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Biathlon-WM: Sprint Männer und Frauen

Deutsche Skijäger gehen leer aus

  • Miriam Gössner
  • Video WM-Debakel setzt sich fort
  • Interaktiv Die WM im Liveticker
  • Miriam Gössner
    Miriam Gössner  / Quelle: dpa

    Miriam Gössner hat in der Verfolgung eine Chance aufs Podest.

    (Quelle: dpa)
    VideoWM-Debakel setzt sich fort

    Keine Deutsche bei einem WM-Sprint der Biathleten auf dem Podest - das gab es zuletzt vor 16 Jahren. Auch die Herren gingen leer aus. Das Ziel, fünf bis sechs Medaillen, liegt wohl außer Reichweite.

    (09.02.2013)
    InteraktivDie WM im Liveticker

    Kurzmeldung

    • 20:27 09.02.2013Kurzmeldung

      Gössner wird Sechste im Sprint 20:27 09.02.2013
      Die deutschen Biathletinnen haben bei der WM in Nove Mesto zum Auftakt ihrer Einzelwettbewerbe die Medaillenränge verpasst. Im Sprint über 7,5 km belegte Miriam Gössner als beste Deutsche nach zwei Schießfehlern den sechsten Platz und verschaffte sich damit für das Verfolgungsrennen am Sonntag (16.15 Uhr/ ARD) eine gute Ausgangsposition. Im Ziel hatte Gössner 33,1 Sekunden Rückstand auf die ukrainische Siegerin Olena Pidhruschna (21:02,1 Minuten/0 Fehler). Silber ging an die norwegische Gesamtweltcup-Spitzenreiterin Tora Berger (+6,4 Sekunden/1) und Bronze an die Ukrainerin Vita Semerenko (+22,8/0).

    • 14:36 09.02.2013Kurzmeldung

      Sprint: Svendsen vor Fourcade 14:36 09.02.2013
      Der Norweger Emil Hegle Svendsen hat bei den Biathlon-Weltmeisterschaften im tschechischen Nove Mesto den Titel im Sprint gewonnen. Er setzte sich vor Titelverteidiger Martin Fourcade aus Frankreich und dem Slowenen Jakov Fak durch. Über die 10-Kilometer-Strecke leistete sich der 27-Jährige einen Schießfehler und hatte am Ende 8,1 Sekunden Vorsprung auf Fourcade. Bester Deutscher war Erik Lesser auf Rang 12. Er verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen über 12,5 Kilometer am Sonntag.

    Die deutschen Biathleten haben zum Auftakt der Einzelwettbewerbe bei der WM im tschechischen Nove Mesto die Medaillen klar verpasst. Bei den Frauen wurde Miriam Gössner Sechste, Erik Lesser kam als bester DSV-Athlet auf Rang 12. Neue Sprint-Weltmeister wurden Olena Pidgruschna (Ukraine) und der Norweger Emil Hegle Svendsen. 

    Zwei Tage nach dem Debakel in der Mixedstaffel (13. Rang) zeigte im Sprint über 7,5 km zumindest die Formkurve von Miriam Gössner deutlich nach oben. Die 22-Jährige belegte  nach zwei Schießfehlern den sechsten Platz und verschaffte sich damit für das Verfolgungsrennen am Sonntag (16.15 Uhr/ARD) eine gute Ausgangsposition.


    Im Ziel hatte Gössner 33,1 Sekunden Rückstand auf Pidgruschna. Silber ging an die norwegische Gesamtweltcup-Spitzenreiterin Tora Berger und Bronze an die Ukrainerin Vita Semerenko.

    Chancen in der Verfolgung

    "Ich habe nicht an meiner Form gezweifelt und weiß, dass ich fit bin. Die zwei Fehler sind ärgerlich, weil ich in der Loipe extra Gas rausgenommen habe, um mich auf das Schießen zu konzentrieren und eine gute Biathletin zu sein", sagte Gössner: "Aber die Zeitabstände sind nicht so groß, ich denke in der Verfolgung wird es spannend." Zweitbeste Deutsche war überraschend Franziska Hildebrand auf dem 13. Rang. Die zweimalige Olympiasiegerin Andrea Henkel enttäuschte hingegen und belegte Platz 33. "Auf der Strecke ging es ganz gut, aber die zwei Fehler am Ende waren zuviel. Ich hatte eigentlich keine Probleme, aber die Scheiben sind einfach nicht gefallen", sagte Henkel. Nadine Horchler wurde nur 84. und verpasste damit die Verfolgung der besten 60.

    Bei den Männern wurde Erik Lesser als Zwölfter bester der deutschen Mannschaft. Nach einem Schießfehler hatte er 49,4 Sekunden Rückstand auf Svendsen, der nach dem Triumph in der Mixedstaffel seine zweite Goldmedaille holte.

    "Konzentration ging flöten"

    "Heute lief von Anfang an alles perfekt. Ich bin rausgekommen, und vor mir war Emil Hegle Svendsen. Da dachte ich: So ein Glück", sagte Lesser im Ziel: "Da wollte ich dann dranbleiben. Schade ist natürlich der letzte Stehendfehler. Das hat sich nach dem dritten Schuss angedeutet, da habe ich ein bisschen was im Anschlag verändert. Dann ist mir am Ende die Konzentration flöten gegangen."


    Lesser war nach einer fehlerfreien ersten Schießeinlage aussichtsreich zum zweiten Anschlag gekommen. Dort verfehlte aber ausgerechnet der letzte Schuss sein Ziel und der 24-Jährige somit eine mögliche Top-Platzierung.


    "Nicht mehr viel drin"

    Mit Blick auf die bislang enttäuschende Saison verlief das Rennen für Arnd Peiffer besser als erwartet. Der frühere Sprintweltmeister war als 16. zweitbester Deutscher. Deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück blieben Andreas Birnbacher und Simon Schempp. Birnbacher belegte nur den 23. Platz, Schempp lief auf Rang 28.

    Damit verpassten die DSV-Skijäger eine gute Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen über 12,5 km am Sonntag. Bei der Heim-WM im vergangenen Jahr in Ruhpolding waren die deutschen Männer ebenfalls am Podium vorbeigelaufen. "Man muss realistisch sein, dass nicht mehr allzuviel drin ist. Es gilt jetzt, in die Wettkämpfe reinzukommen und noch was Besseres rauszuholen", sagte ein enttäuschter Birnbacher.

    09.02.2013, Quelle: sid, dpa
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