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DFB-Pokal | Viertelfinale

Freiburg und Wolfsburg erreichen Halbfinale

  • DFB-Pokal: FSV Mainz 05 - SC Freiburg
  • Bilderserie Sport-Club und "Wölfe" jubeln
  • Bilderserie Die erfolgreichsten Klubs im DFB-Pokal
  • Bild Mainz gegen Freiburg
    DFB-Pokal: FSV Mainz 05 - SC Freiburg
    BilderserieSport-Club und "Wölfe" jubeln
     Baumgartlinger gegen Kruse und Makiadi / Quelle: dpa
    (26.02.2013)
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    (24.10.2011)

     von Jens Bednarek

    Der SC Freiburg und der VfL Wolfsburg haben das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Freiburg setzte sich nach dramatischen 120 Minuten mit 3:2 beim FSV Mainz 05 durch, Wolfsburg besiegte Drittligist Kickers Offenbach mit viel Mühe 2:1. 

    Für den Sport-Club ist es das erste Mal in seiner Vereinsgeschichte, dass man die Vorschlussrunde im Pokal erreicht. Daniel Caligiuri gelang das entscheidende Tor in der 109. Minute. Dabei hatte es in Mainz denkbar schlecht für die Breisgauer angefangen - und lange Zeit auch ausgesehen.

    Mainz 05 legte einen wahren Blitzstart hin und lag nach nichteinmal dreieinhalb Minuten mit 2:0 in Führung. Zuerst hatte Shawn Parker einen klugen Rückpass von Chinedu Ede zum 1:0 vollstreckt - da waren gerade einmal 105 Sekunden gespielt. Nur 98 Sekunden später war es Niki Zimling, der mit einem Fernschuss erhöhte.

    Ampelkarte gegen Pospech

    Freiburg brauchte eine ganze Weile, um sich von diesem Doppelschock zu erholen. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs kam der Sport-Club zu nennenswerten Gelegenheiten. Johannes Flum köpfte knapp drüber (37.), kurz danach scheiterte Oliver Sorg an der Latte.

    Mainz zog sich weit zurück und gestattete den Gästen nur selten ein Durchkommen. Der Wind drehte sich, als 05-Außenverteidiger Zdenek Pospech in der 65. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte sah - der Startschuss für eine verrückte Schlussphase.

    Santini steht goldrichtig

    Drei Mal trafen die Freiburger im zweiten Durchgang Pfosten oder Latte - beim dritten Alutreffer stand Ivan Santini goldrichtig und staubte zum 1:2 ab (86.). Es lief schon die Nachspielzeit, als Radoslav Zabavnik im Strafraum zu spät gegen Santini kam und den Freiburger am Standbein traf - Elfmeter. Daniel Caligiuri verwandelte souverän und belohnte sein Team für dessen tolle Moral.

    In der Verlängerung mussten die Mainzer dann der langen Unterzahl Tribut zollen. Freiburg bestimmte das Geschehen - folgerichtig sorgte Caligiuri in der 109. Minute für die Entscheidung.

    Kickers bringen Wölfe ins Schwitzen

    Auch in Offenbach erlebten die Zuschauer eine rassige Partie. Die Kickers verkauften sich gegen Wolfsburg gut, zu einer weiterenSensation reichte es aber nicht. In den vergangenen Runden hatten die Hessen in der SpVgg Greuther Fürth, Union Berlin und Fortuna Düsseldorf (alle 2:0) drei höherklassige Teams aus dem Wettbewerb geworfen. Die Tore für die überlegenen, aber insgesamt schwachen Wolfsburg erzielten Ivica Olic (49.) und Bas Dost (71.), für Offenbach verkürzte Marcel Stadel (81.).

    Mit einem Spruchband ("Auf den Spuren längst vergangener Tage") hatte der erstklassig feiernde OFC-Anhang schon vor Spielbeginn an den Pokalsieg von 1970 erinnert. Die Mannschaft tat vor 18.700 Zuschauern zunächst alles dafür, um in die Fußstapfen der großen Vorbilder zu treten - mit Unterstützung der vor allem in der ersten Hälfte zahnlosen Wölfe: Ein Klassenunterschied war kaum auszumachen.

