeldung

    • 11:49 20.01.2013Kurzmeldung

      Deutsche Staffel gewinnt Generalprobe 11:49 20.01.2013
      Die deutschen Biathletinnen haben zum Abschluss des Weltcups in Antholz den ersten Staffelsieg seit dem WM-Titel 2012 gefeiert. Bei der WM-Generalprobe setzten sich Franziska Hildebrand, Miriam Gössner, Nadine Horchler und Andrea Henkel über die 4 x 6 Kilometer vor Russland und Frankreich durch. Das Quartett leistete sich zehn Nachlader und hatte am Ende 17,4 Sekunden Vorsprung. In den vorangegangenen drei Staffelwettbewerben waren die Deutschen nur in Oberhof als Dritte auf das Podest gelaufen. Die Plätze zwei und drei gingen an Russland (9 Nachlader) und Frankreich (4/40,9 Sek. Rückstand ).

    • 15:37 20.01.2013Kurzmeldung

      Deutsche Staffel Siebte in Antholz 15:37 20.01.2013
      Ohne ihre Stammkräfte Andreas Birnbacher und Simon Schempp haben die deutschen Biathleten zum Abschluss des Weltcups in Antholz mit der Staffel einen Podestplatz klar verpasst. Florian Graf, Erik Lesser, Arnd Peiffer und Johannes Kühn mussten sich über die 4 x 7,5 Kilometer mit Rang sieben begnügen. Den Sieg sicherte sich Frankreich vor Russland und Österreich. Das ersatzgeschwächte deutsche Quartett musste gleich neunmal Nachladen und sogar viermal in die Strafrunde. Sie hatte am Ende 2:23,3 Minuten Rückstand auf Sieger Frankreich.

     von Andreas Morbach

    Bei der WM-Generalprobe in Antholz überraschten die deutschen Biathletinnen mit einem Staffelsieg und mit erkennbarer Zuversicht vor dem Saisonhöhepunkt. Diese müssen sich die hoch gelobten DSV-Männer bis zur Abreise nach Nove Mesto noch erarbeiten. 

    Arnd Peiffer war heilfroh als er das Antholzertal endlich verlassen konnte - zumal mit einem recht versöhnlichen Ausklang im Gepäck. Mit der deutschen Staffel war der Sprint-Weltmeister von 2011 beim Finale des Südtiroler Weltcups zwar nur Siebter geworden, für Peiffer war es trotzdem ein kleiner Lichtblick. „Nach dem katastrophalen Sprint und der unbefriedigenden Verfolgung war das noch mal wichtig für mich“, kommentierte der Wahl-Oberhofer seinen soliden Part als dritter Starter des DSV-Quartetts. Nach purer Freude klang der 25-Jährige dabei allerdings nicht.

    Ersatzgeschwächt in Antholz

    Schließlich schleppten sich die hoch gelobten deutschen Skijäger am Schluss regelrecht durch den Weltcup von Antholz, der letzten Station vor der WM im Februar. Andreas Birnbacher war wegen eines Magen-Darm-Infekts vorzeitig abgereist, Simon Schempp musste mit Rückenproblemen für die Staffel passen.  Die verbleibende Zeit bis zum Saisonhöhepunkt in Nove Mesto will die Mannschaft zur weiteren Formsteigerung nutzen.

    ZITAT
    In Nove Mesto kann man von ihnen viel mehr erwarten als das, was wir in Antholz gesehen haben.
    Trainer Uwe Müssiggang
    „Die zwei, drei Wochen brauche ich jetzt, um mich zu stabilisieren“, brachte Peiffer die allgemeine Lage bei den deutschen Biathleten auf den Punkt. Dabei hat sich im internen Wettkampf der Geschlechter zuletzt eine erstaunliche Wendung vollzogen: Die prinzipiellen Strukturprobleme beim weiblichen DSV-Nachwuchs sind zwar unverändert,  aber während die Männer im Weltcup zuletzt schwächelten, blicken Andrea Henkel, Miriam Gössner, Nadine Horchler und Franziska Hildebrand nach ihrem überraschenden Staffelsieg in Antholz mit großer Zuversicht auf die WM. Bei unterklassigen Wettbewerben wie dem IBU-Cup wollen die Verantwortlichen inspizieren, wen sie dem gesetzten Frauen-Quartett im böhmisch-mährischen Hochland zur Seite stellen.

