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Bundesliga, 21. Spieltag

Dortmund kassiert Klatsche gegen HSV

  • Bild Weidenfeller (r.) klärt zur Ecke
  • Bilderserie Bayern-Verfolger patzen am 21. Spieltag
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  • BildWeidenfeller (r.) klärt zur Ecke
    Dortmund gegen Hannover / Quelle: reuters

    Im Dortmunder Strafraum brennt es, doch Weidenfeller kann klären.

    (Quelle: reuters)
    BilderserieBayern-Verfolger patzen am 21. Spieltag
     Robert Lewandowski und Lukasz Piszczek / Quelle: ap

    Torreigen in den Verfolgerduellen um die Tabellenspitze - und am Ende lacht wieder der FC Bayern: Dortmund verliert zu Hause 1:4 und Leverkusen kommt über ein 3:3 in Gladbach nicht hinaus. War's das im Rennen um die 50. Bundesliga-Meisterschaft?

    (09.02.2013)
    InteraktivAlle Spiele zum Nachlesen im Ticker

    Kurzmeldung

    • 17:12 09.02.2013Kurzmeldung

      HSV stellt Dortmund ein Bein 17:12 09.02.2013
      Der HSV hat den Lauf von Borussia Dortmund gestoppt. In einer rassigen Partie mit zwei Roten Karten (Lewandowski, Bruma) setzten sich die Hanseaten 4:1 durch. Bayer Leverkusen holte in Gladbach zweimal einen Rückstand auf, kassierte aber kurz vor Schluss den Ausgleich zum 3:3. Bayern München baute seinen Vorsprung auf den BVB durch ein 4:0 gegen Schalke auf 15 Punkte aus. Eintracht Frankfurt kam gegen Nürnberg nicht über ein 0:0 hinaus. Werder Bremen siegte in Stuttgart mit 4:1. Wolfsburg mühte in Fürth zu einem 1:0. Mit demselben Resultat gewann Hannover gegen Hoffenheim.

    • 20:52 09.02.2013Kurzmeldung

      Nürnberger verletzen Polizisten 20:52 09.02.2013
      Bei Rangeleien zwischen der Polizei und Fans des 1.FC Nürnberg sind vor dem Frankfurter Stadion etwa zehn Polizisten verletzt worden. Rund 600 FCN-Fans hätten Fahnen und Banner ins Stadion mitnehmen wollen. Die Polizei habe das verboten, so ein Polizeisprecher. 200 weitere Fans seien aus dem Gästeblock hinzugekommen, zwischen Fans und Polizisten sei es zu Rangeleien gekommen. Die Polizei habe Schlagstöcke eingesetzt, die Fans Pfefferspray. Die Polizisten hätten Schürfwunden und Augenreizungen erlitten, auch unter den Fans habe es Verletzte gegeben. Zwei Dienstfahrzeuge seien beschädigt worden.

    Borussia Dortmund hat den wohl entscheidenden Rückschlag im Titelrennen der Fußball-Bundesliga hinnehmen müssen. Der Titelverteidiger kassierte mit dem 1:4 (1:2) gegen den Hamburger SV die erste Niederlage in der Rückrunde. Da mit Bayer Leverkusen auch der zweite Verfolger mit dem 3:3 (1:0) bei Borussia Mönchengladbach Federn ließ, stand Tabellenführer Bayern München schon vor dem eigenen Spiel am Abend gegen den FC Schalke 04 als Gewinner des 21. Spieltags fest. 

    Links
    FC Bayern fertigt Schalke ab
    Eintracht Frankfurt verpasste durch das 0:0 gegen den 1. FC Nürnberg die Chance, auf Platz drei vorzustoßen. Werder Bremen gewann mit 4:1 beim VfB Stuttgart und verschärfte damit die Krise bei den Schwaben. Hannover 96 bezwang 1899 Hoffenheim mit 1:0, mit dem gleichen Resultat setzte sich der VfL Wolfsburg bei Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth durch.

    Die Stimmen zu den Spielen 
    • Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Das Spiel hatte viele Geschichten. Der HSV ist von Beginn an besser ins Spiel gekommen. Nach dem 1:2 wurde es hektisch und wild. Die Aktion von Robert Lewandowski vorm Platzverweis war unglücklich. Am Ende hat dann auch Kraft und Moral nachgelassen gegen einen starken HSV."

      Trainer Thorsten Fink (Hamburger SV): "Damit konnte keiner rechnen nach der Heimniederlage gegen Frankfurt. Ich habe den Jungs klar gemacht, dass sie hier nach vorn spielen sollen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen."

    • Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): "Wenn man die erste Halbzeit sieht, könne wir mit der Führung und auch dem 3:3 sehr zufrieden sein. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt und hatten zu viele Ballverluste. Wenn Du den Ball nicht
      hast, ist es schwer, Fußball zu spielen."

      Trainer Sascha Lewandowski (Bayer Leverkusen): "Unser Spiel war in der ersten Halbzeit sehr temporeich, sehr gut nach vorne. Wir haben dominiert im Stile einer Heimmannschaft. Die Verteidigung der hohen Bälle war aber ganz schwach. Wir müssen abgeklärter und effizienter werden."

    • Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): "Für unsere Situation haben wir es am Anfang sehr gut gemacht. Dennoch hat die letzte Genauigkeit gefehlt. Dann haben wir durch zwei Aktionen von Werder die Linie verloren. Zu Beginn der zweiten Hälfte hat die Mannschaft die richtige Antwort gegeben. Danach haben uns zu viele individuelle Fehler das Genick gebrochen - wie in den letzten Spielen."

      Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): "Der VfB hat richtig gut losgelegt. Da hatten wir zwei schwierige Situationen zu überstehen. Erst nach 20 Minuten konnten wir uns befreien. In der Folge haben wir ein richtig gutes Spiel hingelegt. Nach dem Ausgleich standen noch einmal Fragezeichen hinter der Richtung, die das Spiel nehmen würde. Am Ende sind wir aber für unser Spiel belohnt worden."

    • Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): "Ich bin absolut froh und zufrieden über diesen Sieg. Er war enorm wichtig, besonders deshalb, weil wir mal wieder zu null gespielt haben. Bemängeln muss ich allerdings, dass wir bei unseren Kontern oft zu ungeduldig waren."

      Trainer Marco Kurz (1899 Hoffenheim): "Ich bin über das Ergebnis und auch über das Spiel enttäuscht. Über das Gegentor kann ich nur sagen, dass so etwas allgemein besser verteidigt werden muss. Insgesamt hat meine Mannschaft zu wenig geleistet, um hier zu punkten. Schade, denn das war durchaus möglich."

    • Trainer Mike Büskens (SpVgg Greuther Fürth): "Ich hätte mir die Effektivität der Wolfsburger gewünscht, wir haben wiedermal hohen Aufwand betrieben und wollten den nächsten Schritt machen. Ich kann der Mannschaft von der Hingabe her keinen Vorwurf machen, aber am Ende muss man das Tor treffen."

      Trainer Dieter Hecking (VfL Wolfsburg): "Es war das erwartet schwere Spiel, uns war bewusst, dass Fürth alles probieren wird, um seine Position zu verbessern. Wir wussten, dass wir eine gute Ordnung brauchen. Für uns stand auch sehr viel auf dem Spiel, aber wir haben uns der Drucksituation gestellt. Es ist jetzt nicht alles gut, aber der Sieg gibt uns Ruhe."

    • Trainer Armin Veh (Eintracht Frankfurt): "Insgesamt bin ich mit dem Punkt zufrieden. Nürnberg hatte die besseren Chancen und Kevin Trapp hat uns im Spiel gehalten. Wir waren nicht präsent genug. Woran es lag, kann ich nicht sagen. Anscheinend tut es uns nicht gut, wenn wir unter der Woche nicht richtig trainieren können. Ich bin froh, dass wir einen Punkt auf Hoffenheim gut gemacht haben - jetzt sind wir wieder ein Stück näher dran an den 40 Punkten."

      Trainer Michael Wiesinger (1. FC Nürnberg): "Unter dem Strich war heute mehr drin. Wir haben gut begonnen und in der ersten Hälfte Chancen liegen lassen. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel mit offenem Visier. Das war ein wichtiger Auswärtspunkt. Wir wussten, was auf uns zukommen und mit etwas mehr Effizienz und Durchschlagskraft wäre mehr drin gewesen. So nehmen wir den Punkt natürlich gerne mit."

    Dritte Heimschlappe für den BVB

    Nach drei Siegen und insgesamt elf Toren zum Start in die Rückrunde riss die Serie von Borussia Dortmund gegen den HSV, der dem BVB schon in der Vorrunde die erste Niederlage nach 31 Spielen zugefügt hatte. Die Westfalen verloren durch jeweils zwei Treffer von Artjoms Rudnevs (18./62.) und Heung-Min Son (26./89.). Robert Lewandowski hatte den BVB bei der Generalprobe für das Champions League-Gastspiel in Donezk mit seinem 14. Saisontor in Führung gebracht (17.), sah aber 14 Minuten später wegen groben Foulspiels Rot. Nach der Pause musste auch HSV-Abwehrspieler Jeffrey Bruma wegen einer Notbremse vorzeitig mit Rot in die Kabine. (59.).