    In der zweiten Halbzeit steigerte sich der VfL etwas. Trainer Dieter Hecking, der vor der Partie offen vom großen Ziel "Pokalsieg" gesprochen hatte, durfte die Treffer von Olic und Dost bejubeln, sich aber erst beim Schlusspfiff sicher fühlen.

    DFB-Pokal am Dienstag

    Trainerstimmen zu den Spielen

    Thomas Tuchel (Mainz 05): "Wir haben uns völlig allein um den Lohn der Arbeit gebracht, und das tut sehr weh. Nach dem schnellen 2:0 haben wir keine Sicherheit reinbekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir es sehr viel besser gemacht und hatten totale Kontrolle über das Spiel. Es war eher eine Frage der Zeit, bis das 3:0 fällt. Mit der Gelb-Roten Karte haben wir uns einen Bärendienst erwiesen, damit haben wir uns selbst einen extremen Schaden zugefügt. Den Elfmeter war kein klarer, aber man kann ihn wohl geben."

    Christian Streich (SC Freiburg): "Wir haben am Anfang Probleme gehabt und waren sehr unsortiert. Aber die Mannschaft hat alles gegeben, wie immer, und dann waren wir die Glücklichen. Wir haben gewonnen, weil diese Mannschaft Moral hat. Wenn wir heute verloren hätten, hätte sie trotzdem Moral gehabt. Ich bin dankbar dafür, dass ich diese Mannschaft trainieren darf."

    Rico Schmitt (Kickers Offenbach): "Wir haben es den Wolfsburgern extrem schwer gemacht. In der ersten Halbzeit hatten wir sogar die besseren Chancen. Bis dahin ist der Plan aufgegangen, doch dann haben wir ein unglückliches Gegentor bekommen. Nach dem 0:2 schien die Luft raus, aber nach dem 1:2 haben wir es spannend gehalten bis zum Schluss."

    Dieter Hecking (VfL Wolfsburg): "Das Ding zum 1:2 haben wir uns selbst ins Nest gelegt. Dass Offenbach dann nochmal alles versucht hat, war klar. Sie haben uns einen ganz heißen Tanz geliefert, aber wir haben auch dagegen gehalten. Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird, wie ein Handballspiel. Lange haben wir es den Offenbachern zu leicht gemacht, dann haben wir endlich mal über die Flügel gespielt, und so haben wir sie geknackt."

    Mainz - Freiburg 2:3 n.V.

    Mainz: Heinz Müller - Pospech, Svensson, Noveski, Zabavnik - Baumgartlinger, Zimling (63. Marco Caligiuri) - Nicolai Müller, Ede (72. Ivanschitz) - Szalai, Parker (70. Diaz).

    Freiburg: Baumann - Hedenstad (13. Schmid), Ginter, Krmas, Sorg - Schuster, Makiadi - Max Kruse, Daniel Caligiuri - Rosenthal (84. Santini), Flum (62. Guede).

    Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
    Tore: 1:0 Parker (2.), 2:0 Zimling (4.), 2:1 Santini (86.), 2:2 Daniel Caligiuri (90.+3), 2:3 Daniel Caligiuri (108.)

    Zuschauer: 23.517

    Gelb-Rote Karte: Pospech wegen wiederholten Foulspiels (65.)

    Gelbe Karten: Heinz Müller, Baumgartlinger - Rosenthal (2), Krmas, Makiadi

    Offenbach - Wolfsburg 1:2

    Kickers Offenbach: Wulnikowski - Ahlschwede, Kleineheismann, Stadel, Stein - Feldhahn, Mehic (64. Bäcker) - Reinhardt, Fetsch, Schwarz (80. Avdic) - Rathgeber (64. Vogler)

    VfL Wolfsburg: Benaglio - Hasebe, Naldo, Madlung, Schäfer - Polak, Josué (87. Kjaer) - Olic (76. Rodriguez), Diego, Vieirinha (90.+1 Träsch) - Dost

    Schiedsrichter: Stark (Ergolding)

    Tore: 0:1 Olic (49.), 0:2 Dost (71.), 1:2 Stadel (81.)

    Zuschauer: 18 700

    Gelbe Karten: - / -

    26.02.2013, Quelle: sid
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