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Ski-WM: Damen-Riesenslalom

Gold für Tessa Worley - DSV geht leer aus

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    Entscheidung im Riesenslalom der Damen. Hier der entscheidende zweite Lauf, kommentiert von Aris Donzelli.

    (14.02.2013)

    Mit Bestzeit in jeweils beiden Läufen hat die Französin Tessa Worley bei der Ski-WM in Schladming überlegen die Goldmedaille gewonnen. Maria Höfl-Riesch und Viktoria Rebensburg haben die erhoffte Medaille verpasst. Kombinations-Weltmeisterin Höfl-Riesch belegte als beste Deutsche Platz neun. Olympiasiegerin Rebensburg, die nach einem Trainingssturz am Dienstag mit einer schmerzhaften Rippenprellung fuhr, kam auf Rang elf. 

    Die beiden deutschen Medaillenhoffnungen konnten der neuen Weltmeisterin Tessa Worley nur gratulieren - und auch von der bislang letzten deutschen Riesentorlauf-Weltmeisterin Kathrin Hölzl gab es Beifall. Silber ging an die entthronte Titelverteidigerin Tina Maze (Slowenien), Bronze an Anna Fenninger aus Österreich. Platz eins im Medaillenspiegel ging damit wieder zurück an Frankreich.

    Chance schon im ersten Durchgang verpasst

    Höfl-Riesch ballte nach der Fahrt zur zwischenzeitlichen Führung im Finale kurz die rechte Faust und winkte in die Kamera. Eltern, Ehemann und Schwester klatschten im Publikum, wo über 20 000 Zuschauer danach eine spannende Entscheidung mit einer überragenden Worley erlebten. Höfl-Riesch, dreimalige Medaillengewinnerin von Schladming, durfte sich selbst auch ohne weiteres Edelmetall zumindest ein bisschen freuen. Bei zwei Ausscheidern standen bislang WM-Plätze 23 und 28 in dieser Disziplin zu Buche.


    «Die Medaillenchance habe ich im ersten Durchgang schon verpasst, jetzt bin ich glücklich über den guten zweiten Lauf», erklärte Höfl-Riesch, die im Slalom am Samstag noch einmal ganz nach vorne will.


    WM für Rebensburg vorbei

    ZITAT
    Ich konnte fahren, es war okay. Ich habe alles gegeben, aber es war leider ein Riesenfehler dabei.
    Viktoria Rebensburg
    Dagegen sind die Titelkämpfe für Rebensburg vorbei - und wieder war die Olympiasiegerin im WM-Pech. Bei den Heim-Weltmeisterschaften vor zwei Jahren in Garmisch hatte sie eine Virusgrippe ins Hintertreffen gebracht, diesmal war es eine Rippenprellung nach einem Trainingssturz.  «Ich konnte fahren, es war okay. Ich habe alles gegeben, aber es war leider ein Riesenfehler dabei», sagte die 23-Jährige, die am selben Tag wie Worley geboren ist. «Es sollte leider nicht sein. Es ist, wie es ist - weiter geht's nächstes Jahr.» Mit schmerzverzerrtem Gesicht fasste sie sich an den Oberkörper, bei Olympia 2014 in Sotschi soll auch das Glück zurückkehren.

    Auf die Abfahrt hatte Rebensburg von vornherein verzichtet, im Super-G hatte sie zum WM-Auftakt als Achte ordentlich abgeschnitten. Doch für die Doppel-Siegerin vom Weltcup-Finale aus dem März 2012 waren die Ergebnisse in der Steiermark trotz allen Pechs nicht zufriedenstellend. Es war ihr schlechtestes Ergebnis im Riesentorlauf bei Weltmeisterschaften. Dagegen konnte Veronique Hronek als 17. mit dem Riesentorlauf durchaus einverstanden sein.

    Lob für Worley

    ZITAT
    Sie ist einfach genial Ski gefahren. Sauber, super Technik, genauso wie man sich das vorstellt.
    Maria Höfl-Riesch über Tessa Worley
    In der rosafarbenen Teamjacke und mit brauner Bommelmütze bangte die ehemalige Riesenslalom-Weltmeisterin Hölzl vier Jahre nach ihrem Titel von Val d'Isère auf der Tribüne mit. Beim Zuschauen «kribbelte es schon» und es tat «ein bisschen im Herzen weh» - und dann brachte auch alles Daumendrücken nichts. Lob gab es dagegen für Worley. «Sie ist einfach genial Ski gefahren. Sauber, super Technik, genauso wie man sich das vorstellt», sagte die 28-Jährige bei der viertletzten Entscheidung in Schladming. Und das auf einem Hang, auf dem die seit zwei Jahren verletzte Hölzl ihre wahre Freude gehabt hätte. Die Hoffnung auf das Comeback hat sie lange noch nicht aufgegeben.


    Lena Dürr beendete den Wettkampf bereits nach Rang 40 und 5,21 Sekunden Rückstand auf Worley schon nach dem enttäuschenden ersten Lauf. Sie soll sich auf den Slalom am Samstag konzentrieren. Dort zählt aus deutscher Sicht aber nur Höfl-Riesch zu den Medaillenkandidatinnen.

    14.02.2013
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