    Mit dem Sieg wahrten die Gäste ihre passable Ausgangsposition im Kampf um die Europapokal-Plätze. Wie schon beim 3:2 im Hinspiel, mit dem die lange Erfolgsserie der Borussia von zuvor 31 Spielen ohne Niederlage zu Ende ging, erwiesen sie sich als unbequemer Gegner und zwangen den Favoriten abermals in die Knie.

    Für den größten Aufreger sorgten aber nicht die Tore, sondern die Entscheidungen von Manuel Gräfe. Der Schiedsrichter aus Berlin ahndete ein Foul von BVB-Torjäger Lewandowski beim Stand von 1:2 mit der Roten Karte, zeigte dem mit viel Körpereinsatz protestierenden Rafael van der Vaart aber nur Gelb. Danach drohte das Spiel kurzfristig aus den Fugen zu geraten: So wurde der beim Publikum in Ungnade gefallene van der Vaart bei einem Eckball vor der Südtribüne von einem Gegenstand am Kopf getroffen.

    Gladbach mit Kampf zum Remis

    Luuk de Jong und Simon Rolfes / Quelle: dpa

    Kämpferisch: Luuk de Jong (am Boden)
    Quelle: dpa

    Mit einem Kraftakt wendete Mönchengladbach eine Niederlage gegen Leverkusen ab. Patrick Hermanns Ausgleich zum 3:3 (1:0) in der 86. Minute kostete die Werksmannschaft zugleich die Rückkehr auf Platz zwei. Durch Martin Stranzl (45.) und Luuk de Jong (58.) waren die Gladbacher zweimal in Führung gegangen, doch Sidney Sam (52.) und Torjäger Stefan Kießling (60.) mit seinem 14. Saison- und 100. Bundesliga-Treffer schafften den Ausgleich. Als Nationalspieler Andre Schürrle (65.) die Gäste erstmals in Front schoss, schien der Dreier für Bayer perfekt, doch die Borussen schlugen noch einmal zurück. «Wir haben tolle Moral bewiesen. Da waren viele Emotionen im Spiel», kommentierte der Gladbacher Torschütze zum 3:3, Patrick Herrmann.

    Die Leverkusener zeigten sich eine Woche nach der 2:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund gut erholt. Für Ömer Toprak (Gelbsperre) und Stefan Reinartz (Grippe) rückten Daniel Schwaab und Sam in die Startformation. Die Gäste waren direkt von Beginn die bestimmende Mannschaft im Borussia-Park und erspielte sich allein in den ersten 20 Minuten drei gute Tormöglichkeiten. Die Gastgeber hingegen erspielten sich bis zur 44. Minute nicht eine Torchance.

    Nürnberg mit guter Defensivleistung

    Gegen den 1. FC Nürnberg kam die Frankfurter Offensive nicht auf Touren. Beim 0:0 gelang erstmals in dieser Saison in einem Heimspiel kein Treffer. Vor 45.400 Zuschauern musste sich die Eintracht sogar bei ihrem Torwart Kevin Trapp bedanken, dass sie dieses Spiel nicht auch noch verlor. Der 22-Jährige machte gleich drei Nürnberger Großchancen zunichte.

    Zwei gute Nachrichten gab es aus Frankfurter Sicht aber dennoch an diesem Tag. Zum einen blieb es zumindest vor und während dieses "Risikospiels" zweier Vereine mit stark rivalisierenden Fangruppen ruhig im Stadion. Und zum anderen konnte Eintracht-Verteidiger Carlos Zambrano trotz einer erst wenige Stunden vor Anpfiff beendeten Länderspiel-Odyssee doch noch von Beginn an mitspielen.

    Stuttgart weiter auf Talfahrt

    Christian Entner im Zweikampf mit Eljero Elia (r) / Quelle: dpa

    Eljero Elia kämpft noch am Boden liegend um den Ball
    Quelle: dpa

    Die sportliche Krise beim VfB Stuttgart nimmt immer größere Ausmaße an. Gegen Tabellennachbar Werder Bremen kassierten die Schwaben mit 1:4 (0:1) die fünfte Niederlage in Folge und rutschen damit in der Tabelle immer weiter ab. Die Norddeutschen feierten indes erstmals seit November 2011 wieder zwei Siege nacheinander. Der zweifache Torschütze Mehmet Ekici (34. und 74. Minute), Aaron Hunt (60.) und Kevin de Bruyne (90.+2) sorgten für den verdienten Erfolg der Bremer. Der emsige Ibrahima Traoré hatte mit seinem Ausgleich (50.) vor 41.200 Zuschauern vorrübergehend Hoffnung auf ein Ende der schwarzen Serie wecken können.

