Martin Fourcade ist Weltmeister im Einzel. Der Franzose ließ bei der Biathlon-WM in Nove Mesto der Konkurrenz keine Chance und verwies den US-Amerikaner Tim Burke und den Schweden Fredrik Lindström auf die Plätze. Bester Deutscher war Andreas Birnbacher auf Rang acht.
Birnbacher schoss zwei Mal am Ziel vorbei und hatte am Ende 1:36,6 Minuten Rückstand auf den siegreichen Franzosen, der sich ebenfalls einen Schießfehler leistete. Arnd Peiffer (2 Schießfehler), Erik Lesser (3) und Florian Graf (4) verfehlten die Top 20 deutlich.
Der ungeliebte Schießstand
Leider einen Schießfehler zu viel: Andreas Birnbacher
Quelle: dpa
Der Schießstand von Nove Mesto und die deutschen Biathleten werden wohl keine Freunde mehr. Obwohl am Donnerstagabend mit Windstille nahezu perfekte Bedingungen herrschten, schossen sich die Skijäger mit insgesamt zwölf Fahrkarten aus dem Rennen um die Medaillenplätze. Damit stehen die deutschen Herren stehen bei dieser WM noch immer ohne Edelmetall da.
"Mit einem Fehler weniger wäre es vielleicht aufs Podest gegangen. Läuferisch habe ich mich schon wieder besser gefühlt, aber für einen Einzel war es einfach ein Fehler zu viel", resümierte Birnbacher sachlich. Nach seiner Erkrankung vor dem letzten Weltcup in Antholz und dem Trainingsausfall fehlen ihm noch ein paar Körner. "Ich hoffe, mir kommt die Zeit zugute und es wird noch besser", sagte der Bayer.
Fehlende mentale Stärke
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„Ich bin Realist.”
Männer-Coach Mark Kirchner
Peiffer, Lesser und Graf landeten abgeschlagen auf Rang 28, 34 und 40. Das Wissen, es zu können, wollten sie mit ins Rennen nehmen. Aber es brachte nicht die gewünschte mentale Stärke. "Klar wollte ich heute einen raushauen, aber ich stand mir selbst im Weg", sagte WM-Debütant Lesser, der beim Saisonauftakt in Östersund im Einzel Dritter geworden war.
Männer-Coach Mark Kirchner schüttelte nach der Frage, ob er enttäuscht sei, den Kopf und antwortete: "Ich bin Realist." Spordirektor Thomas Pfüller blickt der Staffel und dem Massenstart dennoch optimistisch entgegen: "Läuferisch war das ein Schritt in die richtige Richtung. Das gibt Hoffnung."
Freudestrahlender LebensgefährteEinen Tag nach dem WM-Silber von Andrea Henkel war in der Vysocina Arena von Nove Mesto der Franzose Fourcade nicht zu schlagen. Wenngleich sein ärgster Rivale, der dreifache Weltmeister Emil Hegle Svendsen aus Norwegen wegen einer Erkältung kurzfristig passen musste. "Ich weiß nicht, ob mich Emil heute hätte schlagen können. Meine Freude ist nicht geschmälert", sagte der nun fünfmalige Weltmeister.
Henkels Lebensgefährte Tim Burke lag bis zum letzten Schuss gar auf Goldkurs: "Andrea war gestern ein gutes Vorbild für mich. Ich wollte es ihr gleichmachen und habe mir gesagt, bleib einfach ruhig", erzählte der Amerikaner freudestrahlend.