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Champions League live im ZDF

"Hölle auf Erden": Schalke in Istanbul

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    Schalkes Trainer Jens Keller feiert seine Premiere in der Champions League. Da freut er sich natürlich, dass sein Torjäger Huntelaar wieder fit ist, zumal sich Galatasaray prominent verstärkt hat.

    (19.02.2013)
    VideoKeller: "Werden uns nicht verstecken"

    Jens Keller vor dem Spiel bei Galatasaray Istanbul im Interview mit ZDF-Redakteur Lars Ruthemann über Stärken und Schwächen des Gegners. Schalkes Trainer erwartet ein Spiel auf Augenhöhe.

    (19.02.2013)

    Kurzmeldung

    • 11:29 18.02.2013Kurzmeldung

      Schalke mit Personalsorgen 11:29 18.02.2013
      Schalke 04 muss am Mittwoch (20.45 Uhr/ ZDF) im Achtelfinalhinspiel der Champions League bei Galatasaray Istanbul etliche Spieler ersetzen. Neben den verletzten Atsuto Uchida, Ibrahim Afellay, Kyriakos Papadopoulos, Ciprian Marica, Christoph Moritz und Lars Unnerstall fehlt auch Winterzugang Raffael. Der von Dynamo Kiew ausgeliehene Brasilianer hatte bereits mit den Ukrainern in der Champions League gekickt und ist für den laufenden Wettbewerb gesperrt. Immerhin wird der zuletzt ebenfalls verletzt fehlende Klaas-Jan Huntelaar die Reise in die Türkei mitmachen und ist für die Partie wieder eine Option.

     von Heiko Buschmann

    Ab 130 Dezibel verursachen Geräusche im menschlichen Ohr Schmerzen, ein startendes Flugzeug wird in 100 Meter Entfernung mit 125 dB gemessen. Wenn es nach der Lautstärke geht, sollten die Spieler des FC Schalke „in der Hölle von Istanbul“ besser Ohropax tragen. Das ZDF und zdfsport.de übertragen am Mittwoch live aus Istanbul ab 19.20 Uhr (Anpfiff 20.45 Uhr). 

    Links
    Livestream ab 19.20 Uhr Kanzlerin bekommt 100 Tage Alles zur Champions LeagueDas ZDF ist für Inhalte externer Internetseiten nicht verantwortlich
    131,76 Dezibel wurden in der Türk Telekom Arena gemessen, als Galatasaray im großen Istanbuler Derby vor knapp zwei Jahren gegen Fenerbahce um die Vorherrschaft in der Millionen-Metropole am Bosporus und damit im ganzen Land stritt. Die Spieler des FC Schalke wissen also, was sie am Mittwoch im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim türkischen Meister erwartet. „Das wird ein heißer Tanz, aber wir brauchen auch keine Angst zu haben. Das sind doch Spiele, auf die man sich freuen muss“, sagt Benedikt Höwedes.

    Eifrige Ultras

    Der Schalker Kapitän kennt die brodelnde Atmosphäre in der noch recht neuen Arena. Mit der deutschen Nationalelf durfte Höwedes am 7. Oktober 2011 einen 3:1-EM-Qualifikationssieg in Istanbul feiern. Bei den „Löwen“ (türkisch Aslanlar) von Galatasaray ist es insbesondere die Ultra-Gruppierung „ultrAslan“, die im Stadion für unvergleichlichen Support und aufwändige Choreographien sorgt.

    Champions League live - im TV und online

    Mittwoch, 19.20 Uhr, geht's los

    Oliver Welke und Oliver Kahn

    19.20 Uhr: UEFA Champions League - Magazin

    19.40 Uhr: zdfsport.de-Livestream: Aufwärmprogramm mit den ersten Bildern aus dem Stadion

    20.20 Uhr: Galatasaray Istanbul - FC Schalke 04 (Achtelfinal-Hinspiel, Anpfiff 20.45 Uhr)

    Reporter: Béla Réthy,

    Moderation: Oliver Welke - Experte: Oliver Kahn (Foto)
     
    Anschließend Zusammenfassungen weiterer Spiele
    FC Arsenal - FC Bayern München (von Dienstag)
    FC Porto - FC Malaga
    AC Mailand - FC Barcelona

    ab 23.15 Uhr: Pressekonferenz mit den beiden Trainern im zdfsport.de-Livestream

    Ein fanatisches wie lautes Publikum sollte die in der Bundesliga nach wie vor kriselnden Gelsenkirchener anstacheln - und an die besten Momente zu Hause erinnern. Als Schalke im Sommer 2001 vom Parkstadion in die Arena umzog, verwandelten die S04-Fans die 190 Millionen Euro teure Multifunktionsstätte anfangs in die bei den Gegnern oft gefürchteten „Donnerhalle“.