    Die Stuttgarter starteten selbstbewusst und mit viel Offensivdrang. Schon in den ersten vier Minuten vergaben sie zwei hochkarätige Chancen leichtfertig. Bremen konnte zunächst keinerlei Akzente setzen. Nach gut 20 Minuten kippte die Partie aber so langsam. Werder wurde nun aktiver, machte vor allem über rechts verstärkt Druck und ließ den Schwaben immer weniger Spielraum. Nach der verdienten Bremer Führung spielten die Hanseaten abgeklärt weiter, während Stuttgart nach dem Rückschlag nicht in Tritt kam.

    Hoffenheim bleibt sieglos

    ZITAT
    Wir sind sehr zufrieden mit den drei Punkten. Die Konter hätten wir aber besser ausspielen müssen.
    Jan Schlaudraff
    Die TSG 1899 Hoffenheim hat im Abstiegskampf einen bitteren Rückschlag erlitten. Eine Woche nach dem Sieg gegen Freiburg verlor das Team von Trainer Marco Kurz bei Hannover 96 mit 0:1 (0:1). "Ich bin enttäuscht über das Spiel und das Ergebnis", klagte der Coach der auswärtsschwächsten Mannschaft der Fußball-Bundesliga. "Uns hat die Klarheit gefehlt. Unter dem Strich war das zu wenig, um zu punkten." Ausgerechnet ein Patzer des neuen Torwarts Heurelho Gomes leitete die 13. Saison-Niederlage der Kraichgauer ein. Hannovers Top-Stürmer Mame Diouf verwertete bereits in der achten Minute eine Flanke des sträflich ungedeckten Szabolcs Huszti zum Tor des Tages. Gomes griff am Ball vorbei. "Da haben wir es gemütlich angehen lassen. In der Endkonsequenz muss von allen besser verteidigt werden", kommentierte Kurz die Szene des Spiels.

    Vor 35.200 Zuschauer konnten die heimstarken Niedersachsen trotz des Erfolges nicht voll überzeugen. "Das war ein enorm wichtiger Sieg für uns, auch weil wir zu Null gespielt haben", kommentierte 96-Trainer Mirko Slomka die gelungene Generalprobe für das Europa-League-Spiel beim russischen Club Anschi Machatschkala am kommenden Donnerstag in Moskau. "Wir sind sehr zufrieden mit den drei Punkten. Die Konter hätten wir aber besser ausspielen müssen", sagte 96-Profi Jan Schlaudraff.

    Alltag bei Fürth

    ZITAT
    Die Mannschaft hat ihr Herz in beide Händ genommen, um der Tabelle ein anderes Gesicht zu geben.
    Mike Büskens
    Die Freude über den Prestigesieg auf Schalke ist bei Greuther Fürth schnell wieder der gewohnten Enttäuschung gewichen. Das Bundesliga-Schlusslicht kassierte mit dem 0:1 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg im elften Heimspiel der Saison schon die achte Niederlage und manifestierte den letzten Platz in der deutschen Fußball-Beletage. "Das ist sehr bitter. Wir haben mal wieder unsere Chancen nicht genutzt", klagte der Sportliche Leiter Rouven Schröder.

    Engagiert und leidenschaftlich stemmten sich die Fürther der Wolfsburger Millionentruppe entgegen - wie schon so oft ließen sie in den entscheidenden Momenten aber Cleverness und Abgeklärtheit völlig vermissen. "Die Mannschaft hat ihr Herz in beide Händ genommen, um der Tabelle ein anderes Gesicht zu geben", urteilte Trainer Mike Büskens fast philosophisch. Allein: Im Gegensatz zur Vorwoche, als die Spielvereinigung mit einem 2:1 auf Schalke überraschte, blieb der Erfolg aus. Ein halbes Dutzend bester Chancen ließen Büskens' Mannen liegen. Und so reichten dem auswärtsstarken VfL eine abgezockte Vorstellung und ein Tor des Niederländers Bas Dost (23. Minute), um mit drei zusätzlichen Punkten den Heimweg antreten zu können.

    09.02.2013
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