Erfolgreicher Weltcuptag für die deutschen Skispringer und nordischen Kombinierer. Die DSV-Adler gewannen das Teamspringen. Das Duo Eric Frenzel/ Johannes Rydzek entschied den Teamsprint der Kombinierer vor Tino Edelmann und Fabian Rießle. Bei den Biathleten überzeugte Evi Sachenbacher-Stehle. Viktoria Rebensburg wurde beim Alpin-Weltcup Dritte.
Das deutsche Skisprung-Quartett mit Andreas Wank, Michael Neumayer, Severin Freund und Richard Freitag sammelte am Samstag im finnischen Lahti 1079,5 Punkte und verwies mit einem Vorsprung von 40,7 Zählern Norwegen auf Rang zwei. Platz drei ging an Polen, Weltmeister Österreich landete nur auf Rang vier.
Allen voran der WM-Vierte Freund zeigte starke Sprünge und mit 131 Metern auch den weitesten Flug des Tages. "Severin hat die besten Sprünge seit Wochen gemacht", sagte Bundestrainer Werner Schuster, der auch die übrige Mannschaft lobte: "Wir ergänzen uns derzeit prima." Auf der WM-Schanze von 2017 lag Deutschland mit 526,4 Punkten schon zur Halbzeit voran. Auch nach der Pause lief für das DSV-Team alles nach Plan. Die vermeintlichen Schwachstellen Wank und Neumayer steigerten sich im Vergleich zum ersten Sprung sogar noch und vergrößerten den Vorsprung auf die Verfolger. Freund mit der Tagesbestweite und Freitag brachten den Sieg anschließend sicher nach Hause. Zuletzt hatte ein deutsches Quartett Ende November 2012 in Kuusamo ganz oben auf dem Treppchen gestanden.
Kombinierer feiern DoppelerfolgKombinations-Weltmeister Eric Frenzel hat auch beim Teamsprint in Lahti seine eindrucksvolle Erfolgsserie fortgesetzt. "Wir haben heute das Rennen sicher nach Hause gefahren", sagte der 24-Jährige, der an der Seite von Rydzek die Konkurrenz beim Springen und in der Loipe beinahe nach Belieben beherrschte.
Der deutsche Doppelsieg stand erst 90 Minuten nach Rennende fest: Die zunächst zweitplatzierten Franzosen Jason Lamy-Chappuis und Francois Braud wurden nach einem norwegischen Protest wegen Behinderung des Gegners disqualifiziert.
So rückten Tino Edelmann und Fabian Rießle von drei auf zwei vor. Die eindrucksvolle Bilanz: Bei zehn der vergangenen zwölf Weltcup-Rennen wurde am Ende die deutsche Nationalhymne gespielt.
Sachenbacher-Stehle blieb erstmals ohne Fehler am Schießstand
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Sachenbacher-Stehle beste BiathletinMit einer erstmals fehlerfreien Leistung am Schießstand wurde die ehemalige Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle beim Biathlon-Weltcup im russischen Sotschi Sechste im Sprint über 7,5 km. Damit war sie beim Sieg der Polin Magdalena Gwizdon auch gleich die beste der DSV-Skijägerinnen. Platz zwei ging an die Slowakin Anastasija Kuzmina, Dritte wurde die Weltcup-Gesamtsiegerin Tora Berger aus Norwegen. Ein starkes Rennen lieferte auch Youngster Laura Dahlmeier ab. In ihrem vierten Weltcupeinsatz räumte die 19-Jährige ebenfalls alle zehn Scheiben ab und wurde Siebte. Miriam Gössner musste zwar drei Strafrunden drehen, kam aber dank Laufbestzeit noch auf Platz 13.
Bei den Männern belegte Erik Lesser im Sprint über 10 km einen starken sechsten Platz. Der 24-Jährige lieferte bei der Olympiageneralprobe eine fehlerfreie Schieß- und Laufleistung ab und hatte am Ende eine Minuten Rückstand auf Sieger Martin Fourcade aus Frankreich. Der Franzose stellte mit 16 Weltcup-Podestplatzierungen einen neuen Rekord auf. Fourcade stand bereits vor dem Rennen als Gesamtweltcupsieger fest, sicherte sich nach der Kleinen Kristallkugel im Einzel nun auch die Disziplinwertung im Sprint. Andreas Birnbacher bestätigte seine starke Leistung aus dem Einzelrennen nicht und landete auf dem 23. Platz. Benedikt Doll wurde 34. der frühere Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer landete auf Rang 46, beide leisteten sich zwei Schießfehler. Christoph Stephan wurde 51., Florian Graf erreichte Platz 60.
Rebensburg aufs Podest, Neureuther hauchdünn vorbeiViktoria Rebensburg ist zum fünften Mal in diesem Winter aufs alpine Podium gefahren. Die Olympiasiegerin belegte beim Weltcup-Riesenslalom Platz drei. Der Tagessieg ging an Anna Fenninger aus Österreich vor der Slowenin Tina Maze. "Ich bin heute echt froh, es war sicherlich kein leichtes Rennen für mich, vor allem, weil die letzten Wochen nicht ganz einfach waren", sagte Rebensburg. Veronique Hronek war als Zehnte so gut wie nie im Riesenslalom. Maria Höfl-Riesch, nach dem ersten Durchgang noch auf Rang sieben, fiel nach einem viel zu verhaltenen Finallauf auf Platz 16 zurück, Simona Hösl belegte Rang 27.
Felix Neureuther fehlten in Kranjska Gora 0,04 Sekunden für einen Platz auf dem "Stockerl". Sein Kumpel Ted Ligety sicherte sich einmal mehr den Sieg. Platz zwei ging an den Österreicher Marcel Hirscher vor dem Franzosen Alexis Pinturault. "Der vierte Platz ist schon total in Ordnung", sagte
Neureuther, obwohl er nach dem 1. Lauf noch Dritter war.
Schlimmer erging es Neureuthers Teamkollegen Fritz Dopfer. Der Garmischer, Siebter nach dem ersten Lauf, fuhr im zweiten in ein Tor und verlor neben seiner Skibrille auch die Kontrolle über die Ski. Dopfer stürzte in ein Fangnetz, blieb aber allem Anschein nach unverletzt. Für Dopfer war es nach dem Sturz in Garmisch-Partenkirchen, bei dem er eine Schienbeinprellung erlitten hatte, der zweite Ausfall binnen zwei Wochen.