Gala am 16. Dezember im ZDF
Backstage in Baden-Baden
Sportler des Jahres 2012, 16.12.2012 22:10 UhrVideoZwischen Kreissäge und Rudis Mikro
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Wer werden die Sportler des Jahres? Die Siegerehrung zeigt das ZDF am Sonntag, 16. Dezember ab 22.10 Uhr. "Bis dahin muss man aber hier und da nochmal durchwischen", bemerkt Katrin Müller-Hohenstein bei ihrem Backstage-Rundgang im Baden-Badener Kurhaus.
Sportler des Jahres
Wahl seit 1947
Die Auszeichnung ist das Ergebnis einer Sportjournalisten-Wahl. Dieses Prinzip wird seit
1947 durchgeführt: Immer zum Jahresende erstellt die Internationale SportKorrespondenz (ISK) die Vorschlagslisten. Die rund 3000 Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) sind aufgefordert, Leistungen, Rekorde, Einstellung und Fairplay zu beurteilen.
Laut der Wahl-Präambel sollen nicht allein Tore, Zentimeter und Zehntelsekunden den Ausschlag geben: "Gesucht wird mehr denn je das Vorbild, eine Persönlichkeit des Sports. Ausgesprochen erfolgreich natürlich, aber auch durch Haltung und Charakter aufgefallen." Deshalb können sich durchaus auch Athleten aus Sportarten, die nicht so im Blickpunkt stehen, Hoffnung auf eine Top-Ten-Platzierung machen. Oder auch auf den Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport.
1947 fragte sich der Journalist Kurt Dobbratz: Wer war eigentlich der beste deutsche Sportler in diesem Jahr? Zur Urteilsfindung nahm er Kontakt zu den damals noch wenigen Zeitungen in den vier alliierten Besatzungszonen auf. Das war die Geburtsstunde des alljährlichen Votums. Die Mannschaftswertung kam 1957 dazu.
Den ersten Sieger, den Tennisspieler Gottfried von Cramm, kürte der Wahl-Begründer
selbst. Die meisten "Titel" heimsten zuletzt Steffi Graf (5) und Ulrike Meyfarth (4), Boris Becker, Michael Groß (je 4) sowie die DFB-Elf (8) ein.
Auch in der DDR wurden zwischen 1953 bis 1989 die Sportler des Jahres geehrt. Am erfolgreichsten waren Radrennfahrer Täve Schur (9 Auszeichnungen), Schwimmer Roland Matthes (7) und Sprinterin Marita Koch (5). Erste gesamtdeutsche Sportlerin des Jahres war 1990 die Sprinterin Katrin Krabbe.
Trophäe aus Bronze
Die 30 cm hohe und 1 kg schwere Trophäe hat der Bildhauer Joachim Mende aus Kleinziegenfeld bei Bamberg entworfen. "Sie zeigt die Form einer abstrakt-menschlichen Skulptur vereint mit der Leichtigkeit des Designs ohne den handwerklichen Charakter zu verlieren. Ein Preis, der wie die nominierten Athleten, sportliche Dynamik, Kraft und Harmonie ausstrahlt. Der nicht nur die sportliche Leistung ehrt, sondern diese auch verkörpert. Um die selbständige Bewegung nicht zu stören, wurde das Signet in die Standfuge der Skulptur eingraviert", so der Künstler. In limitierter Auflage wird die Bronze-Skulptur in der Kunstgießerei Strassacker in Süssen (Baden-Württemberg) gegossen.
Rund 20 einzelne Arbeitsschritte sind notwendig, bis aus dem Entwurf ein fertiges Kunstwerk aus Bronze entsteht. Die Politur verleiht der Skulptur dann den letzten Schliff. Mende macht sich die besonderen Eigenschaften des Materials Bronze zu Nutze: Für den dritten Platz arbeitet er den traditionellen Bronzeton des Materials heraus. Die Skulptur für die zweiten Preise bekommen einen 835 Sterling Silberüberguss, die Sieger eine zu Hochglanz geschliffene, polierte und goldschimmernde Belohnung für die herausragenden sportlichen Leistungen.