    Drei Rivalen

    Während Schalke allerdings im Ruhrgebiet lediglich mit dem Rivalen Borussia Dortmund den ewigen Kampf um die Nummer eins in der Region führt, teilen sich in Istanbul drei Großklubs das Terrain auf. Dabei sind die Dimensionen im Vergleich zu Deutschland, das sich anschickt, die beste Fußballliga der Welt werden zu wollen, durchaus beeindruckend.

    Neben Galatasaray und Fenerbahce, die von sich behaupten, jeweils etwa 25 Millionen Anhänger in der Türkei und in der arabischen Welt zu zählen, bricht Besiktas Istanbul immer wieder mal in die Phalanx der beiden Riesen ein. Da Besiktas aber pleite und Fenerbahce tief in einen Manipulationsskandal verstrickt ist, hat Galatasaray wieder die Vormachtstellung in der Türkei übernommen.

    "Gala" der Nobelklub

    Während das im asiatischen Stadtteil Kadikoy auf der anderen Seite der Bosporus-Brücke beheimatete „Fener“ seit jeher die breite Masse angezogen hat, gilt „Gala“ als Nobelklub. Aus der elitären Galatasaray-Universität im Stadtteil Beyoglu entsprungen, unterhält der Verein zahlreiche Bildungsreinrichtungen im ganzen Land.

    Mit dem Umzug vom maroden Ali-Sami-Yen-Stadion, benannt nach dem Klubgründer von 1905, vor zweieinhalb Jahren in die Türk Telekom Arena hat „Gala“ den nächsten Schritt zu einem Weltverein hinter sich. Galatasaray denkt, im Gegensatz zur Konkurrenz, inzwischen über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus. Der 18. nationale Titel im vorigen Sommer war für den türkischen Rekordmeister eine Ehrensache, doch nun geht es darum, Europa aufzumischen.

    Attraktiver Arbeitgeber

    Genau das ist auch der Grund, warum Superstars wie Wesley Snejder und Didier Drogba plötzlich ihre Liebe zur Türkei entdeckt haben. Sneijder, 2010 mit Inter Mailand Champions-League-Sieger und 2011 dort im Viertelfinale an Schalke 04 gescheitert, war in Italien nicht mehr glücklich. Statt aber einen Wechsel zu den Königsblauen, wo der Niederländer ebenfalls heiß gehandelt wurde, in Betracht zu ziehen, entschied sich der Spielgestalter aber für das Abenteuer am Goldenen Horn. Nicht zuletzt soll Startrainer José Mourinho von Real Madrid sowohl Sneijder als auch Drogba geraten haben, zu Galatasaray wechseln.

    Mit dem Selbstbewusstsein eines kommenden Schwergewichts im europäischen Fußballs ausgestattet, sehen Istanbuls Verantwortliche wie Spieler den Gegner aus Gelsenkirchen als kleine Hürde auf dem angestrebten Weg ins die nächste Runde der Champions League. Zwar genießt der deutsche Fußball an sich in der Türkei einen sehr hohen Stellenwert, aber als Schalke im Dezember als Achtelfinalgegner gezogen wurde, kam es in Galata zu spontanen Freudenfeiern.

    Gelsenkirchener Geschichten

    Galatasaray Istanbul wurde 1905 von Ali Sami Yen gegründet. Der Name Galatasaray bedeutet übersetzt Palast von Galata, Galata ist ein Viertel des Istanbuler Stadtteils Beyoglu. Der erfolgreichste Klub der Türkei hat bis heute 18-mal die Meisterschaft, zuletzt 2012, und 14-mal den Pokal gewonnen. Im Jahr 2000 gelang mit dem Gewinn des UEFA-Cups der erste internationale Titel. Ex-Nationalcoach Fatih Terim übernahm zur Saison 2011/12 bereits zum dritten Mal das Traineramt bei den „Löwen“, bei denen der gebürtige Gelsenkirchener und frühere Schalker (2003 bis 2007) Hamit Altintop zu den Führungsspielern zählt. In Michael Skibbe war sogar ein weiterer gebürtiger Gelsenkirchener und früherer Schalker bei Galatasaray (Trainer in der Saison 2008/09) tätig.

    19.02.2013
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