Champions League - Achtelfinal-Auslosung
Führungsspieler im Financial Fair Play
Finanziell könne die Bundesliga mit den Großen Europas nicht mithalten, hieß es lange. Doch allmählich beginnen die Klubs in den anderen Topligen das seriöse Wirtschaften in Deutschland zu beneiden. Sportökonomen sehen eine Wachablösung kommen. Der Verlauf der Champions League scheint das zu bestätigen.
zdfsport-Livestream
Die Auslosung in Nyon beginnt am Donnerstag, 12 Uhr. Der zdfsport-Livestream geht um 11.30 Uhr auf Sendung.
Die Auslosung in Nyon beginnt am Donnerstag, 12 Uhr. Der zdfsport-Livestream geht um 11.30 Uhr auf Sendung.
Barbara Berlusconi
Quelle: Imago
Quelle: Imago
Nimmt man die Erlöse aus TV-Vermarktung, Sponsoring und Zuschauereinnahmen zusammen, dann komme die Bundesliga auf einen ungefährdeten zweiten Platz unter den sogenannten "Big Five", bestätigt auch der Sportökonom Stefan Ludwig.
Emmanuele Hembert
Die wirtschaftlichen Perspektiven der großen Konkurrenten sieht Emmanuel Hembert sehr skeptisch. Bei acht englischen Spitzenklubs fänden derzeit Steuerprüfungen statt. Und die spanische PrimeraDivisión kämpft mit Schulden von mehr als einer Milliarde Euro gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungen, wobei die ausstehenden Gehälter noch nicht berücksichtigt seien.Neben dem seriösen Wirtschafte hebt Hembert einen weiteren Plus-Punkt der Bundesliga hervor: die Nachwuchsarbeit. „Das bedeutet, dass weniger für Einkäufe ausgegeben werden muss. Spieler aus dem eigenen Nachwuchs kosten in den ersten Jahren auch weniger Gehalt als gestandene Spieler.“
ZITAT
„Unser Vorbild ist Bayern München.”Barbara Berlusconi, AC Mailand
Aber auch auf dem Platz zahle sich die Arbeit in den Nachwuchszentren aus, da die Spieler früh in die Spielsysteme der Klubs eingeführt würden. „So wie bei Ajax Amsterdam in den 70er Jahren, als alle Mannschaften von der Jugend bis zu den Profis das gleiche System spielten.“ Weitere Beispiele dafür, wie eine gute Jugendarbeit eine erfolgreiche Ära prägen kann, sind Manchester United in den 90er Jahren und aktuell der FC Barcelona.Als nächstes schickt sich die italienische Serie A an, diesem Beispiel folgen zu wollen. „Wir konnten das Angebot von Paris Saint-Germain nicht ablehnen“, sagt Barbara Berlusconi zum Verkauf des Starstürmers Zlatan Ibrahimovic. „Dafür haben wir Stephan ElShaarawy entdeckt, der das Neue in unserem Klub repräsentiert. Wer nicht in diese Richtung geht, wird dafür in Zukunft einen hohen Preis zahlen.“ Das hat man in den meisten Bundesligaklubs zum Glück schon länger verstanden.
Champions League
So wird gezogen
Die Gruppenzweiten werden zuerst gezogen und haben im Hinspiel Heimrecht. Sie können nicht gegen den Sieger aus ihrer Vorrundengruppe oder gegen ein Team aus dem gleichen Verband gelost werden. Die Hinspiele werden am 12./13. bezehungsweise 19./20. Februar ausgetragen, die Rückspiele am 5./6. bzw. 13./14 März.
Die Gruppensieger
- Borussia Dortmund (kann nicht auf Real Madrid oder eine deutsche Mannschaft treffen)
- Bayern München (kann nicht auf den FC Valencia oder eine deutsche Mannschaft treffen)
- Schalke 04 (kann nicht auf den FC Arsenal oder eine deutsche Mannschaft treffen)
- FC Barcelona
- Manchester United
- FC Malaga
- Paris St. Germain
- Juventus Turin
Die Gruppenzweiten
- Real Madrid
- AC Mailand
- FC Porto
- FC Arsenal
- Schachtjor Donezk
- FC Valencia
- Celtic Glasgow
- Galatasaray Istanbul




