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Legendäre Streif in Kitzbühel

"Das Wimbledon des Skisports"

  • Steil und spektakulär: die Streif
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    Hahnenkammabfahrt, Kitzbühel
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    Kurzmeldung

    • 12:59 25.01.2013Kurzmeldung

      Svindal siegt, Keppler stürzt 12:59 25.01.2013
      Skirennfahrer Aksel Lund Svindal hat den Super-G von Kitzbühel gewonnen. Der Olympiasieger aus Norwegen setzte sich vor dem Österreicher Matthias Mayer und Weltmeister Christof Innerhofer aus Italien durch. Als einziger deutscher Starter stürzte Stephan Keppler in der österreichischen Alpin-Hochburg. Um die Norm für die Weltmeisterschaften in eineinhalb Wochen in Schladming zu erfüllen, muss Keppler bei der Abfahrt am Samstag zum zweiten Mal in dieser Saison in die Top-15 kommen. Am Sonntag steht in Kitzbühel der Slalom mit Felix Neureuther an.

    • 13:43 24.01.2013Kurzmeldung

      Kröll im Abschlusstraining vorne 13:43 24.01.2013
      Klaus Kröll hat im dritten und letzten Trainingslauf für die Weltcup-Abfahrt am Samstag in Kitzbühel die beste Zeit erreicht. In 1:57,74 Minuten lag der Österreicher auf der eisigen Streif 0,26 Sekunden vor Aksel Lund Svindal aus Norwegen, der in den ersten beiden Fahrten Schnellster gewesen war. Der leicht angeschlagene Stephan Keppler landete auf Rang 19 (1,78 Sekunden zurück). Andreas Sander war bereits beim Einfahren gestürzt und erlitt dabei einen Bruch des rechten Zeigefingers und einen Haarriss im Handgelenk. Er wird in Kitzbühel nicht starten können. Damit verpasst er auch die WM.

    • 12:17 24.01.2013Kurzmeldung

      Zusätzliches Frauen-Rennen in Garmisch 12:17 24.01.2013
      In Garmisch-Partenkirchen findet ein Weltcup-Rennen mehr als zunächst vorgesehen statt. Wie der Internationale Skiverband FIS mitteilte, wird im WM-Ort am 1.März (11.15 Uhr) der ausgefallene Super-G von Val d'Isere nachgeholt. Dazu sollen die Frauen wie geplant eine Abfahrt (2.März) und einen Super-G (3.März) Bestreiten. Für die Herren sind am Wochenende davor eine Abfahrt (23.Februar) und ein Riesenslalom (24.Februar) angesetzt.

     von Mathias Müller

    Verrückt, verrückter, Kitzbühel. Am Wochenede heißt es wieder: Fertigmachen für den Wahnsinn auf der Streif, der spektakulärsten Skiabfahrt der Welt. Dass gut zwei Wochen später eine WM stattfindet, interessiert hier niemanden. 

    "Die Streif ist das Rennen, das du als Rennfahrer gewinnen musst. Kitzbühel ist immer das interessanteste Rennen des Jahres“, sagt der viermalige Sieger Franz Klammer (59). Am Freitag fand das Ski-Event des Jahres mit dem Super-G seinen Beginn. Auf die legendäre Abfahrt (11.30 Uhr) am Samstag folgt am Sonntag der Slalom (10.15 Uhr) auf dem Ganslernhang – mit Siegchancen für Felix Neureuther. Ganz Kitzbühel steht auch in diesem Jahr wieder Kopf.

    Kitzbühel ist ausgebucht

    Über 100.000 Zuschauer erwarten die Veranstalter an den drei Tagen. Der Heimatort von Toni Sailer und Hansi Hinterseer ist komplett ausgebucht, ein freies Zimmer bekommt nur noch derjenige, der tief in die Tasche greift. Dass am 4. Februar die Heim-WM in Schladming beginnt, tut der Popularität keinen Abbruch.

    ZITAT
    Kitzbühel ist immer das interessanteste Rennen des Jahres.
    Franz Klammer
    "Wir sind das Wimbledon des Skisports. Dem Turnier hat es im vergangenen Jahr auch nicht geschadet, dass dort kurze Zeit später die Olympischen Spiele stattgefunden haben“, sagt Rennchef Peter Obernauer. Er sieht darin sogar einen Vorteil, weil sich einige Athleten noch für den WM-Kader qualifizieren müssten und die Wertigkeit dadurch steigt.

    21,7 Kilometer Fangzäune verlegt

    Um dem Fanansturm gerecht zu werden, arbeiten rund 1500 Helfer fleißig an der Piste (40%), im Stadion (40%), im Büro (10%) und bei diversen Tätigkeiten (10%). Entlang der Strecke wurden 9,7 Kilometer Fangzäune aufgebaut. Zudem wurden zwölf Kilometer Zuschauerzäune installiert.

    Die Österreicher hoffen, dass endlich wieder einer der ihren gewinnt. Seit dem Sieg von Michael Walchhofer im Jahr 2006, warten sie auf einen heimischen Sieger auf der teuflischen Piste auf dem Hahnenkammberg. Zuletzt siegte sogar fünfmal in Folge ein Schweizer – viermal Didier Cuche (2008 und 2010 bis 2012) und einmal Didier Defago (2009).

    Hoffnung auf Kröll und Reichelt"

    „Es wäre wichtig, dass wir einen Sieg einfahren. Wir sind die Abfahrtsnation Nummer eins“, sagt Kaiser Klammer. Als heißeste Eisen benennt er den Vorjahresdritten Klaus Kröll und Hannes Reichelt. Außerdem bewerben sich der Norweger Aksel Lund Svindal und der Italiener Christof Innerhofer um den Sieg. Unter den 50 startberechtigten Wagemutigen ist mit Stephan Keppler auch ein Deutscher, Chancen hat er jedoch keine. Im Gegensatz zu Neureuther beim Slalom, „der ist super drauf und kann gewinnen“, so Klammer.

    Für unsere Nachbarn ist das Skispektakel um die Mausefalle (85% Gefälle), die alte Schneise, den Lärchenschuss und die Hausbergkante das Sportevent des Jahres. Die Veranstaltung wird im Fernsehen weltweit in über 200 Länder übertragen. Böse Zungen behaupten sogar, Österreich sei in diesen drei Tagen nicht verteidigungsbereit, da sämtliche Soldaten in den Kitzbühler Bergen für das Hahnenkammrennen arbeiten.

    Piste bestens präpariert

    Die Piste ist in diesem Jahr bereits seit Tagen bestens präpariert. Für die Fahrer ist es sowieso immer eine neue Erfahrung. Es sei jedes Mal wieder anders, sagt Klammer und ergänzt, worauf es letztendlich ankommt: „Du musst immer volle Attacke und voll auf Angriff fahren. Der sicherste Weg ist aktiv auf dem Ski zu stehen und zu arbeiten. Wer zu passiv ist, lebt gefährlich.“

    25.01.2013
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