    „Top-Platzierungen  sind möglich"

    Bei den Männern ist neben Birnbacher, Peiffer, Schempp sowie Florian Graf und Erik Lesser noch eine Position offen, der nominierten Fünferbande macht Cheftrainer Uwe Müssiggang aber schon mal Mut.  „In Nove Mesto kann man von ihnen viel mehr erwarten als das, was wir in Antholz gesehen haben“, betont Müssiggang und beharrt darauf: „Das ist eine kompakte Mannschaft, in der an einem guten Tag jeder einen Top-Platz erreichen kann.“

    ZITAT
    Ich glaube, dass deutsche Damenstaffeln immer zu den Favoriten gehört haben.
    Franziska Hildebrand
    Bei den Frauen hätte man das vor kurzem nur der rasend schnellen Miriam Gössner und dem zuverlässigen Team-Oldie Andrea Henkel zugetraut. Doch vor allem die 26-jährige Nadine Horchler hat sich mit ihren beiden fünften Plätzen im Sprint und in der Verfolgung von Antholz auf den letzten Drücker auch in den Einzelrennen zu einer zumindest zarten Medaillenhoffnung gemausert.  Dabei war die Willingerin vor dem ersten Januar-Weltcup in Oberhof noch unsicher, ob sie überhaupt eine feste Größe im deutschen A-Team sein würde. Das Thema war spätestens vom Tisch als die zuständigen Trainer Gerald Hönig und Ricco Groß die zweifache Staffel-Weltmeisterin Tina Bachmann wegen anhaltender Formschwäche in die zweite Reihe versetzten.

    Favoriten für die Biathlon-WM

    Ultimativer Gold-Aspirant in allen Einzelrennen ist Martin Fourcade. Der Weltcupführende gewann schon bei der letzten WM Gold in Sprint, Verfolgung und Massenstart. Doch die Konkurrenz ist groß: Neben Fourcades schärfstem Verfolger, dem Norweger Emil Hegle Svendsen, treten vor allem die russischen Skijäger in geballter Stärke auf. Unter den ersten sieben der Gesamtwertung haben sich vier Männer aus dem Land des Olympiagastgebers von 2014 positioniert. Aus deutscher Sicht beste Chancen auf Edelmetall hat, neben der Staffel, der gesundheitlich zuletzt angeschlagene Andreas Birnbacher, allen voran in seiner Spezialdisziplin, dem Massenstart.

    Fourcades Pendant bei den Frauen heißt Tora Berger. Die Norwegerin, 2012 ebenfalls mit drei WM-Titeln aus Ruhpolding abgereist, zieht im Weltcup einsam ihre Kreise und hat seit November in allen vier Einzeldisziplinen mindestens ein Rennen gewonnen. Am wackligsten ist die Skandinavierin im Sprint, wo wiederum - trotz Rang 62 in Antholz - die besten Siegchancen für  Miriam Gössner liegen. Auch Teamkollegin Andrea Henkel peilt neben einem Podestplatz mit der Staffel ein Stück Edelmetall an, ihre Chancen dafür dürften wohl im Sprint und in der Verfolgung liegen.  Bei den Frauen immer zum Griff nach Gold in der Lage: Die Weißrussin Darja Domratschewa und die Finnin Kaisa Mäkäräinen.

    Neuer Optimismus

    Nun blüht Horchler auf, bestätigte in der Staffel als bekannt sichere Schützin ihre guten Einzelresultate - und parallel dazu macht sich bei den DSV-Frauen ungeahnter Optimismus breit. Gemäß der Haltung: Je kleiner die Auswahl ist, desto stärker muss der Zusammenhalt sein. Seit dem Wochenende scheint für die deutsche Staffel selbst eine erfolgreiche Titelverteidigung möglich - was Franziska Hildebrand fröhlich pikiert kommentiert.

    „Plötzlich Mitfavorit? Ich glaube, dass deutsche Damenstaffeln immer zu den Favoriten gehört haben. So wie die anderen starken Nationen Russland, Frankreich und Norwegen auch“, verweist die 25-Jährige auf historische Verdienste. Ganz im Sinne von Sausewind Gössner. Einen Platz hinter der Teamkollegin Henkel liegt die zierliche Oberbayerin im Gesamtweltcup aktuell auf Rang vier  und tönt von dort aus: „Nove Mesto kann kommen.“

    Antholz: Herren-Staffel in voller Länge

    Das komplette Staffelrennen

    21.01.2013
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